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Home of the Bollenhut

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Es gibt wohl keinen passenderen Ort für ein Schwarzwälder Freilichtmusuem  als die Gemeinde Gutach. Hier – und nur hier – gehört der zum Synonym für den Schwarzwald gewordene Bollenhut zur typischen Tracht.

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Selbst in den Freiburger Bächle schwimmen mittlerweile gelbe Quietschentchen mit Bollenhut.

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Auf dem Weg vom Parkplatz zum Freilichtmuseum haben wir eine besondere Galerie entdeckt. Diese ist – finde ich – einen eigenen Blogbeitrag wert. Die Unterführung unter den Bahngleisen zieren Werke des Offenburger Graffiti-Künstlers Stefan Strumbel.

Bollenhut, Kirschtorte, Kuckucksuhr und Schäferhund

… Traditionelle Schwarzwaldsymbole wurden von ihm gebrochen und mit Zitaten aus der Pop Art neu interpretiert. In zahlreichen Variationenen stellt er über verschiedene künsterlische Medien sich un der interessierten Öffentlichkeit die eine große Frage: What the fuck is heimat? …

heißt es auf einer Infotafel in der Bahnunterführung.

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Kultur, Uncategorized

Format F4 – Schweizer Plakate im Weltformat

Format F4: Das klingt nach einem Computerbefehl oder nach dem einstigen analogen Nikon-Flagschiff – es bezeichnet aber das in der Schweiz übliche Format für Plakate. Mit 89.5 mal 128 Zentimetern ist es etwas größer als das in Deutschland bei Plakaten übliche DIN A0 (84,1 mal 118,9 cm).

„Format F4 – Schweizer Plakate im Weltformat“ lautet der Titel einer sehenswerten Ausstellung im Markgräfler Museum in Müllheim. Diese ist noch bis einschließlich 27. Mai zu sehen und zeigt Werbeplakate aus der Privatsammlung des Rieheners Dieter Tschudin, der in den vergangenen60  Jahren eine beeindruckende Sammlung zusammengetragen hat.

„Kurz, knapp und kreativ muss es sein“, beschreibt Tschudin in einem Artikel der Riehener Zeitung, was ein gutes Plakat ausmacht. Bestes Beispiel dafür ist das Werbeplakat „Milch“, dass der Schweizer Grafiker im Jahr 1970 für die Schweizer Milchwirtschaft gestaltet hat. Ein zeitloses Plakat von einer genialen -Einfachheit, das auch heute noch genauso funktioniert wie zu seiner Entsteheungszeit.

Mich haben die Plakate – auch das oben erwähnte – fasziniert, und mich  selbst zu dem folgenden Bild (mit Photoshop) inspiriert:

Milch-Plakat
Eigener Plakatentwurf nach dem Vorbild des Plakats „Milch“ von Tino Steinemann. Das Original zeigt auf einem blauen Hintergrund die Buchstaben MIL in weiß sowie CH in schwarz, in einem weißen oval und einem schwarzen Kringel drum. Ich fand die Idee mit dem Spritzer ganz nett.

Format F4 – Schweizer Plakate im Weltformat

Die in den frühen 1950er Jahren von Schweizer Grafikern entwickelte neue visuelle Sprache wurde im In- und Ausland durch Plakate und graphische Arbeiten für Industie, tourismus und internationale Grossbetriebe bekann. Sie wird bis heute für ihre formale Disziplin bewundert

Die private Plakatsammlung, die Dieter Tschudin wärhend sechzig Jahren aufgebaut hat, vermittelt in verdichteter Form ein Abbild des gesellschaftlichen Wandels in dieser Zeit. Heute umfasst die Sammlung mehrere hundert Plakate, vor allem aus der Schweiz.

Die Ausstellung zeigt rund 40 Plakate von 1950 bis heute – von Herbert Leupin bis Paula Troxler – aus den vier Tehmengruppen: Essen und Trinken, Mode und Schmuck, Architektur und Design, Klassische Musik und Jazz. Sie führen uns durch diese Zeitreise.

Quelle: Ausstellungsflyer

Mit dieser – für ein „kleines“ Regionalmuseum – bemerkenswerten Ausstellung ist Museumsleiter Jan Merk ein Glücksgriff gelungen. Die Ausstellung lockt Besucher auch aus der Schweiz und dem benachbarten Elsass in die Müllheimer Kultureinrichtung, die das Markgräfler Museum bisher noch nicht auf ihrem Schirm hatten.

Wer sich ein klein wenig für Bildsprache, Grafik und Design interessiert, sollte sich die Ausstellung nicht entgehen lassen.

Tipp:

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. Mai 2018 zu sehen. Öffnungszeiten des Markgräfler Museums Müllheim sind Dienstag bis Sonntag, von 14 bis 18 Uhr. Am Sonntag, 13. Mai, findet um 11.15 Uhr eine Führung mit Dieter Tschudin durch die Sonderausstellung statt.

Fotografie, Photoshop, Uncategorized

Markgräfler Art

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Die Fotos von der Markgräflerin in Tracht sind ideal um mal wieder ein paar Photoshop Tutorials auszuprobieren. Aus Johann Peter Hebels „Der Schwarzwälder im Breisgau“ wurde mal eben „Die Markgräflerin im Breisgau“. Dazu gibts noch ein ganz legales Wandbild, ein Poster, ein Vintage- und ein Comic-Look  …

Markgraeflerin_Wall

Markgraeflerin_Poster

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Neon Sign

Markgraeflerin_Vintage

Markgraeflerin_Comic

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Markgraeflerin_Ink_Splash

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Kreidetafel
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Blackboard / Chalkboard

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Markgraeflerin_Buntstiftzeichnung

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Polaroid
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Filmstreifen

 

 

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Markgräflerin – Puzzle
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1980er-Jahre Retro Look
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Gradient Silhouette
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Psychedelic
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3D-Effekt
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Auf den Marktplatz gebeamt
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Duotone Banner
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Die Markgräflerin in Schweden – Duotone
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Die Markgräflerin in Schweden -Vintage
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Die Markgräflerin in Schweden – Vintage Blechschild 1
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Die Markgräflerin in Schweden – Vintage Blechschild 2
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Die Markgräflerin in Schweden – Double Exposue

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotografie, Kultur, Veranstaltungen

Sensationelles auf der Rheinbrücke

Brückensensationen
Die Residual Gurus aus dem spanischen Barcelona unterhielten mit einer spritzigen Show.

Comedy, Kabarett, Clownereien, Theater, Musik, Akrobatik, Clownerien, Märchen und Zirkusatmosphäre boten die grenzüberschreitenden Brückensensationen von Freitag bis Samstag rund um die Rheinbrücke zwischen dem badischen und schweizerischen Rheinfelden. Ein buntes und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, das man sich auch gut in der Müllheimer Fußgängerzone vorstellen könnte. Schön ist der zwanglose Charakter, man kann einfach stehenbleiben und den Künstlern zuschauen, ohne gleich in der Hosentasche nach ein paar Münzen kramen zu müssen. Wenn’s gefällt, bleibt man bis zum Schluss, andernfalls geht man weiter zum nächsten Programmpunkt oder stärkt sich mit einem Kaffee, Flammkuchen, Raclette, Wurst, Steak oder Pommes Frites. Für jeden ist etwas dabei: Märchen und Klamauk für die jüngsten Besucher ebenso, wie nachdenkliches für die älteren Semester.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke von den Auftritten der Straßenkünstler aus ganz Europa.

Mehr Bilder in meiner Bildergalerie für die Oberbadische: Brückensensationen Rheinfelden

siehe auch:
Brückensensationen 2013
Brückensensationen 2012

Film, Fotografie, Reisen

Abifahrt reloaded: Brügge – Venedig des Nordens

Belfried Brügge
Der Belfried

25 Jahre ist es her, da ging’s mit Dr. Lauterbach auf Abifahrt ins belgische Brügge, auch bekannt als „Venedig des Nordens“.

Grachten
Die Grachten gaben Brügge den Namen Venedig des Nordens

Irgendwie wollte ich schon lange mal wieder in das schöne Städtchen reisen, dessen mittelalterliches Stadtzentrum mittlerweile von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. In diesem Urlaub hat es endlich geklappt!

Marktplatz Brügge

Marktplatz Der Marktplatz

Erste Anlaufstation waren natürlich die Pommes-Buden (Frietkot) direkt am Marktplatz: Belgische Frieten mit Saus Américaine – wie vor 25 Jahren!

Belgische Fritten sind die Besten!
Belgische Fritten sind die Besten!

Das Jugendgästehaus direkt am Marktplatz gibt es wohl nicht mehr, dafür gab es die Pubs am Eiermarkt noch. Naja, mittlerweile wollen wir es etwas gediegener und sind dann doch nebenan bei der Brasserie „het Hof van Rembrandt“ eingekehrt. Empfehlenswert sind die große Bierauswahl und die Käse- und Garnelenkroketten. Urgemütlich ist es auch im Café „‚t Brugs Beertje“ – wobei man sich von der Bezeichnung „Café“ nicht täuschen lassen sollte.

Brugs Beertje

Brugs Beertje Brugs Beertje

Auch eine Brauereibesichtigung gehört zu einem Brügge-Trip dazu: Die Brouwerij De Halve Maan (Bruggse Zot & Straffe Hendrik) lohnt einen Besuch. Vom Dach aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Auch kann man hier gut und preiswert Mittagessen – allerdings nur bis 15 Uhr.

Brouwerij De Halve Maan
Brouwerij De Halve Maan

Natürlich darf die Kultur nicht fehlen. Die dreitägige Brügge-City-Card mit Eintritt in (fast) alle Museen haben wir reichlich ausgenutzt. Lohnenswert ist neben dem Groneingemuseum mit den flämischen Meistern vor allem die noch neue interaktive Ausstellung „Historium“ direkt am Marktplatz, diese gibt einen Einblick in das mittelalterliche Brügge.

Groeningemuseum
Groeningemuseum
Windmühle
Windmühle
Beginenhof
Beginenhof

Wer sich für die kulinarischen Aspekte Brügges interessiert wird im Blog „Lebensart im Markgräflerland“ der Markgräflerin fündig.

Zum Schluss noch ein kleiner Filmtipp: „Brügge sehen und sterben“ mit Colin Farrell und Ralph Fiennes

Fotografie, Veranstaltungen

Feuer und Wasser: Johannisfeuer und Brunneneinweihung

Johannisfeuer
Das Johannisfeuer lodert im Wuhrlochpark in den Abendhimmel.

Mächtig was los war am Wochenende in der Zähringerstadt Neuenburg: Johannisfest mit Johannisfeuer, Rheinmarkt – ein deutsch-französischer Bauernmarkt -, verkaufsoffener Sonntag, viel Musik anlässlich des Jubiläums zum 150-jährigen Bestehen der Stadtmusik, ein Flohmarkt im Wuhrlochpark sowie die Einweihung des neuen Brunnens auf dem Platz in der Bahnhofstraße.

Johannisfest
Johannisfest im Wuhrlochpark mit der Gruppe „Die Rebländer“
Johannisfest
Die Bierbänke unter den lauschigen Kastanienbäumen im Wuhrlochpark waren voll belegt.
Johannisfest
Wer kein Plätzchen mehr ergattern konnte, machte es sich mit der Picknickdecke auf der Wiese im Wuhrlochpark gemütlich und wartete auf das Johannisfeuer.
Ochsenkeule
Ochsenkeule vom Hinterwälderrind kredenzte die Metzgerei Brunner und Rüdlin aus Hügelheim.

Johannisfeuer

Johannisfeuer
Johannisfeuer
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt

 
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt
 
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt
 
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt
Das Johannisfeuer begeisterte Jung und Alt

Im Fluss

Brunneneinweihung auf dem Platz an der Bahnhofstraße
Brunneneinweihung auf dem Platz an der Bahnhofstraße

Eingeweiht wurde am Samstag auch der Brunnen „Im Fluss“ des Lörracher Künstlers Bernd Goering auf dem Platz an der Bahnhofstraße. Der Brunnen mit fünf großen Findlingen symbolisiert die Verbindung der Stadt Neuenburg mit dem Rhein.

Brunneneinweihung
Während Bürgermeister Joachim Schuster noch die Ansprache zur Brunneneinweihung hielt, namen zwei kleine Mädchen den Brunnen schon in Beschlag und plantschten munter drauf los.
Brunnen
„Wenn ich sehe, dass Kinder im Brunnen spielen, habe ich den Eindruck, ich habe genau erreicht was ich wollte“, sagte der Lörracher Künstler Bernd Goering und tat es nach der Einweihung den Kindern nach. Er entledigte sich seiner Schuhe und watete durch den Brunnen.

Rheinmarkt und verkaufsoffener Sonntag

Verkaufsoffener Sonntag
Hochbetrieb beim verkaufsoffenen Sonntag in der Müllheimer Straße und der Schlüsselstraße

Anbei noch ein paar Impressionen vom grenzüberschreitenden Rheinmarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag von „meiner zweitbesten Mitarbeiterin“ 😉

Verkaufsoffener Sonntag

Nbg_Bauernmarkt_VOS-5 Hochbetrieb beim verkaufsoffenen Sonntag in der Müllheimer Straße und der Schlüsselstraße
Rheinmarkt
Auch auf dem Rathausplatz war viel los.
Rheinmarkt
Mit Spezialitäten aus der Region lckte der deutsch-französische Bauernmarkt auf dem Rathausplatz.
Verkaufsoffener Sonntag
Verschnaufpause vom Shopping in den Cafés und den Eisdielen
Fotografie

Der verlorene Sohn

Blumenteppich Fronleichnam
Blumenteppich im Hof des Heitersheimer Malteserschlosses

Es ist schön wenn alte Bräuche und Traditionen am Leben gehalten werden, wie beispielsweise die Fronleichnamsprozession mit dem Blumenteppich in Heitersheim. Schon lange wollte ich mir die bunten Bilder einmal anschauen. Dieses Jahr hatte ich endlich mal Zeit, um am Nachmittag den Blumenteppich im Hof des Heitersheimer Malteserschlosses anzusehen.

Fronleichnam Heitersheim
Der verlorene Sohn raucht einen Joint.
Fronleichnam Heitersheim
Der verlorene Sohn kehrt zu seiner Mutter zurück.

Die aus Heitersheim stammende und in Sulzburg lebende Künstlerin Gabriele Hunssdorff hat das Gleichnis vom verlorenen Sohn neu und modern interpretiert und in zwei prächtigen Motiven festgehalten. Das eine Bild zeigt den verlorenen Sohn mit einem Joint bei der Arbeit als Schweinehirte, das zweite die Rückkehr des verlorenenen Sohnes – allerdings zur Mutter und nicht zum Vater.

Fronleichnam Heitersheim
Die Künstlerin Gabriele Hunssdorff (r.) erklärt den Besuchern die von ihr geschaffenen Altarbilder für die Fronleichnamsprozession.

Etwas mehr als einen Monat vor Fronleichnam beginnt Hunssdorff mit der Herstellung der kunstvollen Blumenteppiche aus Naturmaterialien. Zuerst enstseht eine Skizze, die dann auf Packpapier übertragen wird. Anschließend werden die Motive gelegt.

Fronleichnam Heitersheim
Im Hof des Malteserschlosses
Fronleichnam Heitersheim
Flagge mit Malteserkreuz

Irgendwann muss ich mir auch mal die riesigen Blumenteppiche in La Orotava auf Teneriffa mal anschauen. Diese kenne ich leider nur von Postkarten.

Mehr Bilder vom Malteserschloss Heitersheim in der Picasa Bildergalerie!

Fotografie, Veranstaltungen

Weihnachtsmärkte im Markgräflerland 2011 – 3

Musikalische Eröffung des Auggener Weihnachtsmarkts durch die Kindergartenkinder und Gründschüler.
Musikalische Eröffung des Auggener Weihnachtsmarkts durch die Kindergartenkinder und Gründschüler.

Weihnachtsmarkt Auggen

Der Auggener Weihnachtsmarkt auf dem Châteauneuf-du-Pape-Platz besticht durch seine heimelige Atmosphäre, die zum gemütlichen Verweilen einlädt. Dazu gibts nette Geschenkideen, besonders der DRK-Ortsverein legt sich jedes Jahr mit Handarbeiten und Basteleien mächtig ins Zeug.

Der Nikolaus bringt Geschenke für die Kinder.
Der Nikolaus bringt Geschenke für die Kinder.
Am Stand der Gärtnerei gibt es hübsche Adventsgestecke.
Am Stand der Gärtnerei gibt es hübsche Adventsgestecke.

Ausstellung im Rathaus

Sehenswert ist die Ausstellung im Sitzungssaal des Rathauses unter dem Motto „Wein und Kunst“. In diesem Jahr sind tolle Metallskulpturen des Müllheimer Künstlers Jochen Böhnert ausgestellt. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich nächsten Freitag, 16. Dezember, währen der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Kunstausstellung von Jochen Böhnert im Auggener Rathaus
Kunstausstellung von Jochen Böhnert im Auggener Rathaus

Torso aus rostigen Nägel geschweist
Torso aus rostigen Nägel geschweist

Mehr Bilder von den Weihnachtsmärkten im Markgräflerland in der Picasa Bildergalerie.

Fotografie, Nachrichten

Abwasser wurde einfach auf die Straße gekippt

Von Mittelaltertag Neuenburg

Mittelaltertag in Neuenburg

Mit den Schlägen der Glocke auf dem Dach des Neuenburger Rathauses wurde gestern punkt 11 Uhr die „Neuenburger Zeitreise ins Mittelalter“ eingeläutet.

Seit September vergangenen Jahres beschäftigen sich alle Kindergärten und Schulen der Zähringerstadt mit der mittelalterlichen Stadt Neuenburg. Die Ergebnisse wurden gestern beim Mittelalteraktionstag vorgestellt, natürliche kam auch der spielerische Aspekt nicht zu kurz, so konnten sich die jüngsten Kindergartenkinder beim Bogen- und Armbrustschießen ebenso beweisen wie beim Ritterturnier mit Stecken und Lanze.
Buntes Markttreiben gab es in der Salzstraße mit vielen Mitmachangeboten, wie Pergamentherstellung, Kalligraphie, Buchbinden oder Webstuhl. Neben verschiedenen handwerklichen Vorführungen wurde auf dem Rathausplatz die funktionsweise von Gegengewichtshebelgeschütz und Torsionsgeschütz erklärt.
„Ich bin beeindruckt“, lobte Bürgermeister Joachim Schuster bei der Eröffnung auf dem Rathausplatz alle Beteiligten, allen voran die vielen Kinder. „Hier hat es vor einigen hundert Jahren ganz anders ausgesehen“, erklärte Schuster den Kindern. Statt Asphalt habe es einen Lehmboden gegeben, die Häuser standen dicht beieinander, das Wasser musste aus dem Brunnen geholt werden und das Abwasser wurde einfach auf die Straße gekippt, gab der Rathauschef den Kindern einen Einblick, wie es im Mittelalter in der Zähringerstadt ausgesehen haben mag. Schuster wies auch daraufhin, dass direkt hinter der östlichen Häuserzeile des Rathausplatzes einmal die Stadtmauer verlief und bei der Apotheke schräg gegenüber des Rathausplatzes einmal ein Stadttor, das so genannte Mühltor oder Müllheimer Tor stand.
Der Rathauschef hob unter allen Beteiligten den Historiker, Museums- und Erlebnispädagogen Gregor Schopka hervor, der eine zentrale Rolle bei dem Projekt gespielt habe.
Sehenswert ist Stadtrundgang durch das mittelalterliche Stadtrundgang, der von den Schülerinnen und Schülern der Grundschulförderklasse, des Schulzentrums und des Kreisgymnasiums gestaltet wurde und der den historischen Stadtrundgang ergänzt. Die von den Kindern gestalteten Bilder und Informationstafeln wird als Ausstellungsprojekt während der Sommermonate das Stadtbild mit bunten Tupfern bereichern.
Ein im Bürgerbüro des Rathauses erhältlicher Flyer weist auf den mittelalterlichen Stadtrundgang hin. Für die musikalische Umrahmung mit mittelalterlichen Flöten- und Trommelklängen sorgte die Jugendmusikschule Markgräflerland.