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Zwischen Rhein und Reben – Wanderung rund um den Isteiner Klotz

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Am Pfingstsonntag haben wir uns für eine Wanderung am Isteiner Klotz ausgesucht. Grundlage war die Tour Naturbesonderheiten am Rand des Oberrheintals  des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein. Wir haben den Startpunkt vom Bahnhof Efringen-Kirchen an den Isteiner Klotz gelegt, wo man beim Friedhof auch ganz gut parken kann. Außerdem liegen dann die Isteiner Schwellen kurz vor dem Ziel, wo man die Badehose auspacken und sich im Rhein kurz erfrischen kann. Außerdem haben wir uns  auf dem letzten Teilstück zwischen Schwellen und Klotzen einen Halt noch die blühenden Orchideen im Naturschutzgebiet Totengrien angeschaut.

Der Isteiner Klotz

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Der Isteiner Klotz ist ein rund 150 Millionen alter Korallenstock mit einer circa 70 Millionen Jahre alten vielschichtigen Tertiärkape. Der Rhein, vor circa 600.000 Jahren 30 Meter höher fließend, strudelte rund 100 Höhlen aus.

Ab 12.000 v. Chr. begründen Steinzeitmenschen in Höhlen und auf der Höchfläche Jaspis

In der Bronze-Zeit, circa 2000 v. Chr. Isteiner Keramik-Kultur

Von ca. 500 v. Chr. bis 500 n. Chri.: Keltisch-Römisch-Alemannische Landnahme

Ab 700 Christianisierung.  Um ca. 1100/1200 Bau der Doppelburg durch Bischöfe von Basel und Bau der St. Vitus-Kapelle. 1409/11 Eroberung und Schleifung der Burgfest durch Basler Heer.

Ca. 1840/70 Tullasche Rhein-Korrektion

1900/14 und 1936/39 Festungsbau. 1919 und 1947/49 gewaltige Sprengungen zerstören Festung und Klotzen

St. Veits-Kapelle

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Um 1100/1200 Bau der Doppelburg auf und am Klotzen durch die Bischöfe von Basel und  Bau der Veits-Kapelle. Um 1105 wurde das Kloster  „Von unseren lieben Frowen zu Istein“ am nördlichen Fuße des Klotzens gegründet. Das Kloster war Cluny zugeordnet.

Die in einer Höhle beziehungsweise Felsnische errichtete Kapelle wurde dem Heiligen Vitus gewidment.  Dieser galt als Heiler der Epilepsie – wegen der zuckenden Glieder auch jahrhundertelang „Veitstanz“ genannt – und der Bettnässer.

Dadurch entstand folgendes alemannisches Sprüchlein:

„Heiliger St. Vit, weck mi in dr Zit, weck mi nit z’frieh und nit z’schbot, als alles grad ins Häfeli goht!“

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Die Wanderung führt vorbei an blühenden Reben und hügschen Schrebergärten  in Richtung Ort mit Stapflehus und Kirche.

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Direkt am Ortseingang geht es jedoch nach links und unter der Bahn hindur in die Reben.

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Ab diesem Stein geht es oben auf dem Klotzen – und über dem Eisenbahntunnel – weiter.

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Etwas versteckt finden sich alte Festungsmauern,
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Blick nach Westen zum Rhein und dem Kraftwerk in Kembs.
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Die Ortsgruppe Istein der Bergwacht Schwarzwald kümmert sich um die Naturschutzgebiete und hat hier und da für Wanderer Bänke zum Rasten aufgestellt.

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Blick hinunter auf den Rhein und Rheinseitenkanal sowie das elässische Kembs-Loechle, wo man übrigens gut fritierten Karpfen essen kann.
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Blick auf die Vogesen

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Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Sportplatz Huttingen.

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Aus dem Wald inaus geht es an einer Kirschplantage vorbei in Richtung Wegweiser „Vordere Torackern“.

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Wir laufen quasi enmal um den Sportplatz Huttingen herum und kommen zum Aussichtspunkt „Bildstöckle“

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Beim Aussichtspunkt Bildstöckle treffen wir auf das „Markgräfler Wiiwegli“, das wir vom Gutedel-Wandertag des Verein Markgräfler Wein kennen. Wir gehen jweiter in Richtung Huttingen/Efringen-Kirchen.

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Marienstatue

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Wir kommen am anderen Ende des Sportplatzes wieder raus. Die Sportgaststätten in Huttingen und zum Abschluss in Istein bieten sich zur Stärkung an, wenn man auf den Rucksack mit Vesper verzichtet.

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Wir sind jetzt auf der alten Römerstraße in Richtung Efringen-Kirchen unterwegs.

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Am Ende von Huttingen, auf Höhe Friedhof, hat man einen schönen Blick auf den Markgräfler Hausberg, den 1165 Meter hohen Blauen.

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Über Felder hat man einen schönen Blick hinunter in die Rheinebene. Links der Straße kommt eine Kirschplantage und der nächste Wegweiser hört auf den Namen „Kirschenanlage“.

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Der Weg führt jetzt oberhalb des Kalkwerks Istein vorbei. An einer Stelle sieht man das das  vom Steinbruch Kapf zum Kalkwerk durch den Berg laufende Förderband herauskommen.

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Huttinger Kreuz

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Vom Huttinger Kreuz hat man erstmals den Blick auf Basel, bei extrem klarem Himmel kann man sogar bis zum Montblanc sehen.

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Blick nach Fischingen und den Läufelberg
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Der richtige Platz für’s Vesper aus dem Rucksack.
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Blick auf den Rhein, das Stauhwehr bei Märkt und Basel
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Blick auf Efringen-Kirchen
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Blick auf Efringen-Kirchen und Basel im Hintergrund
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Blick zwischen den Reben hindurch auf Basel

Wir folgen dem Weg in Richtung Wegweiseer Tannenrain und von dort weiter in Richtung Weinlehrpfad. Auf diesen Treffen wir beim Schützenhaus auf dem Schafberg.

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Infotafel beim Schützenhaus

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Ein Bio-Winzer hat Stockrosen ans Ende der Rebzeilen gepflantz.

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An dieser Ecke stehen gleich mehrere Infotafeln.

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Der Wegweiser Weinlehrpfad

Vom Wegweiser Weinlehrpfad gehts hinunter nach Efringen.

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Vorbei am Bammerhüsli

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Markgräfler Wii-Wegli und Himmelreich-Jakobus-Weg
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Eselsdistel

Efringen-Kirchen

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Nächste Station ist das Alte Rathaus in Efringen.

Das alte Rat. und Schulhaus wurde 1770 erbaut und 1836 von der Gemeinde erworben, bis 1910 war es Rat- und Schulhaus, danach nur Rathaus. Von 1942 bis 1978 von der Gemeindeverwaltung gentutzt. Seither in Privatbesitz.

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Es geht weiter in Richtung Bahnhof

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Der Bahnhof ist Ausgangspunkt der Tour des Schwarzwaldvereins.

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Der Weg geht in Richtung Ortsmitte beziehungsweise Rathaus.

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Das Rathaus mit Tourist-Info, Mediathek und dem Rathaus-Café

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Wir folgen der Hauptstraße, gehen am Gemeindehaus vorbei und kreuzen die Kreisstraße.

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Im Ortsteil Kirchen geht es weiter in Richtung Rhein. Vorbei am Stapflehus.

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Stapflehus

In vielen Ortschaften des Markgräflerlands stehen Häuser mit Staffelgiebeln, man sagt oft, es seien Vogts- oder Herrenhäuser gewesen.

Dieses Haus un die angrenzenden Liegenschaften waren lange Zeit dem Domstift Arlesheim zinspflichtig.

Der Jahreszhahl in einem Fenstersims zufolge, ist es bereits 1578 errichtet worden.

(Quelle: Föderkreis „Museum in der Alten Schule“)

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Am Wegweier Gutenau halten wir uns rechts in Richtung Isteiner Schwellen.

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Blick auf den Kirchener Kirchturm mit Storchennest
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In der Ferne ist bereits das Kalkwerk Istein zu sehen.

Wir folgen jedoch dem Feuerbach in Richtung Rhein und Isteiner Schwellen.

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An der Brücke über den Feuerbach trifft man auf einen interessanten Lehrpfad der Natur- und Vogelfreunde Efringen-Kirchen. Die Tafeln entlang unseres Wanderwegs zu den Schwellen informieren über Vögel.

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Es gibt aber auch interessante Tafeln über Pflanzen, wie die Berberitze.

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Berberitze

Isteiner Schwellen

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Der Parkplatz an den Isteiner Schwellen. Die Lust am Baden ist uns nicht nur wegen „Corona“ vergangen.

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Blick von der Aussichtsplattform zu den Isteiner Schwellen

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Zwischen Isteiner Schwellen und Autobahn wurde ein Teil des Rheinufers „tiefergelegt“ und dient so als Überflutungsfläche bei Hochwasser. Mit dem „Integrierten Rheinprogramm“ sollen Unterlieger des Rheins wie Karlsruhe oder Mannheim vor Überflutungen geschützt werden in dem die Hochwasserwelle gebremst wird.

Durch den Bau der Staustufen am Oberrhein zwischen Märkt und Iffezheim sind natürliche Auen und damit Überflutungsflächen verloren gegangen. Dies hat dazu geführt, dass bei großen Hochwasserereignissen am Rhein unterhalb von Iffezheim die akute Gefahr der Überströmung von Dämmen und von Dammbrüchen besteht. Der Schaden für das Hinterland wäre beträchtlich.

Um diese Hochwassergefahr zu reduzieren, sollen Flächen, die vor dem Staustufenbau noch überflutet waren, wieder zurückgewonnen werden. Unser Ziel ist es, diese ehemaligen Überflutungsflächen wieder für den Hochwasserschutz zu aktivieren und die Entwicklung naturnaher Auen zu bewirken.

(Quelle: Regierungspräsidium Freiburg)

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Der Wanderweg des Schwarzwaldvereins führt den Rhein entlang weiter in Richtung Isteiner Klotz.

Wir nehmen die nächste Unterführung unter der Autobahn hindurch in Richtung Isteiner Straße. Nach dem Wald halten wir uns links und gehen entlang eines Spargelfelds in Richtung Naturschutzgebiet Totengrien mit seinen Orchideen.

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Naturschutzgebiet Totengrien

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Bildergalerie

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Zwischen Rhein und Reben – Wanderung rund um den Isteiner Klotz

Karte

Infos

 

Computer, Fotografie, Journalismus, Nachrichten, Video

Die Grenzen sind geschlossen, aber die Herzen sind offen

Neben Fotos für die Printausgabe noch ein paar Videoschnipsel für Online gedreht.

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Ein schönes Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft. Für Pendler soll der Grenzübergang zwischen Chalampé und Neuenburg ja voraussichtlich Montag geöffnet werden. Für alles andere sollten wir einfach Geduld haben. Wenn sich das Coronavirus wieder exponentiell ausbreitet, weil zu schnell und zu viel gelockert wird, ist niemanden geholfen.

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Impressionen von der Grenzschließung an der Neuenburger Rheinbrücke

nbg-grenzschliessung_014In den vergangenen Tagen war es ruhig hier im Blog. Vormittags tagten  die Krisenstäbe und fällten Entscheidungen, die dann erst kurz vor 17 Uhr als Pressemitteilungen kommuniziert wurden. Das Journalistenleben ist aktuell kein „Ponyschlecken“.

Es ist im Moment in der Tat alles etwas surreal. Mal wähnt man sich in „World War Z“, mal in „Outbreak“, dann wieder in „Zombieland“ oder „Shaun of the Dead“.

Die Schließung der Grenze wegen der Corona-Pandemie müsste man schon als historisch bezeichnen. Hier ein paar Bilder vom Montagmorgen an der Rheinbrücke zwischen Neuenburg und Chalampé.

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Gesperrt wird ab sofort groß geschrieben 😉

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Das Verkehrszeichen 250 – Verbot für Fahrzeuge aller Art. Die Missachtung kostet übrigens laut Bußgeldkatalog 15 Euro für Radler, 30 Euro für Autos und 70 Euro für Lkw ab 3,5 Tonnen.

 

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Heimatkunde: Petite Camargue Alsacienne

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Die Petite Camargue Alsacienne ist ein Naturschutzgebiet in den Auenwäldern des Rheins im südlichen Elsass. Es ist eine typische Auenlandschaft, wie sie bis zur Rheinregulierung weit verbreitet war. Ein entsprechendes Pendant auf der deutschen Seite des Rheins wäre das Taubergießen.

Das Gebiet der Petite Camargue Alsacienne wurde im Jahr 1982 von der französischen Regierung als erstes Naturschutzgebiet im Elsass ausgewiesen. Im Jahr 2006 wurde das Gebiet erweitert – unter anderem 450 Hekatar auf der Rheininsel und umfasst nunmeher eine Fläche von 904 Hektar.

Verwaltet wurd das Gebiet vom Verein „Association Petite Camargue Alsacienne“. Bereits 1970 setzten sich elsässische Umweltschützer für den Erhalt der Auenlandschaft und den Erhalt der ehemaligen „Kaiserlichen Fischzucht“ ein.

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1852 wurde die Kaiserliche Fischzucht von Hüningen im Elsass zur Aufzucht von Atlantiklachsen vom französischen Naturforscher Jean Victor Coste im ehemaligen Überschwemmungsgebiet des Rheins gegründet. Sie lieferte Lachslaich für die Aussetzung an Flussläufe in der ganzen Welt.

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Das Naturschutzgebiet umfasst verschiedene Biotop-Typen, wie feuchte Niederungen, Schilfröhricht, Altrheinarme, Feuchtwiesen, Trockenrasen, Mähwiesen, Auwälder, Grundwasserquellen sowie intensiv genutzte Ackerbauflächen.

Diese sind unter anderem Heimat für

  • 40 Libellenarten
  • 35 Geradflüglerarten (Orthoptere); Vertreter dieser Insektengruppe sind z. B. Heuschrecken, Grillen und Ohrwürmer
  • 237 Wirbeltierarten darunter:
    • 12 Fischarten
    • 16 Amphibien (u.a. Kammmolch, Gelbbauchunke, Kreuzkröte, Laubfrosch)
  • 5 Reptilienarten (u.a. Ringelnatter, Zauneidechse, Mauereidechse)
  • 174 Vogelarten, darunter 76 Brutvögel (u.a. Eisvogel, Schwarzmilan, Grauspecht, Mittelspecht, Zwergdommel)
  • 30 Säugetierarten (u.a. Haselmaus, Zwergmaus, Dachs, Reh, Wildschwein, mindestens fünf Fledermausarten)
  •  sowie schottische Hochlandrinder, die die Riedflächen beweiden und damit zu deren Pflege beitragen.

Auch die Pflanzenwelt hat einiges zu bieten, darunter

  • 17 Seggen-Arten
  • 15 Orchideen
  • 4 Arten, die in Frankreich auf nationalem Niveau Schutzstatus genießen (Sibirische Schwertlilie, Prachtnelke, Berg-Aster, Sumpf-Gladiole…)
  • 35 Arten, die regionalen Schutz besitzen (u.a. Sumpf-Stendelwurz, Lachenals Wasser-Fenchel, Gewöhnliche Pimpernuss).

Unser Spaziergang führte uns vom Sportplatz zunächst zur Kaiserlichen Fischzucht und bis zum einstigen Schleusenwärterhaus in Rosenau. Von dort ging es wieder zurück – leider erwischte uns dabei ein heftiger Regenguss. Es kommen aber schnell zehn oder zwölf Kilometer Wanderstrecke zusammen. Wir kommen wieder, haben wir die Hochlandrinder doch beim Regenguss irgendwie verpasst. Hier ein paar fotografische Eindrücke.

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Finde den Frosch …
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Als Wasserfrösche, auch Grünfrösche, werden vorwiegend halbaquatisch lebende Vertreter der Familie der Echten Frösche (Ranidae) zusammengefasst. Viele Autoren führen diese neuerdings in einer eigenen Gattung Pelophylax und trennen sie damit taxonomisch deutlicher von anderen Echten Fröschen der Gattung Rana ab, zu der auch die Wasserfrösche traditionell gezählt werden. Alternativ wird Pelophylax weiterhin nur als Untergattung innerhalb von Rana behandelt. Darüber hinaus wird die Bezeichnung „Wasserfrosch“ gelegentlich als Synonym für die Hybride Teichfrosch (Pelophylax „esculentus“) verwendet. Ferner kann sich der unscharfe Trivialname „Wasserfrosch“ auch auf andere ganzjährig in Gewässernähe lebende Froschlurche beziehen.

 

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Senier des mares / Teichrundgang
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Seerosen

 

 

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Sehenswerte Ausstellung über Vater Rhein in der Kaiserlichen Fischzucht
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Sentier du grand marrais / Rundgang großes Ried
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Blick auf den Markgräfler Hausberg: den Blauen
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Schmetterling

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Canal de Huningue

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Maison Eclusière / Schleusenwärterhaus

Mehr Bilder im Album Petite Camargue Alsacienne bei Google Photos.

Noch ein kleiner Tipp zur Einkehr nach dem Spaziergang: Das Restaurant Schaferhof bei Kembs bietet Carpes frites an.

Fotografie, Geschichte, Kultur, Veranstaltungen, Video

Das Glöckchen läutet wieder

Neuenburger Rathausglocke bekommte neues Zuhause auf dem Franizskanerplatz
Bei der Einweihung der Skulptur mit Glocke auf dem Franziskanerplatz

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Das GLÖCKCHEN läutet wieder

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Neuenburger Rathausglocke bekommte neues Zuhause auf dem Franizskanerplatz

Bürgermeister-Stellvertreter Christoph Ziel und Architekt Mario Eggen enthüllen die die Skulptur mit Glocke.

Neuenburger Rathausglocke bekommte neues Zuhause auf dem Franizskanerplatz
Betreten beziehungsweise hindurchgehen ist ausdrücklich erwünscht …

Geschichte

Am südlichen Ortseingang von Neuenburg liegt die Heilig-Kreuz-Kapelle. Ihren Namen hat sie von einem steinernen Kreuz dessen Herkunft unbekannt ist. Der Legende nach soll es im 13. Jahrhundert vom Rhein angeschwemmt worden sein.

Für diese Kapelle gaben die Neuenburger im Jahr 1663 eine Glocke beim Basler Glockengießer Hans Ulrich Roth in Auftrag. Mit zwei zusammengebundenen Weidlingen wurde die Glocke damals von Basel nach Neuenburg transportiert.

Im Zuge des spanischen Erbfolgekriegs vertrieben französische Truppen unter Marschall Tallard am 1. Mai 1704 die Einwohner   Neuenburgs, um die Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Dies sollte verhindern, dass sich die vorderösterreichischen Truppen mit einem Brückenkopf am Rhein festsetzen. Während des Exodus der Neuenburger läutete die Glocke der Kapelle. Anschließend versteckten die Bürger das Glöcklein, bis sie 1714, nach dem Frieden von Rastatt, zurückkehren und die Stadt wieder aufbauen konnten.

Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges wurden in Deutschland rund 65000 Glocken eingeschmolzen. Das Glocke der Heilig-Kreuz-Kapelle entging diesem Schicksal, sie war bei der Bestandsaufnahme vergessen worden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle zerstört und die Glocke beschädigt. Im Jahr 1958 übergab die katholische Pfarrgemeinde die Glocke an die Stadt Neuenburg. In einem Dachreiter auf dem Dach des Rathauses versah sie von nun an ihren Dienst und läutete täglich um 16 Uhr, um an die Vertreibung der Neuenburger im Jahr 1704 zu erinnern. Im Volksmund wurde sie daher schnell das „Feierabend-Glöckchen“ für die Rathaus-Mitarbeiter.

Im Jahr 2016 musste das Glöcklein wegen morschen Dachbalken seinen Platz auf dem Ratshausdach räumen. Jetzt hat es einen neuen Platz in einer eigens dafür gestalteten Skultpur des Müllheimer Architekten Mario Eggen vor dem Museum für Stadtgeschichte, Franziskanerplatz 4, gefunden und wieder täglich um 16.01 Uhr – nach den Glocken der katholischen Kirche – für jeweils zwei Minuten läuten.

 

 

 

 

 

 

Fotografie, Veranstaltungen

Neuer Hisgir beim Neuenburger Hemdglunki-Umzug

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Hisgir

Erstmals sprang Hannes Weber beim Neuenburger Hemdglunkiumzug als Hisgir auf dem Bett herum und verkündete mit den Worten „Im Namen des Herrn Ente­christ, die Narrennacht erschienen ist. Die Nacht fängt an zu leuchten, den Armen wie den Reichen. Die Narrennacht, die nie versagt, ich wünsch den Narren eine gute Nacht“ den Anbruch der fünften Jahreszeit. Er tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Markus „Blechle“ Weber, der 37 Jahre lang den Hisgir verkörperte.

Hier ein paar fotografische Eindrücke vom Hemdglunki-Umzug und Rathausstürmung in Neuenburg

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Die Narrenzunft D’Rhiischnooge marschiert vorneweg

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Der Männergessangverein spielt eine wichtige Rolle beim Neuenburger Hemdglunki-Umzug und stellte viele Jahre den Hisgir.
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„Im Namen des Herrn Ente­christ, die Narrennacht erschienen ist. Die Nacht fängt an zu leuchten, den Armen wie den Reichen. Die Narrennacht, die nie versagt, ich wünsch den Narren eine gute Nacht“
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Rathausstürmung
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Die bunte Hemdglunkischar auf dem Rathausplatz
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Der neue Hisgir Hannes Weber

Zum Album „Neuer Hisgir beim Neuenburger Hemdglunki-Umzug“ bei Google Fotos

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde

Zwischen den Jahren – Ausflug ins Ecomusée d’Alsace

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Die Türen und Häuser sind  mit Kränzen verziert …

Die Zeit zwischen den Jahren haben wir für einen kleinen Ausflug ins Écomusée d’Alsace genutzt.

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Abendlicher Lichterglanz …
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in der Backstube: Gewürze und kandierte Früchte für „Winachtsbredala“
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La Fée du Rhin

Höhepunkt kurz vor Schließung des Rheins war die Ankunft der „Fée du Rhin“ mit dem Boot. Die Figur erinnert vom Aussehen sehr an Santa Lucia wie sie in den skandinavischen Ländern dargestellt wird.

Nach einem elsässischen Märchen mit dem Titel „Die Königin des Rheins“ kommt die Rheinkönigin jedes Jahr unter den Menschen, um ihre Herzen zu erproben und ihre Aufrichtigkeit zu testen. Sie verkleidet sich als alte Bettlerin, um ihre Augen zu täuschen, und klopft an die Türen der Häuser.

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Die Königin des Rheins

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Mehr Bilder und einen virtuellen Spaziergang durch das Museumsdorf mit seinen Fachwerkhäusern findet ihr in dem folgenden Blogbeitrag: Heimatkunde: Écomusée d’Alsace

DLRG, Fotografie, Natur, Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg

Abendstimmung am Rhein

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Hier ein paar fotografische Impressionen vom Rhein bei Grißheim.

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Sonnenuntergang

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Mückenplage

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Was auf den Fotos wie Rauschen aussah, waren in Wirklichkeit große Insektenschwärme über dem Wasser. ich hab mal versucht mit dem Teleobjektiv in die die Insektenwolke hineinzuzoomen.

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DLRG Strömungsretter

Am Freitagabend haben die Strömungsretter des Bezirks Breisgau der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Rhein bei der NATO-Rampe in Grißheim geübt.

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DLRG Strömungsretter

Fotografie, Heimatkunde, Veranstaltungen

Vogel Gryff

Vogel Gryff

Die Talfahrt des „Wild Maa“

Zu den Dingen im Dreiländereck, die man einmal im Leben gesehen haben muss, zählt neben dem Basler „Morgestraich“ auch der „Vogel Gryff“ mit der Talfahrt des „Wild Maa“. Ich war 2016 bereits da, als der „Vogel Gryff“ einen neuen Kopf bekommen hat. Dieses Jahr fiel der Kleinbasler-Feiertag auf einen Samstag, so dass auch die Markgräflerin endlich in den Genuss des Spektakels kam.

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Der Ueli sammelt Geld für mildtätige Zwecke.

Vogel Gryff kurz erklärt

„Vogel Gryff” so heisst der volkstümliche Feiertag der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels (3 E) zum Rebhaus, zur Hären und zum Greifen. Der Anlass findet im Turnus von drei Jahren entweder am 13., 20. oder 27. Januar statt. An diesem Tag ziehen die drei heraldischen Figuren (Ehrenzeichen) „Vogel Gryff”, „Wild Maa” und „Leu” gemeinsam mit drei Tambouren, drei Bannerherren und vier Ueli, welche Geld für die Bedürftigen sammeln, durch’s rechtsrheinische Kleinbasel und führen dabei immer wieder ihre traditionellen Tänze vor.

Zu den Aufgaben der drei Ehrengesellschaften gehörte im Mittelalter unter anderem die Bewachung der Stadtmauern. Die jährliche Waffen-Musterung endete mit einem Marsch durch’s Kleinbasel und mit einer Mahlzeit; seit dem 16. Jahrhundert nahmen auch die Ehrenzeichen daran teil. Ursprünglich führte jede Ehrengesellschaft ihren eigenen Anlass durch, seit 1838 findet ein gemeinsamer Umzug mit anschliessender Mahlzeit statt: dem „Gryffemähli”.

Die militärischen Aufgaben sind längst vergessen; geblieben sind der gemeinsame Umzug, das Gryffemähli und der Einfluss der drei Ehrengesellschaften im Kleinbasel. Gemeinsam setzt man sich auf vielen Ebenen für (seinen) Stadtteil ein und pflegt den Brauch des Vogel Gryff-Tages.

Jeder Ehrengesellschaft gehören rund 150 Männer an, und jede wird von einem Meister und sechs Vorgesetzten geleitet. Voraussetzung für den Beitritt ist ein Wohnsitz im Kleinbasel oder – bei einem Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt – bedeutsames Grundeigentum im Stadtteil; auch muss ein Bewerber das 18. Lebensjahr erreicht haben, das Basler Bürgerrecht vorweisen können, männlich und wohlbeleumundet sein.

Der Vogel Gryff-Tag beginnt mit der Talfahrt des Wild Maa-Flosses auf dem Rhein und endet spät in der Nacht mit den Schlusstänzen.

Quelle: www.vogel-gryff.ch

Mehr Bilder im Flickr-Fotoalbum: Vogel Gryff 2018