Ausflugsziel, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Zwischen Rhein und Reben – Wanderung rund um den Isteiner Klotz

wanderung_isteiner_klotz_004

Am Pfingstsonntag haben wir uns für eine Wanderung am Isteiner Klotz ausgesucht. Grundlage war die Tour Naturbesonderheiten am Rand des Oberrheintals  des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein. Wir haben den Startpunkt vom Bahnhof Efringen-Kirchen an den Isteiner Klotz gelegt, wo man beim Friedhof auch ganz gut parken kann. Außerdem liegen dann die Isteiner Schwellen kurz vor dem Ziel, wo man die Badehose auspacken und sich im Rhein kurz erfrischen kann. Außerdem haben wir uns  auf dem letzten Teilstück zwischen Schwellen und Klotzen einen Halt noch die blühenden Orchideen im Naturschutzgebiet Totengrien angeschaut.

Der Isteiner Klotz

wanderung_isteiner_klotz_005

wanderung_isteiner_klotz_011

Der Isteiner Klotz ist ein rund 150 Millionen alter Korallenstock mit einer circa 70 Millionen Jahre alten vielschichtigen Tertiärkape. Der Rhein, vor circa 600.000 Jahren 30 Meter höher fließend, strudelte rund 100 Höhlen aus.

Ab 12.000 v. Chr. begründen Steinzeitmenschen in Höhlen und auf der Höchfläche Jaspis

In der Bronze-Zeit, circa 2000 v. Chr. Isteiner Keramik-Kultur

Von ca. 500 v. Chr. bis 500 n. Chri.: Keltisch-Römisch-Alemannische Landnahme

Ab 700 Christianisierung.  Um ca. 1100/1200 Bau der Doppelburg durch Bischöfe von Basel und Bau der St. Vitus-Kapelle. 1409/11 Eroberung und Schleifung der Burgfest durch Basler Heer.

Ca. 1840/70 Tullasche Rhein-Korrektion

1900/14 und 1936/39 Festungsbau. 1919 und 1947/49 gewaltige Sprengungen zerstören Festung und Klotzen

St. Veits-Kapelle

wanderung_isteiner_klotz_008

Um 1100/1200 Bau der Doppelburg auf und am Klotzen durch die Bischöfe von Basel und  Bau der Veits-Kapelle. Um 1105 wurde das Kloster  „Von unseren lieben Frowen zu Istein“ am nördlichen Fuße des Klotzens gegründet. Das Kloster war Cluny zugeordnet.

Die in einer Höhle beziehungsweise Felsnische errichtete Kapelle wurde dem Heiligen Vitus gewidment.  Dieser galt als Heiler der Epilepsie – wegen der zuckenden Glieder auch jahrhundertelang „Veitstanz“ genannt – und der Bettnässer.

Dadurch entstand folgendes alemannisches Sprüchlein:

„Heiliger St. Vit, weck mi in dr Zit, weck mi nit z’frieh und nit z’schbot, als alles grad ins Häfeli goht!“

wanderung_isteiner_klotz_019

wanderung_isteiner_klotz_022

wanderung_isteiner_klotz_031

wanderung_isteiner_klotz_033

Die Wanderung führt vorbei an blühenden Reben und hügschen Schrebergärten  in Richtung Ort mit Stapflehus und Kirche.

wanderung_isteiner_klotz_038

wanderung_isteiner_klotz_043

wanderung_isteiner_klotz_047

wanderung_isteiner_klotz_049

wanderung_isteiner_klotz_051

Direkt am Ortseingang geht es jedoch nach links und unter der Bahn hindur in die Reben.

wanderung_isteiner_klotz_075

wanderung_isteiner_klotz_077

Ab diesem Stein geht es oben auf dem Klotzen – und über dem Eisenbahntunnel – weiter.

wanderung_isteiner_klotz_081

wanderung_isteiner_klotz_088

wanderung_isteiner_klotz_091
Etwas versteckt finden sich alte Festungsmauern,
wanderung_isteiner_klotz_092
Blick nach Westen zum Rhein und dem Kraftwerk in Kembs.
wanderung_isteiner_klotz_097
Die Ortsgruppe Istein der Bergwacht Schwarzwald kümmert sich um die Naturschutzgebiete und hat hier und da für Wanderer Bänke zum Rasten aufgestellt.

wanderung_isteiner_klotz_099

wanderung_isteiner_klotz_108
Blick hinunter auf den Rhein und Rheinseitenkanal sowie das elässische Kembs-Loechle, wo man übrigens gut fritierten Karpfen essen kann.
wanderung_isteiner_klotz_110
Blick auf die Vogesen

wanderung_isteiner_klotz_111

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Sportplatz Huttingen.

wanderung_isteiner_klotz_116

Aus dem Wald inaus geht es an einer Kirschplantage vorbei in Richtung Wegweiser „Vordere Torackern“.

wanderung_isteiner_klotz_118

Wir laufen quasi enmal um den Sportplatz Huttingen herum und kommen zum Aussichtspunkt „Bildstöckle“

wanderung_isteiner_klotz_123

wanderung_isteiner_klotz_127

wanderung_isteiner_klotz_129

Beim Aussichtspunkt Bildstöckle treffen wir auf das „Markgräfler Wiiwegli“, das wir vom Gutedel-Wandertag des Verein Markgräfler Wein kennen. Wir gehen jweiter in Richtung Huttingen/Efringen-Kirchen.

wanderung_isteiner_klotz_132
Marienstatue

wanderung_isteiner_klotz_135

Wir kommen am anderen Ende des Sportplatzes wieder raus. Die Sportgaststätten in Huttingen und zum Abschluss in Istein bieten sich zur Stärkung an, wenn man auf den Rucksack mit Vesper verzichtet.

wanderung_isteiner_klotz_138

Wir sind jetzt auf der alten Römerstraße in Richtung Efringen-Kirchen unterwegs.

wanderung_isteiner_klotz_139
Am Ende von Huttingen, auf Höhe Friedhof, hat man einen schönen Blick auf den Markgräfler Hausberg, den 1165 Meter hohen Blauen.

wanderung_isteiner_klotz_141

Über Felder hat man einen schönen Blick hinunter in die Rheinebene. Links der Straße kommt eine Kirschplantage und der nächste Wegweiser hört auf den Namen „Kirschenanlage“.

wanderung_isteiner_klotz_142

wanderung_isteiner_klotz_143

wanderung_isteiner_klotz_146

wanderung_isteiner_klotz_148

wanderung_isteiner_klotz_155

wanderung_isteiner_klotz_157

wanderung_isteiner_klotz_158

wanderung_isteiner_klotz_159

wanderung_isteiner_klotz_160

wanderung_isteiner_klotz_162

Der Weg führt jetzt oberhalb des Kalkwerks Istein vorbei. An einer Stelle sieht man das das  vom Steinbruch Kapf zum Kalkwerk durch den Berg laufende Förderband herauskommen.

wanderung_isteiner_klotz_171

Huttinger Kreuz

wanderung_isteiner_klotz_175

Vom Huttinger Kreuz hat man erstmals den Blick auf Basel, bei extrem klarem Himmel kann man sogar bis zum Montblanc sehen.

wanderung_isteiner_klotz_184
Blick nach Fischingen und den Läufelberg
wanderung_isteiner_klotz_187
Der richtige Platz für’s Vesper aus dem Rucksack.
wanderung_isteiner_klotz_183
Blick auf den Rhein, das Stauhwehr bei Märkt und Basel
wanderung_isteiner_klotz_189
Blick auf Efringen-Kirchen
wanderung_isteiner_klotz_192
Blick auf Efringen-Kirchen und Basel im Hintergrund
wanderung_isteiner_klotz_200
Blick zwischen den Reben hindurch auf Basel

Wir folgen dem Weg in Richtung Wegweiseer Tannenrain und von dort weiter in Richtung Weinlehrpfad. Auf diesen Treffen wir beim Schützenhaus auf dem Schafberg.

wanderung_isteiner_klotz_201
Infotafel beim Schützenhaus

wanderung_isteiner_klotz_204

 

wanderung_isteiner_klotz_215
Ein Bio-Winzer hat Stockrosen ans Ende der Rebzeilen gepflantz.

wanderung_isteiner_klotz_219

An dieser Ecke stehen gleich mehrere Infotafeln.

wanderung_isteiner_klotz_220

wanderung_isteiner_klotz_222
Der Wegweiser Weinlehrpfad

Vom Wegweiser Weinlehrpfad gehts hinunter nach Efringen.

wanderung_isteiner_klotz_225

wanderung_isteiner_klotz_230

Vorbei am Bammerhüsli

wanderung_isteiner_klotz_231

wanderung_isteiner_klotz_246
Markgräfler Wii-Wegli und Himmelreich-Jakobus-Weg
wanderung_isteiner_klotz_247
Eselsdistel

Efringen-Kirchen

wanderung_isteiner_klotz_249

 

wanderung_isteiner_klotz_250

wanderung_isteiner_klotz_251

wanderung_isteiner_klotz_255

Nächste Station ist das Alte Rathaus in Efringen.

Das alte Rat. und Schulhaus wurde 1770 erbaut und 1836 von der Gemeinde erworben, bis 1910 war es Rat- und Schulhaus, danach nur Rathaus. Von 1942 bis 1978 von der Gemeindeverwaltung gentutzt. Seither in Privatbesitz.

wanderung_isteiner_klotz_257

wanderung_isteiner_klotz_253

wanderung_isteiner_klotz_254

Es geht weiter in Richtung Bahnhof

wanderung_isteiner_klotz_259

wanderung_isteiner_klotz_261

Der Bahnhof ist Ausgangspunkt der Tour des Schwarzwaldvereins.

wanderung_isteiner_klotz_262

Der Weg geht in Richtung Ortsmitte beziehungsweise Rathaus.

wanderung_isteiner_klotz_263

wanderung_isteiner_klotz_264
Das Rathaus mit Tourist-Info, Mediathek und dem Rathaus-Café

wanderung_isteiner_klotz_266

 

Wir folgen der Hauptstraße, gehen am Gemeindehaus vorbei und kreuzen die Kreisstraße.

wanderung_isteiner_klotz_268

Im Ortsteil Kirchen geht es weiter in Richtung Rhein. Vorbei am Stapflehus.

wanderung_isteiner_klotz_269

wanderung_isteiner_klotz_271
Stapflehus

In vielen Ortschaften des Markgräflerlands stehen Häuser mit Staffelgiebeln, man sagt oft, es seien Vogts- oder Herrenhäuser gewesen.

Dieses Haus un die angrenzenden Liegenschaften waren lange Zeit dem Domstift Arlesheim zinspflichtig.

Der Jahreszhahl in einem Fenstersims zufolge, ist es bereits 1578 errichtet worden.

(Quelle: Föderkreis „Museum in der Alten Schule“)

wanderung_isteiner_klotz_273

Am Wegweier Gutenau halten wir uns rechts in Richtung Isteiner Schwellen.

wanderung_isteiner_klotz_276
Blick auf den Kirchener Kirchturm mit Storchennest
wanderung_isteiner_klotz_277
In der Ferne ist bereits das Kalkwerk Istein zu sehen.

Wir folgen jedoch dem Feuerbach in Richtung Rhein und Isteiner Schwellen.

wanderung_isteiner_klotz_278

An der Brücke über den Feuerbach trifft man auf einen interessanten Lehrpfad der Natur- und Vogelfreunde Efringen-Kirchen. Die Tafeln entlang unseres Wanderwegs zu den Schwellen informieren über Vögel.

wanderung_isteiner_klotz_279

Es gibt aber auch interessante Tafeln über Pflanzen, wie die Berberitze.

wanderung_isteiner_klotz_280
Berberitze

Isteiner Schwellen

wanderung_isteiner_klotz_284

 

Der Parkplatz an den Isteiner Schwellen. Die Lust am Baden ist uns nicht nur wegen „Corona“ vergangen.

wanderung_isteiner_klotz_286

wanderung_isteiner_klotz_287

wanderung_isteiner_klotz_292
Blick von der Aussichtsplattform zu den Isteiner Schwellen

wanderung_isteiner_klotz_293

 

wanderung_isteiner_klotz_294

Zwischen Isteiner Schwellen und Autobahn wurde ein Teil des Rheinufers „tiefergelegt“ und dient so als Überflutungsfläche bei Hochwasser. Mit dem „Integrierten Rheinprogramm“ sollen Unterlieger des Rheins wie Karlsruhe oder Mannheim vor Überflutungen geschützt werden in dem die Hochwasserwelle gebremst wird.

Durch den Bau der Staustufen am Oberrhein zwischen Märkt und Iffezheim sind natürliche Auen und damit Überflutungsflächen verloren gegangen. Dies hat dazu geführt, dass bei großen Hochwasserereignissen am Rhein unterhalb von Iffezheim die akute Gefahr der Überströmung von Dämmen und von Dammbrüchen besteht. Der Schaden für das Hinterland wäre beträchtlich.

Um diese Hochwassergefahr zu reduzieren, sollen Flächen, die vor dem Staustufenbau noch überflutet waren, wieder zurückgewonnen werden. Unser Ziel ist es, diese ehemaligen Überflutungsflächen wieder für den Hochwasserschutz zu aktivieren und die Entwicklung naturnaher Auen zu bewirken.

(Quelle: Regierungspräsidium Freiburg)

wanderung_isteiner_klotz_295

 

Der Wanderweg des Schwarzwaldvereins führt den Rhein entlang weiter in Richtung Isteiner Klotz.

Wir nehmen die nächste Unterführung unter der Autobahn hindurch in Richtung Isteiner Straße. Nach dem Wald halten wir uns links und gehen entlang eines Spargelfelds in Richtung Naturschutzgebiet Totengrien mit seinen Orchideen.

wanderung_isteiner_klotz_296

wanderung_isteiner_klotz_297

Naturschutzgebiet Totengrien

wanderung_isteiner_klotz_299wanderung_isteiner_klotz_301

wanderung_isteiner_klotz_305

wanderung_isteiner_klotz_309

wanderung_isteiner_klotz_315

wanderung_isteiner_klotz_318

wanderung_isteiner_klotz_342

wanderung_isteiner_klotz_321

Bildergalerie

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Zwischen Rhein und Reben – Wanderung rund um den Isteiner Klotz

Karte

Infos

 

Fotografie, Landschaft, Natur, Wandern

Frühlingsspaziergang in den Reben

reben_mai_083

Ein kleiner Abendspaziergang durch die Reben am 1. Mai mit Blick auf unseren Markgräfler Hausberg, den Hochblauen.

reben_mai_052

In den Reben blüht der Doldige Milchstern – auch Stern von Bethlehem genannt.

reben_mai_038

reben_mai_063

Auch die Bienen haben ihre Freude an den weißen Blüten.

reben_mai_058

reben_mai_026

Der Löwenzahn hat schon verblüht, wegen seiner harntreibenden Wirkung wird er auf Alemannisch übrigens Bettseicherle genannt.

lu00f6wenzahn_007

Kleines Fotoexperiment mit Pusteblume …

reben_mai_076

Die Reben als Rahmen für den Hohblauen …

reben_276

Die beiden Fotos (oben und unten) sind schon ein paar Tage früher beim Genusslauf in der Nähe der Vögisheimer Grillhütte entstanden.

reben_270

reben_mai_098

Detailaufnahmen bei der Luginsland-Linde (Winterlinde, Tilia cordata; Naturdenkmal) – Der Baum wurde 1870/71 als Friedenslinde gepflanzt.

reben_mai_099

Mehr Bilder im Album bei Google Fotos: Frühlingsspaziergang in den Reben

Fotografie, Landschaft, Natur, Uncategorized, Wandern

Herbst in Müllheim

Es gibt keine schönere Jahreszeit als den Herbst für einen kleinen Fotospaziergang. Leider fehlt meist die Zeit dazu, heute konnte ich den Feiertag nutzen um die Herbststimmung mit ihren warmen Farben einzufangen und ein paar Fotos zu schießen.

Herbst_Klemmbach_003a

Blick von der Hohen-Neuendorfer-Brücke (Werderstraße) entlang der Kraftgasse über den Klemmbach zur Martinskirche.

Herbst_Klemmbach_010

Am Klemmbach

Alter Friedhof

Herbst_Alter_Friedhof_015

Eines der schönsten Fotomotive im Herbst in Müllheim ist der Alte Friedhof mit seiner Baumallee. Rechts vorne im Bild ist übrigens das Grab des Weinbaupioniers Adolph Blankenhorn. Ich nehme mir jeden Herbst etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang mit der Kamera über den Friedhof.

Herbst_Alter_Friedhof_018a

Herbst_Alter_Friedhof_022a

Herbst_Alter_Friedhof_028

Am Stalten bei Feldberg

Herbst_Stalten_032

Wald mit buntem Herbstlaub und Reben mit goldgelben Blättern vor blauem Himmel. Das liegt am Stalten bei Feldberg dicht beeinander. Bei schönem Wetter herrscht hier Betrieb am Grillplatz und es sind einige Gassigänger mit ihren Vierbeinern unterwegs.

Herbst_Stalten_039

Herbst_Stalten_047

Herbst_Stalten_048

Herbst_Stalten_060a

Herbst_Stalten_070

Herbst_Stalten_072

Mehr Fotos im Flickr-Album Herbst in Müllheim

Ausflugsziel, Essen & Trinken, Fotografie, Garten, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern, Wein

Wanderung Vulkanfelsgarten Winklerberg im Kaiserstuhl

Winkklerberg_005_Pano

Die Markgräflerin und ich haben eine kleine Wanderung am Kaiserstuhl unternommen. Den Tipp hab ich von einem Arbeitskollegen bekommen (Danke Tim!). Er hat mir von den dort wachsenden Kaktusfeigen erzählt.

Winkklerberg_067

Opuntia ficus-indica ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien (Opuntia) aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae).  Die oft als Kaktusfeigen bezeichneten Früchte und die jungen Triebe sind essbar und gehören zur mexikanischen Standardküche.

Im Internet haben wir auf der Seite des Gasthauses Adler in Breisach-Hochstetten eine schöne Tourenbeschreibung (Vulkanfelsen-Winklerberg-Wanderung) gefunden, die Wegebschreibung der Tour lässt sich auch als PDF herunterladen.

Angelegt und beschildert wurde die Wanderung Vulkanfelsgarten vom Naturzentrum Kaisterstuhl in Ihringen. Träger des Naturzentrums ist der Schwarzwaldverein.

Lohnenswert ist ein Abstecher auf den Blankenhornsberg zum Staatsweingut Freiburg.

Das Staatsweingut Freiburg ist eine Einrichtung des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg angegliedert. Es bewirtschaftet über 37 Hektar. Davon liegen 24 Hektar auf dem Kaiserstuhl in Ihringen-Blankenhornsberg und 13 Hektar in Freiburg und Ebringen. Das Staatsweingut dient den Wissenschaftlern des Weinbauinstitutes als Versuchsgut.

Warum Blankenhornsberg?

1842 erwarben die Brüder Nikolaus, Adolph Friedrich und Jakob Wilhelm Blankenhorn aus dem badischen Müllheim das Weingut Rebgut Blankenhorn(s)berg in Ihringen am Kaiserstuhl. 1847 folgte die Gründung eines Weingeschäftes unter dem Namen Gebrüder Blankenhorn sowie der Bau eines Gewölbekellers. Die Weine der Gebrüder Blankenhorn wurden auf Ausstellungen mehrfach Ausgezeichnet, so zum Beispiel bei der Wiener Weltausstellung von 1873 und trugen so mit zum guten Ruf badischer Weine bei.

Der Sohn von Adolph Friedrich, Adolph Blankenhorn, war der Mitbegründer der deutschen Weinbauwissenschaften. Nach seiner Promotion bei Robert Bunsen an der Universität Heidelberg, kehrte er in die elterlichen Betriebe zurück. Er nutzte das Weingut als Versuchsstation für seine weinbaulichen und önologischen Untersuchungen. Aus eigenen Geldmitteln gründete er 1867 ein Önologisches Institut in Karlsruhe und brachte 1870 die wissenschaftliche Zeitschrift „Annalen der Önologie“ heraus. Bei der Entwicklung der Pfropfrebe zur Bekämpfung der Reblaus hatte Blankenhorn entscheidenden Anteil.

Adolph Blankenhorn war 1874 Mitbegründer und erster Präsident des badischen und des deutschen Weinbauvereins. Für seine Leistungen für die Weinbauwissenschaften wurde er 1878 mit einer Goldmedaille bei der Weltausstellung in Paris ausgezeichnet. Aus gesundheitlichen Gründen musste Blankenhorn ab 1880 seine wissenschaftlichen Arbeiten einschränken und verstarb 1906 in Konstanz am Bodensee. Die Familie Blankenhorn bewirtschaftete das Weingut weiter. Nach dem Ersten Weltkrieg 1919 verkaufte sie nach einem Beschluss des Badischen Landtags vom 12. Mai 1919 den Besitz an die Badische Landwirtschaftskammer. Der Betrieb wurde 1933 durch den Reichsnährstand verstaatlicht. Dieser vereinnahmte ab 1933 alle Aktivitäten und das Vermögen der Verbände im Agrarbereich. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Weingut in den Besitz des Landes Baden-Württemberg über und das Anwesen wurde als Versuchs- und Lehrgut dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg angegliedert.

Quelle: Wikipedia

Eine weitere Tour von Ihringen aus zum Winklerberg ist bei Outdooractive zu finden. Infos zu diesert Tour gibt es auch in einem Faltblatt von Kaiserstuhl-Touristik in Ihringen, wo auch geführte Wanderungen inklusive Weinprobe (in Zusammenarbeit mit der Winzergenossenschaft Ihringen) angeboten werden. Sie startet bei der Feuerwehr und führt unter anderem auch am jüdischen Friedhof vorbei.


Die Karte


Die Wanderung

Auf der Landesstraße ( L114) von Breisach nach Ihringen biegen wir von Breisach kommend an der Einmündung der Kreisstraße (K 4928) nach links ab. Gleich beim nächsten Weg auf der rechten Seite gibt es eine Parkmöglichkeit.

Winkklerberg_163

Die Wanderung startet an der Wetterstation Ihringen (Meteomedia/MeteoGroup/Wetter 24)  am Stiegler Weinberg Haus.

Winkklerberg_159

Von der Wetterstation aus geht es rund 120 Meter unterhalb des Weinbergs in Richtung Nordwesten.

Winkklerberg_006

Hier zweigen wir nach rechts in den Weinberg ab. Wir folgen dem Weinberg unten bis zum Winklerbergbrunnen.

Winkklerberg_021

Am Winklerbergbrunnen führt der Weg nach rechts steil bergauf, vorbei ein einem Bammerthäusle.

Winkklerberg_024

Wir gehen oben nicht die Betontreppe den mit einer Betonmauer gesicherten Hang weiter hinauf sondern halten uns links. Der Weg führt  an einer steilen Felswand aus vulkanischem Gestein vorbei.

Die Entstehung des Kaiserstuhlvulkans im Tertiär stellt sowohl den Höhepunkt als auch den Schlusspunkt der vulkanischen Aktivität im Oberrheingraben dar. Diese begann schon in der Kreidezeit und zeigt sich in zahlreichen, heute tief erodierten Vulkanschloten. Der Kaiserstuhl ist der einzige größere Vulkan aus dieser Zeit im Bereich des Oberrheingrabens. Dieser trifft hier auf den Bonndorfer Graben, der über den Hegau zum Bodensee führt. Gegen Ende des Oligozäns drang Magma empor, erstarrte jedoch noch unter der Erdoberfläche. Erst im Miozän kam es zu einem Durchbruch und zu großflächigen Lavaströmen. Geologisch gesehen lässt sich der Kaiserstuhl in einen sedimentären und einen vulkanischen Teil gliedern. Aufgrund dieser Besonderheiten wurde der Kaiserstuhl als eines der bedeutendsten nationalen Geotope Deutschlands ausgezeichnet.

Quelle: Wikipedia

Winkklerberg_046

Hier finden sich die ersten wilden Kakteen (Opuntien). Dies bieten im Herbst mit ihren roten Früchten (Kaktusfeigen) einen schönen Anblick. Aber auch eine Wanderung zur Blütezeit Ende Mai/Anfang Juni lohnt sich.

Winkklerberg_058a

Winkklerberg_065

Begleitet werden die Opuntien durch weitere Sukkulenten, wie den Mauerpfeffer und andere wärmeliebenden Pflanzen, wie den Blutroten Storchschnabel.

Winkklerberg_037

Ein Blickfang sind im Herbst auch die farbenfrohen Hagebutten …

Winkklerberg_034

… und die sich verfärbenden Weinblätter.

Winkklerberg_050

Wir folgen der Felswand aus Vulkangestein für weitere 200 Meter, dort führt der Weg kurz nach rechts und dann gleich wieder nach links.

Winkklerberg_071

Über verschiedene, etwas versetzte Treppen, teilweise aus Metall, geht es  hinauf zum ersten Etappenziel.

Winkklerberg_077

Winkklerberg_084

Nicht nur Kaktusfeigen sondern auch die echten Feigenbäume (Ficus carica) lieben das Klima des Kaiserstuhls.

Winkklerberg_090

Oben angekommen beim Weinberghaus ist der richtige Platz für ein kleines Vesper und um den Ausblick in Richtung Breisach mit dem Breisacher Münster (und bei klarem Himmel den Vogesen) …

Winkklerberg_096

Winkklerberg_052

… oder nach Südosten in Richtung Tuniberg zu genießen.

Winkklerberg_104

Nach einem kleinen Vesper geht es weiter. Ein paar Meter geht es noch hinauf bis zu einem gut ausgebauten Wirtschaftsweg. Die Tour führt uns nach links (wer einen Abstecher zum Blankenhornsberg machen will, hält sich rechts). Nach etwa 300 Metern errichen wir den Höchsten Punkt der Tour (260 Meter). Wir gehen nach links und folgen der Ausschilderung durch die Reben.

Winkklerberg_107

Winkklerberg_111

Winkklerberg_112

Winkklerberg_110

Nach etwas 600 Metern sollten wir einen schmalen Pfad erreichen – und waren zunächst etwas ratlos. Der Einstieg war so zugewachsen, dass der Weg nicht zu finden war. Daher sind wir den steilen Rebberg hinunter zum parallel führenden Wirtschaftsweg gegangen. Spätestens hier sollte man dann trittfest sein.

Winkklerberg_123

Wir folgen dem Wirtschaftsweg und an der nächsten Ecke kommt der ursprünglich gedachte Weg von links. Wir halten uns gerade aus und gehen unterhalb des Winklerbergs zurück zum Winklerbergbrunnen (etwa 600 Meter) und nach weiteren 350 Metern sind wir wieder am Ausgangspunkt unserer Tour.

Winkklerberg_010

Fast ständige Begleiter auf der Tour sind Eidechsen und  die Heuschrecken. Die  Blauflügeligen Ödlandschrecken sind faszinierend, erinnern sie doch bei ihren kurzen Flügen an Schmetterlinge.

Winkklerberg_015

An einem schönen Herbsttag oder im Frühjahr zur Rebblüte eine wunderschöne Wanderung für Naturliebhaber und Fotografen.

Die Wanderung lässt sich natürlich auch mit einer Weinprobe kombinierten, neben dem Staatsweingut Freiburg auf dem Blankenhornsberg bieten sich auch die Winzergenossenschaften in Ihringen und Achkarren oder der Badische Winzerkeller in Breisach an.

Noch mehr Fotos sind im  Flickr-Album Vulkanfelsgarten Winklerberg zu finden.


Sehenswert ist übrigens auch eine Wanderung im Liliental mit dem Arboretum der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg. Ein Arboretum ist – kurz gesagt – ein Botanischer Garten für Bäume. Auf einer Fläche von rund 80 Hektar sind hier Versuchsflächen, Plantagen zur Saatgutgewinnung und eben ein Arboretum mit Bäumen aus aller Welt untergebracht. Neben dem stattlichen Mammutbaumwald, der Anfang der 1960er Jahre angepflanz wurde, gibt es auch allerhand andere botanische Sehenswürdigkeiten wie Orchideen und Stauden zu entdecken.

Hier gehts zur Wanderung im Liliental!


 

Fotografie, Landschaft, Natur, Uncategorized

Farbenfroher Sonnenuntergang

Sonnenuntergang_016

Mit der Markgräflerin zum Picknik bei Sonnenuntergang in die Reben oberhalb von Hach gefahren.

Sonnenuntergang_HDR2

Sonnenuntergang mit Blick über Reben, Rheinebene und Vogesen. Das HDR-Foto ist aus sieben Einzelaufnahmen zusammengesetzt.  Muss noch mehr damit experimentieren, ich finde es wirkt zu unnatürlich.

Sonnenuntergang_Mähdrescher_001

Ein Mähdrescher (links unten im Bild) sorgt für eine gewaltige Staubwolke.

Sonnenuntergang_027a

Vogesenpanorama

Essen & Trinken, Fotografie, Veranstaltungen, Wein

Drübel

Weintrauben_weiß_057

Die Weinlese läuft auf vollen Touren und  von Donnerstag , 13., bis Montag, 17. September 2018, steigt auf dem Gelande des Winzerkellers Auggener Schäf die 63. Auflage des Auggener Winzerfests. Das Programm gibts hier als PDF.

Zur Einstimmung ein paar Traubenbilder, die neulich frühmorgens beim Ballonfestival neben dem Müllheimer Segelflugplatz entstanden sind.

Weintrauben_weiß_059

Weintrauben_rot_058

Fotografie, Natur, Wandern, Wein

Reben und Schwarzwaldidylle pur

Innerberg_073
Am Fuß des Römerbergs

Bei unserem kleinen Pfingstmontagsausflug zur Ölmühle Eberhardt in Badenweiler anlässlich des Deutschen Mühlentages sind wir auch zwischen Nieder- und Oberweiler spazierengegangen.

Das kurz Wegstück vom Sportplatz in Niederweiler bis zum Ortseingang von Oberweiler zeigt den ganzen Reiz der Region am Fuß des Schwarzwaldes.

Burg_Blauen_005
Der Schlossberg in Badenweiler mit der Burg Baden vor der Kulisse des Hochblauen

Nördlich der Weilertalstraße (L 131) der Inner- und Römerberg mit den Reben. Im Süden der Blick auf die Burg Baden vor der Kulisses des 1165 Meter hohen Hochblauen. Davor Schwarzwald-Idylle pur mit einer Rinderweide, um diese Jahreszeit mit vielen jungen Kälbern.

Kälber_002
Schwarzwald-Idylle pur
Essen & Trinken, Fotografie, Natur, Uncategorized, Wein

Eisweinlese

auggen-eiswein-009

Frostige minus 11 Grad zeigte das Thermometer am Dreikönigsmorgen. Noch bei Dunkelheit begannen die Auggener Winzer für den ersten Wein des Jahrgangs 2017: Rund 1300 Liter Gutedel-Eiswein mit einem Mostgewicht von bis zu 194 Grad Öchsle sind der Lohn für Geduld und kalte Füße.

auggen-eiswein-113

Nach Sonnenaufgang bot sich den Winzern ein wunderschöner aber Kalter Morgen mit blauem Himmel und herrlichem Ausblick auf die Rheinebene.

auggen-eiswein-106

Kellermeister Andreas Philipp (r.) und Winzer Friedrich Krumm

auggen-eiswein-094

auggen-eiswein-052

Mehr Bilder von der Eisweinlese in der Flickr-Bildergalerie

Impressionen von der Eisweinlese in den vergangenen Jahren: