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Baumkronenweg Waldkirch

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Der Baumkronenweg Waldkirch stand schon etwas länger auf unserer Liste der Ausflugsziele in der Region, die wir besuchen wollen. Am Ostermontag haben wir es endlich geschafft. Zu fünft fuhren wir nach Waldkirch. Da der Baumkronenweg im April und Oktober erst um 12 Uhr öffnet, konnten wir sogar ausschlafen. Von Mai bis September ist ab 11 Uhr geöffnet.

Parken kann man gut auf dem öffentlichen Parkplatz am Dettenbächle (neben der Firma Sick). Zu Fuß geht’s dann am Stadtrainsee vorbei in Richtung Schwarzwaldzoo. Kurz vorher geht es dann „gäch“ bergauf.  Der Weg ist gut ausgeschildert, einfach dem Eichhörnchen „Wipfelwilli“ den Naturerlebnispfad entlang folgen. Vom Parkplatz hinauf zum Baumkronenweg sind es knapp zwei Kilometer.

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Am Stadtrainsee

Der Baumkronenpfad liegt ziemlich direkt über dem Hugenwaldtunnel. Beim Aufstieg hat man zwischendurch immer wieder einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Kastellburg.

Die Herren von Schwarzenberg haben die Kastelburg um 1280 erbaut. Sie waren Schirmvögte des Klosters St. Margarethen. Die Burg war zur Zeit der vorderösterreichischen Kameralherrschaft Gerichtssitz und Standort des herrschaftlichen Gefängnisses. 1632 n.Chr. nahmen die Hochbergern sie ein. Kaiserliche Truppen zerstören die Burg 1634 nach dreitätiger Belagerung.

Quelle: Stadt Waldkirch

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Blick auf Waldkirch

Der Abenteuerpfad führt über Hängebrücken, Kletternetze und Wackelbrücken von Baum zu Baum. Der Weg ist rund 200 Meter lang und erfordert ein klein wenig Mut und Schwindelfreiheit.

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Abenteuerpfad
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Abenteuerpfad
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Ganz schön wacklig …
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… die Markgräflerin ist schwindelfrei.
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Kurz vor dem Ziel
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Geschafft

Am Ende des Abenteuerpfads gibt es noch einen Barfußpfad und einen Kinderspiel- und Picknick-Bereich. Hier beginnt auch der eigentliche Baumkronenweg. Dieser ist 200 Meter lang und fürht in bis zu 23 Meter Höhe, hier bekommt man einen Blick in und über die Baumkronen Richtung Schwarzwald sowie Richtung Rheinebene und Kaiserstuhl.

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Der Baumkronenweg mit Blick auf Waldkirch und den Schwarzwald
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Rund 20 Meter über dem Boden
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Blick nach Westen in die Rheinebene und auf den Kaiserstuhl. Die Vogesen verschwinden schon etwas im Dunst.

Wer will kann den Rückweg etwas abkürzen und die 190 Meter lange Röhrenrutsche nutzen. Das kostet zwei Euro, am Eingang/Kiosk gibt’s dann eine Rutschmatte dafür.

Auf dem Rückweg lohnt sich noch ein Halt im Biergarten des Restaurants Stadtrainsee direkt gegenüber der Hirschenbrauerei. Hier lassen sich die beim Aufstieg verbrauchten Kalorien mit einem Elsässer Wurstsalat oder einem Elztäler Dreierlei (Bibeleskäs, Brägele und Wurstsalat) sowie einem naturtrüben Bier wieder auftanken.

Mehr Bilder im Google Fotos Album Baumkronenweg Waldkirch

Nützliche Infos

Anfahrt: Für den Parkplatz Erwin-Sick-Straße in Waldkirch ins Navi eingeben.

Eintritt: 6,50 Euro Erwachsene;  5,50 Euro Schüler ab 16 Jahren; 4,50 Euro Kinder von 5 bis 15 Jahren. Die Fahrt mit der Riesenröhrenrutsche kostet 2 Euro.

Infos/Kontakt:  unter www.baumkronenweg-waldkirch.de/

 

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Heimatkunde: Die Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Sie stand schon lange auf der Liste unserer Ausflugsziele in der Region, die Badische Staatsbrauerei Rothaus. Also nutzten wir unseren „Heimatkunde“-Urlaub auch für einen Abstecher in den Hochschwarzwald. Rothaus ist ein Ortsteil der Gemeinde Grafenhausen, die noch andere Sehenswürdigkeiten, wie den idyllisch gelegenen Schlüchtsee, zu bieten hat.

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Der Rothaus-Eisenbahn-Waggon steht im Bahnhof Seebrugg.

Geschichte

Im Jahre 1791 wurde die Brauerei Rothaus durch das Benediktinerkloster St. Blasien bei der Gaststätte „Zum Rothen Haus“, die seit 1681 aktenkundig ist, gegründet. Fürstabt Martin Gerbert II. hatte den  Standort günstig gewählt, er bot ausreichende Wasservorkommen und durch seine Lage inmitten großer Wälder genug Holz zum Heizen in der direkten Umgebung. Die wichtige Handelsstraße von Freiburg über Grafenhausen nach Waldshut machte den abgeschiedenen Winkel zu einer geschäftigen Zwischenstation. Als höchstgelegener Punkt der Route lud Rothaus geradezu zum Verschnaufen ein. Es lag außerdem auf halbem Wege zwischen dem mächtigen Kloster St. Blasien und dessen neu erworbener Herrschaft Bonndorf.

Im Zuge der Säkularisierung 1806 fiel die Brauerei Rothaus an das Großherzogtum Baden und hieß ab diesem Zeitpunkt „Großherzogliche Badische Staatsbrauerei Rothaus“. Schon 20 Jahre nach der Gründung beschloss man aufgrund der wachsenden Nachfrage die erste Erweiterung der Produktionsstätten.

1875 investierte die Brauerei Rothaus in neue Technik: Ein Eisenbahn-spezialwaggon für den Biertransport, eine neue stärkere Dampfmaschine, eine neue Darre zur Malzproduktion, ein neuer Eiskeller, eine neue Hefereinigungs- und Sortiermaschine und weitere technische Geräte. Nur wenige Jahre später führte die Brauerei Rothaus das erste Rothaus Flaschenbier in den Handel ein. Weihnachten 1892 wurde das erste Rothaus Flaschenbier in St. Blasien verkauft. Fünf Jahre danach kaufte Rothaus ein „motorisiertes Transportfahrzeug“, der erste Rothaus LKW.

Das 20. Jahrhundert begann für die Brauerei Rothaus mit einem schweren Schlag. 1904 vernichtete ein Großbrand weite Teile der Brauerei, der Wiederaufbau sollte bis 1905 dauern.

Um im härter werdenden Wettbewerb zu bestehen und die Brauerei Rothaus nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen zu führen, wurde die Brauerei Rothaus 1922 in eine AG umgegründet. Diese ist heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg.

Edwin Nägele führte 1956 als damaliger Brauereidirektor das Tannenzäpfle in der 0,33 l Flasche ein.

Die anhaltend große Nachfrage nach Rothaus-Bieren hat in der Vergangenheit ständige hohe Investitionen notwendig gemacht, die die Brauerei Rothaus zu einem der modernsten Betriebe in Deutschland wachsen ließen.

So wurde beispielsweise im Jahr 2006 das neue Sudhaus eingeweiht. Die sämtlich in Edelstahl ausgeführten Sudgefäße, Gär- und Lagertanks und Verrohrungen ermöglichen die Herstellung von Bierspezialitäten nach herkömmlichen Methoden (kalte Gärung, lange kalte Lagerung) unter bestmöglichen hygienischen Bedingungen.

Quelle: http://www.rothaus.de

Impressionen

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Führung durch die Produktion

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Das Sudhaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Die Gärtanks, …

Badische Staatsbrauerei Rothaus

… jeder einzelne fast 180.000 Liter (umgerechnet mehr als 545.000 Zäpfle)

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Die Flaschenfüllanlage …

Badische Staatsbrauerei Rothaus

… füllt zwischen 40.000 und 60.000 Flaschen pro Stunde.

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Im Shop

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Die „Beer Wall“ mit der  Zäpfle-Familie

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Praktische Tipps

Badische Staatsbrauerei Rothaus AG 
Rothaus 1
79865 Grafenhausen-Rothaus

Führungen sind Montag bis Freitag um 12 und 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 12 und um 14 Uhr. Führungen kann man direkt unter dem folgenden Link buch: Brauereibesichtigung

Brauereigasthof: Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 12  bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 11.30  bis 22 Uhr. Durchgehend warme Küche bis 20.30 Uhr.

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Sehr zu empfehlen ist eine Einkehr im Brauereigasthof. Über die kulinarische Seite unseres „Heimatkunde“-Urlaubs berichtet die Markgräflerin in ihrem Blog „Lebensart im Markgräflerland„.

Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Badische Staatsbrauerei Rothaus

Lohenswert ist übrigens auch ein Besuch der Feldschlösschen-Brauerei im schweizerischen Rheinfelden, die wir im Sommer 2011 besichtigt haben.

Film, Fotografie, Reisen

Abifahrt reloaded: Brügge – Venedig des Nordens

Belfried Brügge
Der Belfried

25 Jahre ist es her, da ging’s mit Dr. Lauterbach auf Abifahrt ins belgische Brügge, auch bekannt als „Venedig des Nordens“.

Grachten
Die Grachten gaben Brügge den Namen Venedig des Nordens

Irgendwie wollte ich schon lange mal wieder in das schöne Städtchen reisen, dessen mittelalterliches Stadtzentrum mittlerweile von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. In diesem Urlaub hat es endlich geklappt!

Marktplatz Brügge

Marktplatz Der Marktplatz

Erste Anlaufstation waren natürlich die Pommes-Buden (Frietkot) direkt am Marktplatz: Belgische Frieten mit Saus Américaine – wie vor 25 Jahren!

Belgische Fritten sind die Besten!
Belgische Fritten sind die Besten!

Das Jugendgästehaus direkt am Marktplatz gibt es wohl nicht mehr, dafür gab es die Pubs am Eiermarkt noch. Naja, mittlerweile wollen wir es etwas gediegener und sind dann doch nebenan bei der Brasserie „het Hof van Rembrandt“ eingekehrt. Empfehlenswert sind die große Bierauswahl und die Käse- und Garnelenkroketten. Urgemütlich ist es auch im Café „‚t Brugs Beertje“ – wobei man sich von der Bezeichnung „Café“ nicht täuschen lassen sollte.

Brugs Beertje

Brugs Beertje Brugs Beertje

Auch eine Brauereibesichtigung gehört zu einem Brügge-Trip dazu: Die Brouwerij De Halve Maan (Bruggse Zot & Straffe Hendrik) lohnt einen Besuch. Vom Dach aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Auch kann man hier gut und preiswert Mittagessen – allerdings nur bis 15 Uhr.

Brouwerij De Halve Maan
Brouwerij De Halve Maan

Natürlich darf die Kultur nicht fehlen. Die dreitägige Brügge-City-Card mit Eintritt in (fast) alle Museen haben wir reichlich ausgenutzt. Lohnenswert ist neben dem Groneingemuseum mit den flämischen Meistern vor allem die noch neue interaktive Ausstellung „Historium“ direkt am Marktplatz, diese gibt einen Einblick in das mittelalterliche Brügge.

Groeningemuseum
Groeningemuseum
Windmühle
Windmühle
Beginenhof
Beginenhof

Wer sich für die kulinarischen Aspekte Brügges interessiert wird im Blog „Lebensart im Markgräflerland“ der Markgräflerin fündig.

Zum Schluss noch ein kleiner Filmtipp: „Brügge sehen und sterben“ mit Colin Farrell und Ralph Fiennes

Fotografie

Feldschlösschen Brauerei Rheinfelden/Schweiz

Felschlösschen
Felschlösschen

Vergangene Woche ging’s im Rahmen der Aktion „Der SÜDKURIER öffnet Türen“ mit Lesern zur Besichtigung der Feldschlösschen Brauerei im schweizerischen Rheinfelden. Das Sudhaus mit seinem Jugendstilambiente ist wirklich ein Schmuckstück. August Bush, ehemaliger Chef von Anheuser-Bush, der weltweit größten Brauerei mit Sitz im amerikanischen St. Louis, bezeichnete die Feldschlösschen-Brauerei sogar als „schönstes Sudhaus der Welt“.

Zum Zeitungsartikel im Südkurier.

Bildimpressionen:

Blick ins Sudhaus im Jugendstil-Ambiente
Blick ins Sudhaus im Jugendstil-Ambiente
Die Brauerei im H0-Format
Die Brauerei im H0-Format
Sudkessel mit Kupferverkleidung
Sudkessel mit Kupferverkleidung
Beieindruckende Maschinen - im Feldschlösschen kam schon früh eine Eismaschine zum Einsatz.
Beieindruckende Maschinen - im Feldschlösschen kam schon früh eine Eismaschine zum Einsatz.
Auch Brauereipferde werden für Werbezwecke gehalten.
Auch Brauereipferde werden für Werbezwecke gehalten.
Blick aufs Felschlösschen
Blick aufs Felschlösschen
Abfüllanlage
Abfüllanlage
Mit der Bahn eroberte die Brauerei den Schweizer Biermarkt.
Mit der Bahn eroberte die Brauerei den Schweizer Biermarkt.
Historische Reklameschilder
Historische Reklameschilder
Flaschenparade
Flaschenparade

Mehr Bilder in der Picasa Bildergalerie!

Siehe auch Lebensart im Markgräflerland