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Heimatkunde: Rentiere in den Vogesen

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Auf dem Weihnachtsmarkt in Ottmarsheim haben wir die Rentiere schon vor Jahren bestaunen können. Zuhause sind sie nicht in Finnland sondern in den Vogesen, auf einer kleinen Ferme am Südosthang des 1292 Meter hohen Le Tanet (dt. Tanneck) zwischen Col de la Schlucht und Col du Wettstein: La Ferme aux Rennes.

Zwischen den Jahren haben wir die Gelegenheit für einen Ausflug mit unseren Patenkindern genutzt. Über den Kamm des Le Tanet verläuft die Grenze zwischen den Départements Vosges und Haut-Rhin, dem Elsass und Lothringen.

Das Ren oder Rentier (Rangifer tarandus) – vor der Rechtschreibreform auch Renntier –  ist eine Säugetierart aus der Familie der Hirsche (Cervidae). Es lebt in den arktischen Gebieten Nordeuropas, Asiens und Nordamerikas sowie auf Grönland und anderen arktischen Inseln. Die nordamerikanischen Vertreter der Rentiere werden Karibu (caribou) genannt, ein Wort aus der Sprache der Mi’kmaq-Indianer. Sie zählen zu den am weitesten nördlich lebenden Großsäugern.

Der kleine Bruder des Elchs ist die einzige Hirschart, die domestiziert wurde. Als einzige Hirschart trägt beim Ren auch das Weibchen ein Geweih. Die Hufe der Rentiere sind breit und durch eine Spannhaut weit spreizbar – diese verhindern wie Schneeschuhe das Einsinken im Schnee.

Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in der norwegischen Hardangervidda eine kleine Population des Wildrens. Bei den großen Rentierherden Lapplands und Nordostrusslands handelt es sich ausschließlich um (geringfügig) domestizierte, „halbwilde“ Rentiere, die unter der Obhut der Samen stehen.

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In einer kleinen Hütte gibt es noch eine Ausstellung über die Kultur der Samen zu sehen.

In der letzten Kaltzeit (vor knapp 12.000 Jahren) waren Rentiere und Elche wohl auch im Schwarzwald und in den Vogesen heimisch. Im Jahr 2005 kehrten die ersten drei Rentiere – Vixen, Blixen und Comete – in die Vogesen zurück.

Der 800 Meter lange Rundweg führt mitten durch das Rentiergehege. Mittlwerweile leben hier etwa 30 bis 40 Tiere auf einer Fläche von sechs Hektar.

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4588,52 Kilometer bis zum Nordpol
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Um die Weihnachtszeit zieht auch Père Noël in einer kleinen Hütte ein.

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Mehr Bilder in der Galerie bei Google-Photos: La Ferme aux Rennes

Übrigens lohnt sich auch ein Besuch in der dazugehörigen Auberge du Schantzwasen. Hier kann man super gut essen, allerdings sollte man vorher reservieren. Die Karte bietet Spezialitäten aus dem Elsass und aus den Vogesen, darunter natürlich auch mit Munster-Käse. Den kulinarischen Aspekt wird die Markgräflerin demnächst in ihrem Blog Lebensart im Markgräflerland beleuchten.

Im Sommer lässt sich der Besuch der Rentierfarm auch mit einem Besuch des Alpengartens (Jardin d’Altitude du Haut-Chitelet) verbinden. Dieser liegt nur knapp 16 Kilometer entfernt an der Route des Crêtes (Gipfelstraße/Vogesenkammstraße).

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Nützliche Informationen

La Ferme aux Rennes

La Ferme aux Rennes
Ldt Schantzwasen – Massif du Tanet
F 68140 Stosswihr
Tel. +33 389 77 99 10

Öffnungszeiten: Die Ferme der Rentiere ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten können sich nach Wetterlage und Saison ändern. Bei Zweifeln einfach vorher anrufen. Achtung: Ab Ende November bis zum 4. Advent ist die Ferme geschlossen, einigte Rentiere sind in dieser Zeit auf verschiedenen elsässischen Weihnachtsmärkten zu bestaunen.

Eintritt: 4 Euro für Kinder von 2 bis 10 Jahren, 6 Euro für Erwachsene.

Restaurant

Auberge du Schantzwasen
Le Tanet
F 68140 Stosswihr
Tel. +33 389 77 30 11

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch Ruhetag, außer während der Weihnachtsferien und den Schulferien im Februar.

Anfahrt: Aus Richtung Colmar durch Munster über die D417 Richtung Stosswihr und anschließend Soultzeren fahren. Durch Soultzeren weiter Richtung Col de la Schlucht und dann rechts abbiegen Richtung „ Station du Ski du Tanet“ und den Schildern „Schantzwasen oder „Ferme aux Rennes“ folgen.

Ferme und Auberge liegen auf 1096 Metern Höhe, im Winter also an Schneeketten denken.


Hier übrigens noch zwei Fotos von den großen Geschwistern der Rentiere. Die Elche konnten wir in unserem Schwedenurlaub  in freier Wildbahn …

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… und im Värmlands Moose Park in Ekshärad bestaunen.

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Noch mehr Ausflugstipps findet ihr auf der interaktiven Karte unter Heimatkunde.

Uncategorized, Veranstaltungen

Rheinregatta 2012

Klimakatastrophe
Klimakatastrophe: Als Pinguine auf einer Eisscholle waren die Volleyballer des Turnvereins Neuenburg unterwegs und gewannen den Wettbewerb um das originellste Wassergefährt.

Grauer Himmel und das Thermometer zeigte morgens um 9 Uhr mit 13 Grad Celsius für die Jahreszeit doch recht wenig an. Passend dazu machten sich bei der Rheinregatta des Vereins Grißheim aktiv in der bunten Klasse Pinguine auf einer Eisscholle auf den Weg und sogar einen schwimmenden Weihnachtsmarktstand gab es zu sehen.

Emma
„Eine Insel mit zwei Bergen …“ wer kennt nicht das schöne Lummerland mit der Lokomotive Emma , Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer. Platz zwei bei der Prämiierung der schönsten Boote.
Schwimmener Weihnachtsmarktstand
Nur der Glühwein-Ausschank hat noch gefehlt, dann wäre vielleicht mehr als der dritte Platz bei der Prämiierung drin gewesen.

Am Ende hatte sich die Sonne durchgesetzt und die Teilnehmer sowie die zahlreichen Zuschauer am Ziel bei der Grißheimer NATO-Rampe konnten sich über einen schönen Sommertag freuen.

Weidling Neuenburg
Die Sieger des Weidlingrennens der vier Neuenburger Ortsteile. Die Familie Horst Anlicker aus dem Neuenburger Kernort verstärkt durch Jürgen Schäfer und Armin Reese von der Narrenzunft D’Rhiischnooge.

Traditioneller Höhepunkt ist das Wettrennen der Weidlinge aus den Ortsteilen. Den Wanderpokal der Fridolin-Apotheke verteidigte der Weidling der Familie Horst Anlicker aus der Kernstadt. Zweiter wurde der Weidling des Dorf- und Heimatpflegevereins Steinenstadt. Dritter wurden die Gastgeber von Grißheim aktiv und den letzten Platz belegte der erst am Vorabend getaufte Weidling der Zienkener Vereinsgemeinschaft, die die Bootstaufe wohl etwas zu ausgiebig gefeiert hat.

Titelverteidiger
Die Titelverteidiger beim Start der Weidlinge an der NATO-Rampe in Steinenstadt.

Erstmals startete das Weidling-Rennen der vier Neuenburger Ortsteile an der NATO-Rampe in Steinenstadt. Ebenfalls neu war ein Prominenten-Weidling mit der Bürgermeisterin von Chalampé, Martine Laemmlin-Delmotte, ihrem Blodelsheimer Kollegen Francois Beringer, sowie Neuenburgs Bürgermeister-Stellvertetreter Eugen Sänger, den Ortsvorstehern Rita Schmidt (Grißheim), Hans Winkler (Steinenstadt) und dem Zienkener Ortsbeauftragten Kurt Erhardt.

Promi-Weidlung
Der Prominenten-Weidling mit den Ehrengästen
Start
Beim Start an der Neuenburger Rheinbrücke
Fessenheim abschalten
Auch das gab’s: Bunter Protest des Aktionsbündnisses „Fessenheim abschalten. Jetzt!“ gegen das Atomkraftwerk in Fessenheim.
Des Kaisers neue Flotte
Des Kaisers neue Flotte
Ein Reisebühr versprüht Urlaubsstimmung
Ein Reisebühr versprüht Urlaubsstimmung
Schrott-Tanic
Trotz des Namens Schrott-Tanic hielt sich das Gefährt ganz gut über Wasser
Olympia
Die Neuenburger Zigeunerclique hat die olympischen Sommerspiele in London schon fest im Blick.
Bett
Angesichts des unbeständigen Sommers hat sich der Radsportverein für eine Verlängerung des Winterschlafs entschieden.
Hock
Der gemütliche Hock am Rheinufer lud Zuschauer und Teilnehmer zum Verweilen ein.

Die drei originellsten Boote

Klimakatastrophe
Klimakatastrophe
Lokomeotive Emma
Lokomeotive Emma
Weihnachtsmarkt Neuenburg
Weihnachtsmarkt Neuenburg

Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg sorgten für die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer am Ziel.

Der "Besenwagen"
Der „Besenwagen“
Die ehrenamtlichen Wasserretter der DLRG
Die ehrenamtlichen Wasserretter der DLRG

Mehr Bilder in der Picasa Bildergalerie!

DLRG, Nachrichten, Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg, Uncategorized, Veranstaltungen

Urlaubsstimmung bei der Rheinregatta in Grißheim

Von Rheinregatta 2010

Sommer, Sonne und Strand: Die Rheinregatta des Vereins „Grißheim aktiv“ bot gestern so richtig Urlaubsstimmung am Rheinufer bei der NATO-Rampe Grißheim.

Kinder konnten unbeschwert im Rhein planschen oder am eigens für die Veranstaltung angelegten Sandstrand Burgen bauen. Hochbetrieb herrschte hier am Grißheimer „Rheinstrand“ während man auf die Ankunft der Rheinregatta wartete. Der Verein „Grißheim aktiv“ sorgte mit Unterstützung durch Musik- und Gesangsverein für die Bewirtung und vor allem kühle Getränke. Auch am Eiswagen war ständig eine lange Schlange.
Los gings um 11 Uhr in Neuenburg an der Rheinbrücke. Bürgermeister Joachim Schuster gab mit einem Böllerschuss aus der Kanone den Startschuss für das Rennen der vier Weidlinge aus Neuenburg, Steinenstadt, Zienken und Grißheim. Sieger war erwartungsgemäß der Neuenburger Weidling von Horst Anlicker mit seiner Familie und konnten so den Wanderpokal der „Fridolin Apotheke“ für die Kernstadt verteidigen. Als eine der letzten Familien mit Fischereirecht als Berufsfischer in der Zähringerstadt waren sie das einzige „Profiteam“. Dieses Mal war es jedoch weitaus spannender, konnte auf der rund neun Kilometer langen Strecke von Neuenburg nach Grißheim doch der Weidling aus Zienken in Führung gehen.
Zweiter wurde das Team der Vereinsgemeinschaft aus Zienken vor dem Weidling des Heimat- und Dorfpflegevereins Steinenstadt. Letzter wurde das Team aus Grißheimer Ortschaftsräten und Vereinsvertretern.
Viel Abwechslung bot das Rennen der freien Klasse, bei der alles was schwimmt teilnehmen durfte. Riesenschwan, Quietschentchen, Sofa, Wikingerschiff, Wasserflugzeug und selbst einen Ausblick auf die Landesgartenschau 2022 konnten die Besucher unter den vielen originellen Booten bestaunen.
Schnellster Paddler in der freien Klasse war Fritz Freund mit seinem Kanadier vor den Radballern des Radsportvereins Neuenburg mit ihrem originelle verzierten Weidling und Erich Kessler, der ebenfalls mit einem Kanadier unterwegs war.
Im Mittelpunkt der freien Klasse standen jedoch die Originalität und handwerkliches Geschick. Hier gewann das „Top Clean Trödella“-Wasserflugzeug den ersten Platz vor dem Wikingerschiff der Volleyballer des Turnvereins Neuenburg. Punktgleich auf dem dritten Platz lagen Nicola Thomas mit ihrem Landesgartenschau-Boot sowie die Ente der Neuenburger Zigeunerclique.
Spannend war es auch beim Kurzstrecken-Ausscheidungsrennen in Grißheim, bei dem immer zwei Weidlinge gegeneinander antraten. Nach den Strapazen von Neuenburg nach Grißheim traten jedoch nur vier Mannschaften an. Am Ende setzten sich die Neuenburger Radballer im Finale gegen den Dorf- und Heimatpflegeverein Steinenstadt durch.
Vollauf zufrieden waren die Veranstalter von „Grißheim aktiv“ wie die Vorsitzende und Ortsvorsteherin Rita Schmidt betonte. Es sei alles gut gelaufen, meinte Schmitt und dankte den rund 60 Helferinnen und Helfern, auch der der anderen Vereine. Nächstes Jahr wolle man gemäß der ursprünglichen Planung, die Rheinregatta nur alle zwei Jahre zu veranstalten, erstmal pausieren, sagte Schmidt und verweist auf das umfangreiche Programm des Vereins. Als nächstes stehe erstmal der Beitrag der Stadt Neuenburg für den Landesfestumzug anlässlich der Heimattage an, berichtete Schmidt von den weiteren Aktivitäten des Vereins. Unter der Regie von „Grißheim aktiv“ wird auf einem Tieflader eine Rheinlandschaft mit fließendem Wasser entstehen.