Scheibenfeuer in Niederweiler
Fotografie, Veranstaltungen

Schiibi, Schiibo, d’Schiibe soll go …

Scheibenfeuer

Die alte Fasnacht endet traditionell mit dem Scheibenfeuer am Funkensonntag. Hier ein paar fotografische Impressionen vom Schiibefiier in Niederweiler auf dem Innerberg.

Scheibenfeuer

Scheibenfeuer

Scheibenfeuer

Scheibenfeuer

Scheibenfeuer

Scheibenfeuer

Scheibenfeuer

Mehr Fotos in der Picasa Bildergalerie und im Blog der Markgräflerin „Lebensart im Markgräflerland

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Fotografie, Veranstaltungen

Sichelhenke – Sichlehenki in Steinenstadt 2013

Stimmungsvolle Bilder der Markgräflerin von der Sichlehenki in Steinenstadt.

Lebensart im Markgräflerland

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Sichelhenke oder Sichlehenki – die Ernte ist vorbei und die Sichel wird vorerst nicht mehr gebraucht. Sie wird ans Hoftor gehängt und es ist Zeit, die Ernte zu feiern. In Steinenstadt wird die Sichelhenki, das älteste deutsche Erntefest am 24. August, dem Bartholomäustag gefeiert, besser gesagt am Sonntag um den Bartholomäustag. Viel mehr möchte ich dazu gar nicht schreiben – die Steinenstädter hatten wieder mal das beste Wetter bestellt  – lasst euch einfach von den schönen Bildern verzaubern.

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Abmarsch zum Umzug durch das Dorf (im Hintergrund unser schöner Berg Blauen).

Die Markgräfler Tracht

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Die Bauern und Feldarbeiter

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Die Musik darf natürlich auch nicht fehlen:

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Ei, ei, ei – Eierspringen und Urzeitkrebse

Eichener See
Der Eichener See ist ein nur zeitweilig erscheinender Karstsee.

Spontan haben wir uns am Ostermontag für einen kleinen Ausflug an den Eichener See entschieden. Hier findet am Ostermontag das traditionelle Eierspringen statt.

Eierspringen in Eichen
Eierspringen in Eichen

Eierspringen

Alljährlich findet im Dinkelberg-Dorf Eichen am Ostermontag (14 Uhr) das Eierspringen statt. Der alte Brauch des Eierlaufens oder Eierspringens wird aber auch in vielen Orten des Markgräflerlandes und der Nordwestschweiz begangen.

Ansager Eierspringen Eichen
 

Der Auftakt vom Eierspringen ist das Einsammeln von frischen, rohen Eiern am Ostersonntagnachmittag. Das Ange-Bäbi und der Bäberich gehen in Märgkräfler Tracht durch das Dorf und sammeln in Begleitung des Butzimummel Eier und „Ange“ (Butter) für das Spiel und den „Eierangeball“ ein.

Eierspringen
Der Eierläufer legt die rohen Eier auf den Sägemehl-Nestern ab. Die Butzimummel beschützen die Eier vor Eierdieben.

Ein Läufer legt einzeln Eier auf Sägemehlhäufchen aus, dabei kreist er immer wieder vom Eierkorb zu den Sägemehlhäufchen und legt ein Ei dort ab. Der Läufer zieht dabei immer größere Bahnen, bis alle Sägemehlhäufchen mit je einem Ei bestückt sind. Anschliessend sammelt er die Eier Stück um Stück wieder ein, so dass die Kreise wieder kleiner werden. Die Zuschauer können die Eier aus den Sägemehlhäufchen stehlen. Die Butzimummel, die jungen unverheirateten Hochzeiter, haben die Aufgabe, die ausgelegten Eier zu schützen. Erwischen sie den Eierdieb, bekommt dieser mit schwarzer Schuhcreme das Gesicht gefärbt.

Kleiner Eierdieb
Der kleine Eierdieb war erfolgreich!

Außerdem sind da noch zwei Läufer, die nach langer Tradition über die Felder nach Kürnberg in das Gasthaus Sternen laufen und dort eine Flasche Wein holen.

Das ganze ist ein sportlicher Wettkampf zwischen dem Läufer im Feld und den Läufern über die Felder nach Kürnberg und zurück.

Die Regel sagt: Wenn die Läufer von Kürnberg zurückkommen, müssen sie bis zu einer Bank oberhalb vom Eichener See laufen und kommen dann zurück zum Spielfeld. Sobald die zwei Läufer gesichtet werden, darf der Läufer im Spielfeld die Eier Stück für Stück wieder einsammeln. Die Zuschauer haben jetzt die Möglichkeit, den Ausgang des Spiels zu beeinflussen. Die „gestohlenen“ Eier können jetzt wieder von den Zuschauern auf die Sägemehlhäufchen abgelegt werden, so dass es dem Läufer im Feld erschwert wird, alle Eier einzusammeln, bevor die Läufer aus Kürnberg das Feld erreichen. Schafft er dies nicht, hat er verloren und die zwei Läufer, die nach Kürnberg gelaufen sind haben gewonnen.

Eierspringen


Eierspringen Großer Publiumszuspruch beim Eierspringen am Eichener See.

Der Eichener See

Eichener See
Naturphänomen Eichener See. Wegen seiner seltenen Urzeitkrebse steht der See unter Naturschutz.

Der Eichener See ist ein nur zeitweise erscheinender Karstsee beim Schopfheimer Ortsteil Eichen auf dem Dinkelberg. Erstmals urkundlich erwähnt wird der See 1771, als fünf Menschen von einem gekenterten Boot in ihm ertranken.

Naturdenkmal Eichener See
Naturdenkmal Eichener See

Die erste wissenschaftliche Beschreibung stammt von Heinrich Sander, Professor am Gymnasium illustre in Karlsruhe, erschienen im Jahr 1782 in der Zeitschrift „Der Naturforscher“.

Infotafel am Eichener See
Infotafel am Eichener See

In der Landgrafschaft Sausenburg ligt in einem waldigen Thal, linkerhand von Basel, das Landstädtchen Schoopfen. Zum Gebiet und zum Kirchsprengel dieser Stadt, gehört das Dörfchen Eichen, das nur eine Viertelstunde von Schopfen und von dem Fluß Wiese, der oft so erstaunlich groß werden kann entfernt ist, und im Bann dieeses kleinen Ortes liegt der Landsee, der davon den Namen hat Eichener See.
Der See liegt auf einem ziemlich erhöhten Ort, woselbst gewöhnlich kein Wasser ist. Rings um ihn ist Ackerfeld und Fohrenwald. Das Dorf dabei und die Felder liegen alle tiefer.
Seine Größe ist ungleich und verschieden. man berechnet gemeiinglich die Breite auf einen und die Länge auf zwei Büchsenschüsse. Zuweilen faßt der See sechs bis acht Morgen sich. Auch ist er oft in einem Jahr tiefer als im Andern. Da wo die größte Tiefe ist, hat man schon gegen 16 Schuh gefunden.
[…]
Das merkwürdigste des Sees ist, dass er bald anläuft, bald austroknet.
Das Anlaufen oder Anschwellen des Sees hält keine bestimmte Zeit. Oft läuft die Wiese vom vielen Regenwasser gewaltig an und der See wird deswegen doch nicht grlßer. Oft sieht man in zwei bis drei Jahren nicht, daß hier ein See ist. oft sammelt sich das Wasser in einem Jahr zwei und mehrmale. Am Boden des Sees sieht man keine grossee Löcher, keine besondere Oefnungen, aus welchem das Wasser gewöhnlich und häufig hervorkäme. In vielen kleinen Bläschen, wie aus Wurmlöchern, quillt es nach und nach herauf. Oft wird der See sichtbar, wenn in den umliegenden Gegenden alles trocken und nirgends Wasser zu finden ist. Oft bleibt der See sieben – oft neuen Wochen stehen. Oft wird es ein Vierteljahr bis er wieder abläuft. Man sieht alsdann keine anderen Thiere darinn als Frösche und Kröten.
[…]

(mehr)

Der Eichener See
Der Eichener See

Der Eichener See steht schon seit 1939 unter besonderem Schutz. Als flächiges Naturdenkmal mit einer Größe von 3,75 ha wurde es im Jahr 1983 ausgewiesen. Es gibt nämlich doch mehr als die beschriebenen Frösche, Kröten und Enten im See: Er ist Heimat des seltenen Blattfußkrebses (Tanymastix Lacunae), auch Kiemenfußkrebs genannt. Für dessen Entwicklungszyklus ist ein Austrocknen des Seegrundes überlebenswichtig. Der Eichener See ist der einzige gesicherte Fundort seiner Art in Deutschland. Diese „Urzeitkrebse“ sind wahrscheinlich vor über 400 Millionen Jahren im Meer entstanden, wurden aber vor langer Zeit gezwungen in Binnengewässer auszuweichen.

Eierspringen am Eichener See
Eierspringen am Eichener See

Bei „Urzeitkrebsen“ werden Kindheitserinnerungen wach: Wer hat nicht die Urzeitkrebse aus dem Yps-Heft in einer gläsernen Blumenvase daheim im Kinderzimmer gezüchtet.

Eichener See
Der Eichener See erscheint nur zeitweilig. Gespeist wird er durch Grundwasser aus einer 40 Meter unter dem See liegenden Höhle.

Der Eichener See liegt auf der Eichener Höhe in Richtung Bad Säckingen. Der See bildet sich in unregelmäßigen Abständen durch Zutagetreten von Grundwasser in einer Doline. Der Grundwasserstauer, die Letten des mittleren Muschelkalks, liegt etwa 40 Meter under der Erdoberfläche. Dort unten ist das Grundwasser in einer Höhle.
Durch lange Regenzeiten oder durch die Schneeschmelze führen nun diese unterirdischen Bäche Hochwasser, und das staut sich, da die Abflüsse das Wasser nicht mehr zu fassen vermögen.
Aus diesem Grunde drückt es das Wasser durch die Kalkschichten des oberen Muschelkalks hindurch, bis es an der Oberfläche regelrecht zwischen den Grashalmen hervorsprudelt, dann wird die Mulde gefüllt. Das Wasser steigt langsam und kann 3 Meter tief werden, dann sind etwa 2 1/2 ha Land unter Wasser gesetzt. Der auf diese Weise gebildete See kann so mehrere Wochen oder gar Monate bestehen und verschwindet dann langsam, wobei das Wasser im Boden versickert. Der See hat weder einen oberirdischen Zu- noch Abfluss.

(Quelle: Stadt Schopfheim)

Weitere Infos zum Eichener See sind auf der Homepage des Landratsamts Lörrach zu finden. Hier gibt es auch einen Flyer als PDF-Datei zum Download.

Traktor

Mehr Bilder in der Picasa Bildergalerie!

Museumscafé Riedlingen
Museumscafé Riedlingen

Zum Abschluss machten wir noch im Kanderner Ortsteil Riedlingen im Landhof Riedlingen Station. Gemütliches Ambiente, dazu ein sehr interessantes Museum in der Scheune mit Puppenstuben und Teddybären. Mehr dazu demnächst in einem Ausgehtipp bei der Markgräflerin: Ostermontags-Ausflug mit gemütlicher Einkehr

Puppenstube
Puppenstube
Fotografie

Aerodynamische Aspekte eines alten Brauchs

Schiibi - Schiibo - die Schiibe soll goh ...
Schiibi – Schiibo – d‘ Schiibe soll goh, …

Ein Artikel der Zeitschrift Physik in unserer Zeit beschäftigt sich mit der Aerodynamik des Scheibensc
Ein Artikel der Zeitschrift Physik in unserer Zeit beschäftigt sich mit der Aerodynamik des Scheibenschlagens.

Die Fasnacht und das Scheibenfeuer sind zwar schon ein paar Tage vorbei. In der aktuellen März-Ausgabe der Zeitschrift „Physik in unserer Zeit“ ist ein Artikel der sich mit dem Markgräfler Scheibenfeuer und dem Scheibenschlagen unter physikalischen Gesichtspunkten befasst.

Der Autor, Professor Werner Nachtigall aus Saarbrücken, war vom Brauch des Scheibenschlagens so angetan, dass er sich intensiv mit der dahinterliegenden Physik befasste und das aerodynamische Verhalten untersuchte. Wie hoch sind Startgeschwindigkeit und Startimpuls der Scheibe? Wie wirkt sie als Flugkörper und wie stabilisiert sie ihren Flug? Das sind die Fragen, die den Naturwissenschaftler beschäftigen.

Ein Fazit lässt sich beim Lesen des Artikels schnell ziehen: Unsere Vorfahren waren schon „Käpsele“ und haben die Scheiben perfekt konstruiert.

… d‘ Schiibe soll surre, …

Fotografie, Veranstaltungen

Winzerfestumzug in Auggen

Winzerfestumzug
Farbenfrohe Trachten gab’s beim Winzerfestumzug in Auggen zu sehen.

Höhepunkt des Auggener Winzerfestes ist alljährlich der Festumzug am Sonntagnachmittag.

Winzerfestumzug
Die Kutsche mit den Weinhoheiten aus dem Markgräflerland, Baden und dem Elsass.

Strahlend blauer Himmel, bunte Trachten und schmucke Festwagen zum 90. Geburtstag des Winzerkellers Auggener Schäf bekamen die Besucher beim traditionellen Winzerfest-Umzug in Auggen zu sehen. Knapp 50 Gruppen mit rund 1500 Teilnehmern boten einen ebenso farbenfrohen wie abwechslungsreichen Umzug. Entsprechend zahlreich säumten die Zuschauer die Auggener Straßen. Und natürlich wurde auch reichlich Auggener Wein vom Schäf und Letten aus steinernen Krügen an die Zuschauer ausgeschenkt.

Winzerfestumzug
Bäuerliches Leben von früher zeigte der Heimat- und Dorfplegeverein aus Steinenstadt.

Neben den verschiedenen Trachten von der Ortenau über den Schwarzwald bis zum Hotzenwald gab es auch die Markgräfler Tracht reichlich zu sehen.

Winzerfestumzug
Markgräfler Tracht

Anlässlich des 90-jährigen bestehens des Winzerkellers Auggener Schäf zeigten die Winzerinnen und Winzer mit ihren Festwagen den Jahreslauf im Weinberg und im Keller.

Winzerfestumzug
Festwagen zum Frühjahr in Weinberg und Keller
Winzerfestumzug
Im Frühjahr wird der junge Wein in Flaschen gefüllt.
Winzerfestumzug
Der Bammert (Rebhüter)
Winzerfestumzug
Er gehört zum Winzerfestumzug einfach dazu: Weingott Bacchus alias Walter „Poldi“ Grießhaber

Mehr Bilder in der Picasa Bildergalerie und bei der Markgräflerin!

Fotografie

Müllheims aktive Unterstadt schmückt Brunnen

Kaiserbrunnen
Der geschmückte Kaiserbrunnen in der Müllheimer Unterstadt

Die Bürgerinitiative Aktive Unterstadt in Müllheim schmückte zu Pfingsten den Kaiser- und Löfflerbrunnen an der Müllheimer Hauptstraße.

Kaiserbrunnen
Zuerst der Kranz aus Tannenreisig …
Kaiserbrunnen
… dann kommen Schild und Blumen hinzu.
Kaiserbrunnen
Gute Geister sind am Werk.
Kaiserbrunnen
Die fleißigen Helfer von der „Aktiven Unterstadt“

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