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Müllheimer Rundumwegli – Kleine Tour 4 – Postkutschen

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Das Müllheimer Rundumwegli führt auf einer Länge von knapp 37 Kilometern einmal rund um die Hauptstadt des Markgräferlands mit seinen Ortsteilen. Die Tour lässt sich in vier Etappen oder vier kleinere Rundwege aufteilen. Wir haben uns für die Variante „Rundumwegli – Kleine Tour 4 – Postkutsche“ entschieden. Warum “ Postkutsche“? Wahrscheinlich weil der Weg von Hügelheim parallel zur B3 verläuft und in der Müllheimer Unterstadt der Weg mit einem kleinen Schlenker an der „Alten Post“ vorbeiführt.

Die Tour beginnt an der Tourist-Information in Müllheim. Wir laufen über den Markgräfler Platz in Richtung Kreisverkehr überqueren die östliche Allee und die Werderstraße und folgen der Nussbaumallee – vorbei am Weingut Engler – und biegen gleich nach rechts zur Moltkestraße ab. Wir nehmen die Unterführung unter der Schwarzwaldstraße und gehen nach rechts auf der Nordseite der Schwarzwaldstraße nach Osten bis zum Kreisverkehr. Hier folgen wir dem Geh- und Radweg in Richtung Zunzingen (Wiiwegli).

[Wir mussten allerdings einen kleinen Umweg durch das Baugebiet oberhalb der Helios-Klinik machen, weil an der Zufahrt zum Neubaugebiet „Am langen Rain“ ein neuer Kreisverkehr gebaut wird.]

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Wir folgen dem Fuß- und Radweg nach Zunzingen überqueren die Anhöhe beim „Judengalgen“ („Der Judengalgen“ von Günter Boll aus „Das Markgräflerland“ 1999) und nehmen wenig später den Weg nach links (Segelflugplatz). Wir halten uns auf dem Rebweg in Richtung Norden, folgen dem Symbol des Rundumwegli, und lassen das Segelfluggelände links liegen.

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Wir folgen dem Rebweg parallel zur Landesstraße

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Am Ende des Rebwegs haben wir eine schöne Aussicht auf Dattingen sowie Britzingen im Hintergrund …

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Wir laufen wir nach links und dann nach rechts.

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Wir kommen in einen kleinen Löshohlweg und halten uns beim nächsten Wegweiser links.

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Hier halten wir uns rechts und gehen nördlich am Standortübungsplatz vorbei in Richtung Hügelheimer Grillhütte.

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Bei der Hügelheimer Grillhütte machen wir Rast und packe unser Vesper aus.

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Wir gehen weiter in Richtung Hügelheim, gehen aber nicht hinunter sondern halten uns rechts in Richtung Rebhäusle/Genussliege Höllberg.

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Wir treffen hier übrigens auf den Hügelheimer Weinlehrpfad, dem wir ein Stück folgen, und der Wissenswertes zu Wein und Landschaft vermittelt.

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Vom Rebhäusle hat man eine schöne Aussicht in die Rheinebene, allerdings macht sich leider der Verkehr auf der Bundesstraße lautstark bemerkbar.

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Wir gehen weiter in Richtung Hügelheim und passieren noch ein paar nette Aussichtspunkte.

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Wir folgen dem Weg bis wir das Pfarrhaus und die Katharinenkirche erreichen.

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Pfarrhaus
Das Gebäue ließ 1549 Abt Capar von St. Blasien für 650 Gulden errichten. Plünderungen und Brandschatzungen während der Kriege und der Wiederaufbau in Notzeiten haben es baulich stark verändert.
Die steinerne Wappentafel des Erbauers an der Südwestwand zeigt links das Wappen des Klosters (steigender Hirsch), daneben das des Erbauers, der mit bürgerlichem Namen „Müller“ hieß (halbes Mühlrad mit Stern). Zu lesen ist:

CASPAR VON GOTTES GNADEN – APTE DES GOTSHAUS S: BLASSIEN VFF DEM SCHWARTZWALD 1549

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Evangelische Katharinenkirche Hügelheim

Die erste aus Stein errichtete Hügelheimer Kirche datiert auf das frühe 12. Jahrhundert. Sie war ein schlichter Rechteckbau ohne Turm. Hiervon ist noch ein Teil der Südwand des Langhauses erhalten. Zwischen 1150 und 1200 entstand der heute noch erhaltene romanische Chorturm mit seinen Schallarkaden und dem Figurenfries an der Nordostecke, der im Markgräflerland einmalig eist. Von besonderem Rang sind ferner die Wandmalereien im Innern an der Südwand, die aus der Zeit um 1300 und 1480 stammen, und die u. a. das Martyrium der Hl. Katharina von Alexandrien zeigen. Die Kirche schloss sich 1556 der Reformation an.

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Hier nehmen wir den Weg nach rechts und bei der nächsten Kreuzung biegen wir nach links in die Straße „Am Schulplatz“ ein.

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Herterscher Vierseitenhof (Schillingerhof)

Einer der stattlichsten Höfe in Hügelheim mit aufwändig gegliederter und fein dekorierter Fassade, 1808 errichtet. Die kunstvoll gestaltete Kartusche über der Eingangstür zeigt:
IO.IAH – MA.BA.H.-1808
Johann Jakob Herter (Altvogt) und Maria Barbara Herter. Die Erbauer gehörten zur wohlabenden Herterfamilie und besaßen u.a. einen Teil des großen St. Blasischen Zehnt- und Meierhofs. Ihre Tochter heiratete Isaak Sehringer aus Niederweiler, Neffe des Ochsenwirts (Gasthaus zum Ochsen, die heutige Winzergenossenschaft). Von 1848 bis 1861 – es ist die Zeit der Badischen Revolution – war er Bürgermeister, einige Jahre auch Bezirksrat.

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An der Kreuzung zur freiwilligen Feuerwehr nehmen wir den Weg nach links und anschließend nach rechts in die Schlossgartenstraße. Wir folgen dem Straßenverlauf.

An der Kreuzung zur Straße „Am Lindenbänkle“ nehmen wir den Weg nach links. An der nächsten Kreuzung biegen wir nach rechts in den Pflanzenweg ein und folgen diesem. Am Feldweg angekommen, nehmen wir diesen in Richtung Müllheim, bis wir die Robert-Schuman-Kaserne erreichen.

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Wir gehen westlich an der Robert-Schuman-Kaserne vorbei bis zur Kinzigstraße. Dort gehen wir eine kleine Treppe den Abhang hinunter – an ein paar Gärten vorbei – bis zur Unterführung unter dem Autobahnzubringer (Schwarzwaldstraße / B 378) .

Wir passieren die Unterführung und laufen nach rechts entlang der Bundesstraße.

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Das Landhotel „Alte Post“ in Müllheim ist unbestritten das erste Haus Platz. 1986 Jhat der damals 32-jährige gelernte Koch und Diplom-Hotelier Heinrich Mack die im Jahr 1745 erbaute ehemalige Posthalterstation der Thurn und Taxischen Reichspost erworben.
Das zuvor von der Deutschen Schlafwagen-Gesellschaft als Motel betriebene Anwesen war ordentlich in die Jahre gekommen. Ohne Eigenkapital und mit Mut zum Risiko wagte der zuletzt als Vizedirektor in einem 350-Betten-Hotel in Basel tätige Gastronom den Sprung in die Selbstständigkeit und hat selbst wieder die Kochjacke angezogen …

Die „Alte Post“: Hier macht Johann Wolfgang Goethe auf seiner zweiten Italienreise Halt. während der französischen Revolution diente die Post als Hauptquartier des Prinzen Condé. Zu Gast waren auch Markgraf Karl-Friedrich, Johann Peter Hebel („Z Mülle an der Poscht – tuusigsappermoscht! Trinkt me nit e guete Wii? Goht er nit wie Baumöl ii? “) und der Revolutionär Gustav Struve zog am 23. September 1848 an der Alten Post vorbei.

Wenn wir den Kreisverkehr beim Restaurant „Poseidon“ erreichen, nehmen wir den Weg nach links in die Alte Poststraße. Bei der nächsten Abzweigung laufen wir nach rechts in die Käppelematten bis zur Platanenallee

Wir überqueren die Straße an der Bushaltestelle und laufen geradeaus, danach laufen wir nach rechts in die Sterchelestraße. Wir unterqueren die Südtangente und nehmen den Weg durch die Reben in Richtung Reggenhag/Luginsland

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Rebhäusle am Reggenhag

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Panoramablick auf die Rheinebene

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Die Luginsland-Linde

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Das Jägerhäusle

Ab hier führt das Rundumwegli weiter nach Vögisheim. Wir kürzen jedoch ab und gehen den Riedboden hinunter nach Müllheim

Der eigentliche Weg führt entlang des Wiiwegli weiter bis zur Gemeindeverbindungsstraße zwischen Vögisheim und Auggen-Hach. Dort biegt man nach links ab und folgt der Straße bis Vögisheim. Am Ortsrand von Vögisheim nehmen wir den Weg „Am Rappen“. Am Ende der Straße, wenden wir uns nach links und folgen der Brunnenstraße. Am Kreisverkehr in Müllheim nehmen wir die zweite Ausfahrt und folgen der Fußgängerzone, bis zur Tourist-Information.

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Das Sängerbänkle

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Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Müllheimer Rundumwegli – Kleine Tour 4 – Postkutsche

Karte

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Belchensteig: Deutschlands schönster Wanderweg

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Normalerweise erklimmen wir den Belchen von seiner Südseite und starten am Wanderparkplatz Heubronner Eck unterhalb der Dekan-Strohmeyer-Kapelle (siehe: Heimatkunde: Der Belchen – die erste Station von der Erde zum Himmel). Dieses mal, am 24. September, starteten wir am Wiedener Eck und nahmen den „Belchensteig“ unter die Füße, der diesen Sommer vom Wandermagazin zu „Deutschlands schönstem Wanderweg“ gekürt wurde.

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Wir starten am Wiedener Eck im Oberen Wiesental und folgen dem Belchensteig im Uhrzeigersinn.

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Das Wiedener-Eck-Tor des Westwegs ist auch Start und Ziel unserer Wanderung.

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Hier gibt es auch einen Spender mit Faltblättern und einer Karte des Belchensteigs.

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Wir folgen dem Genießerpfad-Logo mit dem Bollenhut. Der Weg führt auf einem breiten Wiesenpfad in Richtung Hotel Gut Lilienfein, dass sich in der einstigen Jugendherberge Wiedener Eck befindet. Da werden Erinnerungen an Landschulheim-Aufenthalte wach. Die Jugendherberge wurde im Jahr 2007 geschlossen.

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Nächste Station ist beim Skilift Wiedener Eck. Für Picknick ist es aber noch zu früh am Tag.

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Der giftige Fliegenpilz (Amanita muscaria), auch Roter Fliegenpilz, sorgt für Märchenstimmung im Wald.

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Beim Wanderparkplatz Lückle überqueren wir die Straße und nehmen auf der gegenüberliegenden Seite den mittleren von drei Wegen (Hintergrundbachweg). Dieser führt uns hinunter in das idyllische Hintergrundbachtal.

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Beim Hirzenmoos machen wir eine kleine Rast auf einer Bank mit geschnitzten Holzfiguren und packen unsere Thermoskannen mit Tee aus.

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Wir folgen dem Weg entlang des Hintergrundbachs bis zum Wegweiser Multen.

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Bei Weiler Untermulten passieren wir zwei alte Schwarzwaldhöfe. Nach ein paar Schritten gehen wir rechts einen kleinen Trampelpfad hinaus und kommen wieder auf einen breiteren Weg.

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100 Meter weiter halten wir uns wieder links und folgen einem Wiesepfad hinunter zum Gasthaus Belchen-Multen.

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Wir überqueren die Straße und folgen dem Weg zur Belchen-Talstation.

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Auf dem Weg zur Seilbahn-Talstation kommen wir am Haus Bergfried der Bergwacht und beim Belchenhotel Jägerstüble vorbei.

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Wir sparen uns zwei Kilometer Wegstrecke und 300 Höhenmeter und nehmen die Belchenseilbahn den Berg hinauf.

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Oben angekommen kehren wir ins höchstgelegene Gasthaus Baden-Württembergs ein.

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Auf dem Belchen geht ein frischer Wind und Nebelschwaden ziehen den Berg hinaus.

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Blick auf Heitersheim, den Gewerbepark und das Atomkraftwerk Fessenheim (oben) sowie das Münstertal und Staufen (unten).

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Auf dem Belchen verläuft die Grenze zwischen den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach. Auf einem alten Grenzstein ist auf der Nordseite das Wappen der katholischen Gemeinde Münstertal (oben) und auf der Südseite der protestantischen Markgrafschaft Baden (unten) zu sehen.

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Beim Wegweiser Belchengipfel folgen wir dem Pfad zum Münstertalblick.

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Wir treffen auf den unteren Belchenrundweg, halten uns beim Wegweiser  Münstertalblick rechts und folgen einem alpinen Bergpfad zum Krinnenabgang.

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Der Weg wurde Anfang der 1970er Jahre auch mit Unterstützung von Britischen Pionieren erbaut. Leider ist die Inschrift auf dem Stein nur noch schlecht zu entziffern.

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Der Weg schlängelt sich hinunter bis zur Krinne.

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Dort folgen wir dem Wegweiser zum Heidstein.

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Am Heidstein machen wir auf einer Bank Pause, vespern und genießen den Blick auf den Belchen.

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Am Heidstein folgen wir dem Weg durch ein kleines Wäldchen, kreuzen die Skilifte Heidstein und Neuhof und genießen bei einer Himmelsliege den „Blick ins Münstertal“.

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Kurz bevor wir wieder zurück beim Wiedener Eck sind, erhaschen wir noch einen Blick auf den Scharfenstein.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Belchensteig 2020

Karte

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Stein und Wein: Vom Auggener Steinacker durch die Reben nach Mauchen

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Am Wochenende wäre eigentlich Winzerfest in Auggen gewesen. Zugleich war Tag des Geotops. Am Wochenende zuvor  war Tag des offenen Denkmals. Also haben wir unsere kleine Wanderung unter das Motto „Stein und Wein“ gestellt. Wir haben eine etwa elf Kilometer lange Rundwanderung ab dem Waldparkplatz Steinacker bei Auggen ausgearbeitet. Gestartet sind wir aber in Müllheim und über Vögisheim und Zizingen zum Steinacker gelaufen. So kamen wir insgesamt auf rund 15 Kilometer.


Warum „Stein und Wein“

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Im Gewann Steinacker – wo die Gemarkungen von Auggen, Feldberg und Mauchen aneinanderstoßen – haben sich vor rund 70 000 Jahren schon die Neandertaler niedergelassen und in der Mauchener Talmulde Jagd auf Wildpferde, Hirsche und Rentiere gemacht. Das besondere an der Fundstelle im Gewann Steinacker ist die Tatsache, dass dort für zwei Epochen Nachweise für eine Besiedlung gefunden wurden. Zu finden sind Reste  einer rund 30 000 Jahre alten gravettienzeitlichen Besiedlung. Gräbt man tiefer, finden sich rund 70 000 Jahre alte Spuren der Neandertaler. Hier konnten zum ersten Mal in Baden-Württemberg Aktivitäten des Neandertalers in einer Freilandstation nachgewiesen werden
(Nachrichtenblatt Universität Heidelberg/PDF). Neben den Tieren; die durch die Täler der Vorbergzone streiften, waren es die Feuerstein-Vorkommen; die sowohl den Neandertalern als auch den jungsteinzeitlichen Menschen als Grundlage für die Herstellung von Werkzeugen und Speerspitzen dienten.

Es braucht schon etwas Phantasie, sich vorzustellen wie Wildpferde, Elche und Rentiere zur Zeit der Neandertalter hier durch Wiesen und Wälder streiften. Die Gräser waren morgens vielleicht mit einer dicken Reifschicht bedeckt, denn die Jahresdurchschnittstemperatur lag vermutlich bei etwa 4 Grad Celsius und an mehr als der Hälfte der Tage im Jahr lag Schnee. Schwer vorstellbar an einem Spätsommertag, an dem das Thermometer wieder auf 29 Grad Celsius klettert.

Auf einem Acker auf Gemarkung Feldberg finden auch dieses Jahr wieder Ausgrabungen durch das Landesdenkmalamt statt. Steinzeit-Jäger im Mauchener Tal

Hier ein Video vom Wirtschaftsministerium zum Denkmaltag und der Ausgrabung bei Feldberg.


Wir starten in Müllheim und gehen Entlang des Rückhaltebeckens Neumattbach über Vögisheim und Zizingen zum Waldparkplatz Steinacker.

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Beim Wegweiser Steinacker geht die eigentliche Tour los. Wir gehen im Gegenuhrzeigersinn, laufen also erstmal durch die Reben in Richtung Auggen.

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Wir folgen in Auggen dem Rotwegle mit der  gelben Raute in Richtung Kirche.

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Von der Kreuzkirche geht zum Pfarrhaus und wir folgen dem Wegweise und der Markierung des Markgräfler Wiiwegli durchs Oberdorf beziehungsweise den Erzbuck in Richtung Schliengen..

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Blick auf die Kreuzkirche (oben) und über das Rheintal zu den Vogesen (unten)

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Da wir von zuhause losgelaufen sind, haben wir ein Fläschchen davon fürs Vesper im Gepäck.

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Und plötzlich ein Grenzstein mit dem Baslerstab. Wir sind in Steinenstadt. Nein, wir haben uns nicht verlaufen. Zwischen Auggen und Schliengen gibt es im Rebberg eine Exklave des  Neuenburger Ortsteils.

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Am Killberg machen wir eine kleine Rast und packen unsere Thermoskannen aus.

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Beim Wegweiser Roggenbach sind wir auf Schliengener Gemarkung, ab hier folgen wir nicht mehr dem Wiiwegli sondern dem Schliengener Weinlehrpfad in Richtung Mauchen.

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Beim Aussichtspunkt Himmelberg haben wir einen Blick auf die Rheinebene, das Schliengener Gewerbegebiet am Sonnenstück sowie auf die Winzergenossenschaft und die St. Leodegar-Kirche.

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Auf der anderen Seite des Himmelbergs blicken wir auf das Burgunderdorf Mauchen.

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Am Bammerthäusle „Rebflurbereinigung Mauchen Halde“ packen wir dann unser Vesper und das kleine (0,25 l) Fläschen Spätburgunder aus.

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Am Wegweiser Kreuzmatt halten wir uns links und gehen in Richtung Töpferei.

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Wir halten uns rechts in Richtung Nikolauskapelle und kommen am Mauchener Dorfbrunnen vorbei.

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Der im Jahr 2010 eingeweihte Brunnen wurde vom Künstler Reinhard Bombsch geschaffen und ist dem Burgunder-Wein gewidmet.

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Bei der Nikolauskirche halten wir uns links  in Richtung Vögisheim und kurz bevor wir das Dorf verlassen biegen wir nach rechts auf einen Feldweg ab. Wir folgen der gelben Raute bergauf. Vor einem Wäldchen geht es dann nach links, auf den Käferholzweg.

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Beim Wegweiser Lielbuck biegen wir links ab und folgen dem Wegweiser in Richtung Langfuhren.

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Beim Wegweiser Langfuhren folgen wir dem Weg in Richtung Rütte/Saatschulweg und müssen einmal die Mauchener Straße überqueren.

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Wir kommen an der archäologischen Ausgrabung vorbei und folgen dem Wegweiser Rütte/Saatschulweg zum Waldparkplatz Steinacker.

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Hier ist die Tour vorbei, wir laufen wieder über Zizingen und Vögisheim nach Hause.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Stein und Wein: Vom Auggener Steinacker durch die Reben nach Mauchen


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Trockenmauerweg Niedereggenen

Dieses Mal gibt’s nur eine kleine Mini-Wanderung oder besser gesagt einen Sonntagnachmittagsspaziergang. Der Trockenmauerweg bei Niedereggenen.

Das Auto kann man entweder beim Friedhof oder bei der Halle/Schule (Im Weihergärtle) abstellen. Auf alle Fälle lohnt ein Abstecher zur Kirche, sie zählt mit den Kirchen St. Cyriak in Sulzburg und der Kirche in Blansingen zu den ältesten Gotteshäusern im Markgräflerland. Im Innern der denkmalgeschützten Kirche sind wervolle Fresken/Kalksecco-Malereien erhalten.

Ein Besuch wert ist auch der „Bibelgarten„. Dort sind Pflanzen zu finden, die in der Bibel erwähnt werden oder einen Bezug zu biblischen Themen haben. Dazu gibt es zu jeder Pflanze ein Schild mit  einem passenden Bibelspruch.

Oberhalb des Friedhofs beginnt nun unser kleiner Spaziergangauf dem „Naturerlebnispfad Trockenmauern am Freudenberg“. Der etwa 1,4 Kilometer alnge Rundweg bietet viel Wissenswerts über den Bau und die Ökologie von Trockenmauern. .

Die zunehmende Mechanisierung des Weinbaus hat dazu geführt, dass an steileren Lgen wie dem Freudenberg, immer weniger Rebflächen bewirtschaftet wurden. Auf Teilen der Flächen wurde versucht mit Fichten, Douglasien und Kiefern aufzuforsten. In der Folge verbuschten die Weinberge, und die Trockenmauern sind mit Waldreben, Efeu und anderen Schlingpflanzen zugewachsen. Vor den Mauern wuchsen tockenheitsverträglich Sträucher. Die Mauern konnten im Schatten dieser Pflanzen nicht mehr abtrocknen und das Gestein verwitterte.

Die Mauern am Freudenberg gehörten zu einem der größten Zusammenhängenden Trockenmauergebieten im Markgräflerland und sind von besonderem ökologischen Wert. Gleichzeitig stellen sie ein kulturhistorisches Bauwerk dar.

Die meisten Mauern wurden von Schlingpflanzen befreit, schadhafte Mauerabschnitte wurden ausgebessert. Die Arbeitsgruppe Naturschutz Markgräflerland hat einen Teil der Weinbergfläche erhalten und dort resistente Reben angepflanzt.

Zu den an den Trockenmauern vorkommenden Pflanzen zählen das Mauer-Leinkraut, die Mauerraute, die großblütige Königskerze, Waldrebe, Streifenfarn, Kaisernelke, Mauerpfeffer und Thymian.

Das Biotop Trockenmauer hat eine interessante Tierwelt zu bieten: Schmetterlinge(z.B. Bläulinge),  Heuschrecken (z.B. Gottesanbeterin), Reptilien (Zaun-, Mauer- und Smaragdeidechsen), Lurche (Erkröten und Feuersalamander) oder Weinbergschnecken.

Am Aussichtspunkt Sonnhohle/Kapf hat man eine tolle Aussicht über das Dorf mit Blick auf den Blauen, Schloss Bürgeln, Sausenburg und das Naturschutzgebiet Hagschutz.

Ein paar Schritte entfernt ist ein Felsen zu finden, an dem den Spuren nach der eine oder andere Mineralien- und Fossilienssammler hofft fündig zu werden.

Jetzt im August sind natürlich viel Pflanzen bereits verblüht. Auch die Eidechsen haben sich nicht ganz so oft blicken lassen,. Wir werden die Runde auf jeden Fall zu anderen Jahreszeiten nochmals laufen.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Trockenmauerweg Niedereggenen – August 2020

 


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Rund um den Nonnenmattweiher und Weiherfelsen – Abstecher zu den Wasserfällen

Badebucht am Nonnenmattweiher
Abends vor dem in Bett gehen noch Vesperbrote geschmiert. Den Wecker auf kurz nach 4 Uhr gestellt. Frühstück gemacht, Wasser gekocht und die Thermoskannen befüllt. Unsere kleine Wanderung zum Nonnenmattweiher und zum Weiherfelsen sollte zum Sonnenaufgang beginnen. So war zumindest der Plan, blöderweise haben sich die angekündigten Regenwolken verspätet. Was eigentlich um Mitternacht abregnen solle, kam erst morgens um 6. Das war dann nichts mit dem Sonnenaufgang, aber dafür hatten wir den in den vergangenen Tagen arg strapazierten See später für uns alleine. Wenigstens haben sich die guten Regenponchos, die wir vor einem Jahr gekauft haben, bezahlt gemacht. Auch Rucksack und Fotokamera haben darunter Platz gehabt und blieben trocken. Los geht’s am Parkplatz Nonnenmattweiher, alternativ kann man das Auto auch beim Kreuzweg oder beim Haldenhof abstellen. Vom Parkplatz aus folgen wir dem Weg an einer Ziegenweide vorbei bis zur Fischerhütte. Dort folgen wir dem Wegweiser in Richtung Sägewald und wandern ein kleines Stück entlang des Westwegs. Unterwegs entdecken wir noch einen Badischen Riesenregenwurm auf dem Weg. Beim Wegweiser Sägewald halten wir uns halblinks und folgen ab jetzt der blauen Raute in Richtung Althütte. Vom Wegweiser Althütte geht es entlang der gelben Raute auf schmalen Pfaden weiter zum Rosswaldweg – der Abschnitt ist zwar nur 400 Meter lang, dafür geht’s 60 Meter bergauf. Als Belohnung gibt es kurz vorher noch einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf den Nonnenmattweiher. Der anstrengendste Teil des Rundwegs ist geschafft, von der Fischerhütte bis hierher waren es 130 Höhehmeter, der noch rund 800 Meter entfernte Weiherfelsen (1050 Meter) liegt nur  20 Meter höher. Ab hier geht es also – zwar auf schmalen Wegen – aber so gut wie eben weiter. Achtung: Auf halbem Weg zwischen Rosswaldweg und Weiherfelsen blockiert ein umgestürzter Baumstamm den Pfad. Am Weiherfelsen genießen wir die Aussicht auf den Nonnenmattweiher. Hinunter gehts in einer langezogenen Schleife auf breiten Waldwegen.
Ende August ist nur noch vereinzelt blühender Fingerhut zu finden
Wir folgen dem Wegweiser Weiherfelsen in Richtung Viermärkerweg, wo wir uns halblinks in Richtung Obere Mättle halten. Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Alte Pflanzschule und laufen um den  1039 Meter hohen Tannenkopf herum. Beim Wegweiser Alte Pflanzschule geht es links zum Nonnenmattweiher, der nur noch 200 Meter entfernt ist. Rechts geht es nach Vorderheubronn und zu den etwa 1,4 Kilometer entfernten Wasserfällen.
Wir sind früh dran und entscheiden uns daher spontan für einen kleinen Abstecher (hin und zurück 2,8 Kilometer) zu den Wasserfällen. Wir folgen der blauen Raute, nach etwa 200 Metern verlassen wir den breiten Waldweg und folgen einem kleinen Pfad der parallel zum Weiherbach verläuft. Beim Wegweiser Vorderheubronn folgen wir dem Weg halbrechts in Richtung Wasserfälle. Ein kleines Schild weist an einer Abzweigung auf einen Pfad nach unten. Der Weg führt hinunter zum Klemmbach, wie der Bach nach dem Zusammenfluss von Weiherbach und Kreuzbächle heißt. Der Klemmbach hat nichts mit dem Klemmbach zu tun, der etwas weiter westlich am Köhlgarten entspringt und über Badenweiler und Müllheim ins Neuenburger Wuhrloch fließt. Mit Klemm beziehungsweise Klamm wird ebenso wie mit Höll oder Hohle eine enge Schlucht bezeichnet, was erklärt, dass manche Gewässernamen häufiger vorkommen. Wir überqueren den Bach auf einer hölzernen Brücke und folgen dem Weg weiter abwärts und hören das Rauschen des Bachs. Das Laub der Bäume behindert den Blick auf den Bach. Wir gehen bis zum Wegweiser Wasserfällen beim einstigen Steinbruch und packen dann auf der Bank bei der Kaisertanne unser Vesper aus. Anschließen gehen wir den gleichen Weg wieder zurück zum Nonnenmattweiher.
Wir gehen im Uhrzeigersinn um den See herum, den wir fast noch für uns alleine haben.   Mittlerweile hat auch die Fischerhütte geöffnet. Wir genießen ein Stück noch warmen Zwetschenkuchen mit Sahne und nehmen noch zwei geräuchterte Bachforellen mit – wir hatten vorgeplant und die Kühlbox im Auto. Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Nonnenmattweiher – Weiherfelsen – Wasserfälle

Karte

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Spaziergang von Laufen nach St. Ilgen

laufen_st-ilgen_051Nur eine Miniwanderung oder vielmehr einen kleinen Spaziergang haben wir am Samstag unternommen. Wir sind von Laufen nach St. Ilgen gelaufen, haben uns dort die St. Ägidiuskirche sowie einen „Zaubergarten“ angesehen.

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Parkmöglichkeiten gibt es beim Winzerkeller Laufener Altenberg, bei der Altenberghalle oder beim Friedhof. Wir parken und starten beim Winzerkeller. Zunächst geht es ein paar Schritte entlang der Straße nach St. Ilgen. Da wir jedoch nicht auf der Straße laufen wollen, auch wenn der Verkehr nach St. Ilgen sehr überschaubar ist, halten wir uns am Ortsrand von Laufen links und folgen dem Radweg in Richtung Gütigheim. Wir passieren den Wegweiser „Am Biesenberg“ des Schwarzwaldvereins, und an der nächsten Wegkreuzung, beim Wegweiser Brunnmatt, halten wir uns rechts. Der Weg verläuft parallel zum Brunmattbach. Zwischen Reben und Obstplantagen finden wir hier eine bunte Blumenwiese.laufen_st-ilgen_003

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Wir erreichen St. Ilgen am südlichen Ortseingang beim Wegweiser „St. Ilgen/Zum Fülli“ und gehen nach rechts in Richtung Kirche.

Die Kirche St. Ägidius wird im Jahr 1089 erstmals urkundlich erwähnt. Die Annalen des Klosters St. Peter nennen die „Ecclesia ad Tiliam“ als „ad Sanctum Aegidium vulgo St. Ilg“. 1323 heißt es „sant Gylien“, 1360 „sant Gylgen“, 1370 „capella s. Egidii“, um 1500 „S. Gilgenkapelle zu S. Gilgen“.

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Der Bau stammt vom Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts. Das Langschiff ist durch einen spitzen Chorbogen vom Chor abgetrennt. Das Untergeschoss des Turmes mit dem Kreuzrippengewölbe  ist noch in die späte Romanik einzuordnen, die restlichen Bauteile in die frühe Gotik. In den Jahren 1902 bis 1904 wurde die KIrche renoviert.

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Die Eingangsfassade hat gegen den Turm ansteigend einen originellen halben Treppengiebel, der mit kleinen Satteldächern und Kreuzlilien geschmückt ist.

Die besondere Kostbarkeit der Kirche ist die unter Denkmalschutz stehende Orgel. Ihr Gehäuse ist einmalig, ihr Werk überwiegend im Zustand von 1800 erhalten.

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Die Kirche ist dem heiligen St. Ägidius (frz. Saint-Gilles), einem der 14. Nothelfer und einem der populärsten Heiligen des Mittelalters, gewidmet. Seit der Reformation im Markgräflerland ist sie eine evangelische Pfarrkirche.

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Als ein Klosterbruder an der Jungfräulichkeit der Maria zweifelte und drei Fragen in den Sand schrieb, erblühten als Antwort des Ägidius drei weiße Lilien aus dem dürren Boden.

Die drei Lilien sind übrigens in den eisernen Beschlägen der Eingangstüren zur Kirche wiederzufinden. Diese zieren übrigens auch das Wappen der Gemeinde Laufen, die mit St. Ilgen seit 1974 zur Stadt Sulzburg gehört. Früher gab es in Laufen einen Gasthof „Drei Lilien“, seit kurzem gibt es wieder ein gleichnamiges Restaurant – allerdings mit der französischen Schreibweise „Trois Lis“.

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Der Dorfplatz lädt anschließend zum Picknick an der hölzernen Bank mit Tisch ein.

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Wir folgen dann der Straße weiter in Richtung Buggingen, direkt nach dem letzten Haus gehen wir nach rechts in einen Feldweg. Wir haben den „Zaubergarten“ erreicht, der sich vom Weg aus hinter dichten Hecken, Sträuchern und Bäumen versteckt.

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Auf den „Zaubergarten“ wurden wir durch einen Beitrag von Bianca Flier in der Augustausgabe des interkommunalen Veranstaltungsmagazins „Wohin im Markgräflerland“ aufmerksam. Am nordwestlichen Ortsrand von St. Ilgen hat der Gärtnermeister Isbert Preußler in fast 50 Jahren ein naturnahes kleines Paradies geschaffen. Ein schmaler Pfad schlängelt sich durch das Areal, hin und wieder muss sich der Besucher bücken, wenn Rosenzweige über den Weg ragen. Jetzt im August überwiegt ein pralles Grün, nur Rosen und Sonnenhut blühen noch in dieser hitzigen Jahreszeit. Der Garten lässt jedoch die üppige Blütenpracht erahnen, die hier im April, Mai und Juni herrschen muss, wenn beispielsweise die Pfingstrosen blühen. Fazit: Unbedingt im Frühling und ganz zu Sommerbeginn nochmal herkommen.

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Nach dem verlassen des Gartens folgen wir dem Feldweg, bis dieser auf einen asphaltierten Weg trifft. Wir halten uns links und gehen bei der nächsten Gelegenheit wieder nach rechts. Auch am Ende dieses Weges geht es wieder nach links und dann gleich wieder nach rechts.

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Wir orientieren uns am Turm der Laufener Kirche St. Johannis. Bei der Altenberghalle erreichen wir wieder Laufen.

Von hier aus geht es zur Kirche St. Johannis.

Die Kirche wurde nach den Plänen des badischen Baudirektors Heinrich Hübsch erbaut und im Jahr 1856 eingeweiht.

Vor der Kirche ist ein Weltkriegsdenkmal des Laufener Künstlers Adolf Riedlin (1892 – 1969) zu sehen. Auch die Wandmalerei an der Fassade der Winzergenossenschaft stammt von ihm. Seine Werke sind unter anderem im Augustinermuseum in Freiburg, im Dreiländermuseum in Lörrach sowie im Markgräfler Museum in Müllheim zu sehen.

Im Frühjahr bietet sich zur Iris-Blüte ein Besuch in der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin an, außerdem lädt das Lilien-Café zu Kuchen und Kaffee oder kühlen Getränken ein.

Wir überqueren die Weinstraße (Landesstraße) und gehen die Schlossgasse entlang. Links an der Ecke befindet sich der ehemalige Pfarrhof (Schlossgasse 1). Das Landesamt für Denkmalpflege schreibt dazu:

Pfarrhof

Am nordöstlichen Ortseingang in Ecklage stehender Pfarrhof bestehend aus zwei-geschossigem, massiv gemauertem Pfarrhaus über hohem Kellergeschoss mitzwei kreuzgratgewölbten Kellerräumen und mit abschließendem Satteldach. ImInneren barocke Treppe mit aufwändigem Balustergeländer sowie Türen derErbauungszeit mit qualitätvollen Beschlägen. Nebenstehendes Backhaus, lang-gestreckter Schopf mit Schweinestall entlang der Weinstraße, kleines Waschhausund massiv gemauerte Scheune mit Rundbogentor und fachwerksichtigem Giebeldreick unter einem Satteldach. 18. Jahrhundert

An den Pfarrhof schließt sich das Schloss Zeppelin (Schlossgasse 3) an. Es ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden, wie auf einem Schild neben dem Tor zum schmucken Innenhof zu lesen ist.

Schloss Zeppelin

Am östlichen Ortsrand auf eine ehemalige Ortsburg und Meierhof zurückgehende Schlossanlage. Nach 1803 erwarben die ehemaligen Lehenspächter das Gut. Durch einen bislang nicht näher bekannten französischen Architekten in die noch heute bestehende Form gebracht. Der Schlosshof, unter dem sich die Fundamente der Vorgängeranlage befinden, wurde mit Bauschutt der 1854 abgebrochenen Kirche höher gelegt. Dreiflügelige, um einen Innenhof gruppierte Anlage mit zweigeschossigem Wohnhaus und Verwalterbau mit arkadendurchbrochener Hofseite. Rückwärtig solitär stehendes Ökonomiegebäude mit Tor-durchfahrt. Unter dem Wohnhaus kreuzgrat- und tonnengewölbter Keller.Wandfeste Ausstattung und Treppe vom Anfang des 19. Jahrhunderts. In deranschließenden ehemaligen Scheune, heute Bibliothek eingerichtet. Im Dachgeschoss des Verwalterhauses Kornspeicher. Um 1860 wurden dem gräflichen Garten Teile des alten Kirchen- und Friedhofgeländes zugeschlagen, danach Erweiterung des Hauptbaus um einen Anbau mit polygonalem Türmchen nach Nordwesten. Im Hof sandsteinerner Laufbrunnen mit der Inschrift „J-K 1825”. Das anschaulich überlieferte Schloss stellt ein herausragendes Zeugnis für die Herrschafts- und Wirtschaftsgeschichte Laufens dar. An seiner Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen, künstlerischen und heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse.

Im schräg gegenüberliegenden Winkelgehöft (Schlossgasse 6) wurde der Maler Adolf Riedlin geboren.

Eine Hofanlage in Form eines Dreiseitgehöfts (wobei der nördliche Flügel eine jüngere Zutat ist und nicht Bestandteil des Kulturdenkmals) mit eingeschossigem, verputztem Wohnhaus mit außenliegendem, durch ein Zwerchhaus überbauten Treppenaufgang und zwei Dachgeschossebenen unter abschließendem Satteldach. Inschrift im Türsturz: „J. R. Erbaut 1764 Umgeb. 1907 M. R. Renov. 1972G. R.” Im Wohnhaus bauzeitliche Türen mit Beschlägen und Wandschrank.Umbau 1907 im Dachbereich. In einem Raum kleine Sammlung von Gemälden des Malers Adolf Riedlin (1892 – 1969), der hier einige Zeit gelebt hat (sein Elternhaus). Sie zeigen einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens.Westlich an das Wohnhaus anschließende Ökonomiegebäude mit traufseitigen Toreinfahrten und Satteldach.Südlich der Gebäude historische Gartenanlage mit Einfriedungsmauer.Die Hofanlage ist seit dem 18. Jahrhundert im Besitz der Familie Riedlin. Das gut überlieferte Gehöft mit Wohnhaus und Scheune ist ein Zeugnis für die dörfliche Lebens- und Wirtschaftsweise in Laufen. An seiner Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen

Am Ende der Schlossgasse biegen wir nach rechts in die Obere Holzgasse ein. Hier finden wir die Weingüter Rainer Schlumberger und Schlumberger-Bernhart. Wieder an der Weinstraße angelangt überqueren wir die Straße und gehen zurück zu unserm Ausgangspunkt dem Winzerkeller. Auf dem Weg dahin passieren wir das Restaurant „Trois Lis“, das frühere Gasthaus „Drei Lilien“. Das Gebäude gehört dem Laufener Weinvertrieb, an dem der Winzerkeller sowie mehrere örtliche Weingüter beteiligt sind.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Laufen-St. Ilgen


Karte


P.S. Ohne die verflixte Corona-Pandemie hätte dieses Wochenende (15./16. August 2020) übrigens die Veranstaltung „Wein – Essen – Laufen“ stattgefunden.

Fotografie, Garten, Natur

Froschkönig und Gallische Feldwespe

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Normalerweise fangen Frösche mit ihrer langen Zunge Insekten. Dieser Frosch im Garten der Markgräflerin beherbergt ins seinem Maul die Kinderstube für die Gallische Feldwespe (Polistes dominula).

Eine Wespenkönigin hat sich mit ihrem Hofstaat im Innern des eisernen Froschkönigs einquartiert. Gartendekoration kann also doch zu etwas nütze sein. Die fleißigen Arbeiterinnen schweben im Garten umher und fallen insbesondere mit ihren langen Beinen auf. Sie sind wenig aggressiv und vertilgen Schadinsekten wie Zikaden und Traubenwickler.

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Ausflugsziel, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung zur Sausenburg

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Im Jahr 1444 schenkt Graf Johann von Freiburg dem Markgrafen Rudolf IV und seinem Bruder Hugo die Herrschaft Badenweiler, Rötteln und Sausenberg – die eigentliche Markgrafschaft. Das vornehmste Recht der Herren war die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit. 1444 ist auch die Geburtsstunde des Markgräflerlandes.

Die einstige Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg umfasste jedoch nicht nur die Sausenburg – der Stammsitz der Herren von Sausenberg – auf Gemarkung Kandern sondern auch Gebiete rund um Emmendingen mit der Hochburg (Hachberg) als Zentrum. (In der Markgrafschaft: Die Hochburg bei Emmendingen)

Unsere jüngste Wanderung sollte uns daher zur mal wieder zur Sausenburg führen – die letzte Wanderung dorthin liegt doch ein paar Jahre zurück.

Am besten stellt man das Auto auf dem Wanderparkplatz St. Johannis-Breite an der L 132 zwischen Obereggenen und Sitzenkirch ab. Entlang des Waldrands dem Wanderweg (gelbe Raute) nach Sitzenkirch folgen. Wer mehr Zeit mitbringt wandert über Schloss Bürgeln zur Sausenburg.

Wir haben uns jedoch die knapp zwei mal zwei Kilometer geschenkt, und haben unser Auto beim Rathaus in Sitzenkirch abgestellt. (Familien mit kleineren Kindern biegen in Sitzenkirch ab, fahren über Käsacker nach Vogelbach und stellen das Auto beim Wanderparkplatz Lindenbückle ab. Von dort sind es nur 15 Minuten zur Sausenburg.)

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Wir starten beim Rathaus Sitzenkirch am südlichen Ortsrand. Vor dem Rathaus konnten wir die Schlange aus bemalten Kieselsteinen (Coronafresserchen) bestaunen.

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Wir gehen Richung Ortsmitte entlang der Breite Straße und biegen vor dem Lippisbach bei der Infotafel nach rechts in den Wässerleweg ein.

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Vorbei am Milchhüsli folgen wird dem Wässerleweg (gelbe Raute).

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An der Kreuzung mit der Straße Oberer Garten macht der Wässerleweg inen Knick nach rechts. An einem Bauernof vorbei laufen wir auf einen den Wegweiser „Wässerleweg“ des Schwarzwaldvereins zu.

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Wir schauen uns kurz um, genießen den Blick hinunter aufs Dorf, riechen den Duft des frischen Heus und erfreuen uns an einem Rotmilan der über der frisch gemähte Matte kreist.

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WirFolgen dem Wegweiser in Richtung Wässerliwald.

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Versteckt am Waldrand finden wir einen kleinen Tümpel bzw. Froschteich, oder wie die Markgräflerin meint: „die örtliche Schnakenzuchtstation“

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Im Wald wird es schattiger und kühler, dafür gehts jetzt ein gutes Stück bergauf.

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Schwarzwaldvereins-Wegweise Wässerliwald

Ab dem Wegweiser „Wässerliwald“ folgen wir nicht mehr der gelben, sondern der roten Raute in Richtung Lange Ebene bzw. Ruine Sausenburg. Wir sind jetzt auf der Westweg-Etappe vom Blauen nach Kandern.

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Schwarzwaldvereins-Wegweiser „Lange Ebene“

An der Weggabelung Schlossweg/Vogelbacherweg stand bis vor kurzem noch die Lange-Ebene-Hütte.  Die Schutz-/Grillhütte wurde am 26. März 2020 Opfer eines Brandstifters.

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Etwas weiter entdecken wir einen alten Grenzstein aus dem Jahr 1844. Er zeigt auf der Südseite die Buchstaben GK und den  Tonkrug mit Deckel aus dem Kanderner Wappen. Auf der verwitterten Nordseite lassen sich die Buchstaben GS für Gemeinde Sitzenkrich nur noch erahnen.

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Sausenburg

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Unten aum Aufstieg zur Burgruine informierte eine Tafel über die Geschichte der Sausenburg.

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Etwa 55 Stufen geht es hinauf zur Burg

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Innerhalb der Burg befinden sich mehrere Sitzbänke für die Vesperpause und auch ein Grill steht zur Verfügung.

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Zuerst machen wir ein kleines Picknick und genießen das mitgebrachte Vester und eine Tasse Tee.

Dann geht es die 89 Stufen hinauf auf den Turm. Von hier hat man einen tollen Blick auf Schloss Bürgeln, den Blauen und auf Basel. Im Westen glitzert der bei Niffer vom Rhein in Richtung Mulhouse abzweigende Rhein-Rhone-Kanal in der Sonne, dahinter erheben sich die Vogesen.

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Blick vom Turm hinunter auf die Burgruine

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Blick auf Vogelbach

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Der Hochblauen mit dem Steinbruch Obereggenen an seiner Flanke

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Blick hinüber auf Schloss Bürgeln

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Blick auf die St. Johannisbreite (vorne links), den Schliengener Ortsteil NIedereggen und im Hintergrund das Elsass mit den Vogesen.

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Blick auf Sitzenkirch

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Der einstge Burgturm ist dauerhaft bewohnt: Mauereidechsen haben sich hier niedergelassen.

Ein paar Infos zur Geschichte

1120: Die Herren von Kaltenbach übergeben ihren Besitz, zu dem der 668 m hohe Sausenberg gehört, dem Kloster St. Blasien.

1232: Markgraf Hermann der Jüngere von Hachberg tauscht mit dem Abt von St. Blasien den Sausenberg gegen ein anderes Gut. Die Markgrafen von Hachberg waren die weltlichen Vertreter (Vögte) über die Besitzungen St. Blasiens im Breisgau.

1232-1246: Bau der Burg nach dem Grundriss der Burg Zähringen in Freiburg.

1311: Die Sausenberger erben die Burg Rötteln und verlegen 1314 ihre Residenz dorthin. Ein Burgvogt verbleibt auf der Sausenburg.
Die Herrschaft Sausenberg wurde begrenzt: durch die Herrschaft Rötteln im Süden, den Rhein im Westen, die Herrschaft Badenweiler im Norden und den „österreichischen Schwarzwald“ im Osten.

1444: Graf Johann von Freiburg schenkt dem Markgrafen Rudolf IV und seinem Bruder Hugo die Herrschaft Badenweiler, Rötteln und Sausenberg – die eigentliche Markgrafschaft. Das vornehmste Recht der Herren war die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit. 1444 ist auch die Geburtsstunde des Markgräflerlandes.

1503: Prinz Ernst (Begründer der protestantischen Linie Baden-Durlauch) erhält die Markgrafschaft Sausenberg. Seither nennen sich die Herrscher „Landgrafen am Sausenhard oder zu Sausenberg“.

1525: Im Bauernkrieg übernehmen Freischärler die Burg, es fand aber keine Zerstörung statt.

1633: Im 30-jährigen Krieg wird sie zunächst von Kaiserlichen, später von Schweden eingenommen.

1678: Die Franzosen schleifen und zerstören die Sausenburg ebenso wie Badenweiler und Rötteln. Es erfolgt eine notdürftige Renovierung.

Seit 1960 sichern und renovieren das Staatliche Hochbauamt, das Forstamt Kandern, das Landesdenkmalamt und der Schwarzwaldverein die Burg.

Quelle: Informationstafel an der Burg

Wir verlassen die Burgruine und gehen weiter in Richtung Vogelbach bis zum Wanderparkplatz Lindenbückle.

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Am Wanderparkplatz Lindenbückle kreuzen sich verschiedene Wanderwege

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Die neue Sängerlinde am Lindenbückle wurde am 20. März 2018 vom Männgesangverein Vogelbach-Malsburg gestiftet, wie dem Gedenkstein zu entnehmen ist.

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Kunst

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Schutzhütte mit Infotafeln zum Geschichtsweg Bürgeln – Kaltenbach

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Blick auf Schloss Bürgeln

Wir folgen Wegweiser zurück nach Sitzenkirch. Der Weg heißt bezeichnenderweise auch Sitzenkircher-Weg.

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Rechter Hand liegt der Blauen.

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Blühende Lupinen

Wir folgen dem Sitzenkircher-Weg bergab, kurz vor Sitzenkirch passieren wir einen Steinbruch (Laubrain), der links vom Weg liegt.

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Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii)

Kurz vor Sitzenkrich entdecken wir eine Libelle am Wegesrand: Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) ist eine sehr große, an sauberen, kleinen Fließgewässern vorkommende Libelle aus der Unterordnung der Großlibellen (Anisoptera). Sie ist durch eine schmale Gelbstreifung auf schwarzer Grundfarbe gekennzeichnet. Die Art gilt als gefährdet und ist in Deutschland gesetzlich „besonders geschützt“. (Quelle: Wikipedia)

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Am Ortrand finden wir den Wegweiser „Sitzenkirch Bei der Mühle“. Wir schauen uns das restaurierte Mühlrad an.

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Die Sitzenkircher Mühle wird im Jahr 1597 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ging 1611 in den Besitz der Familie Kammüller über. Der Bau der Mühle, wie sie heute noch erhalten ist und besichtigt werden kann, fand im Jahr 1755 statt. Die Kundenmühle mit Oberschlächtigem Wasserbad konnte drei Mahlstühlen betreiben und außerdem durch eine Transmission eine Kreissäge. Als Wasserspeicher dient der Mühlenweiher. Rohre leiten das Wasser zum Rad. Der Betrieb der Mühle als Kundenmühle wird im Jahr 1961 eingestellt. (Quelle: www.sitzenkirch.info)

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Die evangelische Kirche Sitzenkirch

Die Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das dem heiligen Hilarius gewidmente Gotteshaus fungierte im 13. und 14. Jahrhundert als Grablege der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg.

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Zurück in der Ortsmitte …

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Wer die Wanderung von der St. Johannis-Breite begonnen hat, quert die Breite Straße und folgt dem Enzenbergweg in Richtung Obereggenen.

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Karte


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