Essen & Trinken, Fotografie, Heimatkunde, Veranstaltungen, Wein

„Von der Sonne verwöhnt“

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„Von der Sonne verwöhnt“ war die 64. Auflage des Auggener Winzerfests, gerade auch am Sonntagnachmittag beim traditionellen Trachten- und Brauchtumsumzug.

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Wo viel Licht ist, ist bekanntlichermaßen auch viel Schatten. Davon können viele Fotografen ein Lied singen. Die harten Kontraste haben mich heute fast zur Verzweiflung getrieben, dennoch sind – hoffe ich doch – ein paar brauchbare Bilder entstanden.

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Das Auggener Trachtenpärle

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Die Badischen und Elsässischen Weinhoheiten

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Die Bürgerwehr Waldkirch
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Minnesänger Brunwart von Augheim

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Mehr Bilder im Album Winzerfest Auggen 2019 bei Google Photos

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Ausflugsziel, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Kultur, Uncategorized

Home of the Bollenhut

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Es gibt wohl keinen passenderen Ort für ein Schwarzwälder Freilichtmusuem  als die Gemeinde Gutach. Hier – und nur hier – gehört der zum Synonym für den Schwarzwald gewordene Bollenhut zur typischen Tracht.

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Selbst in den Freiburger Bächle schwimmen mittlerweile gelbe Quietschentchen mit Bollenhut.

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Auf dem Weg vom Parkplatz zum Freilichtmuseum haben wir eine besondere Galerie entdeckt. Diese ist – finde ich – einen eigenen Blogbeitrag wert. Die Unterführung unter den Bahngleisen zieren Werke des Offenburger Graffiti-Künstlers Stefan Strumbel.

Bollenhut, Kirschtorte, Kuckucksuhr und Schäferhund

… Traditionelle Schwarzwaldsymbole wurden von ihm gebrochen und mit Zitaten aus der Pop Art neu interpretiert. In zahlreichen Variationenen stellt er über verschiedene künsterlische Medien sich un der interessierten Öffentlichkeit die eine große Frage: What the fuck is heimat? …

heißt es auf einer Infotafel in der Bahnunterführung.

Ausflugsziel, Essen & Trinken, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Kultur, Landschaft, Natur, Reisen, Wandern

Heimatkunde: Der Belchen – die erste Station von der Erde zum Himmel

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Der Belchengipfel

Morgends bewölkt und mittags Sonnschein hieß es im Wetterbericht. Das Thermometer zeigte 19 Grad Celsius. Ideale Bedingungen für eine Wanderung auf den Belchen, der im Sommer auf den letzten Metern nur wenig Schatten spendet. Los geht’s beim Haldenhof (929 Meter). Ziel war der Belchengipfel mit 1414 Metern Höhe (laut amtlicher Wanderkarte – auf der Tafel des Schwarzwaldvereins beim Belchenhaus steht übrigens 1415 Meter).

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Der Belchengipfel ist noch hinter Wolken verborgen.

Als wir den Pass beim Kreuzweg überquerten, war die Spitze des Belchen noch in morgendliche Nebelwolken gehüllt.

Die Wanderung führt zunächst am Heubronner Eck an einer Kapelle vorbei.

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Dekan-Strohmeyer-Kapelle

Willibald Strohmeyer wurde am 6. Juli 1877 in Mundelfingen, Kreis Donaueschingen, geboren. Am 2. Juli 1902 wurde Strohmeyer im Kloster St. Peter zum Priester geweiht. Als Neupriester kam er zunächst nach in Säckingen, und Oktober 1903 als Vikar nach St.Johann, Freiburg.

Am 28. April 1910 wurde er von Großherzog Friedrich von Baden zum Pfarrer von St. Trudpert ernannt und am 13. Juli 1910 von Erzbischof Thomas Nörber bestätigt und investiert. Von 1924 bis 1931 war Strohmeyer auch erster Generalsuperior der sich im Jahre 1920 im Münstertal auf sein Betreiben hin angesiedelt habenden Josefsschwestern sowie ab 1939 auch Dekan des Dekanats Neuenburg.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er am 22. April 1945 ohne ersichtlichen Grund von einem SS-Kommando zunächst Richtung Münsterhalden verschleppt und anschließend durch Genickschüsse umgebracht, seine Leiche konnte erst nach zwei Wochen gefunden werden. Sie wurde am 9. Mai 1945 auf dem Münstertäler Friedhof am Kloster St. Trudpert beigesetzt. Er wird heute als katholischer Märtyrer verehrt.

An der Fundstelle beim Heubronner Eck hat die Pfarrgemeinde St. Trudpert Münstertal eine Gedächtniskapelle errichtet. Diese wurde am 31. August 1947 durch den damaligen Erzbischof von Freiburg, Dr. Conrad Gröber, zur Erinnerung an den Märtyrer-Priester geweiht.

Quellen: Katholische Seelsorgeeinheit Staufen-Münstertal, Wikipedia: Willibald Strohmeyer

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Dekan-Strohmeyer-Kapelle

Der Wanderweg (Westweg) führt über Spänplatz und Metzg bis zum Richtplatz mit Schützhütte. Hier hat man eine schöne Aussicht ins Richtung Münstertal.

Alte Grenzmauer

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Der Weg führt größtenteils entlang der Gemarkungsgrenzen von Münstertal und Kleines Wiesental. Es ist die historische Landesgrenze zwischen dem katholischen zu Vorderösterreich gehörendem Breisgau und der evangelischen Markgrafschaft Baden-Durlach. Heute ist es die gemeinsame Grenze der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach.

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Das vorderösterrichische Wappen (oben) und das Wappen des Münstertals beziehungsweise des Klosters St. Trudpert
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Die steinerne Mauer diente weniger als Grenzmauer sondern mehr dazu, das Vieh auf den jeweiligen Weiden zu halten.

Der Weg über die Gemarkung Münstertal

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Abzweigung

Der Weg teilt sich zwischen der Alten Grenzmauer und Hohe Kelch. Der Weg über die Gemarkung Münstertal ist abwechslungsreicher, verlangt aber trittsicherheit.

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Aussichtspunkt Lünzmann Platz

Vom Lünzmann Platz hat man eine tolle Aussicht auf den 1165 Meter hohen Blauen bzw. Hochblauen sowie zur Kälbelescheuer.

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Blick auf den Blauen und die Kälbeleschauer

Hohkelch-Sattel

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Hohkelch 1264 Meter (noch 150 Höhenmeter zum Belchengipfel)
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Blick vom Hohkelch ins (kleine) Wiesental

Auch hier sind die Grenzsteine aus dem Jahr 1790 allgegenwärtig – und sogar in Farbe.

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Wappen von Baden-Durlach
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Vorderösterreichisches Wappen

Rapsfelsen

Beim Rapsfelsen (1328 Meter) hat man einen schönen Blick hinunter ins (Kleine) Wiesental. Hier muss man sich entscheiden, ob man sich direkt zum Gipfel links hält oder ob man den Weg nach rechts in Richtung Belchenhaus einschlägt.

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Rapsfelsen

Der Belchen

Der Belchen ist mit 1414 m.ü.M. zwar nur der dritthöchste Schwarzwaldbeg nach Feldberg und Herzogenhorn. Johann Peter Hebel war er „Die erste Station von der Erde zum Himmel“

Ist es wahr, dass die erste Station von der Erde zum Himmel auf dem Belchen ist und die zweite im Mond und die dritte auf dem Morgenstern, und dass dort alle acht Tage ein Komet als Postwagen ankommt und die angelangten Fremdlinge von aller Welt Ende ins himmlische Jerusalem zur ewigen Heimat fährt?

Zitat aus einem Brief Johann Peter Hebels an Gustave Fecht zu Weinachten 1795

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Die Markgräflerin auf dem Belchengipfel

Auffälliges Markenzeichen ist die kahle baumlose Bergkuppe und das von der Oberrheinebene nahezu symmetrische Profil. Der Name Belchen soll keltischen Ursprungs sein und entweder „kahle Kuppe“ oder „der Strahlende“ bedeuten. Für letzteres spricht das so gennante Belchen-System oder Belchen-Dreieck. Dieses wird vom Schwarzwälder Belchen, dem Elässer Belchen in den Vogesen sowie den Schweizer Belchen gebildet. Die Namensgleichheit mit Bezug auf den keltischen Gott des Lichtes, Belenus, wird mit der Tatsache erklärt, dass zur Tag- und Nachtgleiche (Frühjahrs- und Herbstanfang) vom Elsässer Belchen aus gesehen, die Sonne über dem Schwarzwälder Belchen aufgeht und umgekehrt vom Schwarzwälder Belchen hinter dem Elässer Belchen untergeht. Zur Wintersonnenwende geht die Sonne vom Elsässer Belchen aus gesehen hinter dem Schweizer Belchen auf.

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Auf dem Belchengipfel

Vom Gipfel aus sind große Teile des Schwarzwaldes bis zur Hornisgrinde zu sehen, die Vogesen, den Jura und bei entsprechendem Wetter die Alpen von der Zugspitze bis zum Mont Blanc.

Wir hatten leider nicht so tolle Fernsicht, aber wenigstens einige Landmarken im Schwarzwald und in der Rheinebene waren gut zu finden.

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Blick hinunter ins Münstertal und nach Staufen. In der Rheinebene sind Bad Krozingen und Breisach zu erkennen
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Blink in Richtung Freiburg. Am linken Bildrand ist der Kaiserstuhl und der Totenkopf (knapp 557 Meter) zu erkennen. Bei genauem hinschauen entdeckt man auf dem Original in höherer Auflösung auch die Baustelle für das neue SC Stadtion.
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Blick hinüber zum Feldberg, mit 1493 Meter der höchste Gipfel im Schwarzwald und höchster Berg Deutschlands außerhalb der Alpen.

Belchenhaus

Oben angekommen kehrten wir im Belchenhaus zum Vespern ein.

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Belchenhaus
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Die Tafel des Schwarzwaldvereins vor dem Belchenhaus gibt die Höhe des Belchens mit 1415 Meter an, in der amtlichen Landkarte sind es nur 1414 Meter.
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Belchenhaus
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Von der Ostseite (Schönenberg) kommt man auch mit der Seilbahn auf den Gipfel.

Mehr Bilder im Album Wanderung vom Haldenhof auf den Belchen bei Google Photos.

Karte

Tipp: Wanderbus ab Müllheim

Vom 1. Mai bis 31. Oktober fahren übrigens drei Busse der Linie 111 (Stand 2019) vom Müllheimer Bahnhof über Müllheim, Badenweiler und Schweighof hinauf zu Sirnitz, Kreuzweg und Haldenhof. Abfahrt am Bahnhof Müllheim um 8.40 Uhr (sonntags um 8.39 Uhr), 13.05 Uhr und 16.07 Uhr (werktags; Samstag und Sonntag um 15.39 Uhr). Zurück gehts ab Haldenhof um 9.45 Uhr, 14.11 Uhr und 17.20 Uhr (werktags; Samstag und Sonntag um 16.39 Uhr).

SWEG – Fahrpläne Müllheim-Neuenburg zum Download

Siehe auch:

Fotografie, Heimattage, Veranstaltungen

Baden-Württemberg lacht

Von Baden-Württemberg lacht

„Baden-Württemberg lacht“, hieß es am Wochenende im Rahmen der baden-württembergischen Heimattage im Müllheimer Bürgerhaus und im Stadthaus in Neuenburg.

Für Unterhaltung sorgten Marlies Blume und Fräulein Müller (Heike Sauer und Ariane Müller), der Hochschwarzwälder Fidelius Waldvogel (Martin Wangler) sowie die A-Capella-Band „Die Fuenf“.

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Landesfestumzug in Müllheim

 

Von Landesfestumzug

Der Landesfestumzug war der Höhepunkt der baden-württembergischen Heimattage im Markgräflerland. 78 Gruppen mit insgesamt 2500 Teilnehmern boten einen farbenfrohen und unterhaltsamen Umzug. Besonders Attraktiv wurde der diesjährige Umzug durch die vielen Festwagen, welche in den neun Heimattage-Gemeinden Müllheim, Neuenburg, Heitersheim, Sulzburg, Auggen, Badenweiler, Ballrechten-Dottingen, Buggingen und Eschbach entstanden sind.

Weitere Höhepunkte waren die Weltmeisterschaften im Fahnenhochwurf der Fahnenschwinger sowie die Kleinkunstabende unter dem Motto „Baden-Württemberg lacht“ in Müllheim und Neuenburg.

Schon nächste Woche steht ein nicht weniger farbenfroher Umzug anlässlich des Auggener Winzerfests auf dem Programm.

Fotografie, Heimattage, Nachrichten, Veranstaltungen

Farbenfrohes Trachtenfest in der Müllheimer Innenstadt

Von 3. Deutsches Kinder- und Jugendtrachtenfest in Müllheim

Mit dem 3. Deutschen Kinder- und Jugendtrachtenfest stand über das Pfingstwochenende ein weiterer Höhepunkt im Rahmen der baden-württembergischen Heimattage auf dem Programm. Glanzlicht war der farbenfrohe Festumzug. Die drei- bis viertausend Zuschauer entlang der Umzugsstrecke erfreuten sich insbesondere an den farbenprächtigen Trachten der osteuropäischen Gruppen. Über 800 Teilnehmer in rund 30 Gruppen unterhielten die Zuschauer am Straßenrand mit mit Fahnenschwingen, Tänzen und Volksmusik in vielfältiger Form von Blasmusik über Harmonika- bis hin zu Geigenklängen.
Statt der angekündigten 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben jedoch nur etwa 500 Teilnehmer den Weg zur dreitägigen Veranstaltung der Deutschen Trachtenjugend in Müllheim gefunden. Weiteres Glanzlicht war eine Massen-Sternpolka auf dem auf dem Schulhof der Alemannen-Realschule.

Dieses und weitere Fotos sind beim Fotografen erhältlich. Bitte nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf, unter http://www.anlicker.de/index.php?id=23. Sämtliche Fotos auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Die Benutzung ist ohne ausrückliche Genehmigung des Fotografen nicht gestattet.