Essen & Trinken, Fotografie, Veranstaltungen

Stadtfest Müllheim: Traubentorte zum 170. Geburtstag von Weinbaupionier Adolph Blankenhorn


Zusammen schneiden Müllheims Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich, Confiseriemeister Willi Kraus und Günter Hurst, Vorsitzender der Chorgemeinschaft Vögisheim, die 80 mal 60 Zentimeter große und zehn Zentimeter dicke Traubentorte an. Gemeinsam haben der Müllheimer Confiseriemeister Willi Krauss und Konditormeister Reiner Kirschner das köstliche Naschwerk anlässlich des 170. Geburtstags des Weinbau-Pioniers Adolph Blankenhorn kreiert. Auch die Füllung ist dementsprechend gehaltvoll, neben rund acht Litern Sahne machen auch sechs Flaschen Gewürztraminer-Spätlese die Traubentorte zu einer ausgewachsenen Kalorienbombe. Die 96 Tortenstücke waren ruck-zuck ausverkauft.

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Müllheimer Stadtfest: 3. Oldtimer-Treffen

Oldtimer-Treffen
Das Oldtimer-Treffen in der Werderstraße war am Sonntag einmal mehr ein Publikumsmagnet für das Müllheimer Stadtfest.

Ein Publikumsmagnet war das 3. Müllheimer Oldtimer-Treffen anlässlich des Müllheimer Stadtfests. Oldtimer aus den 1930er-Jahren, Nachkriegsmodelle wie BMW-Isetta, Messerschmidt Kabinenroller oder Gogomobil, US-Cars wie ein Cadillac Convertible Baujahr 1960 oder eine etwas neuere Corvette Stingray lockten die zahlreichen Besucher ebenso an, wie die Opel Klassiker Commodore, GT, Rekord oder Manta aus den 1970er und 80er Jahren. Ein bunter Streifzug aus knapp hundert Jahren Technik- und Automobilgeschichte. Über 200 Oldtimer-Besitzer sind mit ihren Schätzchen nach Müllheim gekommen und haben diese in der Werderstraße präsentiert.

Das außergewöhnlichste Ausstellungsstück: Ein Amphicar Schwimmwagen aus dem Jahr 1963
Das außergewöhnlichste Ausstellungsstück: Ein Amphicar Schwimmwagen aus dem Jahr 1963
Amphicar
Mit zwei „Schiffsschrauben“ am Heck
Borgward Isabella Coupé Baujahr 1957
Borgward Isabella Coupé Baujahr 1957
Mercedes 320 Baujahr 1939
Ein echter Oldtimer: Mercedes 320 Baujahr 1939
Messerschmidt Kabinenroller
Messerschmidt Kabinenroller
Sportlich: der Opel GT
Sportlich: der Opel GT
Opel Commodore
Opel Commodore
amborghini Espada 600 GT Baujahr 1973
Hot: Ein Lamborghini Espada 600 GT Baujahr 1973. Knapp vier Liter Hubraum bringen 350 PS
Cadillac Convertible 62 Series - Baujahr 1960. Davon wurden rund 14.000 Exemplare gebaut.
Cadillac Convertible 62 Series – Baujahr 1960. Davon wurden rund 14.000 Exemplare gebaut.
Corvette Stingray
Corvette Stingray
Ein alter Mercedes Lastwagen
Ein alter Mercedes Lastwagen
Oldtimer-Treffen
Mehr Bilder gibt’s in der Picasa Bildergalerie

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Müllheimer Stadtfest

Alljährlich lockt am letzten Wochenende im Juni das Müllheimer Stadtfest. Freunde treffen, gemütlich ein Gläschen Wein trinken und vielleicht Essen gehen statt selbst zu kochen. Steaks, Grillwürste, Pommes, Pizza, Döner, Hamburger, … – alles etwas einfallslos! Dann kam mir noch eine junge Dame mit einem Flammkuchen in der Hand entgegen, total blass – der Flammkuchen natürlich – und kaum Belag drauf. Also auch nicht unbedingt eine Alternative.

Trotzdem darf man den Vereinen keinen Vorwurf machen. Angeboten wird das, was auch von den Leuten verlangt wird – und das sind eben zu 90 Prozent Steaks, Grillwürste und Pommes.

Am Ende sind wir wieder – wie fast jedes Jahr – beim Türkischen Kulturverein gelandet: Ein bunter Spezialteller mit Reis, Kichererbsen, sauer eingelegtem Gemüse, Döner-Fleisch und Joghurtsauce und Sigara Börek, eine frittierte, mit Käse gefüllte Filoteigstange, gefüllte Weinblätter und viel Salat.

Ein kleiner kulinarischer Lichtblick ist da die Traubentorte die Confiseriemeister Willi Krauss und Konditormeister Reiner Kirschner zum 170. Geburtstag des Weinbaupioniers Adolph Blankenhorn kreiert haben. Die Torte wird morgen am Stadtfest-Sonntag, 30. Juni, um 14 Uhr, in der Laube der Chorgemeinschaft Vögisheim angeschnitten und dann stückweise verkauft.

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Fotografie

Zeitreise ins Mittelalter

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Die gefundenen Kellermauern und Fundamente reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück.

Einzig der Verlauf von Schlüsselstraße und Breisacher Straße weisen in der Zähringerstadt Neuenburg noch auf den mittelalterlichen Stadtgrundriss hin. Mittelalterliche Fassaden findet man vergebens, dafür haben über Jahrhunderte nicht nur Hochwasserkatastrophen sondern auch immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen gesorgt. Das die Stadt immer wieder auf dem Schutt neu aufgebaut wurde, hat aus denkmalschützerischer Sicht auch den Vorteil, dass die Fundamente der mittelalterlichen Stadt erhalten blieben. Diese schlummern nur circa zwei Meter tief in der Erde verborgen.

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Meter für Meter sondieren die Grabungshelfer das Gelände.

Die geplante Neugestaltung des Areals zwischen Schlüssel- und Metzgerstraße bietet nun die Gelegenheit für eine Zeitreise ins Mittelalter. Seit Mitte Mai finden hier archäologische Ausgrabungen statt. Diese Woche präsentierten Dr. Bertram Jenisch vom Landesdenkmalamt, Grabungsleiter Stefan Kaltwasser und Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster auf der Grabungsstelle die ersten Funde und Erlebnisse.

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Bertram Jenisch (l.) und Grabungsleiter Stefan Kaltwasser in einem mittelalterlichen Keller, der vermutlich bis ins 17. Jahrhundert genutzt wurde. Rote und schwarze Verfärbungen an den Wänden deuten auf einen Brand hin.

„Das mittelalterliche Neuenburg ist fast zu 100 Prozent erhalten, aber alles zwei Meter unter der Erde“, sagt Dr. Bertram Jenisch. Die mittelalterliche Stadt ist von den Fundamentstrukturen fast vollständig erhalten. Die auf dem Areal zwischen Schlüssel- und Metzgerstraße gefundenen Mauerreste reichten vom Zeithorizont bis in die Zeit der Stadtentstehung um das Jahr 1200. Es handele sich dabei um die älsteste bislang in Neuenburg bekannte Steinbebauung.
„Wenn die Leute die finanziellen Möglichkeiten hatten, haben sie aus Brandschutzgründen aus Stein gebaut“, erklärte Jenisch. Gefunden wurden auch Baustrukturen, die auf Fachwerkhäuser aus dem zwölften Jahrhundert hindeuten. Jenisch geht davon aus, dass in der ersten Phase der Stadtgründung zunächst Fachwerkhäuser an der Straße gebaut wurden.

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Grabungsleiter Stefan Kaltwasser zeigt Keramikfunde mit deren Hilfe sich die Baustruktur auf die Zeit um das Jahr 1200 datieren lassen.

Woher wissen die Archäologen wie alt die Mauern sind? „Wir können die Baustrukturen über Keramikfunde zeitlich fassen“, erklärt Jenisch und Grabungsleiter Stefan Kaltwasser zeigt Reste von Gebrauchskeramik die in der Baugrube gefunden wurde. Die schwarze Färbung und die Runde Form deuteten auf das Hochmittelalter um das Jahr 1200 hin, erklärte Kaltwasser. Zuvor hätten die Tongefäße eher eine rötliche Terrakotta-Farbe. Im 13. Jahrhundert wären die Gefäße entsprechend der damaligen Mode eher eckig als rund.
Gefunden wurde in einem Anbau auch ein mittelalterlicher Backofen. Dieser wird von den Archäologen allerdings auf Mitte des 14. Jahrhunderts datiert. Die Datierung ermöglichte der Fund von Scherben eines Weinglases aus dem 14. Jahrhundert, eines so genannten Schaffhauser Bechers, der – so vermutet Jenisch – offensichtlich aus Schwarzwälder Produktion stammt. Ähnliche Becher habe man beispielsweise bei einer Glasmacherei bei Schopfheim-Gersbach gefunden.

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Dr. Bertram Jenisch zeigt die Scherben eines so genannten Schaffhauser Bechers, die beim mittelalterlichen Backofen gefunden wurden. Damit kann der Anbau mit dem Backofen auf das 14. Jahrhundert datiert werden.

Der Backofen habe womöglich zu einer Bäckerei oder auch zu einem Gasthaus gehört. „Der Backofen ist für ein normales Wohnhaus zu groß“, sagte Jenisch.
Direkt nebenan hat sich möglicherweise ein metallverarbeitender Betrieb, vielleicht eine Schmiede befunden. Darauf deutete der gefundene Teil eines Mörsers hin, in dem vermutlich Metallerze gepocht wurden.

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Hat sichtlich Freude an den Funden bei den Ausgrabungen in Neuenburg. Bertram Jenisch vom Landesdenkmalamt zeigt den Teil eines Mörsers, indem vermutlich Metallerze vor dem schmelzen gepocht wurden.

Jenisch geht davon aus, dass sich hier an der Schlüsselstraße Handwerker angesiedelt hätten. Diese sei so etwas wie „Geschäftslage 1a im Mittelalter“ gewesen. „Neuenburg war das Markt- und Produktionszentrum für das Umland“.

Archäologische Ausgrabung Neuenburg
Grabungsleiter Stefan Kaltwasser zeigt Keramikfunde mit deren Hilfe sich die Baustruktur auf die Zeit um das Jahr 1200 datieren lassen.

Literaturtipp: Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg Bd. 27: Neuenburg am Rhein

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Feuer und Wasser: Johannisfeuer und Brunneneinweihung

Johannisfeuer
Das Johannisfeuer lodert im Wuhrlochpark in den Abendhimmel.

Mächtig was los war am Wochenende in der Zähringerstadt Neuenburg: Johannisfest mit Johannisfeuer, Rheinmarkt – ein deutsch-französischer Bauernmarkt -, verkaufsoffener Sonntag, viel Musik anlässlich des Jubiläums zum 150-jährigen Bestehen der Stadtmusik, ein Flohmarkt im Wuhrlochpark sowie die Einweihung des neuen Brunnens auf dem Platz in der Bahnhofstraße.

Johannisfest
Johannisfest im Wuhrlochpark mit der Gruppe „Die Rebländer“
Johannisfest
Die Bierbänke unter den lauschigen Kastanienbäumen im Wuhrlochpark waren voll belegt.
Johannisfest
Wer kein Plätzchen mehr ergattern konnte, machte es sich mit der Picknickdecke auf der Wiese im Wuhrlochpark gemütlich und wartete auf das Johannisfeuer.
Ochsenkeule
Ochsenkeule vom Hinterwälderrind kredenzte die Metzgerei Brunner und Rüdlin aus Hügelheim.

Johannisfeuer

Johannisfeuer
Johannisfeuer
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt

 
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt
 
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt
 
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt

Im Fluss

Brunneneinweihung auf dem Platz an der Bahnhofstraße
Brunneneinweihung auf dem Platz an der Bahnhofstraße

Eingeweiht wurde am Samstag auch der Brunnen „Im Fluss“ des Lörracher Künstlers Bernd Goering auf dem Platz an der Bahnhofstraße. Der Brunnen mit fünf großen Findlingen symbolisiert die Verbindung der Stadt Neuenburg mit dem Rhein.

Brunneneinweihung
Während Bürgermeister Joachim Schuster noch die Ansprache zur Brunneneinweihung hielt, namen zwei kleine Mädchen den Brunnen schon in Beschlag und plantschten munter drauf los.
Brunnen
„Wenn ich sehe, dass Kinder im Brunnen spielen, habe ich den Eindruck, ich habe genau erreicht was ich wollte“, sagte der Lörracher Künstler Bernd Goering und tat es nach der Einweihung den Kindern nach. Er entledigte sich seiner Schuhe und watete durch den Brunnen.

Rheinmarkt und verkaufsoffener Sonntag

Verkaufsoffener Sonntag
Hochbetrieb beim verkaufsoffenen Sonntag in der Müllheimer Straße und der Schlüsselstraße

Anbei noch ein paar Impressionen vom grenzüberschreitenden Rheinmarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag von „meiner zweitbesten Mitarbeiterin“ 😉

Verkaufsoffener Sonntag

Nbg_Bauernmarkt_VOS-5 Hochbetrieb beim verkaufsoffenen Sonntag in der Müllheimer Straße und der Schlüsselstraße
Rheinmarkt
Auch auf dem Rathausplatz war viel los.
Rheinmarkt
Mit Spezialitäten aus der Region lckte der deutsch-französische Bauernmarkt auf dem Rathausplatz.
Verkaufsoffener Sonntag
Verschnaufpause vom Shopping in den Cafés und den Eisdielen