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„Wie Barthel sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.“

Mit Schwung landet die Sichel im hölzernen Scheunentor.

„Wie Barthel sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.“

Hat die Bauernregel recht, dürfen wir uns auf einen schönen Spätsommer und Herbst freuen. Bei bestem Wetter fand am Wochenende im Neuenburger Ortsteil Steinenstadt die „Sichlehenki“ oder Sichelhenke statt. Der Bartholomäus-Tag (24. August) markierte früher in der Oberrheinebene das Ende der Getreideernte .

Das wurde natürlich mit einem Erntedankfest – der Sichelhenke – gefeiert. Der Name ist schnell erklärt, die Sichel hängt nun bis zur nächsten Ernte am Scheunentor.

Seit zwölf Jahren lädt der Heimat- und Dorfpflegeverein zur Sichelheinke ein und demonstriert altes Brauchtum. Anbei ein paar fotografische Eindrücke.

Der Heimat- und Dorfpflegeverein zeigt, wie es früher Wasche gewaschen wurde.
Wäsche wasschen wie anno dazumals …
Es gab selbst gemacht Butter aus dem Butterfass-
Es gab Gschwelldi, Ziger und selbst gemachte Anke (Pellkartoffeln mit Quark und Butter)

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Die Ideenschmiede – eine Gruppe junger und kreativer Mamas im Heimat- und Dorfpflegeverein – bot Kinderschminken an.
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Immer ein Blickfang: die Oldtimer-Traktoren
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Sorgte für den guten Ton: die Trachtenkapelle Steinenstadt

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„Grißheim aktiv“ das Pendant zum Steinenstadter Heimat- und Dorfpflegeverein im nördlichen Neuenburger Stadtteil Grißheim war mit der Obstpresse und dem Apfel-Express dabei.

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Mehr Bilder im Fotoalbum Sichelheinke Steinenstadt 2019 bei Google Fotos

 

Essen & Trinken, Fotografie, Video

10. Sichlehenki in Steinenstadt

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Noch bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts war in der Landwirtschaft noch viel Handarbeit angesagt. Wo heute ein Mähdrescher von einem Acker das Getreide im Nu einbringt, waren früher viele helfende Hände gefragt. Das Ende der Getreideernte – in der Oberrheinebene meist um den Bartholomäus-Tag am 24. August und auf den Schwarzwaldhöhen entsprechend später – wurde früher auf den Höfen mit der so genannten Sichelhenke gefeiert. Mit der zunehmenden Mechanisierung ist dieses Fest jedoch vielerorts in Vergessenheit geraten.

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Vor zehn Jahren hat der Heimat- und Dorfpflegeverein Steinenstadt die „Sichlehenki“ als ältestes Erntedankfest wiederbelebt. Er erinnert damit an die Geschichte des Neuenburger Ortsteils als früheres Bauern- und Fischerdorf. Zur „Sichelehenki“ gehört auch Musik – früher waren es fahrende Musikanten, auch Schierebirzler genannt, heute sorgt unter anderem die Trachtenkapelle Steinenstadt als Mitveranstalter für den guten Ton.

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Hier ein paar fotografische Eindrücke von der „Sichlehenki“ 2016

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Mitglieder der Trachtengruppe Kandern und des Frauenvereins Schliengen in Markgräfler Tracht

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Vom nördlichen Ende der Zähringerstadt kam der Verein „Grißheim aktiv“ mit seiner Apfelsaftpresse

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Blickfang: Die Oldie-Traktoren der Traktorenfreunde Markgräflerland

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Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein Malsburg-Marzell

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Der Kirchplatz kam als neuer Veranstaltungsort bestens an.

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Bauernküche anno dazumal

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Mehr Bilder im Flickr-Fotoalbum zur Sichlehenki