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Winterwanderung vom Kreuzweg zum Köhlgartengipfel

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Auf dem Köhlgarten, mit 1224 Metern Höhe der höchste Punkt auf der Gemarkung Müllheim beziehungsweise des Ortsteils Niederweiler grenzen die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach und die Gemarkungen Müllheim und Kleines Wiesental aneinander. Etwas unterhalb des Gipfels entspringt der Klemmbach, der nach etwa 20 Kilometern ins Neuenburger Wuhrloch mündet.

Auf den amtlichen topographischen Karten ist der Weg zum Gipfel nur angedeutet und die graue Linie endet irgendwann im nichts. Auch führt kein Wegweiser des Schwarzwaldvereins zum Gipfel. Daher haben wir den Weg zum Gipfel bisher nicht ins Auge gefasst. Zugegeben, ich hab mich noch nie gerne bergauf gequält. Auf dem Instagram-Account der Heimatfotogräfin haben wir ein tolles Winterbild mit Blick vom Köhlgarten auf den Blauen entdeckt. Als haben die Markgräflerin und ich kurzerhand  beschlossen, es doch mal zu versuchen.

Zuerst hatte ich überlegt auf dem Rückweg über den Spähnplatz zum Kreuzweg zu laufen, aber das Stück zwischen Spähnplatz und Kreuzweg gehört zur Langlaufloipe und ist für Wanderer gesperrt.

Die Strecke hat mit fünf bis sechs Kilometern die ideale Länge für eine Winterwanderung. Überraschenderweise ist der Anstieg nicht ganz so steil wie befürchtet.

Coronabedingt wollten wir gleich früh morgens nach unserem obligatorischen Wochenendeinkauf los und rechtzeitig wieder zurück sein, bevor der große Ansturm am Kreuzweg los bricht.

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Frühmorgens ist es am Kreuzweg noch recht ruhig, auch der Parkplatz ist noch ziemlich leer.

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Blick in Richtung Belchen.

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Die Sonne steigt über die Baumwipfel

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Wir folgen dem Parkplatzweg in Richtung Klemmbachquelle. Es ist der mittlere von drei Wegen. Auf dem Weg rechts ist die Langlaufloipe gespurt.

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Die Winterlandschaft hat uns, wir genießen die morgendliche Stille.

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Bei der nächsten Abzweigung gehen wir in Richtung Klemmbachquelle.

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Es ist still, zwischen den Bäumen dringt das Plätschern des Klemmbachs herauf.

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Vom Kreuzweg zur Klemmbachquelle ist es nicht weit. Im Sommer haben wir unserer Wanderung daher auf dem Wanderparkplatz Egerten gestartet.

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Wir gehen nach der Klemmbachquelle noch ein Stück weiter. Nach rechts führt ein Weg wieder südlich des Klemmbachs in Richtung Spähnplatz. Wir halten uns jedoch links und gehen den Köhlgartenkopfweg hinauf.

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Die Eiskristalle sind wirklich faszinierend.

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Der Weg macht einen U-Turn, den man auch abkürzen kann. Obwohl der Pfad gewalzt ist, gehen wir die kleine Schleife außen herum, den Tieren zuliebe. Der Köhlgarten soll ja eines der letzten Rückzugsgebiete für Auerhühner sein. Das wird wahrscheinlich der Grund sein, warum kein ausgeschildeter Weg auf den Gipfel führt.

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An der nächsten Abzweigung geht es nach links den Hinteren Köhlgartenweg entlang, wir halten uns rechts und bleiben auf dem Köhlgartenkopfweg (der Kopf sollte ja bekanntlich auch oben sitzen).

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Noch ein paar Schritte, dann geht links ein kleiner Pfad zwischen den Bäumen hinauf in Richtung Köhlgartengipfel. Wir sind nicht die ersten, der Pfad ist erstaunlicherweise ganz gut begehbar. Im Sommer, wenn alles grün ist und keine Fußspuren im Schnee zu sehen sind, kann man die Abzweigung zum Gipfel leicht übersehen. Einen Wegweiser gibt es nicht, wir haben auf jeden Fall keinen gesehen.

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Zwischen den Bäume erhaschen wir einen Blick auf den St. Chrischona mit dem Fernsehturm.

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Oben angekommen. Nur den Pfad zum hölzernen Gipfelkreuz haben wir irgendwie übersehen. Grund genug im Frühjahr nochmal hier hoch zu laufen.

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Lange überlegt welcher Ort in der Rheinebene zu sehen ist. Es ist Bad Krozingen.

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Auf der großen Lichtung machten wir unsere Pause und packten Tee und Vesper aus.

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Dabei genossen wir den Blick in kleine Wiesental.

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Das im Tal unten müsste Wies sein.

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Auf dem Rückweg sind wir wieder auf dem Köhlgartenkopfweg unterwegs. Auf der Nordseite des Köhlgartens können einen Blick auf die Ski-/Rodelpiste am Kreuzweg werfen. Etwas weiter rechts ragt der Belchengipfel  (unten)zwischen den Bäumen hervor.

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Wir gehen fast den gleichen Weg zurück, bei der Klemmbachquelle halten wir uns jedoch rechts und gehen ein Stück den Weiherweg entlang – dieser führt in Richtung Nonnenmattweiher beziehungsweise Rosswaldweg. Achtung, gleich bei der nächsten Wegkreuzung nach links abbiegen. Der Weg führt über eine Kuppe wieder in Richtung Parkplatz.

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Auf dem Parkplatz ist schon wesentlich mehr los, wir machen uns wieder auf den Heimweg und freuen uns auf eine heiße Dusche.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Winterwanderung vom Kreuzweg auf den Köhlgartengipfel

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Der Müllheimer Mühlenweg

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Statt einer Wanderung in der Natur stand diesmal ein Stadtrundgang auf dem Plan. Ein Spaziergang entlang des Klemmbachs und des Warmbachs zu den historischen Mühlen. Wir haben den „Urlaub“ genutzt um den Müllheimer Mühlenweg zu entdecken. Eine Tour die schön länger auf unserer Liste stand.   Die Stadt Müllheim leitet ihren Namen von ihren Mühlen her. Bereits 758 wird in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen die Ansiedlung als „villa mulinhaimo“, Ort der Mühlen, erwähnt. Neben den sieben historischen Getreidemühlen werden zahlreiche zusätzliche Werke wie Ölmühlen, Sägen, Hanfreiben und Trotten (Obstpressen) betrieben. Hierzu kam die Nutzung von Wasser und Wasserkraft durch andere Gewerbe wie Gerber, Färber und Glaser.

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Wir starten unseren Rundgang auf dem Müllheimer Marktplatz.

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Das halbe Mühlrad im Stadtwappen weist auf die einst vielen Mühlen hin.

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Gegenüber des Marktplatzes liegt das Markgräfler Museum. Wir gehen durch den Durchgang , vorbei an einem steinernen Stadtwappen, in den Innenhof und halten uns dann rechts und gehen durch einen weiteren Durchgang in den so genannten Möbiushof.

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Das Alte Wehr am Klemmbach ist die erste Station auf dem Rundweg.

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Altes Wehr
Oberhalb der Staustufe zweigt der künstlich angelegte Mühlenkanal ab. Das Wehr dient zur Regulierung der Wassermenge. Bis zur Rückleitung in den Klemmbach in der Unterstadt versorgte der Kanal einst vier Mühlen mit Wasser.

Zitiert habe ich zu den Standorten jeweils die Texte der dazugehörigen Infotafeln. Diese wurden vom Arbeitskreis Frick-Mühle im Museumsverein verfasst. Dazu gibt es auch ein entsprechendes Faltblatt mit der Beschreibung des Mühlenwegs.

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Färberei Thommen
Zu sehen ist das Gebäude einer im 17. Jh. entstandenen Färberei. Der Betrieb umfasste Räume mit den Färbe-Kübeln, für den Zeugdruck und zum Trocknen. Für die Farbbäder und Spülvorgänge wurde das Bachwasser genutzt. Im 19. Jh. erfolgte eine Erweiterung um eine Wollspinnerei und eine Walkmühle. In der von einem Wasserrad getriebenen Walke wurden Wollgewebe geklopft, verdichtet und verfilzt

Heute befindet sich in dem Gebäude die Gaststätte „Taberna“

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Dornsche Gerberei
Die stattliche Hofanlage wird aus den Gebäuden einer 1768 errichteten Posthalterei gebildet. Ab Mitte des 19. Jh. wurde hier von der Familie Dorn eine Gerberei betrieben. Den großen Wasserbedarf für die Reinigung der Felle und die Lohgruben deckte der Klemmbach ab. Der östliche Gebäudeflügel weist noch die charakteristische Dachform eines Gerberhauses auf – mit Trockenböden zum Trocknen der Felle und ehemals aufklappbaren Seitenluken zur Belüftung.

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Alte School
Das markante Bauwerk, das den Klemmbach überspannt, wurde 1824/25 als erstes städtisches Gebäude nach Verleihung des Stadtrechts (1810) errichtet. Das Obergeschoss beherbergte bis 1867 die Gemeindestube. Im Untergeschoss war bis 1912 das städtische, bis in die 1930er Jahre das jüdische Schlachthaus untergebracht. Die Abwässer und Schlachtabfälle gelangten durch eine Luke direkt in den Klemmbach.

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Wir überqueren die Östliche Allee bei der Volkshochschule (ehemals „Oberer Engler“) und folgen der Gerbergasse weiter entlang des Klemmbachs.

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Gerberhaus
Das malerische, schmale Gerberhaus entstand im 18. Jahrhundert. Auf der Giebelseite des steilen Mansarddaches befinden sich Aufzugsluken, an den Langseiten original erhaltene Gerbergauben. Hier in der Gerbergasse befanden sich entlang des Klemmbachs mehrere Gerbereien, zwei weitere Betriebe lagen am Warmbach. Für den Gerbprozess benötigte man große Mengen von Frischwasser, vor allem zum Einweichen und Waschen der Felle.

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Weißgerberei Krauss
Am Türstock des Hauses ist das Zunftzeichen der Gerber zu sehen: die gekreuzten Scherdegen, mit denen die Felle auf dem gebogenen Gerberbaum von Fleischresten befreit wurden. Das weitgehend original erhaltene Anwesen mit stattlichem Wohnhaus, Keller und Scheune ist ein wichtiges Zeugnis der historischen Hauslandschaft Müllheims.

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Ein paar Schritte weiter bachaufwärts kommt die einstige Loh- und Schleifmühle.

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Loh- und Schleifmühle
In der Lohmühle aus dem späten 18. Jh. wurden die stark gerbsäurehaltigen Fichten- und Eichenrinden zermahlen, um Gerbmittel („Lohe“) für die Rotgerber herzustellen. Später nutzte die Familie Durand die Wasserkraft auch zum Betrieb einer Schleifmühle zum Schleifen von Werkzeugen, Äxten, Pflugscharen usw.

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Frick-Mühle Müllheim
Erstmals 1392 urkundlich erwähnt, gehörte die Mühle ursprünglich zum Hofgut der Herren von Baden [zu Liel]. Von den Anfang des 19. Jh. neu errichteten Gebäuden sind das stattliche Wohn- und Mühlenhaus und das Gesindehaus mit Laube erhalten. Die Frick-Mühle stellt ein wichtiges historisches Zeugnis der Müllheimer Wirtschaftsgeschichte dar. Sie wurde 1993 von der Stadt Müllheim erworben und zusammen mit dem Markgräfler Museumsverein Müllheim in den Folgejahren renoviert und als Mühlenmuseum eingerichtet.

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Wir folgen der schmalen Gasse „Erngupfe“ vorbei an einigen schmucken Bauernhöfen entlang des Klemmbachs zur Gabelmann-Mühle.

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Mühle in der Erngupfe/Gabelmann-Mühle
Vermutlich älteste Mühle Müllheims, bereits 1238 in einer Urkunde der Johanniter in Neuenburg erwähnt. Die Gebäude erhielten ihre heutige Form im 17. und 18. Jh. Herrschaftliches Wohnhaus mit turmartigem Erkervorbau und Wendeltreppe von 1630. Große Scheune, auf der Südseite Doppelhaus mit Getreidemühle und Wohnräumen für das Gesinde. Im Inneren Reste der ursprünglichen Mühleneinrichtung. Hinter der Scheune Umfassungsmauern der früheren Ölmühle. Der letzte Müller, Josef Gabelmann, legte die Mühle Anfang der 1930er Jahre still.

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Wir folgen der Brunnmattstraße nach rechts für etwa 200 Meter. Nach 200 m – beim Schwarzwaldvereins Wegweiser Müllheim Brunnmatt – zweigt nach links der Wolfackerweg ab. Er ist als Wanderweg (Markgräfler Wiiwegli) ausgeschildertund führt nach Badenweiler. Nach rund 150 m erblicken wir den Damm des Rückhaltebeckens.

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Rückhaltebecken Tritschler Säge
Vom Damm des Rückhaltebeckens, in den 1990er Jahren als Hochwasserschutzdamm errichtet, hat man einen Blick auf Müllheim und zum Sirnitzgebiet, wo der Klemmbach auf 1110 m Höhe entspringt und durch eine Talenge, „die Klemm“ fließt. 20 km langer Lauf in Ost-West-Richtung mit 900 m Höhenunterschied. Durch natürliche Eigenschaften(nicht zu tief liegende Bachsohle, Fließgeschwindigkeit u.a.) ein günstiger Standort für Wassermühlen.
Auf Gemarkung Niederweiler liegt die ehemalige Weisenhof-Mühle, heute Sägewerk Tritscher-Säge. Das alemannische Wort Weise oder Wisun bedeutet Weizen. Im 18. Jahrhunder wurde an dieser Stelle eine Walkemühle genannt, in der aus Tierharen, Flachs und Hanf Filz hergestellt wurde. Im Jahr 1843 wurde hier eine Baumwollspinnerei mit Bleiche eingerichtet. Die 1881 kam das Sägewerk hinzu.
Insgesamt gab es einmal fünf Mühlen auf der Gemarkung des Ortsteils Niederweiler. Darunter die Klemmbachmühle, eine frühere Gipsmühle. Dort wurde Gips geschrotet und gemahlen, der als Dünger verwendet wurde.  Heute befindet sich hier ein gemütliches kleines Café mit Weinstube.
Der Rundweg führt jedoch zurück nach Müllheim. Empfehlenswert ist auch ein Ausflug nach Badenweiler-Oberweiler zur Ölmühle Eberhardt.

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Wir kehren zur Brunmattstraße zurück, wenden uns nach links und folgen dem Straßenverlauf bis zur Anhöhe Siebeneichenstraße. Beim Wegweiser Müllheim Enzengarten folgen wir einem kleinen Fußweg (Wiiwegli-Markierung)  den Kalchen (Kalkgrube) hinunter. Vorbei am Freizeit- und Familenbad gehen wir direkt  auf die ehemalige Sprengenmühle zu. Linkerhand im Schwimmbad hinter dem Schwimmbecken gelegen, befindet sich die Warmbachquelle.

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Sprengemühle
Die Mühle wurde im 14. Jh. erstmals erwähnt, wohl nach der Adelsfamilie Sprenge (13. Jh.) benannt. Häufiger Besitzerwechsel. 1813 nach Brand wieder aufgebaut. Vielfältige Nutzung von Wasser und Wasserkraft: Getreidemühle, daneben Badehaus, 1741 als Heilbad gewürdigt, 1913stillgelegt. 1718 Eröffnung des Gasthauses „Zum Hirzen“. Mühlengebäude um 1877 durch Brand zerstört. Neubau als Brauerei, später Glaserwerkstatt, heute Kindergarten.

Auf der gegenüberliegenden Bachseite Quellhäuschen der Blankenhorn-Quelle (1859). Daneben entstand 1894 das erste Thermal-Schwimmbad.Der Ganter-Weiher an der Stelle des heutigen Freibades (1967) diente als Schlittschuhbahn und zur Eisgewinnung.

Heute ist hier der Waldorf-Kindergarten untergebracht.

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Wir gehen links an den Schwimmbadparkplätzen vorbei zum Ziegleweg, hier halten wir uns rechts und gehen durch die Einbahnstraße auf einen schmalen Pfad entlang des Warmbachs zu.

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Am Warmbach befand sich einst eine Ölmühle.

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Ölmühle
Auf der gegenüberliegenden rechten Bachseite stand bis 2017 die Ruine einer Ölmühle aus dem 18. Jh. Links das frühere Mühlengebäude, rechts das Magazin. Antrieb durch ein großes, unterschlächtiges Wasserrad. Das Mahlgut (z.B. Walnusskerne) wurde im sog. Kollergang mit einem Mahlstein zerquetscht, dann in der Wärmepfanne erhitzt, in grobe Tücher eingepackt und in der Keilpresse gepresst. Der letzte Ölmüller war Emil Schmidt. Als Landwirt erwarb er das Anwesen 1852 und betrieb die Ölmühle im Nebenerwerb. Nach seinem Tod 1889 Stilllegung der Anlage.

Die letzten Reste der Ruine wurden im Jahr 2017 entfernt.

Wir gehen weiter und überqueren an der Fußgängerampel die Östliche Allee. Direkt gegenüber befindet sich die nächste Station des Mühlenwegs.

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Mühlenwerkstatt Meßmer und Rotgerberei Krauss
Die Mühlenwerkstatt von Franz Meßmer war von 1924 bis 1975 in Betrieb. Im Außenbereich Holzwerkstatt für die hölzernen Inneneinbauten von Mühlen,im Innenraum Metallwerkstatt mit Spezialwerkzeugen und -maschinen für die Herstellung und Reparatur von Mahlwerkteilen. Werkstattraum und Ausstattung sind original erhalten. Große technikgeschichtliche Bedeutung, da in Baden-Württemberg keine vergleichbare Werkstatt mehr existiert. Weiter rechts, neben der Brücke, die ehemalige Rotgerberei Krauss von1829 mit Mansarddach und Zunftzeichen am Eingang. Um 1860 stillgelegt.

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Wir gehen weiter bis zum Kreisverkehr und gehen rechts in die Hebelstraße (verkehrsberuhigte Zone). Bei der ehemaligen Confiserie Krauss gehen wir durch Bürgerhauspassage in den Bürgerhauspark.

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Das Bürgerhaus wurde im Jahr 1976 nach Plänene des Konstanzer Architekten Herbert Schaudt errichtet. Die Holzbaukonstruktion wurde mit einem Architekturpreis ausgezeichnet.

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Im Bürgerhauspark befindet sich eine Bronzeskulptur des Weinbaupioniers Adolph Blankenhorn. Wir gehen weiter in Richtung Grayer Platz.

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Hier findent wir die Bronzplastik „Marianne und Michel“ des Bildhauers Professor Gerd Lehmann, der auch den Bacchuss unterhalb der Staufener Burg geschaffen hat. Die Figur greift die Form des Mühlrades aus dem Müllheimer Stadtwappen auf.

Schräg gegenüber befindet sich die Mattenmühle, den jüngeren Müllheimern als Henssler-Mühle bekannt.

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Mattenmühle/Henssler-Mühle
1609 erstmals genannt, lag die Mühle in den unbebauten Matten (Wiesen). Das Fachwerkhaus ist am Türsturz auf 1806 datiert, in den Fachwerkteilen aber älter. Zahlreiche Eigentümerwechsel; 1895 Übernahme durch die Familie Henssler. Im 20. Jh. konsequente Modernisierung: Speicher für Mehl und Getreide (1926, 1932), Walzenstühle (1934), neues Mühlengebäude mit Silo und Umstellung auf Turbinen (1952), großes Silogebäude (1960). 2005 Verkauf an die Firma Fliegauf. 2009 Einstellung des Mahlbetriebs der letzten Müllheimer Mühle. Der vom Klemmbach gespeiste Mühlenkanal ist noch sichtbar.

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Wir gehen weiter in Richtung Süden und biegen vor dem Kreisel nach rechts in die Straße Unterer Brühl ab. Nach wenigen Metern errichen wir die Diethelm-Mühle.

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Diethelm-Mühle

Der Sage nach gehörte die Mühle einst zum Besitz der Rosenburg. 1733 Bau des heutigen Mühlengebäudes für Nikolaus Blankenhorn unter Einbeziehung älterer Teile. Seit1834 im Besitz der Familie Diethelm. Zahlreiche bauliche Veränderungen: 1843 Einrichtung eines vierten Mahlgangs, 1881Holzanbau für die Mahleinrichtung, 1932 Umstellung auf Turbinen, 1946 Einbau von Silos.

Ab 1971 zusätzlich Garten-Center und Landhandel. 1983 Stilllegung derMühle. Teile der Mühleneinrichtung befinden sich im Mühlenmuseum Frick-Mühle.

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Wir folgen dem Warmbach und treffen bei der Mühlenstraße auf die Koger-Mühle.

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Koger-Mühle
1513 erste Erwähnung der Mühle am Hachberg. Zahlreiche Besitzerwechsel.Im 17. Jh. baufällig. Ab 1813 im Besitz der Familie Koger. 1904 Stillegung der Mühle, Verkauf an die Stadt. Ab 1908 Frauenarbeitsschule. 1910 beimB au des Schlachthofes Abriss der Ökonomiegebäude. 1922 „Glaswerke Müllheim“, ab 1946 die heute noch bestehende Firma „Hellma“. 1962Verlegung der Produktion ins Industriegebiet. Zum Klemmbach hin ist nochdie Betoneinfassung des früheren Mühlenkanals (Warmbach) sichtbar, der vom tiefer liegenden Klemmbach nur durch einen schmalen Damm getrennt war.

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Wir folgen ab hier dem Klemmbach bachabwärts bis zum Teilstock und lassen den Standort der 1969 abgebrochenen Kaiser-Mühle an der Sterchelestraße links liegen.

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Teilstock
Bevor das Klemmbachtal aus dem Markgräfler Hügelland in die Rheinebene hinaustritt, teilt sich der Klemmbach: Der alte Klemmbach fließt nach Westen und versickert bei Neuenburg im Wuhrloch; der künstlich angelegte Hügelheimer Runs fließt Richtung Nordwesten und entlastet bei Hochwasser den Klemmbach. Der gemauerte Teilstock entstand 1833 im Zusammenhang mit Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Wenige Meter oberhalb mündete früher der Mühlenkanal, der beim Alten Wehr vom Klemmbach abzweigt und sich bei der Diethelm-Mühle mit dem Warmbach vereinigt.

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Eng verbunden mit dem Müllerhandwerk ist auch das Bäckerhandwerk. Wir machen hier Station bei der  Hausbäckerei Kotz, kehren im Bäckereicafé ein und essen ein Stück Kuchen als Stärkung.

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Zurück geht es die Promenade auf der Nordseite des KLemmbachs entlang bis zum Feuerwehrgerätehaus, hier überqueren wir den Klemmbach und folgen der Mühlenstraße wieder zurück zur Hauptstraße und zum Grayer Platz und nehmen von dort die Gasse zur Kraftgasse und zurück in die Fußgängerzone in der Wilhelmstraße.

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Dabei kommen wir unter anderem am Weingut Dörflinger vorbei. Dieses stiftet alljährlich den Markgräfler Gutedelpreis, mit dem die Markgräfler Gutedelgesellschaft „öffentlich wirksamen, kreativen Eigensinn“ auszeichnet. In diesem Jahr geht der Preis übrigens an den Kabarettisten Gerhard Polt.

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Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Müllheimer Mühlenweg

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Das Faltblatt mit der Beschreibung des Mühlenwegs ist in der Tourist-Information im Müllheimer Amtshaus erhältlich.

Das Barockgebäude neben der Martinskirche wurde von 1727 bis 1729 als neuer Verwaltungssitz für die Vogtei Badenweiler erbaut. Zuvor war im Jahr 1684 die Burg Baden in Badenweiler  während des Spanischen Erbfolgekrieges zerstört worden. Später wurde es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Verwaltungssitz des großherzoglichen Badischen Bezirksamtes. Mit der Ausrufung der Republik Baden im November 1918 und der Abdankung Großherzog Friedrichs II. erfolgte der Übergang in das Eigentum des Landes Baden. Es diente als Sitz der unteren Verwaltungsbehörde (Bezirksamt Müllheim).  Nach dem Zweiten Weltkrieg war in dem Gebäude das Landratsamt des ehemaligen Landkreises Müllheim untergebracht. Nach dessen Auflösung 1972 zog das staatliche Forstamt Müllheim in das Gebäude ein. Als Folge der Verwaltungsreform vom 1. Januar 2005 und dem Wegzug der Forstverwaltung erwarb die Stadt das Gebäude vom Land. Als Amtshaus beherbergt es seit 2006 die Touristik-Information.


Karte

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Wanderung zur Klemmbachquelle am Köhlgarten

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Eine kleine Halbtagswanderung durch den Müllheimer Wald auf einem Teilstück des Westwegs von Waldparkplatz Egerten zur Klemmbachquelle am Köhlgarten. Der Waldparkplatz Egerten liegt oberhalb von Malsburg-Marzell bereits im Kandertal, der Wald und der Parkplatz mit Grillhütte gehört aber der Stadt Müllheim. Der 1224 Meter hohe Köhlgarten ist – obwohl er eigentlich schon im Kleinen Wiesental liegt – die höchste Erhebung der Stadt Müllheim. Auch hier ist die Stadt Müllheim Waldbesitzerin.

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Der Klemmbach

Am Hang des Köhlgartens entspringt auf 1114 Metern Höhe der Klemmbach. Über eine Länge von rund 20 Kilometern führt er  über die zu Badenweiler gehörenden Ortsteile Schweighof und Oberweiler nach Niederweiler und Müllheim, kratzt bei der Richtbergsiedlung an der Gemarkung Auggen und fließt bei Neuenburg ins Wuhrloch, ein Überbleibsel des einst bis zur Hangkante führenden Rheins. Das Wuhrloch entstand als Kolk (Bezeichnung für kleine wassergefüllte Vertiefungen) bei einem Rheinhochwasser im Jahr 1876.

In den 1970er Jahren sorgten Klemmbachhochwasser immer für überfluteten Sportplatz neben dem Wuhrloch. Daher wurde Anfang der 1980er Jahre ein unterirdischer Entlastungskanal unter der Autobahn hindurch verlegt und endet im einstigen Rheinhafen.

In der Müllheimer Unterstadt wird der Klemmbach geteilt, zur Entlastung und Ent- und Bewässerung wurde die so genannte Hügelheimer Runs geschaffen (Runs bedeutet ein künstliches Bachbett) das nördlich Zienken im Rheinwald versickert.

In früheren Zeiten trieb das Wasser des Klemmbachs bis zu 35 Mühlen entlang seines Laufs an: Sägen, Öl- und Getreidemühlen sowie Stampfmühlen zur Zerkleinerung von Erz und Gips.

Das Teilstück des Westwegs ist rund sechs Kilometer lang, hin und zurück sind wir zwölf Kilometer gelaufen. Vom Waldparkplatz Egerten geht es entlang der roten Raute (Westweg) zunächst zum Schutzhütte Stühle, weiter in Richtung Spähnplatz. Dort folgt man dem Wegweiser und der roten Raute in Richtung Kreuzweg. Dann heißt es aufpassen, um die Abzweigung in Richtung Klemmbachquelle nicht zu verpassen.

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Unsere kleine Wanderung startete am Waldparkplatz Egerten.

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Wir folgen immer der roten Raute bis zum Höhenweg

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Blick in Richtung Blauen, das Ziel der Westwegwanderer, die vom Belchen her kommen. Leider kann man nur an wenigen Stellen einen Blick auf den Blauen werfen.

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Die Schutzhütte Stühle. Wie ein kleines Gästebuchlein zeigt, übernachten hier doch einige Wanderer auf dem Westweg oder suchen bei Gewitter Schutz.
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Wir folgen weiter dem Weg in Richtung Spähnplatz.
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Zuerst gibt’s jedoch eine Tasse heißen Tee
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Beim Spähnplatz
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Achtung aufgepasst, die Abzweigung zum Höhenweg nicht verpassen.
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Fast geschafft: nur noch ein paar Schritte zum Ziel
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Erst 2015 hat der Schwarzwaldverein Müllheim-Badenweiler einen tonnenschweren Findling an der Klemmbachquelle aufstellen lassen.

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Die eigentliche Klemmbachquelle
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Die Klemmbachquelle als Kinderstube für Lurche.
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Als kleines Rinnsal macht sich der Klemmbach auf den Weg in Richtung Westen.

 

 

Auf dem Rückweg hab ich zum ersten Mal einen Badischen Riesenregenwurm (Lumbricus badensis) gesehen. Ein Foto hab ich keins gemacht. Den halben Wurm fotografieren wollte ich nicht, er war schon mit dem Kopf im Boden verschwunden.

Mehr Bilder bei Google Photos im Album Egerten – Stühle – Klemmbachquelle

Karte

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Herbst in Müllheim

Es gibt keine schönere Jahreszeit als den Herbst für einen kleinen Fotospaziergang. Leider fehlt meist die Zeit dazu, heute konnte ich den Feiertag nutzen um die Herbststimmung mit ihren warmen Farben einzufangen und ein paar Fotos zu schießen.

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Blick von der Hohen-Neuendorfer-Brücke (Werderstraße) entlang der Kraftgasse über den Klemmbach zur Martinskirche.

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Am Klemmbach

Alter Friedhof

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Eines der schönsten Fotomotive im Herbst in Müllheim ist der Alte Friedhof mit seiner Baumallee. Rechts vorne im Bild ist übrigens das Grab des Weinbaupioniers Adolph Blankenhorn. Ich nehme mir jeden Herbst etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang mit der Kamera über den Friedhof.

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Am Stalten bei Feldberg

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Wald mit buntem Herbstlaub und Reben mit goldgelben Blättern vor blauem Himmel. Das liegt am Stalten bei Feldberg dicht beeinander. Bei schönem Wetter herrscht hier Betrieb am Grillplatz und es sind einige Gassigänger mit ihren Vierbeinern unterwegs.

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Mehr Fotos im Flickr-Album Herbst in Müllheim

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Deutscher Mühlentag: Ölmühle Eberhardt und Frick-Mühle

Ölmühle Eberhardt in Badenweiler
Ölmühle Eberhardt in Badenweiler

Der Deutsche Mühlentag ist ein Aktions- und Thementag rund um das Mühlen- und Müllereiwesen in Deutschland. Er wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung ins Leben gerufen und findet jährlich am Pfingstmontag statt.

(Quelle: Wikipedia)

Im Herzen des Markgräflerlandes sind zwei Mühlen an diesem Tag zu besichtigen: Die Frick-Mühle in Müllheim und die Olmühle Eberhardt in Badenweiler-Oberweiler. Ideal für einen kleinen Feiertagsspaziergang fanden die Markgräflerin und ich.



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Alte Ölmühle in Badenweiler

Die Ölmühle in der Weilertalstraße 8 stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde vermutlich 1650 gebaut. Die Mühle ist seit 1854 im Besitz der Familie Eberhardt. Eigentümerin ist Roswitha Eberhardt. Sie ist die Witwe des letzten Ölmüllers in der Region. Nebenberuflich wird die Mühle heute von ihr und ihren Söhnen Jürgen und Friedrich betrieben.

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Von ehemals 40 Wassermühlen entlang des Klemmbachs ist sie die einzige, die noch mit Wasser von einem oberschlächtigen Wasserrad angetrieben wird.

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Deutscher #Mühlentag Ölmühle Eberhardt

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Gepresst wird hauptsächlich Walnussöl aber auch Haselnuss- und Kürbiskernöl, diese werden in einem kleinen Mühlenladen angeboten.

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Die Markgräflerin hat natürlich je ein Fläschchen Walnuss- und Haselnussöl mitgenommen. Die Öle halten bis nächstes Frühjahr und werden so ab Herbst den für die Region typischen Nüssli- oder Döchterlisalat (Feldsalat) verfeinern.

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Einkehr: Angesichts des sommerlichen Wetters haben wir uns noch ein Eis gegönnt: In Oberweiler gibt es seit Mitte März das neue „Eiscafé zum Kuckuck“ (Weilertalstraße 37, Öffnungszeiten: täglich von 11 bis 18 Uhr). Sehr lecker, und bislang auch im Bekanntenkreis nur Gutes gehört.


Frick-Mühle

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Energie aus Wasserkraft wussten schon unsere Vorfahren zu nutzen: Entlang des Klemmbachs gab es früher ein Vielzahl von Mühlen. Die Stadt Müllheim leitet ihren Namen von ihen Mühlen her. Bereits im Jahr 758 wird die Ansiedlung in einer Schenkungsurkunde des Klosters St. Gallen als „villa mulinhaimo“ (Ort der Mühlen) erwähnt.

Die Frick-Mühle ist eine von sieben Getreidemühlen, die es früher in Müllheim gab. Neben der Frick-Mühle waren dies  die Gabelmann-Mühle in der Erngupfe, die Sprengemühle, die Diethelm-Mühle (früher Blankenhornsche-Mühle), die Koger-Mühle (vormals Willinsche-Mühle), die in den 1960er Jahren abgerissene Kaiser-Mühle (ehemals Schweizer-Mühle) sowie die Henssler-Mühle (ehemals Mattenmühle), die im Jahr 2009 als letzte Müllheimer Getreidemühle stillgelegt wurde. Aber nicht nur in Getreidemühlen wurde die Kraft des Wasser genutzt: Hinzu kamen noch zahlreiche Ölmühlen, Sägen, Hanfreiben und Trotten. Kein Wunder, dass der Gewerbeverein den „Müller von Mülle“ als Symbol gewählt hat.

Die Frick-Mühle wurde im Jahr 1392 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zum Hofgut der Herren von Baden aus Liel. Von den Anfang des 19. Jahrhunderts neu errichtetend Gebäude sind das stattliche Wohn- und Mühlenhaus sowie das Gesindehaus mit Laube erhalten. Die Stadt Müllheim hat die Mühle im Jahr 1993 erworben und zusammen mit dem Markgräfler Museumsverein Müllheim renoviert.

Seit 2000 ist hier das Mühlenmuseum als Außenstelle des städtischen Markgräfler Museums eingerichtet und wird von der Stadt gemeinsam mit dem Museumsverein betrieben. Die ehrenamtlichen Helfer halten die Mühlentechnik in Schuss, bieten Führungen nach Absprache an.

So wie sich das Anwesen heute darstellt, ist es zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden.  Im Mühlenraum sind drei Mahlgänge wieder aufgebaut, die weiteren Gebäude wie Scheune, Stallungen und der Schopf der Holzsäge sind ebenso verschwunden wie das ausgedehnte Gartengrundstück.

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Öffnungszeiten: Von April bis Oktober werden jeweils am ersten Samstag und am dritten Sonntag eines Monats von 15 bis 17 Uhr die historischen Mahlwerke und die Stampfe vorgeführt.


Mehr Fotos im Flickr-Album: Deutscher Mühlentag 2018


Tipp: Die Müllheimer Museumsnacht „Jazz-Wein-Kultur“ findet am Freitag, 10. August 2018, ab 18 Uhr statt. Jazz wird gespielt im Innenhof des Museums und im Garten derFrick-Mühle. Besondere Aktionen, Führungen, Kultur- und Ausstellungsevents während des Abends machen die das Markgräfler Musuem und seine Außenstelle Frick-Mühle auf außergewöhnliche Art erlebbar. Dazu gibt es kulinarische Köstlichketen von ausgesuchten Müllheimer Gastronomen sowie edle Tropfen der Müllheimer Weingüter Dörflinger und Engler.

 

 

Fotografie

Abenteuerspielplatz Rhein

Spaziergang über die Rheininsel
Spaziergang über die Rheininsel. Im Hintergrund die Brücke nach Chalampé

Beim Sonntagsspaziergang am Neuenburger Rheinufer wurden Kindheitserinnerungen wach. Nachdem die Bauarbeiten für die Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms begonnen haben. Gleicht der Bereich zwischen Panzerplatte und Rheinhafen einem großen Abenteuerspielplatz.

Auf der Kiesinsel
Auf der Kiesinsel

Am Rheinhafen herrschte bis zum Bau des Rheinseitenkanals „Grand Canal d’Alsace“ nach dem zweiten Weltkrieg noch reger Betrieb. Hier sind noch die Fundamente eines Ladekrans zu finden. Wäre eigentlich schön, wenn im Rahmen der Landesgartenschau 2022 wieder ein Kran (oder eine hölzerne Kopie) auf die Fundamente gesetzt würde.

Kranfundament Rheinhafen
Am Rheinhafen befinden sich noch die Fundamente eines alten Ladekrans, die an die Geschichte der einstigen „Hafenstadt“ Neuenburg erinnern.
Rheinhafen
Der alte Rheinhafen ist heute völlig verlandet und durch die vielen Bäume gar nicht mehr wahrnehmbar. Vor 30 Jahren wuchs hier noch Schilf.
Rheinhafen
Über einen Überlaufkanal zwischen Wuhrloch und Rheinhafen fließt der „Klemmbach“ in den Rhein
Am Grund des einstigen Hafenbeckens
Am Grund des einstigen Hafenbeckens
Laufkran
Die Betonfundamente eines Laufkrans am Rheinufer

Die Fundamente des Laufkrans am Rheinufer sind leider verschwunden. Übrig blieb ein Haufen Bauschutt.

Was von den Fundamenten des Laufkrans noch übrig ist.
Was von den Fundamenten des Laufkrans noch übrig ist.
Westwall-Bunker
Vom Betonfundament eines einstigen Westwall-Bunkers ist nicht mehr viel übrig
Großbaustelle Rheinufer
Großbaustelle Rheinufer
Die großen Steinbrocken stammen von der früheren Uferbefestigung.
Die großen Steinbrocken stammen von der früheren Uferbefestigung.

Mehr Fotos in der Picasa Bildergalerie „Rheinufer

Bezirk Breisgau, DLRG, Fotografie, Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg, Veranstaltungen

Tag des Helfers

Die letzten Wochen standen „gedruckte“ Texte und Fotos im Mittelpunkt zum Bloggen blieb da wenig Zeit. Trotzdem noch ein kleiner fotografischer Rückblick zum Tag des Helfers in Müllheim.

Modenschau
Die Hilfsorganisationen aus Müllheim und Umgebung sowie die Polizei präsentierten bei einer Modenschau ihre Dienst- und Einsatzkleidung für verschiedene Aufgaben.
DLRG Strömungsretter

DLRG Strömungsretter
DLRG Strömungsretter
DLRG Strömungsretter Die Strömungsretter der DLRG hatten zwar im aufgestauten Klemmbach nicht allzuviel Wasser, konnten aber bei der Schauübung eindrucksvoll ihr Vorgehen bei einem Einsatz demonstrieren.
DLRG Hochwasserboot
Das Hochwasserboot des DLRG-Bezirks Breisgau für den Bevölkerungsschutz, das beim Hochwasser an der Elbe im Juni seine Bewährungsprobe bestanden hat.
DARC Notfunk
Erstmals mit dabei war die Notfunk-Gruppe des Deutschen Amateur Radio Clubs (DARC)
Tag des Helfers
Reges Interesse herrschte an den Schauübungen und an der Fahrzeugschau der Hilfsorganisationen.

Ein Dankeschön an die Markgräflerin, die für mich am Sonntag die Fotos gemacht hat.

Mehr Fotos gibt es in der Bildergalerie auf der Homepage der DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg zu sehen: Tag des Helfers