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Deutscher Mühlentag: Ölmühle Eberhardt und Frick-Mühle

Ölmühle Eberhardt in Badenweiler
Ölmühle Eberhardt in Badenweiler

Der Deutsche Mühlentag ist ein Aktions- und Thementag rund um das Mühlen- und Müllereiwesen in Deutschland. Er wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung ins Leben gerufen und findet jährlich am Pfingstmontag statt.

(Quelle: Wikipedia)

Im Herzen des Markgräflerlandes sind zwei Mühlen an diesem Tag zu besichtigen: Die Frick-Mühle in Müllheim und die Olmühle Eberhardt in Badenweiler-Oberweiler. Ideal für einen kleinen Feiertagsspaziergang fanden die Markgräflerin und ich.



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Alte Ölmühle in Badenweiler

Die Ölmühle in der Weilertalstraße 8 stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde vermutlich 1650 gebaut. Die Mühle ist seit 1854 im Besitz der Familie Eberhardt. Eigentümerin ist Roswitha Eberhardt. Sie ist die Witwe des letzten Ölmüllers in der Region. Nebenberuflich wird die Mühle heute von ihr und ihren Söhnen Jürgen und Friedrich betrieben.

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Von ehemals 40 Wassermühlen entlang des Klemmbachs ist sie die einzige, die noch mit Wasser von einem oberschlächtigen Wasserrad angetrieben wird.

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Deutscher #Mühlentag Ölmühle Eberhardt

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Gepresst wird hauptsächlich Walnussöl aber auch Haselnuss- und Kürbiskernöl, diese werden in einem kleinen Mühlenladen angeboten.

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Die Markgräflerin hat natürlich je ein Fläschchen Walnuss- und Haselnussöl mitgenommen. Die Öle halten bis nächstes Frühjahr und werden so ab Herbst den für die Region typischen Nüssli- oder Döchterlisalat (Feldsalat) verfeinern.

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Einkehr: Angesichts des sommerlichen Wetters haben wir uns noch ein Eis gegönnt: In Oberweiler gibt es seit Mitte März das neue „Eiscafé zum Kuckuck“ (Weilertalstraße 37, Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 18 Uhr). Sehr lecker, und bislang auch im Bekanntenkreis nur Gutes gehört.


Frick-Mühle

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Energie aus Wasserkraft wussten schon unsere Vorfahren zu nutzen: Entlang des Klemmbachs gab es früher ein Vielzahl von Mühlen. Die Stadt Müllheim leitet ihren Namen von ihen Mühlen her. Bereits im Jahr 758 wird die Ansiedlung in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen als „villa mulinhaimo“ (Ort der Mühlen) erwähnt.

Die Frick-Mühle ist eine von sieben Getreidemühlen, die es früher in Müllheim gab. Neben der Frick-Mühle waren dies  die Gabelmann-Mühle in der Erngupfe, die Sprengemühle, die Diethelm-Mühle (früher Blankenhornsche-Mühle), die Koger-Mühle (vormals Willinsche-Mühle), die in den 1960er Jahren abgerissene Kaiser-Mühle (ehemals Schweizer-Mühle) sowie die Henssler-Mühle (ehemals Mattenmühle), die im Jahr 2009 als letzte Müllheimer Getreidemühle stillgelegt wurde. Aber nicht nur in Getreidemühlen wurde die Kraft des Wasser genutzt: Hinzu kamen noch zahlreiche Ölmühlen, Sägen, Hanfreiben und Trotten. Kein Wunder, dass der Gewerbeverein den „Müller von Mülle“ als Symbol gewählt hat.

Die Frick-Mühle wurde im Jahr 1392 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zum Hofgut der Herren von Baden aus Liel. Von den Anfang des 19. Jahrhunderts neu errichtetend Gebäude sind das stattliche Wohn- und Mühlenhaus sowie das Gesindehaus mit Laube erhalten. Die Stadt Müllheim hat die Mühle im Jahr 1993 erworben und zusammen mit dem Markgräfler Museumsverein Müllheim renoviert.

Seit 2000 ist hier das Mühlenmuseum als Außenstelle des städtischen Markgräfler Museums eingerichtet und wird von der Stadt gemeinsam mit dem Museumsverein betrieben. Die ehrenamtlichen Helfer halten die Mühlentechnik in Schuss, bieten Führungen nach Absprache an.

So wie sich das Anwesen heute darstellt, ist es zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden.  Im Mühlenraum sind drei Mahlgänge wieder aufgebaut, die weiteren Gebäude wie Scheune, Stallungen und der Schopf der Holzsäge sind ebenso verschwunden wie das ausgedehnte Gartengrundstück.

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Öffnungszeiten: Von April bis Oktober werden jeweils am ersten Samstag und am dritten Sonntag eines Monats von 15 bis 17 Uhr die historischen Mahlwerke und die Stampfe vorgeführt.


Mehr Fotos im Flickr-Album: Deutscher Mühlentag 2018


Tipp: Die Müllheimer Museumsnacht „Jazz-Wein-Kultur“ findet am Freitag, 10. August 2018, ab 18 Uhr statt. Jazz wird gespielt im Innenhof des Museums und im Garten derFrick-Mühle. Besondere Aktionen, Führungen, Kultur- und Ausstellungsevents während des Abends machen die das Markgräfler Musuem und seine Außenstelle Frick-Mühle auf außergewöhnliche Art erlebbar. Dazu gibt es kulinarische Köstlichketen von ausgesuchten Müllheimer Gastronomen sowie edle Tropfen der Müllheimer Weingüter Dörflinger und Engler.

 

 

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Jazz-Wein-Kultur in Müllheim

Frick-Mühle_001Nach dem Rhiischwumm ging’s zur sommerlichen Müllheimer Museumsnacht unter dem Motto Jazz-Wein-Kultur. Wegen des abendlichen Regengusses nicht ganz so voll wie in den Vorjahren, aber immer noch erstaunlich gut besucht. Die Sitzplätze unter den Pavillons im Hof der Frick-Mühle und im Innenhof des Markgräfler Museums waren gut belegt.

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Im Fischer-Saal in der Frick-Mühle ist derzeit eine sehenswerte Ausstellung der in Britzingen lebenden Schauspielerin und Fotografin Anita Walter tollen Fotos von der schwedischen Ostseeinsel Gotland zu sehen. Die Fotos machen wirklich Lust einmal in die Heimat der Wikinger und Goten zu reisen. Die Ausstellung ist übrigens noch bis 3. September, jeweils freitags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr zu sehen.

Jazz - Wein - Kultur
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Die Müllheimer Museumsnacht: Jazz – Wein – Kultur

Jazz - Wein - Kultur
Das „Tilmann Günther Trio“ mit Tian Long Li an der chromatischen Mundharmonika sorgte mit leicht verdaulichen Jazz-Klängen für musikalische Unterhaltung.

Die Müllheimer Museumsnacht unter dem Motto „Jazz, Wein, Kultur“ ist ein Muss im alljährlichen Veranstaltungskalender der Stadt. So zog es die Markgräflerin und mich auch am vergangenen Freitag wieder ins Markgräfler Museum und dessen Dependance in der Frick-Mühle. Die Küche zuhause blieb kalt und wir widmeten uns den kulinarischen Leckereien der „Alten Post“ sowie von „Messer & Gradel“. Zum gemütlichen Plausch mit Freunden und Bekannten gab’s ein Glas Wein von den Müllheimer Weingütern Engler und Dörflinger.

Jazz - Wein - Kultur
Das Wetter der vergangenen Wochen hat dem Werbeslogan aus den 70er und 80er Jahren Ehre gemacht.

Natürlich haben wir die Gelegenheit zu einem Bummel durchs Markgräfler Museum genutzt: Woher hat das Markgräflerland seinen Namen? Antwort darauf gibt die aktuelle Geschichtsausstellung „Markgräflerland – Geschichte und Zukunft eines Begriffs“ im Dachgeschoss des Museums.

Im Jahr 1444 kam die Herrschafft Badenweiler zu den bereits seit 1315 vereinten Herrschaften Rötteln und Sausenburg-Hachberg. 1503 traten die Markgrafen von Baden die Erbfolge an. Die Markgrafschaft Baden ist später im Großherzogtum Baden aufgegangen.

Der Begriff Markgräflerand ist noch relativ jung und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Zuvor war vom Ober- und Unterland beziehungsweise der Oberen und Unteren Markgrafschaft die Rede. Die Obere Markgrafschaft bezeichnete die südlich von Baden-Baden liegenden Territorien mit der Markgrafschaft Hachberg (das Gebiet um die heutige Hochburg bei Emmendingen) sowie den Herrschaften Badenweiler, Sausenburg und Rötteln.

Tafel im Museum
Info-Tafel im Museum

Im Jahr 1843 lieferte Joseph Bader in seinem Buch „Badische Volkssitten und Trachten“ eine erste ausführliche Definition des neuen Begriffs „Markgräflerland“:
„Unter dem Markgräfler-Lande versteht man die ehemaligen Herrschaften Sausenberg, Rötteln und Badenweiler, welche den südwestlichsten Breisgau umfassten und mit der im Norden desselben gelegenen Herrschaft Hachberg die sogenannte Obere Markgrafschaft bildeten.

Übrigens kommt der Begriff Markgräflerland in Johann-Peter Hebels bekanntestem Werk gar nicht vor, es heißt „Der Schwarzwälder im Breisgau“.

Jazz - Wein - Kultur
Der Arbeitskreis Archäologie des Markgräfler Musuemsverein kredenzte römische Speisen.

In der Abteilung Archäologie wartete der Arbeitskreis Archäologie mit römischen Speisen auf die Besucher. Neben Olivenpaste und Mulsum (gewürzter Wein) gab es hier feine Pralinen aus getrockneten Früchten nach antikem Rezept. Die Markgräflerin hat sich natürlich gleich die Rezepte geben lassen und wird sie bei passender Gelegenheit in ihrem Blog „Lebensart im Markgräflerland“ vorstellen.

Wer hat’s erfunden? Gemeint sind nicht die Kräuterbonbons sondern das Schweizer Taschemesser. Schon die Römer kannten ein zusammenklappbares Werkzeug, das einer der Herren im römischen Gewand stolz präsentierte.

Jazz - Wein -Kultur
Die Archäologin Maren Siegmann demonstriete die Herrstellung von Glasperlen nach antikem Vorbild.
Jazz - Wein - Kultur
Immer wieder ein tolles Fotomotiv: Die von Fackeln illuminierte Frick-Mühle
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Jazz – Wein – Kultur

Jazz - Wein - Kultur
Im Garten der Frickmühle ließ sich bei Fackelschein der laue Sommerabend und der Blick auf das laufende Mühlrad genießen.

Ein lauer Sommerabend ein Spaziergang durchs Museum, anschließend lecker Essen, ein Gläschen Wein und chillen bei Jazz-Klängen. Damit ist zur Müllheimer Museumsnacht „Jazz – Wein – Kultur“ alles gesagt.

Jazz - Wein - Kultur
Der Innenhof des Markgräfler Museums verwandelte sich in eine große Tafel.

Jazz - Wein - Kultur
Der Jazzpianist Tillmann Günther mit seiner Band im Innenhof des Museums.

Jazz - Wein - Kultur
Neele Pfleiderer und Wolfgang Minarik

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Mühlenmuseum Frick-Mühle - der Kleiekotzer

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Frick-Mühle

Weitere Bilder in der Picasa Bildergalerie!

Ochsenbäckle
Das Ochsenbäckle vom Kaiserhof war übrigens super lecker!