Essen & Trinken, Fotografie, Veranstaltungen, Wein

Feminismus macht auch Spaß

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wurde am Freitag in Müllheim – „der badischen Herzkammer des deutschen Liberalismus seit 1848“ (Christoph Wirtz) – mit dem Markgräfler Gutedelpreis ausgezeichnet. Die Markgräfler Gutedelgesellschaft würdigt mit diesem Preis alljährlich „öffentlich wirksamen kreativen Eigensinn“. Eine Eigenschaft, die man der streitbaren Journalistin und „Emma“ Herausgeberin nicht absprechen kann.

Schwarzer präsentierte sich – anders als man(n)/frau nach Auftritten in TV-Talkshows erwarten könnte – als rheinische Frohnatur mit viel Humor: „Wir Feministinnen haben den Ehekrieg nicht erfunden.“

Das Programm der Preisverleihung konnte sich einmal mehr sehen und hören lassen, es war informativ und unterhaltsam zugleich. „Wenn Feminismus soviel Spaß macht, machen wir weiter“, kommentierte die Geehrte das bemerkenswerte Programm.

Hier ein paar fotografische Impressionen:

Markgräfler Gutedelpreis 2018

„Raus mit den Männern aus dem Reichstag. Raus mit den Männern aus dem Landtag. Raus mit den Männern, wir machen daraus ein Frauenhaus“, hieß es gleich zu Beginn als die hervorragende Sängerin Julia von Miller – begleitet am Klavier von Robert Probst – unter anderem Chansons von Claire Waldoff interpretierte.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Dorothea Gädeke, Isabella Bartdorff und Stefanie Mrachacz lasen Texte von und – vor allem – über Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Daunter Texte aus Esther Villars „Der dressierte Mann“, Loriots „Jodeldiplom“ sowie Zitate von Charles Bukowski, Adolf Hitler und Charles Darwin. Letzterer schrieb in seinem Buch „Die Abstammung des Menschen“: „Der hauptsächlichste Unterschied in den intellectuellen Kräften der beiden Geschlechter zeigt sich darin, dass der Mann zu einer größeren Höhe in Allem, was er nur immer anfängt, gelangt, als zu welcher sich die Frau erheben kann, mag es nun tiefes Nachdenken, Vernunft oder Einbildungskraft, oder bloß den Gebrauch der Sinne und der Hände erfordern.“

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Gesungen dazu hat Kaija Ledergerber.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Was Frauen in der Musik alles geleistet haben bewies die Cellistin und Professorin an der Freiburger Musikhochschule Elena Cheah mit Helmut Lörscher am Flügel. Sie spielten sowohl klassische als auf Jazz-Stücke von Nadia Boulanger bis Clara Schumann.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Das Bühnenbild gestaltete: Heiner Schaufelberger

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Der Vorsitzende der Markgräfler Gutedelgesellschaft und Spender des Preises (225 Liter  bezw. 300 Flaschen Gutedel): Der Müllheimer Winzer Hermann Dörflinger

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Die Laudatio hielt Christoph Wirtz.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (Mitte) wurde für kreativen Eigensinn mit dem Markgräfler Gutedelpreis ausgezeichnet. Den Preis – 225 Liter Gutedel – überreichten Christoph Wirtz (l.) und der Müllheimer Winzer Hermann Dörflinger.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Alice Schwarzer im Gespräch mit Christoph Wirtz

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Für „ebbis guets“ – wie es im Programm hieß – sorgte die mit zwei Sternen dekorierte Spitzenköchin Douce Steiner mit ihrem dreiköpfigen Team – übrigens auch alles Frauen.

Ein Ausschnitt der Fernsehsendung „Der 7. Sinn“ über Frauen im Straßenverkehr sorgte für Heiterkeit im voll besetzten großen Saal des Bürgerhauses.

Mehr Bilder im Flickr-Album Markgräfler Gutedelpreis 2018

Advertisements
Essen & Trinken, Fotografie, Uncategorized, Veranstaltungen, Wein

Gutedelpreis für Kretschmann

Gutedelpreis_2017_113

Er ist der erste grüne Ministerpräsident in Deutschland und Mitbegründer der Grünen in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann. Nicht immer ist der pragmatische, Konsens- und Kompromiss suchende Politiker auf der Linie seiner Partei. Grund genug für die Markgräfler Gutedelgesellschaft den baden-württembergischen Ministerpräsidenten mit dem Gutedelpreis für „öffentlich wirksamen, kreativen Eigensinn“ auszuzeichnen. Der Preis: ein 225-Liter-Fass Markgräfler Gutedel – gespeicherte Sonnenenergie im Eichenfass.

Hier ein paar fotografische Impressionen von der Preisverleihung im Neuenburger Stadthaus.

Gutedelpreis_2017_034

Gutedelpreis_2017_036

Gutedelpreis_2017_040

Gutedelpreis_2017_043

Der Freiburger Jazzchor unterhielt mit Musik aus der Gründungszeit der Grünen, als in Wyhl erfolgreich gegen den Bau eines Atomkraftwerks gekämpft wurde.

Gutedelpreis_2017_051

Gutedelpreis_2017_060

Dodokay alias Dominik Kuhn erklärt die Welt auf schwäbisch.

Gutedelpreis_2017_070

Helmut Lörscher, Pianist und Professor an der Musikhochschule Freiburg, begeisterte mit Jazzvariatonen des Volkslieds „Auf der schwäbsche Eisebahne„.

Gutedelpreis_2017_091

Christoph Wirtz hielt die Laudatio auf den Preisträger.

Gutedelpreis_2017_125

Gutedelpreis_2017_157

Gutedelpreis_2017_168

Neuenburg_Gold_Buch_Kretschmann_187

Eintrag ins goldene Buch der Stadt Neuenburg

Gutedelpreis_2017_013

Gutedelpreis_2017_014

Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Gutedelpreis für Kretschmann

Fotografie, Veranstaltungen

Bloß kei Trend verpennt – Christoph Sonntag im Neuenburger Stadthaus

christoph-sonntag_005

Mittlerweile Stammgast im Neuenburger Stadthaus: Der König des schwäbischen Kabaretts – Christoph Sonntag

Zwei Tage nach der Premiere des neuen Programms „Bloß kei Trend verpennt“ im Theaterhaus Stuttgart begeistert der Kabarettist sowie TV- und Radio-Comedian auch das Publikum in der Zähringerstadt.

Die Sportfreunde Grißheim um ihren Vorsitzenden Achim Herr haben einmal mehr eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Hier  ein paar fotografische Eindrücke aus Sonntags neuem Programm.

christoph-sonntag_011

„Mit Frauen zu diskutieren ist für Männer wie AGB’s lesen“, erklärt Christoph Sonntag das Geschlechterverhältnis anhand von zwei Dinkelbrötchen.

christoph-sonntag_030

Der New Yorker Time Square als Kulisse – dazu jede Menge Trump-Witze. „Was grenzt an Dummheit? Mexiko und Kanda!“

christoph-sonntag_057

christoph-sonntag_089

Der Höhepunkt im Programm – wenn Sonntag mit Oettinger und Kretschmann als Handpuppen so richtig drauf los schwäbelt.

Weitere Bilder sind in der Flickr-Bildergalerie zu finden.

Muess des sei?
Fotografie, Veranstaltungen

Muss des sei? Eine Schwabe erobert das Neuenburger Stadthaus!

Muess des sei?
Christioph Sonntag im Neuenburger Stadthaus

Die Zähringerstadt Neuenburg gilt ja – laut Eigenwerbung – als Stadt der Brunnen. Am Freitag zählte die Stadt sogar einen Brunnen mehr – einen sprudelnden Wasserspender samt Stuttgarter Schlossplatz hatte der Kabarettist und Comedian Christoph Sonntag für sein Bühnenbild im Gepäck. Einmal mehr perfekt rganisiert von den Sportfreunden Grißheim machte der bekannte SWR3-Comedian auf seiner Tour durch Südbaden in Neuenburg Station.

Manchmal bitterböse, mal hinterfragend – aber immer mit viel schwäbischem Charme und Witz bot sein Programm „Muss des sei?“ einen unterhaltsamen Abend. Am Ende hinterließ er ein begeistertes Publikum, samt Selfie mit Zuschauern aus der ersten Reihe auf seiner Facebook-Seite.

Hier ein paar fotografische Impressionen aus dem Neuenburger Stadthaus, der Bericht dazu erscheint am Mittwoch im Rebland-Kurier.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Fotografie, Kultur, Veranstaltungen

Sensationelles auf der Rheinbrücke

Brückensensationen
Die Residual Gurus aus dem spanischen Barcelona unterhielten mit einer spritzigen Show.

Comedy, Kabarett, Clownereien, Theater, Musik, Akrobatik, Clownerien, Märchen und Zirkusatmosphäre boten die grenzüberschreitenden Brückensensationen von Freitag bis Samstag rund um die Rheinbrücke zwischen dem badischen und schweizerischen Rheinfelden. Ein buntes und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, das man sich auch gut in der Müllheimer Fußgängerzone vorstellen könnte. Schön ist der zwanglose Charakter, man kann einfach stehenbleiben und den Künstlern zuschauen, ohne gleich in der Hosentasche nach ein paar Münzen kramen zu müssen. Wenn’s gefällt, bleibt man bis zum Schluss, andernfalls geht man weiter zum nächsten Programmpunkt oder stärkt sich mit einem Kaffee, Flammkuchen, Raclette, Wurst, Steak oder Pommes Frites. Für jeden ist etwas dabei: Märchen und Klamauk für die jüngsten Besucher ebenso, wie nachdenkliches für die älteren Semester.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke von den Auftritten der Straßenkünstler aus ganz Europa.

Mehr Bilder in meiner Bildergalerie für die Oberbadische: Brückensensationen Rheinfelden

siehe auch:
Brückensensationen 2013
Brückensensationen 2012

Fotografie, Veranstaltungen

„Ich hab drei Haare auf der Brust …“

Bernd Stelter
Bernd Stelters Alter Ego Helmut als leicht esoterisch angehauchter Yoga-Fan.

„Ich hab drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär“, dass dieser Karnevals-Schlager vom Enternainer, Comedian und Moderator Bernd Stelter ist, war mir bislang völlig entgangen. Als „knuddliger Bär, den man einfach liebhaben muss“ – wie ihn eine Besucherin zwei Reihen weiter bezeichnete – gewann er schnell die Sympathien der Zuschauer im Neuenburger Stadthaus. Dabei ist der gebürtige Westfale eher ein Mensch der leisen Töne und keiner – wie Comedian Christoph Sonntag im vergangenen Jahr – der einen Kalauer nach dem anderen raushaut.

Bernd Stelter
Stelter mal jugendlich mit tief sitzender Hose beim „Analogen-Asphalt-ebay“, der begeistert die Texte von Grimms Märchen entdeckt: Da wird aus den aus den Textvorlagen des „Froschkönig“ wird eine „Bunga-Bunga-Flatrate“ bei der sich die Rückbank des Opel-Corsa von allein umklappt.
Bernd Stelter
Auch körperlich legt sich der Entertainer auf der Bühne ins Zeug und geriet bei der Fitness-Studio-Nummer vor der Pause gehörig ins schwitzen. Da forderte das Publikum dann auch – voller Schadenfreude – eine Zugabe.

„Mundwinkel hoch“ heißt das aktuelle Programm mit dem Stelter das Publikum zuerst zum lächeln und zum Finale auch zum herzhaften Lachen bringt.

Bernd Stelter
Stelter: „Das kollektive Herabsinken der Mundwinkel korelliert mit dem Niedergang des deutschen Schlagers.“

Die Sportfreunde Grißheim haben insgesamt wieder eine gelungen Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Fotografie, Veranstaltungen

Eine Idee wird ausgezeichnet …

Jonglage-Weltmeister Thomas Dietz
Ein Höhepunkt im Rahmen der diesjährigen Gutedelpreisverleihung war der Auftritt des fünfmaligen Jonglage-Weltmeisters Thomas Dietz.

Als Mitte des 19. Jahrhunderts das aufstrebende Bürgertum damit begann, sich zu organisieren, die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten, wurden die zu dieser Zeit entstehenden Vereine noch argwöhnisch von der damaligen Obrigkeit beobachtet. Heute ist das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement von Menschen wichtiger Teil unserer Gesellschaft – die ohne eben dieses Engagement nicht funktionieren würde. Den „Aufbruch ins bürgerschaftliche Engagement“ zeigt derzeit eine stadtgeschichtliche Sonderausstellung im Markgräfler Museum in Müllheim, anlässlich der Jubiläen zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Müllheim, des Turnvereins Müllheim aber auch des Gewerbevereins Müllheim.

Der Gutedelpreis 2013 geht an …

Gutedelpreisverleihung 2013 - Preisträger
Sie stehen stellvertretend für die vielen Vereine und tausende ehrenamtlich engagierten Menschen im Markgräflerland und wurden vom Vorsitzenden der Markgräfler Gutedelgesellschaft, Hermann Dörflinger (r.), mit dem Gutedelpreis bedacht (v.l.): Michaela Schweizer (Turnverein Neuenburg), Uwe Müller-Fester (Markgräfler Symphonieorchester), Dorothea Koelbing Bitterli (Theater im Hof), Rudolf Maier (Schwarzwaldverein) Ulrike Gerth (Markgräfler Museumsverein Müllheim) und Insa Räuber (bolando e.G. Bollschweil)

Hinter der Idee des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements steckt auch „öffentlich wirksamer, kreativer Eigensinn“. So lag es nahe, dass die Markgräfler Gutedelgesellschaft – die alljährlich eben diesen „öffentlich wirksamen, kreativen Eigensinn“ würdigt – genau diese Idee mit dem Markgräfler Gutedelpreis auszeichnet.

Doch wen ehren? Wohl jeder der vielen tausend ehrenamtlich und bürgerschaftlich engagierten Menschen zwischen Lörrach und Freiburg hätte diese Auszeichnung verdient! So durften jeweils zehn verdiente Mitglieder aus sechs völlig verschiedenen Vereinen quer aus dem Markgräflerland den Preis entgegen nehmen – den Inhalt eines 225 Liter Fasses Gutedel. Dies Stellvertretend für viele tausend in Freiwilligen Feuerwehren, Gesangsvereinen, Heimatgesellschaften, Kulturvereinigungen, sozialen und caritativen Organisationen, Sport- und Musikvereinen und nicht zuletzt auch in Fasnachts-Zünften engagierten Bürgerinnen und Bürger zwischen Lörrach und Freiburg.

Gutedelpreisverleihung auf dem Neuenburger Marktplatz.

Gutedelpreisverleihung auf dem Neuenburger Marktplatz Das sommerliche Ambiente auf dem Marktplatz bot den passenden Rahmen für die diesjährige Verleihung des Gutedelpreises für öffentlich wirksamen, kreativen Eigensinn.

Einmal mehr geriet die Gutedelpreisverleihung – bei sommerlichen Ambiente auf dem Markgräfler Platz – auch zu einem unterhaltsamen und geselligen Fest – dazu trug neben dem Gutedel des Jahrgangs 2012, Flammkuchen, Spitzenwürstchen und sommerlich-leichtem Lachs auch ein ansprechendes Rahmenprogramm bei. Für musikalische Unterhaltung sorgten „Frl. Mayers Hinterhaus Jazzer“, der Saxophonist Niko Halfmann und Gisela Höchstötter mit französischer Musette-Musik. Darüber hinaus unterhielten der Mikromagier Harald Hentschel, der Comedian Georg Leiste sowie als Höhepunkt der fünffache Jonglage-Weltmeister Thomas Dietz.

Frl. Mayers Hinterhaus Jazzer

Frl. Mayers Hinterhaus Jazzer
Frl. Mayers Hinterhaus Jazzer
Frl. Mayers Hinterhaus Jazzer
Der Saxophonist Niko Halfmann
Der Saxophonist Niko Halfmann
Comedian Georg Leiste
Comedian Georg Leiste
Jongleur Thomas Dietz

Jongleur Thomas Dietz Thomas Dietz jongliert mit brennenden Fackeln

Die Preisträger

Markgräfler Museumsverein: Der Verein ist aus dem 1974 gegründeten Verein für Volkskunde und Heimatgeschichte hervorgegangen und ist gemeinsam mit der Stadt Müllheim Träger des Markgräfler Museums Müllheim. In den vergangenen Jahren wirkte er an der Restaurierung der historischen Frick-Mühle und der Einrichtung eines Mühlenmuseums mit. Ständige Arbeitskreise (Frick-Mühle, Kunst, Archäologie und Stadtgeschichte) bündeln das Engagement der Mitglieder.
Theater im Hof: Jedes Jahr im Sommer verwandeln der Regisseur, Filmemacher und ehemalige Professor an der Berliner Universität der Künste und seine Frau Dorothea Koelbing Bitterli den Hof ihres 250 Jahre alten Bauernhauses in Riedlingen in ein Theater. Unterstützt werden sie dabei vom Theaterförderverein „Theater im Hof“ mit 150 Mitgliedern. Deren Arbeit ermöglichten Kultur ohne Subvention und teure Werbung.
bolando e.G.: In Bollschweil gab es vor dem Krieg vier Gaststätten für rund 600 Einwohner. 70 Jahre später hatte der Ort 2200 Einwohner und kein Gasthaus mehr. 2006 wurde mit „bolando“ das erste genossenschaftlich geführte Dorfgasthaus ins Leben gerufen.
Markgräfler Symphonieorchester: Gegründet im Jahr 1986 ist es ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Markgräflerland mit dem Ziel Musikliebhabern die Erarbeitung und Aufführung klassischer Werke zu ermöglichen. Zuletzt hat das Orchester mit seinen Open-Air-Großprojekten „Carmina burana“ (2009) und der „Zauberflöte“ (2011) für Aufsehen gesorgt.
Turnverein Neuenburg: Mit 1200 Mitgliedern der größte Verein der Zähringerstadt. Über 70 Trainer und Übungsleiter bieten jährlich rund 7000 Übungsstunden an. Rund 620 Kinder und Jugendliche nehmen die Angebote der sechs Abteilungen (Turnen, Handball, Tennis, Schwimmen Judo sowie Ski und Wandern“ wahr.
Schwarzwaldverein: Der Verein wurde im Sommer 1864 als erster Wandervereins Deutschland gegründet. Ursprüngliches Ziel war die Förderung des Fremdenverkehrs mittels Reiseliteratur, Karten, Sitzbänken, Schutzhütten, Aussichtspunkten und durch die Anlage von Wanderwegen. Deren Wegewarte pflegen heute ein Netz von über 24.000 Kilometern Wanderwege. Darunter auch das Markgräfler Wiiweglie – die schönste Route durch das gelobte Land am Oberrhein.

Mehr Bilder in der Picasa Bildergalerie!

Zur Gutedelpreisverleihung 2012!

Fotografie, Nachrichten, Veranstaltungen

Zwei Großherzogtümer treffen sich

Muntere Talkrunde mit Christoph Wirtz (l.) und Preisträger Jean-Claude Juncker
Muntere Talkrunde mit Christoph Wirtz (l.) und Preisträger Jean-Claude Juncker

„Ich glaube der kreative Eigensinn ist die Eigenschaft an mir, die die Bundeskanzlerin an mir am wenigsten mag“, sagte der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker bei der Verleihung des Gutedelpreises der Markgräfler Gutedelgesellschaft im Neuenburger Stadthaus. Dieser öffentlich wirksame, kreative Eigensinn war auch der Grund für die Verleihung des Gutedelpreises an den Regierungschef des kleinsten Mitgliedsstaates der europäischen Union. Bescheiden und geradezu familiär war der Besuch des luxemburgischen Regierungschefs im wieder einmal voll besetzten Neuenburger Stadthaus, zum obligatorischen Protokoll zählte lediglich der Eintrag ins goldene Buch der Stadt Neuenburg.

Der Vorsitzende der Markgräfler Gutedelgesellschaft, Hermann Dörflinger (r.) bei der Überreichtung des Gutedelpreises an Jean-Claude Juncker. Die Laudatio hielt der Journalist Christoph Wirtz (l.).
Der Vorsitzende der Markgräfler Gutedelgesellschaft, Hermann Dörflinger (r.) bei der Überreichtung des Gutedelpreises an Jean-Claude Juncker. Die Laudatio hielt der Journalist Christoph Wirtz (l.).

„Luxemburg und Baden verbindet viel, nicht zuletzt das historische Bewusstsein ein Großherzogtum zu sein. Das luxemburgische Beispiel gibt der Hoffnung auf badische Unabhängigkeit Nahrung“, betonte Wirtz in seiner launigen Rede und ergänzte: „Wir gehen davon aus, dass sie sich im Anschluss an diesen Festakt im Kreise ihrer Kolleginnen aus den europäischen Regierungen kraftvoll für die Autonomie Badens einsetzen.“

Juncker im Gespräch mit Christoph Wirtz
Juncker im Gespräch mit Christoph Wirtz

Anbei einige Bildimpressionen von der Gutedelpreisverleihung 2012 an den luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker:

Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster heißt den luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker im Stadthaus willkommen.
Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster heißt den luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker im Stadthaus willkommen.
Großer Rummel bei der Ankunft des Ehrengastes
Großer Rummel bei der Ankunft des Ehrengastes
Der Hamburger Kabarettist Sebastian Schnoy bot einen unterhaltsamen Streifzug durch Europa und die Eigenheiten seiner Bewohner.
Der Hamburger Kabarettist Sebastian Schnoy bot einen unterhaltsamen Streifzug durch Europa und die Eigenheiten seiner Bewohner.
Premierminister Jean-Claude Juncker trägt sich im Beisein von Bürgermeister Joachim Schuster ins goldene Buch der Zähringerstadt ein.
Premierminister Jean-Claude Juncker trägt sich im Beisein von Bürgermeister Joachim Schuster ins goldene Buch der Zähringerstadt ein.

Zum vollständigen Artikel in der Oberbadischen gehts hier: Kreativer Eigensinn

Weitere Bilder in der Picasa Bildergalerie!

Siehe auch: Gutedelpreisverleihung 2011

Fotografie, Uncategorized, Veranstaltungen

Heraus zum 1. Mai – aber was machen wir, wenn wir draußen sind?

DGB
Rund 400 Besucher kamen zur Maikundgebung des DGB Kreisverbands Markgräflerland auf den Müllheimer Marktplatz.

Rote Nelke
Die rote Nelke ist das traditionelle Symbol der Arbeiterbewegung.
Der 1. Mai lädt im Markgräflerland zum Wandern und Radfahren ein, trotzdem sollte man den Hintergrund des Feiertags als „Tag der Arbeit“(nehmer) nicht ganz vergessen. Der DGB Kreisverband Markgräfland lud zur 1.-Mai-Feier auf den Müllheimer Marktplatz ein.

Hauptredner war der Kabarettist Georg Schramm mit einer ebenso launigen wie zornigen Ansprache. Die sich mit der Finanzkrise ebenso beschäftigte wie mit der immer weiter auseinanderklaffenden Schere zwischen arm und reich. „Wir fordern den sanften Tod der Rendite-Jongleure“, zitierte Schramm unter anderem den Wirtschaftswissenschaftler Lord Maynard Keynes.

DGB
Der Kabarettist Georg Schramm (l.) mit dem DGB-Kreisverbandsvorsitzenden Udo Grotz.

Auch für musikalische Umrahmung war mit der Coverband „Lost & Found“, „Musette Gisella“ und dem Liedermacher Theodor Ziegler gesorgt.

Die Band "Lost & Found"
Die Band "Lost & Found"
Fotografie, Veranstaltungen

Bitterböse und zynisch: Meister Yodas Ende

Zorn und Empörung sind sein Testosteron-Ersatz, wenn sich Georg Schramm als Rentner Lothar Dombrowski in Rage redet.
Zorn und Empörung sind sein Testosteron-Ersatz, wenn sich Georg Schramm als Rentner Lothar Dombrowski in Rage redet.

Ganz großes Kabarett mit Georg Schramm bei der Markgräfler Gutedelgesellschaft im Neuenburger Stadthaus. Sein Programm „Meister Yodas Ende“ ist bitterböse und zynisch, wie man politisches Kabarett mag. Schramms Lichtschwert ist die geschliffene Sprache: Das wird deutlich an Sätzen wie beispielsweise „Leere Worthülsen werden im Brackwasser der Beliebigkeit untergegangen sein“.

Experte für Blutvergießen: Oberstleutnant Sanftleben
Experte für Blutvergießen: Oberstleutnant Sanftleben
Rentner Lothar Dombrowski
Rentner Lothar Dombrowski
Der Frankfurter Schrebergärtner und Sozialdemokrat August
Der Frankfurter Schrebergärtner und Sozialdemokrat August

Noch ein paar ausgesuchte Bilder in der Picasa Bildergalerie!