Veranstaltungen, Video

Explodierende Spraydose

 

Noch ein kleiner Happen vom grenzüberschreitenden Velotag auf dem Neuenburger Rathausplatz. Die Freiwillige Feuerwehr Neuenburg am Rhein demonstrierte mit ihrem neuen Feuerlöschtrainer unter anderem wie eine überhitzte Spraydose explodiert. Grund genug mal wieder die Videofunktion meiner Kamera auszuprobieren.

Fotografie, Veranstaltungen

Im Namen des Herrn Entechrist, die Narrennacht erschienen ist!

Hemdglunki Neuenburg
Hisgier Markus „Blechle“ Weber in Aktion

„Ich hab drei Näschter durchg’ritte“, sagt Markus („Blechle“) Weber. Seit über 30 Jahren springt er als „Hisgir“ beim Hemdglunkerumzug in der Zähringerstadt auf dem Bett herum und verkündet mit dem Spruch

Im Namen des Herrn Entechrist,
die Narrennacht erschienen ist.
Die Nacht fängt an zu leuchten,
den Armen wie den Reichen.
Die Narrennacht, die nie versagt,
ich wünsch den Narren eine gute Nacht

den Beginn der Fasnacht.

Den Namen „Hisgir“ für die im Bett liegenden Narren haben die Neuenburger wohl der gleichnamigen Figur aus Vögisheim genommen, mit der es ansonsten keine Gemeinsamkeiten gibt, erklärt Weber. Im alemannischen Brauchtum bezeichnet der Hisgir die Figur des harten und unerbittlichen Winters. Der Narrenspruch, weiß Weber aus Gesprächen mit dem Neuenburger Stadtarchivar Winfried Studer und Autor des Buches „Lebendige Fasnachtstradition in Neuenburg am Rhein“, stamme ursprünglich aus der Schwarzwaldgemeinde Wolfach. Dort sei, anders als in Neuenburg, der Name „Entechrist“ (Antichrist) auf Intervention der evangelischen Kirche aus dem Vers getilgt worden.

Der Spruch kam nach dem Zweiten Weltkrieg über die Familie Vordermayer in die Zähringerstadt. Diese hatte zuvor zehn Jahre in Wolfach gelebt und war wieder in die Neuenburger Heimat zurückgekehrt.

Hemdglunki-Umzug Neuenburg
Der Männergesangverein „Sängerfreundschaft“ hat den Neuenburger Hemdglunki-Umzug ins Leben gerufen und ist auch heute immer noch „singend“ dabei.

„Ich bin mit 15 Jahren in den Gesangverein und dann mit 16 Jahren Hisgir geworden“, antwortet Weber auf die Frage, wie er zur Narrenfigur gekommen ist. Von Anfang an war es der Männergesangverein „Sängerfreundschaft“ Neuenburg, der übrigens im vergangenen Jahr sein 180-jähriges Bestehen feierte, der den Wagen mit dem Hisgir für den Hemgdlunkerumzug gestellt hat. Die Sänger organisierten bereits 1924 den ersten Hemdglunkerumzug, als nach dem Ersten Weltkrieg die Neuenburger Fasnacht wiederbelebt wurde. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg stellten die Sänger den Wagen für den Hisgir. Bis die Sänger im Jahr 2000 den Wagen nicht mehr stellen konnten. Seither führt Weber die Narrenfigur gemeinsam mit der Narrenzunft „D’Rhiischnooge“ fort. Er ist der fünfte Hisgir seit 1951. Weber übernahm die Figur im Jahr 1982 von seinem Vorgänger Erwin Maier. Nach dem Krieg war es zunächst Karl Kößler, der die Rolle des Hisgir übernahm, gefolgt von Walter Brück und Rudolf Grozinger.
Nur dreimal hat Weber bislang als Hisgir pausieren müssen, in den vergangen beiden Jahren einmal krankheitsbedingt und wegen eines Trauerfalls in der Familie – damals ist Tobias Anlicker eingesprungen – sowie im Jahr 1991 als die Fasnacht allerorten wegen des ersten Golfkriegs abgesagt worden war.

Hemdglunki Neuenburg
Die Damen vom Neuenburger Rathaus haben sich verbarrikadiert und leisteten bei der Rathausstürmung der Neuenburger Narrenzunft „D’Rhiischnooge“ heftig Widerstand.
Hemdglunki Neuenburg
Die Neuenburger „Burghexen“ stellten nach der Rathausstürmung den Narrenbaum auf dem Rathausplatz

Zur Picasa Bildergalerie!

Veranstaltungen

Neuenburger Wochenmarkt ganz auf Ostern eingestellt

Österlicher Wochenmarkt auf dem Neuenburger Rathausplatz.
Österlicher Wochenmarkt auf dem Neuenburger Rathausplatz.

Der Wochenmarkt auf dem Neuenburger Rathausplatz gab sich heute österlich. Neben frischem Obst, Gemüse, Bauernbrot und Wurst gab es auch Osterdekoration, Kräuter und Wildbienenhotels für den Garten und einen kleinen Streichelzoo mit Lämmern, Hühnern und Hasen.

Osterhasi
Nikolausi - äh - Osterhasi natürlich. Der Brunnen auf dem Rathausplatz diente als Kleintierkäfig für Hasen und Hühner.
Osterlämmer
Das Schweigen der Lämmer: Selig haben die beiden süßen Kleinen in ihrem Gehege gepennt.
Fotografie, Veranstaltungen

Weihnachtsmärkte im Markgräflerland 2011 – 3

Musikalische Eröffung des Auggener Weihnachtsmarkts durch die Kindergartenkinder und Gründschüler.
Musikalische Eröffung des Auggener Weihnachtsmarkts durch die Kindergartenkinder und Gründschüler.

Weihnachtsmarkt Auggen

Der Auggener Weihnachtsmarkt auf dem Châteauneuf-du-Pape-Platz besticht durch seine heimelige Atmosphäre, die zum gemütlichen Verweilen einlädt. Dazu gibts nette Geschenkideen, besonders der DRK-Ortsverein legt sich jedes Jahr mit Handarbeiten und Basteleien mächtig ins Zeug.

Der Nikolaus bringt Geschenke für die Kinder.
Der Nikolaus bringt Geschenke für die Kinder.
Am Stand der Gärtnerei gibt es hübsche Adventsgestecke.
Am Stand der Gärtnerei gibt es hübsche Adventsgestecke.

Ausstellung im Rathaus

Sehenswert ist die Ausstellung im Sitzungssaal des Rathauses unter dem Motto „Wein und Kunst“. In diesem Jahr sind tolle Metallskulpturen des Müllheimer Künstlers Jochen Böhnert ausgestellt. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich nächsten Freitag, 16. Dezember, währen der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Kunstausstellung von Jochen Böhnert im Auggener Rathaus
Kunstausstellung von Jochen Böhnert im Auggener Rathaus

Torso aus rostigen Nägel geschweist
Torso aus rostigen Nägel geschweist

Mehr Bilder von den Weihnachtsmärkten im Markgräflerland in der Picasa Bildergalerie.

Fotografie, Veranstaltungen

Weihnachtsmärkte im Markgräflerland 2011 – 2

Noch ein Foto vom Neuenburger Weihnachtsmarkt.

Blick vom Treppenturm auf den weihachtlich geschmückten Neuenburger Rathausplatz
Blick vom Treppenturm auf den weihachtlich geschmückten Neuenburger Rathausplatz

Der Markt ist am morgigen Sonntag, 4. Dezember, noch bis 20 Uhr geöffnet.

Mehr Bilder von den Weihnachtsmärkten im Markgräflerland in der Picasa Bildergalerie.

Fotografie, Veranstaltungen

Weihnachtsmärkte im Markgräflerland 2011 – 1

Nach dem der Adventsmärt in Steinenstadt am vergangenen Wochenende den Anfang gemacht hat, ging der Reigen der Weihnachtsmärkte im Markgräflerland dieses Wochenende munter weiter.
Los gings am Freitag mit dem Lichterzauber in Badenweiler. Am Samstag fand in Müllheim der traditionelle Weihnachtsmarkt am Lindle statt, ergänzt um einen langen Advents-(Einkaufs-)samstag des Müllheimer Gewerbevereins.

Kaum ein Durchkommen war beim Weihnachtsmarkt am Lindle, der sich Jahr für Jahr eines ungebrochenen Besucherandrangs erfreut.
Kaum ein Durchkommen war beim Weihnachtsmarkt am Lindle, der sich Jahr für Jahr eines ungebrochenen Besucherandrangs erfreut.

Bewährt haben sich die längeren Abendöffnungszeiten beim Weihnachtsmarkt am Lindle.
Bewährt haben sich die längeren Abendöffnungszeiten beim Weihnachtsmarkt am Lindle.

Und in Neuenburg wurde der Weinachtsmarkt auf dem Rathausplatz eröffnet, der bis zum zweiten Advent neun unterhaltsame Tage verspricht.

Reger Andrang herrschte bei der Eröffnung des Neuenburger Weihnachtsmarktes auf dem Rathausplatz.
Reger Andrang herrschte bei der Eröffnung des Neuenburger Weihnachtsmarktes auf dem Rathausplatz.
Weihnachtsmarkt Neuenburg
Weihnachtsmarkt Neuenburg

Mehr Bilder von den Weihnachtsmärkten im Markgräflerland in der Picasa Bildergalerie.

Bildimpressionen vom Lichterzauber in Badenweiler gibts bei der Markgräflerin.

Fotografie, Nachrichten

Abwasser wurde einfach auf die Straße gekippt

Von Mittelaltertag Neuenburg

Mittelaltertag in Neuenburg

Mit den Schlägen der Glocke auf dem Dach des Neuenburger Rathauses wurde gestern punkt 11 Uhr die „Neuenburger Zeitreise ins Mittelalter“ eingeläutet.

Seit September vergangenen Jahres beschäftigen sich alle Kindergärten und Schulen der Zähringerstadt mit der mittelalterlichen Stadt Neuenburg. Die Ergebnisse wurden gestern beim Mittelalteraktionstag vorgestellt, natürliche kam auch der spielerische Aspekt nicht zu kurz, so konnten sich die jüngsten Kindergartenkinder beim Bogen- und Armbrustschießen ebenso beweisen wie beim Ritterturnier mit Stecken und Lanze.
Buntes Markttreiben gab es in der Salzstraße mit vielen Mitmachangeboten, wie Pergamentherstellung, Kalligraphie, Buchbinden oder Webstuhl. Neben verschiedenen handwerklichen Vorführungen wurde auf dem Rathausplatz die funktionsweise von Gegengewichtshebelgeschütz und Torsionsgeschütz erklärt.
„Ich bin beeindruckt“, lobte Bürgermeister Joachim Schuster bei der Eröffnung auf dem Rathausplatz alle Beteiligten, allen voran die vielen Kinder. „Hier hat es vor einigen hundert Jahren ganz anders ausgesehen“, erklärte Schuster den Kindern. Statt Asphalt habe es einen Lehmboden gegeben, die Häuser standen dicht beieinander, das Wasser musste aus dem Brunnen geholt werden und das Abwasser wurde einfach auf die Straße gekippt, gab der Rathauschef den Kindern einen Einblick, wie es im Mittelalter in der Zähringerstadt ausgesehen haben mag. Schuster wies auch daraufhin, dass direkt hinter der östlichen Häuserzeile des Rathausplatzes einmal die Stadtmauer verlief und bei der Apotheke schräg gegenüber des Rathausplatzes einmal ein Stadttor, das so genannte Mühltor oder Müllheimer Tor stand.
Der Rathauschef hob unter allen Beteiligten den Historiker, Museums- und Erlebnispädagogen Gregor Schopka hervor, der eine zentrale Rolle bei dem Projekt gespielt habe.
Sehenswert ist Stadtrundgang durch das mittelalterliche Stadtrundgang, der von den Schülerinnen und Schülern der Grundschulförderklasse, des Schulzentrums und des Kreisgymnasiums gestaltet wurde und der den historischen Stadtrundgang ergänzt. Die von den Kindern gestalteten Bilder und Informationstafeln wird als Ausstellungsprojekt während der Sommermonate das Stadtbild mit bunten Tupfern bereichern.
Ein im Bürgerbüro des Rathauses erhältlicher Flyer weist auf den mittelalterlichen Stadtrundgang hin. Für die musikalische Umrahmung mit mittelalterlichen Flöten- und Trommelklängen sorgte die Jugendmusikschule Markgräflerland.