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Deutsch-Französischer Brotmarkt

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Deutsch-Französischer Brotmarkt auf dem Markgräfler Platz in Müllheim

Es duftet verführerisch nach frischem Holzofenbrot. Gugelhupf – süß und salzig – aus dem Elsass locken ebenso wie knuspriges Baguette und fluffige Croissants.

Immer am ersten Donnerstag nach den Schulferien laden die Bäckerinnungen aus dem badischen Müllheim und dem elsässischen Mulhouse zum deutsch-französischen Brotmarkt auf dem Markgräfler Platz ein. Passend zur Jahreszeit gab’s auch schon die erste Ziebelewaie – es fehlt nur noch ein Winzerstand mit neuem Wein.

Das Mittagessen war mit Ziebelewaie gesichert und zum Abendessen hab ich ein Baguette sowie fürs Frühstück einen Mini Gugelhupf eingekauft.

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Die Backstuben aus Baden und dem Elsass bieten eine große Vielfalt und vor allem Frische.
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Ziebelewaie
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Der elsässische Bäckerchor singt zur Eröffnung des Brotmarkts.
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Fotografie, Heimatkunde, Uncategorized, Veranstaltungen

Brunnenschmuck an Pfingsten

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Den Pfingstmontag haben die Markgräflerin und ich genutzt, um einen kleinen Abstecher zum Deutschen Mühlentag in der Olmühle Eberhardt in Oberweiler zu machen. Die Markräflerin hat dabei wieder leckeres Walnussöl für die Küche erstanden.

Anschließend haben wir eine kleine Tour zu den geschmückten Brunnen in Müllheim und Umgebung gemacht.

Schön das es den Brauch des „Pfingstkränzelns“ noch gibt. Ein großes Lob an die Menschen, die alljährlich für den blühenden Brunnenschmuck sorgen.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Brunnen in Oberweiler (Badenweiler)

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Brunnen in Niederweiler

Lindenstraße

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Weilertalstraße

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Müllheim (Unterstadt)

Löfflerbrunnen

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Kaiserbrunnen

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Vögisheim

Brunnenstraße/Am Rappen

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Brunnenstraße/Zizinger Weg

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Brunnenstraße/Rathaus

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Brunnenstraße/Feuerwehr

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Mehr Bilder im Google Fotos Album: Brunnenschmuck an Pfingsten


 

Ausflugsziel, Essen & Trinken, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Veranstaltungen, Wandern, Wein

Wandern und genießen – Gutedeltag im Markgräflerland

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Rund 20.000 bis 30.000 Besucher waren an Christi Himmelfahrt (Vatertag) zu Fuß oder mit dem Rad auf der gesperrten Badischen Weinstraße zwischen Müllheim und Staufen unterwegs. Der Verein Markgräfler Wein hat zur zwölften Auflage des Markgräfler Gutedeltags eingeladen. Es ist die längste Gutedel-Weinprobe der Welt, rund 30 Winzergenossenschaften und Weingüter aus dem Markgräflerland (vom Grenzacher Horn bis vor die Tore Freiburgs) kredenzten ihre Weine.

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Um 11 Uhr eröffneten die Markgräfler Weinprinzessin Anika Stork und der Vorsitzende des Vereins Markgräfler Wein, Markus Büchin, in Britzingen den Gutedeltag.

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Schnell noch ein paar Fotos in Britzingen, Zunzingen und beim Judengalgen geschossen und dann gings an den PC zum Schreiben („Größte Party im Markgräflerland„).

Kurz nach 14 Uhr haben die Markgräflerin und ich  die Nordic-Walking-Schuhe geschnürrt, die Stöcke geschnappt  und los gings. Über den Judengalgen ging’s nach Zunzingen, Britzingen und Laufen bis nach Ballrechten-Dottingen. Von dort ging’s mit dem vierten Shuttle-Bus zurück nach Müllheim (die ersten drei Busse waren von Staufen kommend schon rappelvoll).

Hier noch ein paar fotografische Eindrücke vom Gutedeltag:

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Mehr Bilder im Album bei Google Fotos: Markgräfler Gutedeltag 2019

Fotografie, Landschaft, Natur, Wandern

Frühlingsspaziergang in den Reben

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Ein kleiner Abendspaziergang durch die Reben am 1. Mai mit Blick auf unseren Markgräfler Hausberg, den Hochblauen.

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In den Reben blüht der Doldige Milchstern – auch Stern von Bethlehem genannt.

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Auch die Bienen haben ihre Freude an den weißen Blüten.

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Der Löwenzahn hat schon verblüht, wegen seiner harntreibenden Wirkung wird er auf Alemannisch übrigens Bettseicherle genannt.

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Kleines Fotoexperiment mit Pusteblume …

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Die Reben als Rahmen für den Hohblauen …

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Die beiden Fotos (oben und unten) sind schon ein paar Tage früher beim Genusslauf in der Nähe der Vögisheimer Grillhütte entstanden.

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Detailaufnahmen bei der Luginsland-Linde (Winterlinde, Tilia cordata; Naturdenkmal) – Der Baum wurde 1870/71 als Friedenslinde gepflanzt.

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Mehr Bilder im Album bei Google Fotos: Frühlingsspaziergang in den Reben

Essen & Trinken, Fotografie, Sport, Veranstaltungen, Wein

Some like it hot – Genusslauf 2019

 

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Der Weiler Lauftreff gewann den Kostümwettbewerb bei den Mannsschaften mit dem Motto „Hot move am Vesuv“

Rund 1300 angemeldete Läuferinnen und Läufer gingen bei der 19. Auflage des Müllheimer Genusslaufes der Genussläufer Dreyleckland an den Start. Hinzu kamen noch 160 Kinder beim „Jag das Wildschwein“-Lauf.

Bereits zum dritten Mal war der Genusslauf als bisher einzige deutsche Veranstaltung Teil der internationalen Laufserie „Challenge de la Convivialité“, zu dem unter anderem auch der Marathon du Médoc, der Marathon du Beaujolais und der Marathon du Cognac zählen.

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Kurz vor dem Ziel gab’s Rotwein zur Stärkung

 

Das diesjährige Motto lautete „Some like it hot“. Glücklicherweise war’s für die Läufer nicht ganz so heiß, aber am letzten Anstieg vor dem Ziel kostete es schön Mühe den Wahlspruch der Genussläufer „lächeln statt hecheln“ in die Tat umzusetzen. Zur Belohnung gab es an der Vögisheimer Grillhütte edle Tropfen der heimischen Winzer in rot und weiß, Wasser und isotonische Getränke, Obst und feine Canapés. Für aufmunternde Dudelsack-Klänge sorgten die „Castle Hill Pipers of the 79th District“.

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Die „Castle Hill Pipers of the 79th District“

 

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Dudelsackklänge beim Müllheimer Genusslauf

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Hier ein paar fotografischen Eindrücke vom 19. Genusslauf:

 

Der Kostümwettbewerb

 

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Jens, die billige Kopie von Greta Thunberg
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Einhorn und Eisverkäuferin
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Thomas mit seinem Schwitzkasten samt Aufguss gewann den Einzelwettbewerb.
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Flamenco-Tänzerin und Moses
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Ein Friese im Friesennerz und mit Friesengeist
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Yannick (r.) der Saunierer
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Die Läufer der  Gruppe Mon Devoir aus Freiburg kamen als Pinguine und Eisbär
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Aus Nürnberg kam die Gruppe Granatäpfel. Sie kleideten sich in feschen Grillschürzen und bruzzelten unterwegs  „Broadwoschd“ (Bratwürschte) auf dem mitgeführten Grill.
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Der Weiler Lauftreff

Die Sieger

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Fritz Koch gewann zum vierten Mal in Folge den Halbmarathon beim Müllheimer Genusslauf
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Schnellster Läufer auf der zehn Kilometer-Strecke war Dominik Meier vom TuS Badenweiler.
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Bei den Frauen gewann Stefanie Doll den Halbmarathon.

Auf der Strecke

 

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Moses

 

 

 

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Zwei „Angler“ rennen zehn Kilometer inWathosen beziehungsweise Gummistiefeln. Hoffentlich haben sie genug Blasenpflaster …
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Men in Black
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Yannick der Saunierer
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Die Feuerwehr …
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Gelebte Inklusion
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Köche
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Trump und sein Berater, eine Biene und noch ein Teufelchen
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Der Vesuv am Anstieg zur Vögisheimer Grillhütte
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Die Pinguine von Mon Devoir

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Some like it hot – Genusslauf 2019

Fotografie, Sport, Veranstaltungen

Müllheimer Sportgala 2019

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Boxen, Fußball, Handball, Kampfsport, Laufen, Schießen, Tanzen, Tischtennis, Turnen und Volleyball – in allen diesen Sportarten haben Müllheimer Sportler im vergangenen Jahr Erfolge erzielt: von der Kreismeisterschaft bis hin zu Medaillen bei Deutschen Meisterschaften. Im Müllheimer Bürgerhaus  wurden so viele Sportler wie noch nie zuvor geehrt: 24 jugendliche und 17 erwachsene Einzelsportler sowie zehn Jugendmannschaften mit mehr als 50 Sportlern und sechs Mannschaften bei den Erwachsenen mit knapp 90 Sportlern.

Hier ein paar fotografische Eindrücke vom Programm der Sportgala:

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Kampfsport
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Turnen…
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… mit dem „Team Baden 60 plus“
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Rope Skipping oder …
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… Seilspringen für Fortgeschrittene
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Tanzen: Latein …
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… und Standard
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Showprogramm mit Akrobatik und Steptanz mit  dem Duo „Calima & Bryan“
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Und es konnte zur Musik der Band „Limelight“ getanzt werden …

Die Geehrten

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Die erfolgreichen Einzelsportler bei den Jugendlichen
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Die erfolgreichen Jugendmannschaften
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Müllheims Sportlerinnen und Sportler des Jahres bei den Erwachsenen
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Die Mannschaften des Jahres

Mehr Bilder im Google Fotoalbum: Müllheimer Sportgala 2019

Fotografie, Veranstaltungen

Farbenfroher närrischer Lindwurm

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Die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut sorgen für gute Laune, da ließ es sich beim traditionellen Fasnachtsumzug der Narrenzunft Müllemer Hudeli aushalten. Mehr als 100 Gruppen – die offizielle Umzugsliste zählte 99 gemeldete Gruppen, doch allein mit der  Narrengilde Lörrach sind ein gutes Dutzend Cliquen aus der Lerchenstadt mit mehr als 160 Teilnehmern gelaufen – sorgten für ein farbenfrohes Bild entlang der Umzugsstrecke von Ecke Werder-/Hauptstraße bis zum ehemaligen Verkehrsamt.

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Schätzungsweise 3200 Narren – Hexen, Teufel und allerlei Getier vom Frosch bis zum Wolf – gaben sich ein buntes Stelldichein.

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Hier ein paar fotografische Impressionen:

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Mehr Bilder bei Google Fotos: Fasnachtsumzug der Narrenzunft Müllemer Hudeli 2019

Fotografie, Landschaft, Natur, Uncategorized, Wandern

Herbst in Müllheim

Es gibt keine schönere Jahreszeit als den Herbst für einen kleinen Fotospaziergang. Leider fehlt meist die Zeit dazu, heute konnte ich den Feiertag nutzen um die Herbststimmung mit ihren warmen Farben einzufangen und ein paar Fotos zu schießen.

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Blick von der Hohen-Neuendorfer-Brücke (Werderstraße) entlang der Kraftgasse über den Klemmbach zur Martinskirche.

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Am Klemmbach

Alter Friedhof

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Eines der schönsten Fotomotive im Herbst in Müllheim ist der Alte Friedhof mit seiner Baumallee. Rechts vorne im Bild ist übrigens das Grab des Weinbaupioniers Adolph Blankenhorn. Ich nehme mir jeden Herbst etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang mit der Kamera über den Friedhof.

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Am Stalten bei Feldberg

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Wald mit buntem Herbstlaub und Reben mit goldgelben Blättern vor blauem Himmel. Das liegt am Stalten bei Feldberg dicht beeinander. Bei schönem Wetter herrscht hier Betrieb am Grillplatz und es sind einige Gassigänger mit ihren Vierbeinern unterwegs.

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Mehr Fotos im Flickr-Album Herbst in Müllheim

Essen & Trinken, Fotografie, Veranstaltungen, Wein

Drübel

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Die Weinlese läuft auf vollen Touren und  von Donnerstag , 13., bis Montag, 17. September 2018, steigt auf dem Gelande des Winzerkellers Auggener Schäf die 63. Auflage des Auggener Winzerfests. Das Programm gibts hier als PDF.

Zur Einstimmung ein paar Traubenbilder, die neulich frühmorgens beim Ballonfestival neben dem Müllheimer Segelflugplatz entstanden sind.

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Essen & Trinken, Film, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Reisen, Sport, Veranstaltungen, Video, Wein

1. Müllheimer Ballonfestival

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„Ein glückliches Land, wo der Wein vor der Kulisse des Schwarzwaldes reift”, beschrieb bereits der Dichter Johann Wolfgang von Goethe unsere Region. Die herrliche Landschaft kann man am besten aus der Luft – mit dem Heißluftballon – erfahren, fanden die Leiterin des Fachbereichs Tourismus der Stadt Müllheim, Sabine Lang, und der Ballonpilot Bernd Klank. Gemeinsam riefen sie das erste Müllheimer Ballonfestival ins Leben, das am vergangenen Wochenende  im Rahmen des Flugplatzfests des Markgräfler Luftsportvereins stattfand.

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Ob Goethe, geboren 1749 in Frankfurt am Main und gestorben 1832 im sächsischen Weimar, jemals eine Ballonfahrt gemacht hat, ist nicht überliefert. Man weiß nur, dass Goethe seine Höhenangst dadurch überwunden haben soll, dass er mehrfach das Straßburger Münster bestiegen hat. Montgolfièren, wie Heißluftballone nach ihren französischen Erfindern Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier auch genannt werden, hat Goethe gekannt, erhoben diese sich doch 1783 zu dessen Lebzeiten in den Himmel.

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Frühmorgens auf dem Segelfluggelände. Diese Fotos sind allerdings vom Sonntagmorgen.

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Wie viele Outdoor-Aktivitäten ist auch das Ballonfahren wetterabhängig. So kam es, das von den vier geplanten Fahrten  nur zwei stattfanden konnten, darunter die Fahrt für Medienvertreter am Samstagmorgen. Am Samstagabend machte ein Regenschauer Piloten und Passagieren einen Strich durch die Rechnung und am Sonntagmorgen herrschte  zwar strahlender Sonnenschein auf dem Müllheimer Segelflugplatz, aber dichte Nebelschwaden in der Rheinebene machten eine Fahrt zu gefährlich – man will ja auch nicht an einer Stromleitung stranden.

Für 2020 ist jedenfalls eine Neuauflage mit dem 2. Müllheimer Ballonfestival geplant. Die Passagiere, deren Fahrten stattgefunden haben, waren ebenso begeistert wie die Zuschauer, welche die Startvorbereitungen und die Starts auf dem Segelfluggelände verfolgt haben. Vielleicht spielt dann auch das Wetter für das abendliche Ballonglühen nach Sonnenuntergang mit.

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Fünf Piloten nahmen Piloten mit ihren Heißluftballonen am ersten Müllheimer Ballonfestival teil. Sie boten pro Fahrt Platz für rund 15 Passagiere.

Für den Rebland-Kurier durfte ich am Samstagmorgen mit dabei sein, ebenso die Markgräflerin, welche in ihrem Blog Lebensart im Markgräflerland über das Ballonfestival berichtet.

Kurz vor 6 Uhr kamen wir auf dem Müllheimer Segelfluggelände an. Organiator Bernd Klank ließ einen mit Helium gefüllten Luftballon steigen um die Windverhältnisse zu prüfen. Diese waren nicht so einfach, der Wind kam in bodennähe zwar aus südlicher Richtung, drehte weiter oben jedoch auf Westen. Daher stiegen wir nicht höher als 200 bis 300 Meter, weiter oben hätte uns der Westwind über den Schwarzwald getrieben, wo es über dem dichten Wald keine Landemöglichkeiten gibt.

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Anschließend wurden die Passagiere auf die fünf Ballone verteilt. Die Markgräflerin und ich durften mit dem bunten Clown OLEG von Sven Grenzner aus Schwäbisch Hall fahren. Der lustige Ballon ist im Markgräfler bekannt, wurde er doch von Bernd Klanks Vater Fritz – gemeinsam mit der Designerin Sabine Bieg – entworfen. Der Ballon fuhr regelmäßig über das Markgräflerland bevor Fritz Klank den Ballon aus altersgründen abgegeben hatte.

Von Sven Grenzner bekamen wir eine kurze Einweisung. Er beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahre mit Ballonen und hat unter anderem als „Rückholer“, wie die Fahrer der Begleitfahrzeuge gannt werden, angefangen. Darüber hinaus hat er Modellballone gebaut und fahren lassen, unter anderem auch ein Modell von OLEG. Vor 16 Jahren hat er die Pilotenlizenz erworben und im Jahr 2013 das Hobby zum Beruf gemacht. Darüber hinaus ist er weltweit als Schiedsrichter bei Ballonwettbewerben im Einsatz.

Neben Theorie mit Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Aerostatik, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und Unfällen und Funk umfasst die Ausbildung zum Ballonpiloten mindestens 15 praktische Fahrstunden mit 50 Starts und Landungen, berichtet Grenzner.

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Sven Grenzner und Bernd Klank

 
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Unser Pilot hatte den Korb bereits mit Gasflaschen und Ausrüstung bestückt und den Gasbrenner getestet. Anschließend wurde die Ballonhülle auf dem Boden ausgerollt, mit Drahtseilen am Korb befestigt.

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Dabei mussten zunächst die 18 Haare von OLEG aufgeknüpft werden.  Jetzt wurde OLEG zunächst mit einem großen Ventilator mit Luft gefüllt, bevor der Brenner zum Einsatz kam, und sich die insgesamt rund 3000 Kubikmeter (3 Millionen Liter)  Luft fassende Ballonhülle langsam aufrichtete.

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Ein Kubikmeter Luft wiegt übrigens unter Normbedingungen (1013 hPa Druck und 0 °C etwa 1,29 Kilogramm). Wir hatten etwa 18 °C Lufttemperatur (~ 1,2 Kilogramm pro Kubikmeter). Der Brenner heizt die Temperatur im Ballon auf rund 100 °C auf (~ 0,95 Kilogramm pro Kubikmeter).  Nach dem archimedischen Prinzip ergibt es einen entsprechenden Auftrieb um rund 750 Kilogramm (Ballonhülle, Korb plus Pilot und Passagiere) anzuheben.

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Kurz nach 7 Uhr hieß es einsteigen und gegen 7.20 Uhr schwebten wird dem Himmel entgegen.

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Die Fahrt ging über Dattingen, vorbei an Buggingen, über Heitersheim, Eschbach, Tunsel, Schlatt und den westlichen Rand des Bad Krozinger Kurparks nach Biengen.

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Hier setzten wir auf einem abgeernteten Feld auf. Nicht ohne zuvor mithilfe eines Maisfelds abgebremst zu haben.

Video von Sabine Lang

Die Route

Die Taufe

Nach der Landung wurde OLEG fachgerecht zusammengelegt, Korb, Ballonhülle und Gasflaschen im Anhänger verstaut und es ging zurück auf das Müllheimer Segelfluggelände, wo ein kleines Sekt-Frühstück mit Sekt, Butterbrezeln und süßen Teilchen auf uns wartete.

Nach der ersten Ballonfahrt werden die Passagiere getauft und vom Ballonpiloten in den Adelsstand erhoben. Dies geht auf den französischen König Ludwig XVI zurück, von der Erfindung des Heißluftballons durch die Brüder Montgolfier begeistert war. Auf Drängen des Adels erlies er ein Gesetz, dass Ballonfahren nur den Blaublütigen erlaubt. Doch auch unter Blaublütigen gab es Höhenangst, so dass dann auch Lumpen, Räuber und Gesindel Ballonfahren durften, die anschließend in den Adelsstand erhoben und gegebenenfalls auch begnadigt oder entschuldet wurden, wie Bernd Klank erklärte.

Somit erhält der neue Adel Rechte und Pflichte. Er bekommt die überfahrenen Ländereien geschenkt (natürlich nur eine Handbreite über dem Boden) und darf dort Steuern und Zölle eintreiben.

Vor der Taufe stand jedoch ein feierliches Ballonfahrer-Gebet:

Ehre dem, der alles hat geschaffen.
Er schuf, als schönsten Teil der Welt,
für uns das weite Himmelszelt.

Er hat das Feuer uns gegeben,
mit dessen Kraft wir uns erheben
und über Berg und Täler schweben.

Er tut uns seinen Willen kund,
damit nicht jeder Lumpenhund,
von denen die Erde so reichlich gesegnet,
uns edlen Ballönern da oben begegnet

 
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Das Ballonfahrergebet

Man wird getauft mit dem „was uns in die Luft bringt“ und „dem edle Tröpfchen, was Ballonfahrer so gerne trinken“: Eine Locke wird mit Feuer angezündet und mit Sekt gelöscht.

Der Erstgefahrene erhält einen neuen Namen, den er nie wieder vergessen darf und bei der Begegnung mit anderen Ballonfahrern nach Aufforderung stets fehlerfrei aufsagen können muss.

Zu den Pflichten gehört, dass er seinen Namen nie wieder vergisst. Ebenso darf er nie wieder von Ballonfliegen oder vom Ballonflug erzählen. Ansonsten muss er dem anwesendem (Ballon-)Adel eine Runde Taufwasser, sprich Sekt, spendieren. Und natürlich sollte man Ballonfahrern nach der Landung Hilfe anbieten.

Fahren oder fliegen?

Ballonfahrer und Luftschiffer sprechen vom Fahren. Gefährte, die leichter als Luft sind, wie Ballone, fahren in diesem Sprachgebrauch, während Flugzeuge, die schwerer als Luft sind, fliegen. Dies könnte historischen Ursprung haben. Bereits die ersten Ballonfahrer sprachen vom „Ballonfahren“, da sie das Vokabular der Seefahrt übernahmen.

Die Taufurkunde

Wir, vom Clownballonteam
und sein Pilot geben hiermit kund, dass wir
Alexander Anlicker
nach alter Zunft und Ordnung der Balloner auf den Namen
„Alexander den ortskundigen Luftritter im bunten Clown von Müllheim zu Biengen”
mit Feuer und Wasser getauft und in den Adelsstand der Ballonfahrer erhoben haben.

Wir bestätigen, dass der Täufling an der Reise durch das Luftmeer mit gehörigem Benehmen und mit großem Mut teilgenommen hat.

Er erhält mit diesem Dokument sämtliche Rechte auf Besitz und Lehen der überfahrenen Ländereien.

Startort:   Müllheim
Landeort:   Biengen
Anno Domini:   25. August 2018
Der Pilot:   Sven Grenzner

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Die Markgräflerin wird getauft.

Bilder

Mehr Fotos im Flickr-Album 1. Müllheimer Ballonfestival
und im Blog der Markgräflerin „Lebensart im Markgräflerland

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