Fotografie, Veranstaltungen

Verzaubertes Steinenstadt

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Dorffasnet: Die Vereinsgemeinschaft Steinenstadt mit FC Steinenstadt, Heimat- und Dorfpflegeverein, Männergesangverein, Trachtenkapelle und den närrischen Schierebirzlern hat zum Bunten Abend in die Baselstabhalle eingeladen. Dem Motto „Verzaubertes Steinenstadt“ entsprechend wimmelte es nur so vor Hexen, Zauberern und Elfen.

Hier ein paar fotografische Impressionen vom bunten Programm mit Sketchen, Gesang und Tanz.

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Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Verzaubertes Steinenstadt

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Fotografie, Veranstaltungen

Im Namen des Herrn Entechrist, die Narrennacht erschienen ist!

Hemdglunki Neuenburg
Hisgier Markus „Blechle“ Weber in Aktion

„Ich hab drei Näschter durchg’ritte“, sagt Markus („Blechle“) Weber. Seit über 30 Jahren springt er als „Hisgir“ beim Hemdglunkerumzug in der Zähringerstadt auf dem Bett herum und verkündet mit dem Spruch

Im Namen des Herrn Entechrist,
die Narrennacht erschienen ist.
Die Nacht fängt an zu leuchten,
den Armen wie den Reichen.
Die Narrennacht, die nie versagt,
ich wünsch den Narren eine gute Nacht

den Beginn der Fasnacht.

Den Namen „Hisgir“ für die im Bett liegenden Narren haben die Neuenburger wohl der gleichnamigen Figur aus Vögisheim genommen, mit der es ansonsten keine Gemeinsamkeiten gibt, erklärt Weber. Im alemannischen Brauchtum bezeichnet der Hisgir die Figur des harten und unerbittlichen Winters. Der Narrenspruch, weiß Weber aus Gesprächen mit dem Neuenburger Stadtarchivar Winfried Studer und Autor des Buches „Lebendige Fasnachtstradition in Neuenburg am Rhein“, stamme ursprünglich aus der Schwarzwaldgemeinde Wolfach. Dort sei, anders als in Neuenburg, der Name „Entechrist“ (Antichrist) auf Intervention der evangelischen Kirche aus dem Vers getilgt worden.

Der Spruch kam nach dem Zweiten Weltkrieg über die Familie Vordermayer in die Zähringerstadt. Diese hatte zuvor zehn Jahre in Wolfach gelebt und war wieder in die Neuenburger Heimat zurückgekehrt.

Hemdglunki-Umzug Neuenburg
Der Männergesangverein „Sängerfreundschaft“ hat den Neuenburger Hemdglunki-Umzug ins Leben gerufen und ist auch heute immer noch „singend“ dabei.

„Ich bin mit 15 Jahren in den Gesangverein und dann mit 16 Jahren Hisgir geworden“, antwortet Weber auf die Frage, wie er zur Narrenfigur gekommen ist. Von Anfang an war es der Männergesangverein „Sängerfreundschaft“ Neuenburg, der übrigens im vergangenen Jahr sein 180-jähriges Bestehen feierte, der den Wagen mit dem Hisgir für den Hemgdlunkerumzug gestellt hat. Die Sänger organisierten bereits 1924 den ersten Hemdglunkerumzug, als nach dem Ersten Weltkrieg die Neuenburger Fasnacht wiederbelebt wurde. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg stellten die Sänger den Wagen für den Hisgir. Bis die Sänger im Jahr 2000 den Wagen nicht mehr stellen konnten. Seither führt Weber die Narrenfigur gemeinsam mit der Narrenzunft „D’Rhiischnooge“ fort. Er ist der fünfte Hisgir seit 1951. Weber übernahm die Figur im Jahr 1982 von seinem Vorgänger Erwin Maier. Nach dem Krieg war es zunächst Karl Kößler, der die Rolle des Hisgir übernahm, gefolgt von Walter Brück und Rudolf Grozinger.
Nur dreimal hat Weber bislang als Hisgir pausieren müssen, in den vergangen beiden Jahren einmal krankheitsbedingt und wegen eines Trauerfalls in der Familie – damals ist Tobias Anlicker eingesprungen – sowie im Jahr 1991 als die Fasnacht allerorten wegen des ersten Golfkriegs abgesagt worden war.

Hemdglunki Neuenburg
Die Damen vom Neuenburger Rathaus haben sich verbarrikadiert und leisteten bei der Rathausstürmung der Neuenburger Narrenzunft „D’Rhiischnooge“ heftig Widerstand.
Hemdglunki Neuenburg
Die Neuenburger „Burghexen“ stellten nach der Rathausstürmung den Narrenbaum auf dem Rathausplatz

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