Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Rund um Staufen: Messerschmiedfelsen – St. Johanneskapelle – Burg

staufen_099

Eine kleine Halbtagstour rund um Staufen im Breisgau, vom Bacchus zum Messerschmiedfelsen, zur Johanneskapelle und zur Burg. Die Tour ist etwa sechs Kilometer lang und lässt noch Zeit für ein Stücke Torte im Café Decker oder eine Abkühlung im Alemannenbad – dann einfach beim Schwimmbad in die Strecke einsteigen.

Wir starten beim Bahnhof. Wer mit dem Auto kommt, kann das Auto auf dem Parkplatz in der Nähe abstellen, allerdings ist die Parkzeit – auch am Samstag – auf drei Stunden beschränkt. Das reicht aber für unsere Strecke ganz gut aus (alternativ kann man vom Schladerer-Parkplatz oder vom Freibad aus starten).

staufen_103

Direkt beim Parkplatz findet sich der erste Wegweiser  (Alte Post) des Schwarzwaldvereins, benannt nach dem gegenüberliegenden Postamt. Ein paar Schritte entfernt befindet sich die Bronze-Figur des Weingottes Bacchus, welche der Bildhauer Professor Kurt Lehmann im Jahr 1970 geschaffen hat.

staufen_107

Wir gehen weiter in Richtung Fußgängerzone, wo am Samstag um die Mittagszeit vor den Restaurant und Cafés sowie auf dem Markt vor dem Rathaus reges Treiben herrscht. Es lohnt sich, auch mal stehen zu bleiben und sich umzudrehen, um einen Blick auf die Burgruine zu werfen.

staufen_108

Staufens berühmtester Einwohner war Doktor Johann Georg Faust, dessen Leben die Grundlage vieler Literatur- und Kunstwerke wurde.
Wegen seiner angeblichen Zauberkünste und der Legende von seinem Pakt mit dem Teufel bleibt diese Figur des in Staufen elend umgebrachten Gelehrten Faust immer faszinierend.
Die Wahrheit hinter der Faustlegende war sein unerfülltes Versprechen, dem verarmten Herrn von Staufen Gold durch Alchemie herzustellen.
Quelle: www.staufen-im-breisgau.de

Das Wandgemälde am Gasthaus Löwen zeigt, wie Mephisto Faust das Genick bricht. Der Legende nach soll im Jahr 1539 der Teufel Faust im Zimmer mit der Nummer 5 geholt haben. Das Gasthaus wurde um 1407 als Gasthaus Zum Leuen erstmals urkundlich erwähnt.

staufen_115

Der Brunnen vor dem Rathaus inmitten der denkmalgeschützten Altstadt.

staufen_117

staufen_116

Überall sichtbar sind die Hebungsrisse, die im Jahr 2007 als Folge einer Geothermie-Bohrung entstanden sind. Durch die Bohrung stieg unter Druck stehendes Grundwasser in eine darüberliegende Gipskeuperschicht. Anhydrit verwandelte sich durch das Wasser in Gips, der durch  sein größeres Volumen für das Anheben des Bodens sorgte. Die Folge waren Risse in Gebäuden. Bis Oktober 2010 waren 268 Häuser von Schäden betroffen, davon 127 besonders stark beschädigt.

Wir gehen weiter und folgen ab dem Wegweiser Staufen/Gasthof Kreuz der Mühlengasse, die an der Rückseite der Schwarzwälder Hausbrennerei Alfred Schladerer vorbeiführt.

staufen_125

staufen_122

Wir folgend der gelben Raute weiter und passieren die Wegweiser Staufen/Alte Mühle und Staufen Felsenkeller. Geradeaus weiter gehts in Richtung Schwimmbad, wir biegen jedoch rechts ab und folgen der schmalen Serpentine hinauf zum Messerschmiedfelsen.

staufen_133

staufen_135

staufen_138

staufen_147

Oberhalb der ehemaligen Messerschmied am Eingang zum  zum Münstertal ragt ein Porphyrfelsen hervor. Von hier hat man eine schöne Aussicht in die Oberrheinebene, die Stadt Staufen und den Ortsteil Grunern am Fuß des Fohrenbergs.

staufen_149

Eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzpatroninen der Bergleute.

staufen_152

Blick auf Staufen (oben) und Grunern (unten)

staufen_153

Wer möchte kann hier noch einen Schlenker auf dem Höllberg in Richtung Münstertal machen, zum Böckfelsen laufen und von dort den Wegweisern Am Wölfental sowie Beim Umsetzer folgend zur Johanneskapelle gehen (das verlängert den Weg um ca. 2 Kilometer).

Wir sind direkt zur Johanneskapelle gewandert. Die St.-Johannes-Kapelle ist eine kleine Barock-Kirche auf dem Dürenbuck oberhalb von Staufen. Die Kapelle wurde im Jahr 1685 vom Eremiten Johannes Willi nach Zerstörung seiner alten Einsiedelei beim Gotthardhof errichte. Sie ist  Johannes dem Täufer geweiht. Der Einsiedler wurde nach seinem Tod im Jahre 1701 vor dem Altar der Kapelle beigesetzt. Im Jahr 1783 wurde die Einsiedelei aufgelöst.

staufen_161

staufen_164

staufen_179

staufen_175

staufen_166

Die Statue des heiligen Nepomuk stand einst auf einer überdachten Brücke über den Neumagen.

staufen_171

staufen_172

staufen_173

staufen_181

Im Jahr 1739 wurde der Kreuzweg eingerichtet.

staufen_189

Entlang des Kreuzwegs zur Kapelle und von dort in Richtung Burg wurde der Weisheitsbaumpfad eingerichtet. Wir folgend den Wegweisern Johannekapelle und Kreuzweg VIII in Richtung des Wegweisers Am Rebberg. Dort treten wir aus dem Wald und haben einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Burg sowie nach Norden in Richtung Ehrenkirchen und Batzenberg.

staufen_192

Blick nach Süden auf Grunern am Fuß des Fohrenbergs, dahinter ist der Castellberg zu sehen

staufen_195

Blick über die Reben auf die Staufener Burgruine

staufen_197

staufen_201

staufen_208bp

staufen_216

Der Weg führt durch ein Wohngebiet, wir folgen den Wegweisern Staufen/Alois-Schnorr-Straße und Staufen Bötzen und passieren dabei das einstige Wohnhaus mit Atelier des Bildhauers Kurt Lehmann.

staufen_217

staufen_224

Wir folgen den Wegweisern Kräutäcker und Burgberg zur Burgruine.

staufen_239

staufen_241

staufen_243

Blick von der Burg auf die Staufener Altstadt.

staufen_251

staufen_252

Der Aufstieg auf den Burgturm war an diesem Tag ein Reinfall. Oben angekommen standen wir in einem riesigen Schwarm voller Mücken oder fliegender Ameisen, so dass wir schnell das Weite suchten.

staufen_261

staufen_262

Die Burg Staufen ist die Ruine einer Höhenburg und liegt auf einem 375 Meter hohen Hügel.
Funde und Ausgrabungen weisen darauf hin, dass bereits in der Römerzeit auf dem Hügel an der Stelle der heutigen Burgruine ein Wachturm stand. Die Burg stammt wahrscheinlich aus dem frühen 12. Jahrhundert und wurde von den Herren von Staufen erbaut. Adalbert von Staufen errichtete das Burghaus um 1100.

Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1248.  Die in diesem Zusammenhang als Grundherren bezeichneten Üsenberger saßen jedoch nie auf der Burg.  Geldknappheit und erfolglose Fehden der Herren von Staufen mit der nahen Stadt Freiburg führten im 14. Jahrhundert dazu, dass sich Freiburg Einfluss auf der Burg Staufen verschaffen konnte. Um 1400 kam Staufen schließlich zu Vorderösterreich. Mit Georg Leo von Staufen erlosch 1602 das Geschlecht der Herren von Staufen, Burg und Stadt fielen an Österreich heim.

Ab 1607 war die Burg nicht mehr bewohnt. Ab 1628 wurde die Herrschaft Staufen inklusive Burg an die Freiherren von Schauenburg verpfändet (bis 1722). Die unverteidigte Burg Staufen wurde im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen besetzt, die sie 1632 niederbrannten und zerstörten.

1896 erwarb die Stadt Staufen die Ruine und ließ sie renovieren.

staufen_271

Blick von der Burg auf den Kaiserstuhl (oben) und die Gemeinde Ehrenkirchen (unten) am Fuß des Batzenbergs.

staufen_273

staufen_277

Auf dem Panoramaweg rund um die Burg.

staufen_283

Weiter geht es hinunter, bei der Bacchus-Skulptur kommen wir wieder in den Ort. Zur Stärkung bieten sich die Bahnhofsgaststätte, die nahe Eisdiele oder der Weinbrunnen an. Oder man geht nochmals in Richtung statt und genießt auf der Terrasse über dem Neumagen ein Stück Torte.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Staufen-Messerschmiedfelsen-Johanneskapelle-Burg


Karte


Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern, Wein

Trockenmauerweg Niedereggenen

Dieses Mal gibt’s nur eine kleine Mini-Wanderung oder besser gesagt einen Sonntagnachmittagsspaziergang. Der Trockenmauerweg bei Niedereggenen.

Das Auto kann man entweder beim Friedhof oder bei der Halle/Schule (Im Weihergärtle) abstellen. Auf alle Fälle lohnt ein Abstecher zur Kirche, sie zählt mit den Kirchen St. Cyriak in Sulzburg und der Kirche in Blansingen zu den ältesten Gotteshäusern im Markgräflerland. Im Innern der denkmalgeschützten Kirche sind wervolle Fresken/Kalksecco-Malereien erhalten.

Ein Besuch wert ist auch der „Bibelgarten„. Dort sind Pflanzen zu finden, die in der Bibel erwähnt werden oder einen Bezug zu biblischen Themen haben. Dazu gibt es zu jeder Pflanze ein Schild mit  einem passenden Bibelspruch.

Oberhalb des Friedhofs beginnt nun unser kleiner Spaziergangauf dem „Naturerlebnispfad Trockenmauern am Freudenberg“. Der etwa 1,4 Kilometer alnge Rundweg bietet viel Wissenswerts über den Bau und die Ökologie von Trockenmauern. .

Die zunehmende Mechanisierung des Weinbaus hat dazu geführt, dass an steileren Lgen wie dem Freudenberg, immer weniger Rebflächen bewirtschaftet wurden. Auf Teilen der Flächen wurde versucht mit Fichten, Douglasien und Kiefern aufzuforsten. In der Folge verbuschten die Weinberge, und die Trockenmauern sind mit Waldreben, Efeu und anderen Schlingpflanzen zugewachsen. Vor den Mauern wuchsen tockenheitsverträglich Sträucher. Die Mauern konnten im Schatten dieser Pflanzen nicht mehr abtrocknen und das Gestein verwitterte.

Die Mauern am Freudenberg gehörten zu einem der größten Zusammenhängenden Trockenmauergebieten im Markgräflerland und sind von besonderem ökologischen Wert. Gleichzeitig stellen sie ein kulturhistorisches Bauwerk dar.

Die meisten Mauern wurden von Schlingpflanzen befreit, schadhafte Mauerabschnitte wurden ausgebessert. Die Arbeitsgruppe Naturschutz Markgräflerland hat einen Teil der Weinbergfläche erhalten und dort resistente Reben angepflanzt.

Zu den an den Trockenmauern vorkommenden Pflanzen zählen das Mauer-Leinkraut, die Mauerraute, die großblütige Königskerze, Waldrebe, Streifenfarn, Kaisernelke, Mauerpfeffer und Thymian.

Das Biotop Trockenmauer hat eine interessante Tierwelt zu bieten: Schmetterlinge(z.B. Bläulinge),  Heuschrecken (z.B. Gottesanbeterin), Reptilien (Zaun-, Mauer- und Smaragdeidechsen), Lurche (Erkröten und Feuersalamander) oder Weinbergschnecken.

Am Aussichtspunkt Sonnhohle/Kapf hat man eine tolle Aussicht über das Dorf mit Blick auf den Blauen, Schloss Bürgeln, Sausenburg und das Naturschutzgebiet Hagschutz.

Ein paar Schritte entfernt ist ein Felsen zu finden, an dem den Spuren nach der eine oder andere Mineralien- und Fossilienssammler hofft fündig zu werden.

Jetzt im August sind natürlich viel Pflanzen bereits verblüht. Auch die Eidechsen haben sich nicht ganz so oft blicken lassen,. Wir werden die Runde auf jeden Fall zu anderen Jahreszeiten nochmals laufen.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Trockenmauerweg Niedereggenen – August 2020

 


Karte


 

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Rund um den Nonnenmattweiher und Weiherfelsen – Abstecher zu den Wasserfällen

Badebucht am Nonnenmattweiher
Abends vor dem in Bett gehen noch Vesperbrote geschmiert. Den Wecker auf kurz nach 4 Uhr gestellt. Frühstück gemacht, Wasser gekocht und die Thermoskannen befüllt. Unsere kleine Wanderung zum Nonnenmattweiher und zum Weiherfelsen sollte zum Sonnenaufgang beginnen. So war zumindest der Plan, blöderweise haben sich die angekündigten Regenwolken verspätet. Was eigentlich um Mitternacht abregnen solle, kam erst morgens um 6. Das war dann nichts mit dem Sonnenaufgang, aber dafür hatten wir den in den vergangenen Tagen arg strapazierten See später für uns alleine. Wenigstens haben sich die guten Regenponchos, die wir vor einem Jahr gekauft haben, bezahlt gemacht. Auch Rucksack und Fotokamera haben darunter Platz gehabt und blieben trocken. Los geht’s am Parkplatz Nonnenmattweiher, alternativ kann man das Auto auch beim Kreuzweg oder beim Haldenhof abstellen. Vom Parkplatz aus folgen wir dem Weg an einer Ziegenweide vorbei bis zur Fischerhütte. Dort folgen wir dem Wegweiser in Richtung Sägewald und wandern ein kleines Stück entlang des Westwegs. Unterwegs entdecken wir noch einen Badischen Riesenregenwurm auf dem Weg. Beim Wegweiser Sägewald halten wir uns halblinks und folgen ab jetzt der blauen Raute in Richtung Althütte. Vom Wegweiser Althütte geht es entlang der gelben Raute auf schmalen Pfaden weiter zum Rosswaldweg – der Abschnitt ist zwar nur 400 Meter lang, dafür geht’s 60 Meter bergauf. Als Belohnung gibt es kurz vorher noch einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den Nonnenmattweiher. Der anstrengendste Teil des Rundwegs ist geschafft, von der Fischerhütte bis hierher waren es 130 Höhehmeter, der noch rund 800 Meter entfernte Weiherfelsen (1050 Meter) liegt nur  20 Meter höher. Ab hier geht es also – zwar auf schmalen Wegen – aber so gut wie eben weiter. Achtung: Auf halbem Weg zwischen Rosswaldweg und Weiherfelsen blockiert ein umgestürzter Baumstamm den Pfad. Am Weiherfelsen genießen wir die Aussicht auf den Nonnenmattweiher. Hinunter gehts in einer langezogenen Schleife auf breiten Waldwegen.
Ende August ist nur noch vereinzelt blühender Fingerhut zu finden
Wir folgen dem Wegweiser Weiherfelsen in Richtung Viermärkerweg, wo wir uns halblinks in Richtung Obere Mättle halten. Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Alte Pflanzschule und laufen um den  1039 Meter hohen Tannenkopf herum. Beim Wegweiser Alte Pflanzschule geht es links zum Nonnenmattweiher, der nur noch 200 Meter entfernt ist. Rechts geht es nach Vorderheubronn und zu den etwa 1,4 Kilometer entfernten Wasserfällen.
Wir sind früh dran und entscheiden uns daher spontan für einen kleinen Abstecher (hin und zurück 2,8 Kilometer) zu den Wasserfällen. Wir folgen der blauen Raute, nach etwa 200 Metern verlassen wir den breiten Waldweg und folgen einem kleinen Pfad der parallel zum Weiherbach verläuft. Beim Wegweiser Vorderheubronn folgen wir dem Weg halbrechts in Richtung Wasserfälle. Ein kleines Schild weist an einer Abzweigung auf einen Pfad nach unten. Der Weg führt hinunter zum Klemmbach, wie der Bach nach dem Zusammenfluss von Weiherbach und Kreuzbächle heißt. Der Klemmbach hat nichts mit dem Klemmbach zu tun, der etwas weiter westlich am Köhlgarten entspringt und über Badenweiler und Müllheim ins Neuenburger Wuhrloch fließt. Mit Klemm beziehungsweise Klamm wird ebenso wie mit Höll oder Hohle eine enge Schlucht bezeichnet, was erklärt, dass manche Gewässernamen häufiger vorkommen. Wir überqueren den Bach auf einer hölzernen Brücke und folgen dem Weg weiter abwärts und hören das Rauschen des Bachs. Das Laub der Bäume behindert den Blick auf den Bach. Wir gehen bis zum Wegweiser Wasserfällen beim einstigen Steinbruch und packen dann auf der Bank bei der Kaisertanne unser Vesper aus. Anschließen gehen wir den gleichen Weg wieder zurück zum Nonnenmattweiher.
Wir gehen im Uhrzeigersinn um den See herum, den wir fast noch für uns alleine haben.   Mittlerweile hat auch die Fischerhütte geöffnet. Wir genießen ein Stück noch warmen Zwetschenkuchen mit Sahne und nehmen noch zwei geräuchterte Bachforellen mit – wir hatten vorgeplant und die Kühlbox im Auto. Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Nonnenmattweiher – Weiherfelsen – Wasserfälle

Karte

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Uncategorized, Wandern

Badenweiler-Schweighof: Wanderung Altenstein – Vogelbach – Bergmannsruhe

schweighof_altenstein_004

Wir haben uns eine kleine, etwa sieben Kilometer lange, Vormittagswanderung vor unserer Haustüre bei Badenweiler ausgesucht. Es geht einen Rundweg von Schweighof in Richtung Altensteig, Vogelbach und Bergmannsruhe und den Steinenbrunnweg wieder zurück.

Alternativ kann man von Badenweiler aus starten, läuft über die Sophienruhe zur Bergmannsruhe und steigt dort in den Rundweg ein, allerdings fallen im Ort Parkgebühren im Parkhaus an.

Außerdem bietet sich in Schweighof im Anschluss an die Wanderung eine Stärkung mit Schwarzwälder-Kirschtorte im Café Neumatt an.

schweighof_altenstein_007

Wir starten am Wanderparkplatz Neumatt, man kann aber auch noch ein paar Meter weiter fahren und beim Waldparkplatz Altenstein, direkt bei der Wassertretstelle parken.

schweighof_altenstein_013

Dem Wegweiser Altenstein folgend gehen wir zunächst am Wassertretbecken vorbei – das ist leider derzeit wegen Corona nicht gefüllt. Hier könnte man sonst nach der Wanderung die Füße kühlen.

schweighof_altenstein_009

schweighof_altenstein_012

schweighof_altenstein_011

schweighof_altenstein_014

schweighof_altenstein_015
Der Altensteinbach

schweighof_altenstein_017

schweighof_altenstein_018

Beim Wegweiser Stelli gehn wir weiter in Richtung Stelli und umrunden den Bergsporn mit den Überresten eines Ringwalls oder ein Burg (Altes Schloss), bei dem es sich um den Vorläufer der Burg Baden handel könnte. In der Karte ist nur ein archäologisches Denkmal verzeichnet.

schweighof_altenstein_020

schweighof_altenstein_023

schweighof_altenstein_026

Auf der Ostseite des Hügels führt bei diesem kahlen Baum ein kleiner Trampelpfad hinauf.

schweighof_altenstein_027

Beim Wegweiser Stelli treffen wir auf den Bosseltsgrabenweg. Dieser führt uns hinunter in Richtung Vogelbach.

schweighof_altenstein_029

schweighof_altenstein_031

schweighof_altenstein_032

schweighof_altenstein_034
Hier treffen wir das erste Mal auf eine seltsame Mauer im Wald.

schweighof_altenstein_036

Wir gehen etwa 100 Meter hinunter zum Vogelbach und zur Friedrich-Hilda-Esche.

schweighof_altenstein_041

schweighof_altenstein_042

schweighof_altenstein_043

schweighof_altenstein_054

Hier machen wir ein kleines Picknick.

schweighof_altenstein_052
Leise plätschert der Vogelbach

schweighof_altenstein_059

schweighof_altenstein_050

Wir folgen dem Bach abwärts in Richunt Bergmannsruhe.

schweighof_altenstein_066

Und freuen uns über die vielen Schmetterlinge die uns begleiten.

schweighof_altenstein_072

schweighof_altenstein_077

schweighof_altenstein_075

Das frühere Ausflugslokal Bergmannsruhe, heute Privatbesitz.

schweighof_altenstein_079schweighof_altenstein_081

schweighof_altenstein_080

schweighof_altenstein_084

schweighof_altenstein_089

schweighof_altenstein_092

Eine kleine Abkühlung am Hubertusbrünnele

schweighof_altenstein_101
Blick auf Schweighof

schweighof_altenstein_105
Holzverladerampe

Wieder treffen wir auf eine Mauer mitten im Wald. Ein Schild gibt Auskunft. Es handelt sich um eine Holzverladerampe, wo in früheren Zeiten Baumstämme auf Pferdefuhrwerke verladen wurden.

schweighof_altenstein_106

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album: Badenweiler-Schweighof: Wanderung Altenstein – Vogelbach – Bergmannsruhe


Karte


Fotografie, Heimatkunde, Uncategorized, Wandern

Panoramawanderung rund um Görwihl

gu00f6rwihl_147b
An der Mündung des Höllbachs in die Hauensteiner Alb

Eine nette Kollegin hatte neulich bei Facebook ein paar Fotos vom Höllbachwasserfall bei Görwihl gepostet. Kurzerhand haben wir uns daher zu einer kleiner Wanderung im schönen Hotzenwald entschlossen. Die rund 70 Kilometer Anfahrt haben sich gelohnt. Die Landschaft ist sehenswer,t und es war an einem Sommertag ein bis zwei Grad Celsius kühler als im Rheintal. Grund genug um noch einmal wiederzukommen – im Frühjahr oder Herbst dann hoffentlich  bei Alpensicht.

Wir haben uns einen etwa zehn Kilometer langen Panorama-Rundweg ausgesucht. Wir starten beim Marktplazt beziehungsweise beim Heimatmuseum Görwihl.

gu00f6rwihl_002

gu00f6rwihl_004

gu00f6rwihl_001
Der Borkenkäfer und das Coronavirus …

gu00f6rwihl_006

gu00f6rwihl_010

gu00f6rwihl_280

 

gu00f6rwihl_283

Görwihl wurde im Jahre 1193 als Gerswillare erstmals urkundlich erwähnt. Görwihl gehörte wie die meisten Orte des Hotzenwalds über Jahrhunderte zur Grafschaft Hauenstein und damit zu Vorderösterreich. Es entwickelte sich zum Zentrum der Einungen des Hotzenwalds und spielte eine Rolle in den Salpetererunruhen. 1806 kam Görwihl zu dem neu geschaffenen Großherzogtum Baden.

(Quelle: Wikipedia)

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Kaisermatte.Von dort geht es weiter über Wiesen bis in den Wald.

gu00f6rwihl_024

gu00f6rwihl_016

gu00f6rwihl_021

gu00f6rwihl_022

gu00f6rwihl_044

gu00f6rwihl_048

Der Weg führt uns durch den Wald vorbei an den Wegweisern Lochmühlhalde und Hamerhalde folgen wir immer der Richtung Kaibenbachfelsen. Zuvor müssen wir jedoch die Landstraße queren.

gu00f6rwihl_057

gu00f6rwihl_058

gu00f6rwihl_062

Beim Wegweiser Kaibenbühl machen wir einen kleinen Abstecher zum Kaibenfelsen.

gu00f6rwihl_064

gu00f6rwihl_067

gu00f6rwihl_073

gu00f6rwihl_076

Vom Kaibenfelsen hat man eine schöne Aussicht auf die Alb (der Fluss entspringt am Feldbergmassiv und mündet nach etwa 44 Kilometer bei Albbruck in den Rhein) führt.

gu00f6rwihl_081

Wir folgend der Markierung des Albsteigs: Albaufwärts geht es weiter zum Albsteg.

gu00f6rwihl_063

Zuvor queren wir noch den Zufluss der Wühre in die Alb.

gu00f6rwihl_109

gu00f6rwihl_113

gu00f6rwihl_098

gu00f6rwihl_129

gu00f6rwihl_130

gu00f6rwihl_137

gu00f6rwihl_140

Wir gehen wieder zurück auf den Albsteig und folgen diesem bis zur Mündung des Hölbachs in die Alb. Wer Badehose und Handtuch dabei hat, kann sich hier abkühlen.

gu00f6rwihl_143

gu00f6rwihl_147a

gu00f6rwihl_145

gu00f6rwihl_150

gu00f6rwihl_155

Höllbachwasserfall

Wir steigen dem Höllbach entlang hinauf, zwischendurch stürzt der Bach immer wieder über Kaskaden hinab. Beim großen Höllbachwasserfall sind es immerhin 8,50 Meter.

gu00f6rwihl_160

gu00f6rwihl_167a

gu00f6rwihl_170

gu00f6rwihl_172

gu00f6rwihl_175

gu00f6rwihl_177

gu00f6rwihl_186

gu00f6rwihl_183

Bei den nächsten Wegweiser gibts die Möglichkeit abzukürzen und wieder direkt nach Görwihl zurückzulaufen (1,5 Kilometer).

gu00f6rwihl_195

Wir folgen dem Höllbach weiter, beziehungsweise ab dem Wegweiser Hintere Wühre dem im späten Mittelalter angelegten Kanal (Wühre). Dieser diente zur Bewässerung der Wiesen sowie zum Antrieb von Mühlen. Wir sparen uns dadurch einen kleinen Anstieg.

gu00f6rwihl_201

Beim Wührenabgang  der Abzweigung der Hinteren Wühre (Forellenbach) vom Höllbach teffen wir wieder auf den Wanderweg (gelbe Raute) halten wir uns links und gehen in Richtung Wanderparklatz Sägmoos. Alternativ kann man von hier zur Einkehr in Richtung Eichrüttehof der blauen Raute folgen.

gu00f6rwihl_207

gu00f6rwihl_214a

gu00f6rwihl_219

gu00f6rwihl_218

Wenn man den Blick etwas schweifen lassen kann, sieht man immer wieder kahle Fichten, die aus dem Wald hinausragen. Beim Blick auf den Waldboden fallen die vielen Fichtennadeln auf. Der Klimawandel mit zunehmender Trockenheit und der Borkenkäfer leisten ganze Arbeit.

gu00f6rwihl_230
Die Sägmoos-Hütte

gu00f6rwihl_228

gu00f6rwihl_232

gu00f6rwihl_233

Wir kreuzen die Landesstraße (Vorsicht) und folgen dem Wegweiser in Richtung Heiligsmoss. Von dort geht es entlang von Wiesen und Matten zurück nach Görwihl.

gu00f6rwihl_248

gu00f6rwihl_265

gu00f6rwihl_266

gu00f6rwihl_272
Die alte Apotheke neben dem Heimatmuseum mit dem schicken Garten

gu00f6rwihl_275

gu00f6rwihl_012

Tipp: Ein Faltblatt mit Tourenvorschlägen gibt es auf der Internetseite des Schwarzwaldvereins Görwihl (www.hotzenpower.de).

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Höllbachwasserfälle Görwihl


Karte


Verkehr

Ein kleiner Hinweis muss sein: Im Hotzenwald scheint die Straßenverkehrsordnung nur fakultativ zu gelten. Man muss sich also nicht wundern, wenn  vor einer unübersichtlichen  Kurve oder Kuppe überhohlt wird, ein entgegenkommendes Fahrzeug in der Kurve knapp die Hälfte der eigenen Fahrbahn einnimmt oder der Hintermann beinahe auf dem Rücksitz Platz nimmt. Sorry – aber alles an diesem Tag so gesehen!

Also immer aufpassen wenn der Wanderweg eine Landstraße quert!


 

Fotografie, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung rund um die Burg Rötteln

wanderung_ru00f6tteln_038_dark

Die Markgräflerin wollte mal wieder das Röttler Schloss anschauen. Als Startpunkt für die Wanderung haben wir uns die Wittlinger Höhe (Wanderparkplatz Kleeplatz beziehungsweise Stern) zwischen Wittlingen und Lörrach-Haagen ausgesucht. Vom Parkplatz zum Schloss sind es auf dem Westweg nur knapp zwei Kilometer, für Familien mit Kindern ideal.

Wir wollten uns noch etwas mehr bewegen und sind dann an der Röttler Kirche vorbei weiter bis zur Lucke (Park-and-Ride-Platz Autobahn A 98/Abfahrt Kandern) und durch das Naturschutzgebiet Rümminger Moos gewandert.

wanderung_ru00f6tteln_287

Wir stellen das Auto bei der Wittlinger Höhe ab, hier gibt es gleich zwei Waldparkplätze, den Kleeplatz auf der Nordseite der Passstraße zwischen Wittlingen und Haagen …

wanderung_ru00f6tteln_285

… und den Waldparkplatz Stern auf der Südseite.

wanderung_ru00f6tteln_282

Gleich am Ende des Parkplatzes beginnt auf der „Hohen Strasse“ der „Pfad beziehungsweise die Galerie der Nachhaltigkeit“.

wanderung_ru00f6tteln_281

Zwischen den Waldparklätzen Stern und Fohrenbuck (Lucke) wurden im Jahr 2013 so genannte Waldfenster im Röttlerwald aufgestellt. Anlass war das Jubiläumsjahr „300 Jahre Nachhaltigkeit“.  Die aus Holz gefertigten Rahmen sollen die Aufmerksamkeit des Spaziergängers auf besondere Details nachhaltiger Forstwirtschaft lenken, die ansonsten vermutlich nur Experten auffallen. Hinweistafeln bieten weitere Informationen. Ziel der Aktion ist es, den Waldbesuchern die vielfältige Arbeit der Forstwirte näherzubringen, hieß es damals bei der Eröffnung des Weges.

wanderung_ru00f6tteln_274

wanderung_ru00f6tteln_275

Wir schauen uns die Tafeln aber erst auf dem Rückweg an. Auf dem Weg zur Burgruine Rötteln biegen wir beim Wegweiser „Wittlinger Trimm-Dich-Pfad“ nach links ab und folgen der roten Raute des Westwegs.

wanderung_ru00f6tteln_001

wanderung_ru00f6tteln_003

wanderung_ru00f6tteln_015
Kaisermantel (Argynnis paphia)

wanderung_ru00f6tteln_022

Beim Wegweiser Trimm-Dich-Pfad folgen wir dem Wegweiser Richtung Schlosshalde und Burg Rötteln.

wanderung_ru00f6tteln_023

Beim Wegweiser Schlosshalde folgen wir dem Schlossweg nach links.

wanderung_ru00f6tteln_033

Der Weg erinnert an eine römische oder mittelalterliche Straße mit einer Art Kopfsteinpflaster. Wenig später ist die Burg zwischen den Bäumen zu erkennen.

wanderung_ru00f6tteln_036

Auf der Nordseite der Burg befindet sich ein kleiner Rastplatz mit Grillmöglichkeit, der bei Lörracher Familien sehr beliebt zu sein scheint.

wanderung_ru00f6tteln_038

wanderung_ru00f6tteln_043

Wir gehen um die Burg herum und folgen dem Weg zur Oberburg.

wanderung_ru00f6tteln_049

Burg Rötteln

wanderung_ru00f6tteln_052

Auf dem Weg in die Oberburg müssen wir durch das Gebäude der alten Landschreiberei und Wegezoll entrichten (Erwachsene 2,50 Euro,  Schüler und Studenten mit Ausweis 2  Euro,  Kinder von 6  bis 14 Jahren 1 Euro).

wanderung_ru00f6tteln_194

Die Burg Rötteln ist die Ruine einer Spornburg oberhalb des namensgebenden Weilers Rötteln auf der Gemarkung des Lörracher Ortsteils Haagen im äußersten Südwesten von Baden-Württemberg. Die im Volksmund als Röttler Schloss bekannte Burg mit zwei großen Wehrtürmen war eine der mächtigsten im Südwesten und ist die drittgrößte Burgruine Badens. Sie wird seit dem 19. Jahrhundert gegen weiteren Verfall konserviert. Charakteristisch ist der gegen die Längsachse der Burg gedreht aufgestellte Bergfried.

Die Höhenburg Rötteln (417 m ü. NN) liegt auf einem Bergsporn, der aus einem ins vordere Wiesental steil abfallenden Osthang hervortritt und ist deshalb weithin sichtbar. Sie war zeitweise Residenz der Herren von Rötteln, Markgrafen von Sausenberg und Markgrafen von Baden-Durlach. Im Dreißigjährigen Krieg war sie umkämpft und wurde schwer beschädigt. Ihre Bedeutung verlor sie endgültig nach der Zerstörung 1678 im Holländischen Krieg. […] Die Burganlage untersteht der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Quelle: Wikipedia

wanderung_ru00f6tteln_179

wanderung_ru00f6tteln_188

wanderung_ru00f6tteln_063

wanderung_ru00f6tteln_071

wanderung_ru00f6tteln_082

wanderung_ru00f6tteln_141

wanderung_ru00f6tteln_147

wanderung_ru00f6tteln_166
Palas und Kapelle, dahinter der Giller

wanderung_ru00f6tteln_150

wanderung_ru00f6tteln_156

wanderung_ru00f6tteln_161
Blick auf Lörrach

wanderung_ru00f6tteln_165
Blick ins Wiesental

wanderung_ru00f6tteln_164
Blick auf den Blauen

Wir suchen uns ein stilles Plätzchen im Garten auf der Ostseite der Burg, wo wir unser Vesper und die Thermoskanne mit Tee auspacken.

 

wanderung_ru00f6tteln_123

wanderung_ru00f6tteln_092

wanderung_ru00f6tteln_090

Bei einer Aktion des Naturparks wurde Falter Futter ausgesät und ein Hummel-Tummel-Platz eingerichtet. Am Sommerflieder erfreuen sich Taubenschwänzchen und Schmetterlinge.

wanderung_ru00f6tteln_100a
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)

wanderung_ru00f6tteln_109a
Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino)

wanderung_ru00f6tteln_140a
Zwerg-Bläuling (Cupido minimus)

wanderung_ru00f6tteln_196

 

Wir verlassen die Burg und folgen dem Wegweiser in Richtung Kirche Rötteln.

wanderung_ru00f6tteln_204

Zuerst darf die Markgräflerin noch durch das Portal Dreiländereck des Westwegs schreiten.

wanderung_ru00f6tteln_210-1

Wir drehen uns nach dem Parkplatz nochmals um und werfen einen Blick auf die Burgruine.

wanderung_ru00f6tteln_222

Die Röttler Kirche war sehr wahrscheinlich dem heiligen Gallus geweiht. Mit der ersten Erwähnung im Jahr 751 und der Neuerrichtung 1401 ist sie älteste Kirche in Lörrach und Rötteln ältester Kirchenort im vorderen Wiesental. In der Kirche befindet sich eine Grabkapelle des Markgrafen Rudolf III. und seiner Gemahlin Anna.

Quelle: Wikipedia

wanderung_ru00f6tteln_224

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Fohrenbuck. Der Sendeturm ist aus dem Kandertal schon von weitem sichtbar. Der Weg führt parallel zur Autobahn 98 zur Lucke  – Passhöhe zwischen Wiesen- und Kandertal. Aufgrund des Lärmpegels macht das Wandern hier wenig Spaß.

Kurz vor dem Park-and-Ride-Platz halten wir uns rechts und folgen der Straße bis zum Wanderparkplatz Fohrenbuck.

wanderung_ru00f6tteln_236

wanderung_ru00f6tteln_241
Blick von der Lucke auf Lörrach

wanderung_ru00f6tteln_247

Beim Waldparkplatz Fohrenbuck können wir den direkten Weg entlang der Hohe Straße  in Richtung Wittlinger Höhe nehmen oder einen kleinen Abstecher durchs Naturschutzgebiet Rümminger Moos machen.

wanderung_ru00f6tteln_252

Wir entscheiden uns für das Naturschutzgebiet, der Umweg ist zwei Kilometer lang und damit nur einen Kilometer länger als der direkte Weg. Es geht allerdings am Ende wieder 50 Meter hinauf.

wanderung_ru00f6tteln_254

wanderung_ru00f6tteln_260

Der Moosweg führt durch das Naturschutzgebiet Rümminger Moos. Das Rümminger Moos ist ein feuchter Eichen-Hainbuchen-Wald am flach geneigten Westhang des Röttlerwaldes der bereits seit 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.

wanderung_ru00f6tteln_264

wanderung_ru00f6tteln_265

wanderung_ru00f6tteln_267

Ab dem Wegweiser „Rüttematt“ geht es rechts wieder einen Kilometer den Nikolausgraben bergauf, bis man beim gleichnamigen Wegweiwser wieder auf die „Hohe Straße“ trifft. Dort halten wir uns links und folgend dem Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt „Wittlinger Höhe“.

wanderung_ru00f6tteln_270

Wir passieren den zweiten Wegweiser „Nikolausgraben“ allerdings mit einer anderen Höhenangabe. Wer vom Waldparkplatz Fohrenbuck losläuft, kann hier zur Burg Rötteln abbiegen.

wanderung_ru00f6tteln_273

Auf dem Weg zurück zum Waldparkplatz lesen wir die Schautafeln zu den bereits erwähnten Waldfenstern.

wanderung_ru00f6tteln_283


Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Wanderung rund um die Burg Rötteln


Karte


Siehe auch:

Ausflugsziel, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung zur Sausenburg

sausenburg_095

Im Jahr 1444 schenkt Graf Johann von Freiburg dem Markgrafen Rudolf IV und seinem Bruder Hugo die Herrschaft Badenweiler, Rötteln und Sausenberg – die eigentliche Markgrafschaft. Das vornehmste Recht der Herren war die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit. 1444 ist auch die Geburtsstunde des Markgräflerlandes.

Die einstige Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg umfasste jedoch nicht nur die Sausenburg – der Stammsitz der Herren von Sausenberg – auf Gemarkung Kandern sondern auch Gebiete rund um Emmendingen mit der Hochburg (Hachberg) als Zentrum. (In der Markgrafschaft: Die Hochburg bei Emmendingen)

Unsere jüngste Wanderung sollte uns daher zur mal wieder zur Sausenburg führen – die letzte Wanderung dorthin liegt doch ein paar Jahre zurück.

Am besten stellt man das Auto auf dem Wanderparkplatz St. Johannis-Breite an der L 132 zwischen Obereggenen und Sitzenkirch ab. Entlang des Waldrands dem Wanderweg (gelbe Raute) nach Sitzenkirch folgen. Wer mehr Zeit mitbringt wandert über Schloss Bürgeln zur Sausenburg.

Wir haben uns jedoch die knapp zwei mal zwei Kilometer geschenkt, und haben unser Auto beim Rathaus in Sitzenkirch abgestellt. (Familien mit kleineren Kindern biegen in Sitzenkirch ab, fahren über Käsacker nach Vogelbach und stellen das Auto beim Wanderparkplatz Lindenbückle ab. Von dort sind es nur 15 Minuten zur Sausenburg.)

sausenburg_001

Wir starten beim Rathaus Sitzenkirch am südlichen Ortsrand. Vor dem Rathaus konnten wir die Schlange aus bemalten Kieselsteinen (Coronafresserchen) bestaunen.

sausenburg_002

Wir gehen Richung Ortsmitte entlang der Breite Straße und biegen vor dem Lippisbach bei der Infotafel nach rechts in den Wässerleweg ein.

sausenburg_006

Vorbei am Milchhüsli folgen wird dem Wässerleweg (gelbe Raute).

sausenburg_007

An der Kreuzung mit der Straße Oberer Garten macht der Wässerleweg inen Knick nach rechts. An einem Bauernof vorbei laufen wir auf einen den Wegweiser „Wässerleweg“ des Schwarzwaldvereins zu.

sausenburg_022

Wir schauen uns kurz um, genießen den Blick hinunter aufs Dorf, riechen den Duft des frischen Heus und erfreuen uns an einem Rotmilan der über der frisch gemähte Matte kreist.

sausenburg_016

sausenburg_020

sausenburg_044b

sausenburg_032

WirFolgen dem Wegweiser in Richtung Wässerliwald.

sausenburg_056

Versteckt am Waldrand finden wir einen kleinen Tümpel bzw. Froschteich, oder wie die Markgräflerin meint: „die örtliche Schnakenzuchtstation“

sausenburg_058

Im Wald wird es schattiger und kühler, dafür gehts jetzt ein gutes Stück bergauf.

sausenburg_060

sausenburg_061
Schwarzwaldvereins-Wegweise Wässerliwald

Ab dem Wegweiser „Wässerliwald“ folgen wir nicht mehr der gelben, sondern der roten Raute in Richtung Lange Ebene bzw. Ruine Sausenburg. Wir sind jetzt auf der Westweg-Etappe vom Blauen nach Kandern.

sausenburg_064
Schwarzwaldvereins-Wegweiser „Lange Ebene“

An der Weggabelung Schlossweg/Vogelbacherweg stand bis vor kurzem noch die Lange-Ebene-Hütte.  Die Schutz-/Grillhütte wurde am 26. März 2020 Opfer eines Brandstifters.

sausenburg_065

sausenburg_071

Etwas weiter entdecken wir einen alten Grenzstein aus dem Jahr 1844. Er zeigt auf der Südseite die Buchstaben GK und den  Tonkrug mit Deckel aus dem Kanderner Wappen. Auf der verwitterten Nordseite lassen sich die Buchstaben GS für Gemeinde Sitzenkrich nur noch erahnen.

sausenburg_073

sausenburg_083

Sausenburg

sausenburg_088a

Unten aum Aufstieg zur Burgruine informierte eine Tafel über die Geschichte der Sausenburg.

sausenburg_088

sausenburg_091

Etwa 55 Stufen geht es hinauf zur Burg

sausenburg_094

sausenburg_097

Innerhalb der Burg befinden sich mehrere Sitzbänke für die Vesperpause und auch ein Grill steht zur Verfügung.

sausenburg_105

Zuerst machen wir ein kleines Picknick und genießen das mitgebrachte Vester und eine Tasse Tee.

Dann geht es die 89 Stufen hinauf auf den Turm. Von hier hat man einen tollen Blick auf Schloss Bürgeln, den Blauen und auf Basel. Im Westen glitzert der bei Niffer vom Rhein in Richtung Mulhouse abzweigende Rhein-Rhone-Kanal in der Sonne, dahinter erheben sich die Vogesen.

sausenburg_114
Blick vom Turm hinunter auf die Burgruine

sausenburg_118
Blick auf Vogelbach

sausenburg_119
Der Hochblauen mit dem Steinbruch Obereggenen an seiner Flanke

sausenburg_122
Blick hinüber auf Schloss Bürgeln

sausenburg_142
Blick auf die St. Johannisbreite (vorne links), den Schliengener Ortsteil NIedereggen und im Hintergrund das Elsass mit den Vogesen.

sausenburg_144
Blick auf Sitzenkirch

sausenburg_138a
Der einstge Burgturm ist dauerhaft bewohnt: Mauereidechsen haben sich hier niedergelassen.

Ein paar Infos zur Geschichte

1120: Die Herren von Kaltenbach übergeben ihren Besitz, zu dem der 668 m hohe Sausenberg gehört, dem Kloster St. Blasien.

1232: Markgraf Hermann der Jüngere von Hachberg tauscht mit dem Abt von St. Blasien den Sausenberg gegen ein anderes Gut. Die Markgrafen von Hachberg waren die weltlichen Vertreter (Vögte) über die Besitzungen St. Blasiens im Breisgau.

1232-1246: Bau der Burg nach dem Grundriss der Burg Zähringen in Freiburg.

1311: Die Sausenberger erben die Burg Rötteln und verlegen 1314 ihre Residenz dorthin. Ein Burgvogt verbleibt auf der Sausenburg.
Die Herrschaft Sausenberg wurde begrenzt: durch die Herrschaft Rötteln im Süden, den Rhein im Westen, die Herrschaft Badenweiler im Norden und den „österreichischen Schwarzwald“ im Osten.

1444: Graf Johann von Freiburg schenkt dem Markgrafen Rudolf IV und seinem Bruder Hugo die Herrschaft Badenweiler, Rötteln und Sausenberg – die eigentliche Markgrafschaft. Das vornehmste Recht der Herren war die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit. 1444 ist auch die Geburtsstunde des Markgräflerlandes.

1503: Prinz Ernst (Begründer der protestantischen Linie Baden-Durlauch) erhält die Markgrafschaft Sausenberg. Seither nennen sich die Herrscher „Landgrafen am Sausenhard oder zu Sausenberg“.

1525: Im Bauernkrieg übernehmen Freischärler die Burg, es fand aber keine Zerstörung statt.

1633: Im 30-jährigen Krieg wird sie zunächst von Kaiserlichen, später von Schweden eingenommen.

1678: Die Franzosen schleifen und zerstören die Sausenburg ebenso wie Badenweiler und Rötteln. Es erfolgt eine notdürftige Renovierung.

Seit 1960 sichern und renovieren das Staatliche Hochbauamt, das Forstamt Kandern, das Landesdenkmalamt und der Schwarzwaldverein die Burg.

Quelle: Informationstafel an der Burg

Wir verlassen die Burgruine und gehen weiter in Richtung Vogelbach bis zum Wanderparkplatz Lindenbückle.

sausenburg_150

sausenburg_165

sausenburg_152

Am Wanderparkplatz Lindenbückle kreuzen sich verschiedene Wanderwege

sausenburg_151

sausenburg_153
Die neue Sängerlinde am Lindenbückle wurde am 20. März 2018 vom Männgesangverein Vogelbach-Malsburg gestiftet, wie dem Gedenkstein zu entnehmen ist.

sausenburg_155
Kunst

sausenburg_156
Schutzhütte mit Infotafeln zum Geschichtsweg Bürgeln – Kaltenbach

sausenburg_163

 

sausenburg_164

sausenburg_157
Blick auf Schloss Bürgeln

Wir folgen Wegweiser zurück nach Sitzenkirch. Der Weg heißt bezeichnenderweise auch Sitzenkircher-Weg.

sausenburg_167

Rechter Hand liegt der Blauen.

sausenburg_170

sausenburg_17

sausenburg_172
Blühende Lupinen

Wir folgen dem Sitzenkircher-Weg bergab, kurz vor Sitzenkirch passieren wir einen Steinbruch (Laubrain), der links vom Weg liegt.

sausenburg_186

sausenburg_177

sausenburg_188a
Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii)

Kurz vor Sitzenkrich entdecken wir eine Libelle am Wegesrand: Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) ist eine sehr große, an sauberen, kleinen Fließgewässern vorkommende Libelle aus der Unterordnung der Großlibellen (Anisoptera). Sie ist durch eine schmale Gelbstreifung auf schwarzer Grundfarbe gekennzeichnet. Die Art gilt als gefährdet und ist in Deutschland gesetzlich „besonders geschützt“. (Quelle: Wikipedia)

sausenburg_191

Am Ortrand finden wir den Wegweiser „Sitzenkirch Bei der Mühle“. Wir schauen uns das restaurierte Mühlrad an.

sausenburg_204

Die Sitzenkircher Mühle wird im Jahr 1597 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ging 1611 in den Besitz der Familie Kammüller über. Der Bau der Mühle, wie sie heute noch erhalten ist und besichtigt werden kann, fand im Jahr 1755 statt. Die Kundenmühle mit Oberschlächtigem Wasserbad konnte drei Mahlstühlen betreiben und außerdem durch eine Transmission eine Kreissäge. Als Wasserspeicher dient der Mühlenweiher. Rohre leiten das Wasser zum Rad. Der Betrieb der Mühle als Kundenmühle wird im Jahr 1961 eingestellt. (Quelle: www.sitzenkirch.info)

sausenburg_201sw

sausenburg_205

Die evangelische Kirche Sitzenkirch

Die Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das dem heiligen Hilarius gewidmente Gotteshaus fungierte im 13. und 14. Jahrhundert als Grablege der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg.

sausenburg_209

Zurück in der Ortsmitte …

sausenburg_216a

Wer die Wanderung von der St. Johannis-Breite begonnen hat, quert die Breite Straße und folgt dem Enzenbergweg in Richtung Obereggenen.

sausenburg_213


Karte


Mehr Bilder bei Google Fotos im Album „Wanderung von Sitzenkirch zur Sausenburg

Essen & Trinken, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Wanderung durch die Wolfsschlucht

wolfsschlucht_028a

Wir gehen auf Entdeckungsreise durch die mystische Wolfsschlucht bei Kandern.

„Für Groß und Klein ist eine Wanderung durch die Wolfschlucht mit ihrer eindrucksvolle Felsenlandschaft ein Erlebnis“, heißt es in der Beschreibung der Route. Nicht nur kleine und große Jungs haben Spaß auf die Felsen zu kraxeln. Ein Ausflugsziel, wie gemacht für Familien. Wer seine Ruhe haben möchte, schnürrte seine Wanderschuhe daher besser am Samstag oder unter der Woche.

Am Wochenende bietet sich auch eine Kombination aus einer Fahrt mit dem „Chanderli“ (Kandertalbahn) und einer Wanderung an. Dann mit dem ersten Zug von Haltingen kommend bis Hammerstein fahren und dort aussteigen. Einfach der roten Route des Westwegs durch die Wolfsschlucht bis Kandern folgen und dort am Bahnhof wieder mit dem letzten Zug zurück fahren.

Kandertalhbahn
Bahnhof Kandern

Ausgangspunkt unserer Wanderung durch die Wolfsschlucht ist der Bahnhof in Kandern. Auf der Westseite der Gleise befindet sich ein Parkplatz. Wir gehen dort die Schützenstraße entlang und biegen dann nach links in den Böscherzweg ab und folgen dem Wegweiser des Schwarzwaldvereins (gelbe Raute).

Es geht zunächst durch ein Wohngebiet, vorbei an der bekannte Keramikwerkstatt Beatrix Sturm-Kerstan, weiter entlang von Streuobstwiesen und Schrebergärten. Nach etwa 1,2 Kilometer erreichen wir den Wegweiser Wolfsschlucht (365 m). Ab hier folgen wir der roten Raute des Westwegs durch die Wolfsschlucht in Richtung Wolfsschlucht und Brudersloch.

wolfsschlucht_001

wolfsschlucht_007
Wir folgen im Prinzip dem Rundweg 2 in umgekehrter Richtung.

wolfsschlucht_009
Grenzstein

Wir  passieren einen Grenzstein mit dem Kanderner Wappen, das einen roten Tonkrug mit Deckel vor goldenem Hintergrund zeigt.

wolfsschlucht_010
Bizarre Felsformationen

Plötzlich steht man vor den ersten Felsen der Wolfsschlucht.

wolfsschlucht_013
Die Felsen laden zum Hinaufkraxeln ein.

wolfsschlucht_019
Blick von oben

wolfsschlucht_020

wolfsschlucht_030

wolfsschlucht_032

wolfsschlucht_037

wolfsschlucht_038

wolfsschlucht_042

wolfsschlucht_044
Rastplatz

Der Rastplatz in der Wolfsschlucht.

wolfsschlucht_052

Wir finden ein Plätzchen und packen unser Vesper aus.

wolfsschlucht_053

… und weiter geht’s.

wolfsschlucht_056

wolfsschlucht_061

wolfsschlucht_071

wolfsschlucht_076

wolfsschlucht_077
Vorsicht Sprengarbeiten?

wolfsschlucht_079

Wir folgen der roten Route in Richtung Hammerstein und stoßen nach kurzer Zeit auf den Hinweis zum ehemaligen Eremitage „Brudersloch“.

wolfsschlucht_081

Vom Hauptweg führt ein unscheinbarer Pfad um den Felsvorsprung Teufelskanzel hinauf zur Höhle. Ein paar steile Stufen geht es, gesichert mit einem Handlauf, hinauf zur Höhle. Es braucht allerdings trittsicherheit und feste Schuhwerk. Bei Nässe ist eine extra Portion Vorsicht geboten.

wolfsschlucht_083
Das  Brudersloch

Die sagenumwobene Höhle ist nur rund sechs Meter tief. Ein ehemaliger Klosterbruder aus Venedig soll hier gehaust und aus Kieselsteinen Gold hergestellt haben.

In der Bannbeschreibung von 1688 wird die Höhle als Wohnort eines Einsiedlermönchs beschrieben. Er soll sich von Fisch aus der Kander, welche vor der Höhle vorbeifließt, ernährt haben. Die Kander fließt allerdings weit unterhalb der Höhle vorbei.

wolfsschlucht_086
Der Wegweiser Brudersloch

Wir folgen dem Weg weiter bis zum Wegweier Brudersloch und von dort weiter bis zum Wegweiser Burgholz.

wolfsschlucht_087
Wegweiser Burgholz

Beim Wegweiser Burgholz verlassen wir den Westweg (rote Raute) und folgen dem Wanderweg in Richtung Holzen (gelbe Raute).

wolfsschlucht_089

Als wir aus dem Wald herauskommen. Blicken wir aufs Kandertal und in der Ferne ist der St. Chrischona mit dem Fernsehturm zu erkennen.

wolfsschlucht_091

Der Wanderweg geht am Waldrand entlang, wir gehen stattdessen an Streuobstwiesen vorbei in Richtung Storchendorf Holzen.

wolfsschlucht_094

wolfsschlucht_099

wolfsschlucht_101

Dorfidylle pur mit Fachwerkhäusern und gepflegten Bauerngärten.

wolfsschlucht_103
Kirche „Unserer liebe Frau“ in Holzen

Die Evangelische Kirche Holzen hat ihre Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert. Anfang der 1980er Jahre fand man im Langhaus spätgotische Fresken. An der äußeren Südwand sowie im Innenraum befinden sich zahlreiche Epitaphe. Zum ersten Mal schriftlich beurkundet wurde die Kirche in Holzen („ecclesia Holzhain“) im Jahr 1275. Einer Sage noch soll sich an der Stelle der heutigen Kirche eine Kapelle mit später angebautem Turm befunden haben.

wolfsschlucht_108

Wir gehen an der Kirche mit ihren Storchennestern vorbei und folgen dem Wegweiser zum Storchengehege.

wolfsschlucht_113

View this post on Instagram

#Storchengehege #Holzen

A post shared by Markgraefler (@neues_aus_dem_markgraeflerland) on

Wir gehen zurück durchs Dorf und folgen der Behlenstraße in Richtung Waldrand. Der offizielle Wanderweg mit der gelben Raute führt als Panoramaweg am westlichen Waldrand vorbei in Richtung Lempisberg und Riedlingen.

Wir entscheiden uns für den kürzeren Behlenweg über den Berg (Passhöhe 416 Meter) in Richtung Wegweiser Wolfsschlucht. Unterwegs haben wir noch einen netten Picknickplatz (Holzener Ruhebank) entdeckt. Unser Weg zurück nach Kandern führte uns geradeaus, wir hätten rechts noch einen kleinen Abstecher zu Behlen-Eiche machen können. Bei diesem Naturdenkmal handelt es sich um eine abgestorbene rund 300 Jahre alte Traubeneiche.

wolfsschlucht_120

Der weitere Weg führt recht unspektakulär durch den Wald. Wir stoßen wieder an die Wegkreuzung Wolfsschlucht. Von hier aus geht man entweder den Weg zurück in Richtung Bahnhof (1,2 Kilometer) oder folgt wieder dem Westweg (roter Raute) in Richtung Hebelbrünnli und Kandern Stadtzentrum (1,5 Kilometer).

Am Wegweiser Hebelbrünnli gehen wir links in Richtung Kandern. Wer rechts dem Talweg folgt, trifft nach hundert Metern auf eine Grillhütte.

wolfsschlucht_005
Grillhütte

Wir folgen wie bereits geschrieben dem Weg in Richtung Kandern und kreuzen irgendwann die Kandertalbahn.

wolfsschlucht_127

Wir folgen der roten Raute weiter durch den Papierweg und der Kander entlang vorbei am Hieber-Markt. Am Zusammenfluss von Lipisbach und Kander gibt es eine Freitreppe mit Sitzgelegenheit. Hier machen wir nochmal Rast und holen uns vorher noch ein Eis an der Eisdiele.


Karte


Mehr Bilder bei Google Photos im Album Die Wolfsschlucht bei Kandern

Ausflugsziel, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung Römerberg – Schwärze – Burgruine Neuenfels

niederweiler-neuenfels_085

Reben, Wald, Steine und ein Mord: Abwechslungs- und vor allem lehrreich ist eine Wanderung vom Müllheimer Friedhof bei Niedeweiler über den Römerberg und den Waldparkplatz Schwärze zur Burgruine Neuenfels.

niederweiler-neuenfels_048

Gleich mehrere Themenwege werden auf dem Weg gekreuzt: Ganz neu sind die Infotafeln zum Thema Eichwald, die nicht nur in Müllheimer sondern auch im Britzinger Eichwald aufgestellt wurden. Sieben der insgesamt 25 Tafeln stehen im Brizinger Eichwald. Sie informieren über die Besonderheiten des Eichwaldes als Kulturlandschaft und die Formen der Bewirtschaftung.

niederweiler-neuenfels_073

Auf der Wanderung queren wir auch die unsichtbare Grenze (Verwerfungsspalte) zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben. Ein unscheinbares Schild weist darauf hin, dass östlich davon Urgestein und im Westen Kalkgestein vorherrrscht. Aufschluss geben die Tafeln des Geologischen Wanderwegs am Rheingraben-Rand, der an der Schwärzehütte beginnt. Die Metalltafeln des Wegs sind gut erhalten, der Weg selbst in Vergessenheit geraten beziehungsweise wurde touristisch durch den Geologischen und Bergbaugeschichtlichen Wanderweg abgelöst.

Geologischer Wanderweg am Rheingraben-Rand
Allein auf der kurzen Strecke zwischen Badenweiler und Britzingen findet sich eine große Zahl geologischer Aufschlüsse.
Der Bergbau vergangener Zeiten und in jüngerer Zeit der Straßenbauhaben an vielen Stellen in der Umgebung von Müllheim und Badenweiler zu sehr bedeutsamen geologischen Aufschlüssen geführt. So ist es naheliegend, einige der interessantesten Aufschlüsse über einen geologischen Wanderweg zu erschließen.
Eingebunden in die morphologisch lebhaft gegliederte Hügellandschaft der Vorbergzone am West-Fuss des Blauen (1165 m) liegen Badenweiler und Müllheim in einer klimatisch und landschaftlich besonders begünstigten Lage. Nicht nur die harmonische Landschaft sondern auch die besonderen Bodenschätze haben schon in grauer Vorzeit die Römer bewogen, ihre Aufmerksamkeit auf diesen Flecken Erde zu richten.
Die geologisch-tektonische Grenze zwischen Schwarzwald-Massiv und der Vorbergzone, die Hauptverwerfung am Ostrand der Grabenstruktur des Rheintals, liefert den bis heute intensiv genutzten Wasserschatz Badenweilers, der an den Klüften des Verwerfungszonen im sogenannten „Quarzriff“ ausströmt.
Westlich der Rheingraben-Hauptverwerfung und des Quarzriffs sind die abgesunkenen jüngeren Sedimentgesteinpakete in viele, eng begrenzte Festgesteins-Schollen aufgegliedert, so dass in diesem Schollenmosaik auf kurzer Distanz eine große Zahl verschiedenartiger und verschieden alter Gesteine studiert werden kann.

niederweiler-neuenfels_138

Darüber hinaus ist man ein gutes Stück auf dem „Britzinger Waldlehrpfad“ unterwegs. Viele Tafeln geben Aufschluss über Baumsorten, Stechpalmen Farne und Co. Die Tafeln sind ebenfalls in gutem Zustand, aber auch dieser Weg wird touristisch nicht mehr vermarktet.

Nachdem lehrreichen nun der versprochene Krimi: Der Mord ereignete sich um 1540 auf der Burgruine Neuenfels. Der letzte der Herren von Neuenfels, Christoph von Neuenfels wurd dort nebst „Hausfrau“ und Gesinde ( 7 Personen ) neben dem Hund erschlagen aufgefunden, heißt es in der Chronik von Britzingen.

Die Tour

Wir starten mit unserer Tour am Müllheimer Zentralfriedhof in Niederweiler. Wir folgen dem Wegweister in Richtung Schwärze. Beim nächsten Wegweiser („In den Hürsten“ halten wir uns rechts und gehen den Innerberg hinauf. Das steilste Stück auf dem Weg. Wenn wir auf dem Weg hoch zu „Himmelswiese“  zurück nach Westen blicken haben wir eine schöne Aussicht auf Müllheim.

niederweiler-neuenfels_011

niederweiler-neuenfels_019

Oben an der „Himmelswiese“ – dort findet am Funkensonntag auch  das Scheibenfeuer statt – haben wir eine schöne Aussicht auf Badenweiler mit der Burgruine und den Blauen.

niederweiler-neuenfels_025

niederweiler-neuenfels_027

Wir gehen weiter und kommen zum Naturschutzbebiet „Innerberg“.  Das 18,8 Hektar große Areal auf den Gemarkungen Zunzingen, Niederweiler und Badenweiler ist Lebensraum für eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften und Tierarten.

niederweiler-neuenfels_030

niederweiler-neuenfels_031

niederweiler-neuenfels_033

niederweiler-neuenfels_039

Von hier aus folgen wir dem Schützenweg in Richtung Schwärze, beim Wegweiser „Römerberg“ nehmen wir auf dem Hinweg den Weg links in Richtung Philippslinde.

niederweiler-neuenfels_042

niederweiler-neuenfels_045

niederweiler-neuenfels_047

Auf dem Weg zur Philippslinde kommen wir an einer Hiebfläche vorbei, wo junge Eichen gepflanzt wurden.

niederweiler-neuenfels_049

Auf der anderen Seite blickt man auf die Rheinebene und im Vordergrund ist der Müllheimer Segelflugplatz zu erkennen.

niederweiler-neuenfels_050

niederweiler-neuenfels_053
Die Philippslinde

niederweiler-neuenfels_054

niederweiler-neuenfels_055

Wir folgen dem Mittleren Eichwaldweg beziehungsweise dem Otto-Engler-Weg weiter in Richtung Schwärze.

niederweiler-neuenfels_060

niederweiler-neuenfels_066
Tulpenbaum

An einer Weggabelung kommen wir an einen Tulpenbaum vorbei, dereigentlich in Nordamerika zuhause ist.

niederweiler-neuenfels_067niederweiler-neuenfels_069

Wenig später treffen wir auf den Geologischen Wanderweg am Rheingraben-Rand.

niederweiler-neuenfels_070

Der Kalksteinfelsen ist vor 172 Millionen Jahren im Jura-Meer entstanden.

niederweiler-neuenfels_071

Das erste Zwischenziel ist erreicht: Der Wanderparkplatz Schwärze mit der Schwärze-Hütte.

niederweiler-neuenfels_075
Die Schwärze-Hütte

niederweiler-neuenfels_077

niederweiler-neuenfels_080

Wer nur die Runde bis zur Burg Neuenfels wandern möchte oder Kinder im Schlepptau hat, der startet seine Wanderung hier. Vorsicht, auf dem Weg zur Burg müssen wir hier die Pass-Straße von Badenweiler nach Britzingen überqueren.

niederweiler-neuenfels_083

Auf der anderen Straßenseite beginnen der Rundweg zur Burgruine Neuenfels, der Britzinger Waldlehrpfad, der Geologische Wanderweg unde verschiedene Nordic-Walkung-Routen.

niederweiler-neuenfels_086

Der Pfad zur Burgruine ist nicht zu verfehlen, gleich drei Schilder weisen den Weg. Von der Schwärze zur Burgruine Neuenfels sind es rund 1,8 Kilometer, der Rückweg über den Theodor-Braus-Weg ist etwa 2,2 Kilometer lang.

niederweiler-neuenfels_088

niederweiler-neuenfels_089

Vorbei an blühendem Fingerhut geht es rund 160 Meter hinauf zur Burgruine.

niederweiler-neuenfels_090

niederweiler-neuenfels_106

Im Innern der Burgruine suchten wir uns ein schattiges Plätzchen zum Vespern.

niederweiler-neuenfels_113

Zuvor erklimmen wir über die steile Treppe den Turm und genießen die Aussicht.

niederweiler-neuenfels_103_pano
Panoramablick über die Rheinebene

niederweiler-neuenfels_092
Blick auf Britzingen (vorne), Dattingen und Buggingen und Seefelden

niederweiler-neuenfels_094
Muggardt (rechts unten), Laufen (Mitte) und Ballrechten-Dottingen (rechts),

niederweiler-neuenfels_095
Gütigheim (vorne), dahinter liegen St. Ilgen, Betberg und Heitersheim

Am Wegweister Burgruine Neuenfels halten wir uns rechts und folgen dem Pfad zum Theodor-Braus-Weg. Unterwegs stoßen wir wieder auf Wegweiser des Waldlehrpfads und des Geologischen Wanderwegs am Rheingraben-Rand.

niederweiler-neuenfels_136

Ein unscheinbares Schild weist auf die unsichtbare Grenze (Verwerfungsspalte) zwischen dem Schwarzwald im Osten mit seinem Urgestein (z.B. Gneis) und dem Oberrheingraben im Westen mit dem Kalkstein aus dem Jura-Meer hin.

Wir folgen dem Weg (gelbe Raute) zurück zum Waldparkplatz Schwärze. Dort queren wir wieder die Straße und folgen dem Wanderweg südlich von Parkplatz und Hütte. Der Schützenweg führt uns auf einem schmalen Pfad oberhalb von Oberweiler wieder ins Naturschutzgebiet Innerberg. Vom Wegweiser „Römerberg“ an (dort sind wir auf dem Hinweg zur Philippslinde abgebogen), geht  es den bekannten Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Die Strecke ist insgesamt elf Kilometer lang.

Karte

Mehr Bilder sind bei Google-Photos im Album Wanderung Niederweiler-Schwärze-Neuenfels zu finden.

Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Bergbaugeschichtlicher Wanderweg Sulzburg

sulzburg_wanderung_bergbau_103

Den Geologischen und Bergbaugeschichtlichen Wanderweg Badenweiler-Sehringen habe ich hier im Blog schon vorgestellt.

Dieses mal waren wir rund um die mittelalterliche Bergbaustadt Sulzburg unterwegs und haben den Bergbaugeschichtlichen Wanderweg unter die Füße genommen. Die Wanderung ist mit fünf Kilometern kurz, dafür kann man einen Halt im Naturschwimmbad einlegen.

Geschichte von Sulzburg

Im Jahr 821 wurde der Ort als „Sulzibergeheim“ erstmals im Kodex des Klosters Lorsch (Hessen) erwähnt. Anlass zur Besiedlung sind die Erzvorkommen.
993 entsteht die Grablege für  Birchtilo, Graf im Breisgau, zu Ehren des Heiligen Cyriacus. Aus der Grablege wird später die Klosterkirche. Im Jahr 1008 verleiht
Kaiser Heinrich II., der letzte Ottonen-Kaiser, verleiht dem Ort das Marktrecht.

Um 1157 werden die Herren von Uesenberg als Schirmvögte des Klosters Sulzburg genannt. 1374 übergibt Hesso IV. von Uesenberg  seine Rechte an Sulzburg dem Grafen Egon IV. von Freiburg. Von diesem kommt die Stadt an die Herren von Staufen.
Um 1392/93 erwirbt Markgraf Hesso I. von Hochberg  einen Teil des Uesenbergischen Besitzes, darunter auch Sulzburg. Eine Urkunde von 1401 nennt Hesso als Herrn von Sulzburg. Otto II., Hessos Sohn, verkauft 1418  seine Lande mit Sulzburg an Bernhard I. von Baden. Um 1430 wird die Stadt an den Landgrafen Wilhelm von Sausenberg-Rötteln.
Seit 1453 gehört die Stadt Sulzburg  ununterbrochen zur badischen Herrschaft.

Um 1540 ist Sulzburg eine „berühmte und florisante“ Bergbaustadt verbunden mit einer  Blütezeit und großem Wohlstand. „500 Bergleute sind in den Silbergruben beschäftigt“, heißt es in der Ortschronik.

Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618 – 1648) kommt der Bergbau völlig zum erliegen. „Die Gruben geraten in Vergessenheit. Die ganze Markgrafschaft wird verheert und verwüstet. Die Sulzburger fliehen in die Wälder und nach Basel. Nur ein Zehntel bis ein Viertel der Bevölkerung  überlebt“, ist in der Chronik zu lesen.

Das ist nur ein kurzer Auszug aus der Geschichte der Stadt Sulzburg. Mit der Kirche St. Cyriak, der jüdischen Synagoge und dem jüdischen Friedhof, dem mittelalterlichen Stadttor oder dem Landesbergbaumuseum gibt es hier doch einiges zu sehen.

Die Tour

sulzburg_wanderung_bergbau_012
Frühere evangelische Stadtkirche, konzipiert von Heinrich Hübsch 1835/36 an der Stelle der 1599 errichteten Schlosskapelle. Seit 1980 Landesbergbaumuseum. Für Hübsch stelle diese Gebäudeform den Prototyp der kleinen badischen Landkirche dar.

sulzburg_wanderung_bergbau_006

sulzburg_wanderung_bergbau_010
Das mittelalterliche Stadttor

sulzburg_wanderung_bergbau_013
Die ehemalige jüdische Synagoge

sulzburg_wanderung_bergbau_014

Synagoge_Sulzburg_anl_040
Beim alljährlichen europaweiten Tag der jüdischen Kultur (1. Sonntag im September) haben wir im vergangenen Jahr das Innere der Synagoge besichtigt.

Die Wanderung beginnt und endet beim Landesbergbaumuseum. Wir gehen zunächst in Richtung Mittelalterliches Stadttor, biegen aber vorher rechts ab zur ehemaligen Synagoge. Wir folgen der Gustav-Weil-Straße in Richtung Klosterkirche St. Cyriak (Wikipedia).

sulzburg_wanderung_bergbau_036
Die um das Jahr 990 errichtete frühromanische Kirche St. Cyriak in Sulzburg zählt mit mehr als  1000 Jahren zu den ältesten Kirchen Deutschlands.

sulzburg_wanderung_bergbau_027

sulzburg_wanderung_bergbau_022

sulzburg_wanderung_bergbau_031

sulzburg_wanderung_bergbau_021
St. Cyriak liegt am Himmelreich-Jakobus-Weg und ist eine Pilgerkirche …

sulzburg_wanderung_bergbau_156
im Notizbuch im  Rucksasck war noch Platz für einen Pilgerstempel

Der Wanderweg führt an der Friedhofsmauer entlang zum Kosakenwäldchen. Wir gehen bergauf in Richtung Castellberg, am rechten Wegrand kommt dann die erste Tafel zum Lößlehm.

sulzburg_wanderung_bergbau_043

sulzburg_wanderung_bergbau_045

sulzburg_wanderung_bergbau_047

sulzburg_wanderung_bergbau_048

Wir folgen dem Weg, links findet sich eine weitere Tafel zum Gipsabbau. Unter einer mächtigen Eiche befindet sich auf der linken Seite ein Bank am Rastplatz am Himmelreich. Hier hat man eine schöne Aussicht auf Sulzburg, St. Cyriak und im HIntergrund den Blauen.

sulzburg_wanderung_bergbau_050

sulzburg_wanderung_bergbau_052

sulzburg_wanderung_bergbau_058

sulzburg_wanderung_bergbau_060

Wir folgend dem Weg ein Stückchen, dann geht es nach rechts auf einem schmalen Pfad in Richtung Osten, der Weg hat  seit kurzem kurzem vom Schwarzwaldverein den Namen „Arthur-Feißt-Wegele“ bekommen.

sulzburg_wanderung_bergbau_064

Weiter ansteigend führt der Weg durch den romantischen Klosterwald in den Krebsgrund.

sulzburg_wanderung_bergbau_083

sulzburg_wanderung_bergbau_086

sulzburg_wanderung_bergbau_088

sulzburg_wanderung_bergbau_089

sulzburg_wanderung_bergbau_090

Der Wanderweg führt nun abwärts bis in den Bereich des Riestergrundes. Das erste Anzeichen des Bergbaus auf dem Riestergang ist eine alte Schachtpinge. Im weiteren Verlauf des Weges direkt an der Forststraße gelegen erreicht man einen der zahlreichen Steinbrüche im Sulzburger Wald.

sulzburg_wanderung_bergbau_093

sulzburg_wanderung_bergbau_094

sulzburg_wanderung_bergbau_095

Der Wanderweg verläuft nun im Riestergrund talabwärts bis zur Straße. An der Straße nach Bad Sulzburg befindet sich eine alte Lore und eine Sitzbank, direkt gegenüber der Straße ist ein Sägewerk.

sulzburg_wanderung_bergbau_099

sulzburg_wanderung_bergbau_097

sulzburg_wanderung_bergbau_098

sulzburg_wanderung_bergbau_106a

Der Bergbaugeschichtliche Wanderweg führt  auf der Straße Richtung Bad Sulzburg nach Osten. Laufen sie talaufwärts Richtung Campingplatz „Alte Sägemühle“ kurz davor wendet sich der Wanderweg wieder nach Westen zu, wo sie dann auch den Sulzbach überqueren müssen.

sulzburg_wanderung_bergbau_144
Der Campingplatz „Alte Sägemühle“

sulzburg_wanderung_bergbau_142

 

Hier bietet sich die Gelegenheit, sich den jüdischen Friedhof anzuschauen. Lohnenswert ist bei Sommerwetter  auch ein Abstecher ins Naturschwimmbad.

sulzburg_wanderung_bergbau_111
„Breite über uns die Hütte Deines Friedens“ steht am Eingang zum jüdischen Friedhof.

sulzburg_wanderung_bergbau_110

sulzburg_wanderung_bergbau_114
Den Opfern der Verfolgung von 1935 – 1945 gewidmet und dem Gedenken der Juden von Sulzburg und Staufen die schutzlos preisgegeben den Tod für ihren Glauben erlitten. Errichtet zum dreißigsten Jahrestags der Auslöschung ihrer altehrwürdigen frommen Gemeinde 1970.

sulzburg_wanderung_bergbau_119

sulzburg_wanderung_bergbau_123

Der Wanderweg führt  am Sulzbach entlang, dann weiter auf der Grabenbrust eines ehemaligen Hangkanals (die Kinderstube für Frösche und Schwanzlurche) und wieder hinunter zum Sulzbach bis zur Brücke gegenüber dem Gewann Mühlenmatt.

sulzburg_wanderung_bergbau_108

sulzburg_wanderung_bergbau_107

sulzburg_wanderung_bergbau_148

sulzburg_wanderung_bergbau_153

Der weitere Rückweg am Sulzbach entlang und die Hauptstraße hinunter führt an den Ausgangspunkt am Landesbergbaumuseum zurück.

sulzburg_wanderung_bergbau_001
Am Ende der Wanderung bietet sich ein Halt am Weinbrunnen auf dem Marktplatz an.

Mehr Bilder im Album bei Google Photos: Bergbaugeschichtliche Wanderweg Sulzburg

Karte