Fotografie, Veranstaltungen, Wein

Mit Schirm, Charme und Gutedel

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Ließen sich vom Regen die gute Laune bei der Eröffnung des Gutedelwandertags nicht verderben (v. l.): Hubert Maier (Bad Bellinger Hauptamtsleiter), Markus Büchin (Vorsitzender des Vereins Markgräfler Wein), Bad Bellingens Bürgermeister Carsten Vogelpohl, die Markgräfler Weinprinzessin Hannah Herrmann, Thomas Senft (Geschäftsführer Markgräfler Wein) und Kurdirektorin Doris Räuber.

Für die Oberbadische war ich heute beim Gutedelwandertag auf dem Wiiwegli zwischen Bad Bellingen und Efringen-Kirchen unterwegs unterwegs.

Der Bericht ist in der Online-Ausgabe unter Efringen-Kirchen zu finden: Mit Schirm, Charme und Gutedel

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Die Gutedelwanderer waren bestens vorbereitet: Eine Gruppe Mädels vom Hochrhein hatte selbstgehäkelte Gläserhalter zum Umhängen für Weingläser mit dabei.

Mehr Bilder in der Fotogalerie der Oberbadischen: Gutedelwandertag von Bad Bellingen nach Efringen-Kirchen

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Feminismus macht auch Spaß

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer wurde am Freitag in Müllheim – „der badischen Herzkammer des deutschen Liberalismus seit 1848“ (Christoph Wirtz) – mit dem Markgräfler Gutedelpreis ausgezeichnet. Die Markgräfler Gutedelgesellschaft würdigt mit diesem Preis alljährlich „öffentlich wirksamen kreativen Eigensinn“. Eine Eigenschaft, die man der streitbaren Journalistin und „Emma“ Herausgeberin nicht absprechen kann.

Schwarzer präsentierte sich – anders als man(n)/frau nach Auftritten in TV-Talkshows erwarten könnte – als rheinische Frohnatur mit viel Humor: „Wir Feministinnen haben den Ehekrieg nicht erfunden.“

Das Programm der Preisverleihung konnte sich einmal mehr sehen und hören lassen, es war informativ und unterhaltsam zugleich. „Wenn Feminismus soviel Spaß macht, machen wir weiter“, kommentierte die Geehrte das bemerkenswerte Programm.

Hier ein paar fotografische Impressionen:

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„Raus mit den Männern aus dem Reichstag. Raus mit den Männern aus dem Landtag. Raus mit den Männern, wir machen daraus ein Frauenhaus“, hieß es gleich zu Beginn als die hervorragende Sängerin Julia von Miller – begleitet am Klavier von Robert Probst – unter anderem Chansons von Claire Waldoff interpretierte.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Dorothea Gädeke, Isabella Bartdorff und Stefanie Mrachacz lasen Texte von und – vor allem – über Frauen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Daunter Texte aus Esther Villars „Der dressierte Mann“, Loriots „Jodeldiplom“ sowie Zitate von Charles Bukowski, Adolf Hitler und Charles Darwin. Letzterer schrieb in seinem Buch „Die Abstammung des Menschen“: „Der hauptsächlichste Unterschied in den intellectuellen Kräften der beiden Geschlechter zeigt sich darin, dass der Mann zu einer größeren Höhe in Allem, was er nur immer anfängt, gelangt, als zu welcher sich die Frau erheben kann, mag es nun tiefes Nachdenken, Vernunft oder Einbildungskraft, oder bloß den Gebrauch der Sinne und der Hände erfordern.“

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Gesungen dazu hat Kaija Ledergerber.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Was Frauen in der Musik alles geleistet haben bewies die Cellistin und Professorin an der Freiburger Musikhochschule Elena Cheah mit Helmut Lörscher am Flügel. Sie spielten sowohl klassische als auf Jazz-Stücke von Nadia Boulanger bis Clara Schumann.

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Das Bühnenbild gestaltete: Heiner Schaufelberger

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Der Vorsitzende der Markgräfler Gutedelgesellschaft und Spender des Preises (225 Liter  bezw. 300 Flaschen Gutedel): Der Müllheimer Winzer Hermann Dörflinger

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Die Laudatio hielt Christoph Wirtz.

Markgräfler Gutedelpreis 2018

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (Mitte) wurde für kreativen Eigensinn mit dem Markgräfler Gutedelpreis ausgezeichnet. Den Preis – 225 Liter Gutedel – überreichten Christoph Wirtz (l.) und der Müllheimer Winzer Hermann Dörflinger.

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Alice Schwarzer im Gespräch mit Christoph Wirtz

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Markgräfler Gutedelpreis 2018

Für „ebbis guets“ – wie es im Programm hieß – sorgte die mit zwei Sternen dekorierte Spitzenköchin Douce Steiner mit ihrem dreiköpfigen Team – übrigens auch alles Frauen.

Ein Ausschnitt der Fernsehsendung „Der 7. Sinn“ über Frauen im Straßenverkehr sorgte für Heiterkeit im voll besetzten großen Saal des Bürgerhauses.

Mehr Bilder im Flickr-Album Markgräfler Gutedelpreis 2018

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136. Müllheimer Weinmarkt

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Der letzte Freitag im April ist für die Weinerzeuger des Markgräflerlands ein Feiertag. Bereits zum 136. Mal fand mit dem Müllheimer Weinmarkt, der älteste Weinmarkt in Baden statt.

Erstmals waren neben Qualtitäsweinen und Winzersekten auch so genannte Landweine und Schaumweine (Seccos) zugelassen.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke vom Weinmarkt 2018 im Müllheimer Bürgerhaus:

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Die Badischen Weinhoheiten tragen sich ins goldene Buch der Stadt Müllheim ein.
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Für passendes Flair sorgte auch die Markgräfler Trachtengruppe aus Weil am Rhein.
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In der Mitte des großen Saals konnten auch die diesjährigen Gutedel-Cup-Gewinner probiert werden.

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Das derzeit vakante Bürgerhaus-Restaurant wurde zur Markthalle umfunktioniiert, hier boten Partnerbetriebe aus der Müllheimer Gastronomie kleine Leckereien zum Wein an.
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Dank sei dem Gutedel

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Die begehrten Trophäen

Es war ein wahres Fest für den Gutedel: Die 22. Verleihung des Markgräfler Gutedel-Cups durch den Verein Markgräfler Wein am Donnerstagabend im Kurhaus in Badenweiler.

Mit den Worten „Dank sei dem Gutedel“, unterstrich der Vorsitzende Markus Büchin die Bedeutung der Rebsorte für die Markgräfler Winzer.

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Die Schirmherrin des Gutedelcups: die Markgräfler Weinprinzessin Hannah Herrmann

Die Schirmherrin, die Markgräfler Weinprinzessin Hannah Herrmann sowie das Moderatorenduo, die badische Weinköniging Franziska Aatz sowie der Bereichsvorsitzende des Markgräflerlands und Vizepräsident des Badischen Weinbauverbands Ernst Nickel überreichten nicht nur die vier Trophäen in den Kategorien Edelsüß, Qualitätswein trocken, Kabinett trocken und International sondern auch je einen Pokal für den besten Gutedel aus der Schweiz sowie vom Weinbaugebiet Saale-Unstrut.

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Die Bande „Hudo“ mit dem singenden Kellermeister Martin Schneider

Für die musikalische Umrahmung der Gutedel-Gala sorgte die Band Hudo um den singenden Kellermeister Martin Schneider.

Die Sieger

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Gib eine Die Weinhoheiten mit den Preisträgern (v.l.): die Badische Weinkönigin Franziska Aatz, Jacques Francois Kuonen (bester Schweizer Wein), Kellermeister Andreas Philipp vom Winzerkeller Auggener Schäf (Sieger in den Kategorien Edelsüß und Kabinett trocken), Kellermeister Roland Braun vom Weinhaus Pfaffenweiler (Sieger in der Kategorie International), Geschäftsführer Andreas Clauß vom Thüringer Weingut Bad Sulza (Bester Wein der Region Saale-Unstrut), Kellermeisterin Stefanie Langenbacher vom Badischen Winzerkeller Breisach (Sieger in der Kategorie Qualitätswein trocken).Beschriftung ein

Sieger in der Kategorie Qualitätswein trocken ist der Badische Winzerkeller Breisach mit einem 2017er Seefelder Maltesergarten. Gleich zwei erste Preise heimste der Winzerkeller Auggener Schäf ein, mit dem ersten Platz in der Kategorie Kabinett trocken für einen 2017er Laufener Altenberg sowie in der Kategorie Edelsüßs mit einem 2016er Auggener Schäf Eiswein Barrique.

Den ersten Platz in der Kategorie International belegte das Pfaffenweiler Weinhaus mit einem 2017er Arenit Sancta Clara Chasselas.

Als bester Schweizer Wein wurde der Eiswein 2016 Valais Blanc de Glace von der Gregor Kuonen Caveau de Salquenen ausgezeichnet, der in der Kategorie Edelsüß den zweiten Platz belegt. Bester Wein aus der Region Saale-Unstrut war ein 2017er Gutedel vom Thüringer Weingut Bad Sulza.

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Gleich zweimal durfte Kellermeister Andreas Philipp vom Winzerkeller Auggener Schäf die begehrte Trophäe in den Kategorien Edelsüß und Kabinett trocken entgegennehmen.

 

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Gutedelpreis für Kretschmann

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Er ist der erste grüne Ministerpräsident in Deutschland und Mitbegründer der Grünen in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann. Nicht immer ist der pragmatische, Konsens- und Kompromiss suchende Politiker auf der Linie seiner Partei. Grund genug für die Markgräfler Gutedelgesellschaft den baden-württembergischen Ministerpräsidenten mit dem Gutedelpreis für „öffentlich wirksamen, kreativen Eigensinn“ auszuzeichnen. Der Preis: ein 225-Liter-Fass Markgräfler Gutedel – gespeicherte Sonnenenergie im Eichenfass.

Hier ein paar fotografische Impressionen von der Preisverleihung im Neuenburger Stadthaus.

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Der Freiburger Jazzchor unterhielt mit Musik aus der Gründungszeit der Grünen, als in Wyhl erfolgreich gegen den Bau eines Atomkraftwerks gekämpft wurde.

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Dodokay alias Dominik Kuhn erklärt die Welt auf schwäbisch.

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Helmut Lörscher, Pianist und Professor an der Musikhochschule Freiburg, begeisterte mit Jazzvariatonen des Volkslieds „Auf der schwäbsche Eisebahne„.

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Christoph Wirtz hielt die Laudatio auf den Preisträger.

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Eintrag ins goldene Buch der Stadt Neuenburg

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Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Gutedelpreis für Kretschmann

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Gutedel-Cup und Weinmarkt

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Zum 21. Mal verlieh der Verein Markgräfler Wein den Gutedel-Cup, zum 11. Mal fand die Verleihung im Kurhaus von Badenweiler statt.

Die letzte Aprilwoche steht im Markgräflerland ganz im Zeichen des Weins: In Badenweiler wurden die besten Gutedel prämiiert und in Müllheim gibt es mit der 135. Auflage des Müllheimer Weinmarkts ein Schaufenster der Markgräfler Weine.

 

Mit einer Gala im Kurhaus in Badenweiler wurden am Donnerstagabend die Gewinner des Gutedel-Cups gekürt und der Gutedel gefeiert. Dabei war den meisten Weinerzeugern wenig nach feiern zumute.

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Angesichts der Frostschäden der vergangenen Tage sei wenigsten Weinproduzenten nach feiern zumute, stellte der Vorsitzende des Vereins Markgräfler Wein, Markus Büchin (r.). fest.

„Wir sollten heute feiern, aber den meisten Produzenten ist nicht danach. Die vergangenen Tage waren ein harter Schlag“, betonte der Vorsitzende des Vereins Markgräfler Wein, Markus Büchin mit Blick auf den Frost, der den Reben arg zugesetzt hat. Aus ingsgesamt 236 Gutedel-Weinen wurden die besten Weine der Kategorien QbA trocken, Kabinett trocken, Selektion/International und süß ermittelt.

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Die Badische Weinkönigin Magdalena Malin (v.l.), Martin Schneider, Andreas Philipp, Michael Wiesler, Wolfgang Löffler und die Markgräfler Weinprinzessin Franziska Aatz.

Die Weinhoheiten und die Gewinner des Gutedelcups: Die Badische Weinkönigin Magdalena Malin aus Meeersburg am Bodensee, Martin Schneider (Winzergenossenschaft Hügelheim, Sieger in der Kategorie QbA mit einem 2016er Hügelheimer Schlossgarten), Andreas Philipp (Winzerkeller Auggener Schäf, Sieger in der Kategorie Kabinett mit einem 2016er Auggener Schäf Kabinett), Michael Wiesler (Weingut Wiesler aus Staufen, Sieger in der Kategorie Selektion/International mit einem 2015er Staufener Schlossberg), Wolfgang Löffler (Weingut Löffler aus Staufen-Wettelbrunn, Sieger in der Kategorie süß mit einer 2015er Ballrechter Castellberg Trockenbeerenauslese) sowie die Schirmherrin des Gutedel-Cups, die Markgräfler Weinprinzessin Franziska Aatz.

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Das Duo „Wombats“ sorgte für die musikalische Umrahmung
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Es ist nicht die erste Trophäe für den Auggener Kellermeister Andreas Philipp beim Gutedel-Cup, aber die erste Auszeichnung in der Kategorie „Kabinett trocken“.
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Eisweinlese

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Frostige minus 11 Grad zeigte das Thermometer am Dreikönigsmorgen. Noch bei Dunkelheit begannen die Auggener Winzer für den ersten Wein des Jahrgangs 2017: Rund 1300 Liter Gutedel-Eiswein mit einem Mostgewicht von bis zu 194 Grad Öchsle sind der Lohn für Geduld und kalte Füße.

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Nach Sonnenaufgang bot sich den Winzern ein wunderschöner aber Kalter Morgen mit blauem Himmel und herrlichem Ausblick auf die Rheinebene.

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Kellermeister Andreas Philipp (r.) und Winzer Friedrich Krumm

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Mehr Bilder von der Eisweinlese in der Flickr-Bildergalerie

Impressionen von der Eisweinlese in den vergangenen Jahren:

 

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Gutedelwandertag: Oshiya für den Müllheimer Bahnhof

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Start der Gutedelwanderung in Efringen-Kirchen

Vatertag ist im Markgräflerland immer auch Gutedeltag. Der Verein Markgräfler Wein lädt alljährlich an Christi Himmelfahrt zum Gutedeltag ein. In einem Jahr findet die längste Gutedelweinprobe der Welt zwischen Müllheim und Staufen statt, im andern Jahr wird dann auf dem Markgräfler Wiiwegli zwischen Bad Bellingen und Efringen-Kirchen gewandert.

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Blick auf Basel

Dieses Jahr war Gutedelwandertag zwischen Bad Bellingen und Efringen-Kirchen. Die alte Römerstraße bietet tolle Aussichten auf die Rheinebene mit Rhein, Rheinseitenkanal und den Vogesen sowie oberhalb von Efringen-Kirchen auf Basel. Bestes Fotowetter mit strahlend blauem Postkartenhimmel – nur die Alpensicht hat gefehlt, dafür wars dann doch zu warm und zu diesig.

Mit dem Zug ging es zunächst von Müllheim nach Efringen-Kirchen. Große Überraschung am Müllheimer Bahnhof. Lange Schlangen an beiden Fahrkartenautomaten. Glücklicherweise waren wir früh genug da,und konnten gerade noch rechtzeitig unsere Billets lösen – ohne uns des „Erschleichens von Leistungen“ strafbar zu machen.

Die Bedienung der Fahrkartenautomaten ist wenig intuitiv: Mehrfach muss man einfach nur weiter klicken, was bei dem träge reagierenden Touchscreen eine Herausforderung ist. Das funktioniert an einem Mini-Smartphone  deutlich besser. Und statt sich durch unzählige Abfragen, wieviele Personen, Erwachsene oder Kinder, sofort oder später, hin- und zurück durchklicken zu müssen, wäre ein Button „Sofort kaufen“ an den Automaten längst überfällig. Online-Händler wie Amazon machen das schon lange vor. Auch blöd: Die Automaten nehmen nur Fünf- und Zehn-Euro-Scheine – Pech für den jungen Mann vor uns, der sich mühsam durch das Menü geklickt hat, und am Ende nur einen 20-Euro-Schein hatte.

Die nächste Überraschung folgte, als der Zug mit fünf Minuten endlich eintrifft. Der war schon in Müllheim „bumsvoll“. Eigentlich hätte es hier schon wie in der U-Bahn in Tokio so genannte „Oshiya“ (Drücker) gebraucht, die die Leute in den Zug drücken. Wir sind hineingekommen, doch die Fahrgäste in Auggen und Schliengen hatten weniger Glück, vor allem die, welche mit Kinder- oder Bollerwagen unterwegs waren.

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In Efringen-Kirchen genossen wir in den Reben zunächst die herrliche Aussicht auf Basel, bevor wir uns weiter auf den Weg über Huttingen, Blansingen und Bamlach nach Bad Bellingen machten. Immer wieder tolle Aussichtspunkte mit Blick auf den Hochblauen im Nordosten oder nach Westen auf Mulhouse mit dem Europaturm, dem Schleusenwärterhäuschen von Le Corbusier in Niffer oder auf die Schleusen des Rheinseitenkanals bei Otmarsheim.

Hier ein paar fotografische Eindrücke von der Gutedelwanderung:

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Blick zum Blauen

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Das Stauwehr bei Märkt und Basel

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Blick in die Vogesen mit dem Grand Ballon

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Bei der Männlin Straußi in Bamlach sorgten die Musiker von Blosmaschii für Stimmung.

Mehr Bilder in der Flickr-Bildergalerie!

Die Wanderroute in Google Maps

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20 Jahre Markgräfler Gutedelcup – Chasselas erobert Paris

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Strahlende Sieger und Weinhoheiten bei der Verleihung des Markgräfler Gutedelcups 2016 (v.l.): Isabella Vetter (Badische Weinkönigin), Marina Bläsi (Markgräfler Weinprinzessin), Kellermeister Andreas Philipp (Winzerkeller Auggener Schäf, Sieger in der Kategorie edelsüß mit einem 2014er Auggener Schäf Eiswein Barrique), Annette Seywald (Weingut Steinle, Siger in der Kategorie Kabinett trocken mit einem 2015er Dottinger Castellberg), Andrea Engler-Waibel (Weingut Engler in Müllheim, Sieger in der Kategorie Qualitätswein trocken mit einem 2015er Müllheimer Gutedel), Claude-Alain Mayor (Les Artisans Vignerons d’Ollon, Sieger in der Kategorie Selektion/International mit einem 2015er Ollon Faveur des Muses) sowie die Deutsche Weinköigin Josefine Schlumberger.

Zum 20. Mal wurde am Mittwoch vom Verein Markgräfler Wein der Markgräfler Gutedelcup verliehen. 20 Jahre in denen sich der Gutedel durch die Arbeit von  innovativen Winzern und Kellermeistern vom Schoppenwein zu einem Premium-Produkt gewandelt hat, und heute den Vergleich mit großen internationalen nicht mehr zu scheuen braucht.

Die Verleihung fand zum zehnten Mal im festlich geschmückten Kurhaus in Badenweiler statt.

Nach dem Vorbild des Gutedelcups wird seit fünf Jahren auch in der Schweiz der Wettbewerb Mondial du Chasselas ausgetragen. Auf Initiative der Schweizer Winzerinnen und Winzer ist der Fendant oder Chasselas – wie der Gutedel auf französisch heißt – dezeit dabei, die  französischen Metropole Paris zu erobern.

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„Unser Gutedel ist zu gut für die große Bühne“, meinte die deutsche Weinkönigin Josefine Schlumberger aus Laufen.

Insgesamt gingen 216 Weine in diesem Jahr beim Wettbewerb an den Start. Neben den 85 Weinen in der Kategorie QbA trocken waren es in diesem Jahr 37 Weine in der Kategorie „Kabinett trocken“, soviel Kabinettweine wie noch nie, was unter anderem auf den trockenen und warmen Sommer 2015 zurückzuführen ist, so dass die Gutedeltrauben beim  Mostgewicht die Schallmauer von 80 Grad Öchsle überschritten

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„2015 war ein fabelhafter Jahrgang, da konnte eigentlich jeder Gutedel machen“, gibt sich Andrea Engler-Waibel (links)  vom Weingut Engler in Müllheim bescheiden und freute sich über den Pokal in der Kategorie „QbA trocken“, den Sponsor Willi Zimber überreichte.

 

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„Eiswein ist nicht einfach“, sagt der Auggener Kellermeister Andreas Philipp. So habe es 2014 nur eine Nacht gegeben, in der es kalt genutg war: am 28. Dezember 2014
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Eisweinlese 2014 in Auggen
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Die Gutedelcup-Sieger 2016

Die Gutedelcup-Sieger 2016

Platz QbA trocken Kabinett trocken Edelsüße Weine Selection trocken (Int.)
1. 2015 Müllheimer Gutedel, Weingut Engler Müllheim 2015 Dottinger Castellberg, Weingut H. Steinle Ballrechten-Dottingen 2015 Auggener Schäf Gutedel Barrique, Winzerkeller Auggener Schäf 2015 Ollon Faveur des Muses Chasselas Chablais AOC, Les Artisans Vignerons d’Ollon
2. 2015 Schliengener Sonnenstück, Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim 2015 Ballrechten-Dottinger Castellberg, Weingut W. Löffler Wettelbrunn 2011 Ballrechten-Dottinger Castellberg Trockenbeerenauslese, Weingut W. Löffler Wettelbrunn 2015 Passage du romain Chablais Chasselsas Grand Cru AOC, Obrist SA Vevey
3. 2015 Ebringer Gutedel, Winzerhof Ebringen

2015 Freiburger Gutedel, Staatsweingut Freiburg

2015 Heitersheimer Maltesergarten, Eco Vin Weingut Feuerstein Heitersheim 2013 Auggener Schäf Trockenbeerenauslese, Winzerkeller Auggener Schäf 2014 Haltinger Gutedel / Chasselas, Haltinger Winzer

 

 

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„Jeder Tag ist ein Gutedeltag“

Weingläser

„Jeder Tag ist ein Gutedeltag“, sagte die Vorsitzende des Vereins Markgräfler Wein bei der Eröffnung des Gutedeltags. Alle zwei Jahre verwandelt sich an Christi Himmelfahrt die Badische Weinstraße zwischen Müllheim und Staufen in die längste Weintheke der Welt. 32 Winztergenossenschaften und Weingüter luden auf der rund 14 Kilometer langen Strecke zum probieren ein. Auch in diesem Jahr machten sich wieder tausende zu Fuß oder mit dem Rad auf den Weg. Nicht nur „Väter“ nutzten die Gelegenheit für einen Vatertagsausflug – auch immer mehr Damenrunden sind mit dem Bollerwagen unterwegs.

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Bei der Eröffnung mit der Markgräfler Weinprinzessin Melissa Fünfgeld vor dem Kapuzinerhof in Staufen.

Hier ein paar fotografische Eindrücke von der Strecke!

Gutedeltag in  Zunzingen

Gutedeltag in Zunzingen

Gutedeltag in Zunzingen

Gutedeltag - Anstieg von Zunzingen zum Judengalgen

Ein paar Bilder mehr sind in der Picasa Bildergalerie zu finden.