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Heimatkunde: Ausflug mit dem Chanderli

Kandertalbahn

Nach der Wanderung durch den Buchswald und zum Grenzacher Hornfelsen am Samstag, haben wir uns am Sonntag ganz spontan dazu entschieden, mal wieder mit dem „Chanderli“ zu fahren. Nicht unsere erste Fahrt mit der Kandertalbahn, aber die letzte liegt  doch schon einige Jahr zurück.

Kandertalbahn

Die Kandertalbahn ist eine Nebenbahn der Rheintalbahn Karlsruhe-Basel und führt von Kandern über Hammerstein, Wollbach, Wittlingen, Rümmingen und Binzen nach Haltingen. Die Strecke ist knapp 13 Kilometer lang und wurde im Jahr 1895 in Betrieb genommen.

Kandertalbahn

Betrieben wurde sie zunächst von einem privaten Konsortium und ab 1899 von der Deutschen Eisenbahn-Betriebsgesellschaft AG (DEBG). Der Betrieb wurde 1963 von der landeseigenen Südwestdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft mbH (SWEG) heute Südwestdeutsche Verkehrs AG übernommen. Der Personenverkehr wurde offiziell zum Jahresende 1983 eingestellt. Die Infrastruktur wurde anschließend vom Zweckverband Kandertalbahn übernommen.

Kandertalbahn

Bereits seit 1969 gab es einen Museumsbetrieb durch den Verein Eurovapor. Nach der Einstellung des Betriebs durch die SWEG wird der Museumsbetrieb seit 1986 durch den Zweckverband Kandertalbahn fort geführt. Die Fahrzeuge befinden sich im Besitz des Vereins Kandertalbahn.

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Wir haben es uns im Barwagen gemütlich gemacht und genossenkühle Getränke (Lieler-Apfelschorle und alkoholfreies Tannenzäpfle) mit Salzbrezeln von Mayka.

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Hammerstein

Kandertalbahn

Wollbach

Die Lok

BBÖ Personenzug-Tenderlokomotive 378.78

Mitte der 20er Jahre fehlten auf den Neben- und Lokalbahnen in Österreich schnelle und sparsame Tenderlokomotiven, um den Zugbetrieb auf diesen Strecken zu beschleunigen. Nach den Ideen von Alexander Lehner wurde durch die Lokomotivindustrie ein 1`D1`-Tenderlokomotive entworfen, bei der bereits bestehende Bauteile von anderen Lokomotivbauarten verwendet werden konnten.

Als Vorgaben wurden 11 t Achsdruck, ein Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, reichliche Kesselkapazität, einfaches Triebwerk mit BBÖ-Lentz-Ventilsteuerung, großen Kohlen- und Wasservorräten und einer Leistung von rund 800 PS verlangt.

Von 1927 bis 1931 waren alle vier österreichischen Lokomotivfabriken an der Lieferung von insgesamt 167 Maschinen beteiligt. Durch sie konnte der Betrieb auf den oft steigungsreichen Neben- und Lokalbahnen enorm gesteigert werden.

Die Lokomotive 378.78 wurde im August 1980 von der euroVapor als 93.1378 übernommen und auf der Museumsbahn im Wutachtal eingesetzt. Im Oktober 1999 kam Sie zur Kandertalbahn und war für die Beförderung von schweren Sonderzügen im Einsatz. Nach Fristablauf wurde die Lokomotive in den Jahren 2007 bis 2011 in der Werkstatt Kandern aufgearbeitet. Sie trägt jetzt wieder die alte Bezeichnung 378.78.

Quelle: http://www.kandertalbahn.de / Hier geht`s zu den Technischen Daten der Lok.

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Die „Chanderli“  genannte Nebenbahnlokomotive Nr. 30 (preussische T3) aus dem Jahr 1904 befindet sich derzeit noch in Revision. Die Dampflokomotive war im Jahr 1954 auf der Strecke Krozingen-Staufen-Sulzburg und von 1955 bis 1966 auf der Kandertalbahn regulär im Einsatz.

Wechsel in Haltingen

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Der Postwagen

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Die Markgräflerin schickt eine Ansichtskarte nach Hause. Die frankierte Postkarte lag dann auch zwei Tage später, versehen mit einem Sonderstempel der Kandertalbahn, zuhause im Briefkasten.

Rund um den Kanderner Bahnhof

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Kandertalbahn

Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Kandertalbahn

Nützliche Infos

Fahrplan 2017

Die Züge verkehren vom 7. Mai bis 22. Oktober immer sonntags sowie zusätzlich am 1. Mai und an Christi Himmelfahrt.

Kandern ab 9.10 13.00 16.00
Haltingen an 9.45 13.40 16.40
Haltingen ab 10.15 14.15 17.00
Kandern an 11.00 15.00 17.40

Preise

Das Billet kostet 6 Euro (einfache Fahrt) beziehungsweise 12 Euro (Hin- und Rückfahrt). Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen den halben Preis. Eine Fahrradmitnahme (ausgenommen E-Bikes) ist möglich, die Fahrradkarte kostet 4 Euro. Da der Platz für die Fahrradmitnahme beschränkt ist, empfiehlt sich eine Reservierung – insbesondere am 1. Mai.

Infos und Reservierung bei der Tourist-Information Kandern, Tel. 07626/97 23 56 oder E-Mail an verkehrsamt@kandern.de

Weitere Infos unter www.kandertalbahn.de und www.kandern.de

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Fotografie, Garten, Natur, Wandern

Ausflugstipp: Ein Alpengarten in den Vogesen

Jardin d' Altitude du Haut Chitelet
Der Eingang zum Jardin d‘ Altitude du Haut Chitelet

Ein toller Ausflugstipp für Gartenliebhaber und Naturfreunde: Der „Jardin d’Altitude du Haut Chitelet“ (Der Berggarten von Haut-Chitelet“) bei Col de la Schlucht in den Vogesen.

Jardin d' Altitude du Haut Chitelet
Jardin d‘ Altitude du Haut Chitelet

Der Garten liegt auf rund 1228 Metern Höhe auf Gemarkung Xonrupt/Longemer im Departement Vosges – gehört also bereits zu Lothringen. Der Park ist auch eine Außenstelle des Botanischen Gartens (Jardin botanique du Montet) in der lothringischen Universitätsstadt Nancy.

Jardin d' Altitude du Haut Chitelet
Pflanzen aus dem Alpenraum

Professor Camille Brunotte, der Gründer des Gartens
Professor Camille Brunotte, der Gründer des Gartens
Gegründet wurde der Berggarten von Professor Camille Brunotte von der Universität Nancy im Jahr 1903 mit Unterstützung des Club alpin français bei der „Ferme de Montabey sur l’ubac“.
Zählte der Garten 1904 noch 120 verschiedene Pflanzenarten, waren es 1914 bereits 800. Unglücklicherweise wurde der Berggarten während des Ersten Weltkriegs zerstört. Erst 1954 stellte die französische Forstbehörde der Universität Nancy ein Grundstück rund ein Kilometer südlich des ursprünglichen Gartens für den Wiederaufbau zur Verfügung. Im Jahr 1966 wurde mit der Neubepflanzung begonnen und 1970 folgte dann die Eröffnung des neuen Gartens, der heute über 2700 verschiedene Pflanzenarten zählt.

Die Quelle des Flüsschens Vologne
Die Quelle des Flüsschens Vologne

Er zeigt die Vielfalt alpiner Pflanzen sowohl aus den Bergregionen Frankreichs (Alpen, Jura, Pyrenäen und Zentralmassiv) als auch weltweit. Planzen aus den Bergen Europas, wie beispielsweise vom Balkan, aus den Karpaten und dem Kaukasus sind ebenso zu finden wie Nord- und Südamerika (Anden) sowie aus Asien (China, Japan, Himalaja).

Jardin d' Altitude du Haut Chitelet
Ein Teil des japanischen Gartens

Natürlich kommt auch die heimische Flora der Hochvogesen nicht zu kurz – diese ist ein Schwerpunkt des Gartens. Eine angrenzende Waldlichtung gleicht einem Heidelbeer-Feld, dazu gibt es ein Hochmoor – gespeist von der Quelle des Flüsschens Vologne (einem Zufluss zur Mosel) mit typischem Wollgras und natürlich auch die Pflanzen der umgebenden Bergwiesen.

Jardin d' Altitude du Haut Chitelet
Hochmoor

Der Garten ist erfrischend unkommerziell – kein Shop, außer ein paar Postkarten an der Kasse, und kein Café. Für eine kleine Mahlzeit und eine Erfrischung bieten sich die zahlreichen Ferme auberge entlang der Route des Crêtes (Vogesenkammstraße/D430) an. Es empfiehlt sich jedoch ein Besuch unter der Woche, sonntags herrscht auf der Straße Hochbetrieb – angefangen von sportlich ambitionierten Rennradfahrern über Motorräder bis hin zu Wohnmobilen.

Renault 8
Sonntagsausflug mit flottem Oldtimer: Ein Renault 8 aus den 1960er Jahren bei der Rast unterhalb von Hohneck
Ferme Auberge Breitzhousen
Nach dem Besuch des Alpengartens ging’s zum Vesper in die Ferme Auberge Breitzhousen
Ferme Auberge Breitzhousen
So sah es früher in der Käserei aus
Bergbauern-Vesper
Zünftiges Bergbauern-Vesperplatte

Mehr Pflanzenbilder aus dem Berggarten gibt es in der Picasa Bildergalerie und bei der Markgräflerin zu sehen: Der Garten von Haut Chitelet in den Vogesen

Jardin d' Altitude du Haut Chitelet
Die Markgräflerin war ganz in ihrem Element …

Weitere Informationen:

Öffnungszeiten: Der Garten ist vom 1. Juni bis 30. September täglich geöffnet.
Vom 1. bis 30. Juni, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr
Vom 1. Juli bis 31. August (französische Sommerferien), jeweils durchgehend von 10 bis 18 Uhr
Vom 1. September bis 30. September, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr

Eintrittspreise: 4,25 Euro für Erwachsene; 2,10 Euro ermäßigt (Jugendliche ab 12 Jahren, Senioren über 60, Schüler/Studenten, Menschen mit Behinderung, Kinderreiche Familien, Gruppen ab 10 Personen); Kinder bis 12 Jahre frei; Freier Eintritt am ersten Sonntag im Monat.

Der Garten ist auch Mitglied beim Oberrheinischen Museumspass.

Jardin d’altitude du Haut Chitelet
Col de la Schlucht
88400 Xonrupt-Longemer
Tel. : 03 29 63 31 46
E-Mail : accueilcjbn@grand-nancy.org

Anreise: Von Süden (Basel/Lörrach/Weil am Rhein) über die A 5 bis zum Autobahndreieck Neuenburg, dann auf der A 36 bis zur Ausfahrt Guebwiller/Wittenheim/Kingersheim/Illzach-Centre/Bourtzwiller (Ausfahrt 18). Den Schildern Richtung Guebwiller folgen, dann landet man automatisch auf der D 430. Der D 430 dann in Richtung Col de la Schlucht folgen. Der Garten ist etwa ein Kilometer südlich von Col de la Schlucht auf der linken Seite.

GPS: Lat. 48°03’03.00 N / Lon. 7°00’40.00 E

Links:

Fotografie, Kultur, Veranstaltungen

Die Motorradscheune in Bantzenheim

La Grange à Bécanes - Die Motorradscheune im elsässischen Bantzenheim.
La Grange à Bécanes – Die Motorradscheune im elsässischen Bantzenheim.

A haw, haw, haw, haw, a haw.
A haw, haw, haw.

Der Refrain des ZZ Top-Klassikers La Grange kommt einem als erstes in den Sinn, betritt man das MotorradmuseumLa Grange à Bécanes“ (Motorradscheune) im elsässischen Bantzenheim.

Ravat R6 T2
Ravat R6 T2
Type 154 – Baujahr 1955
125 Kubikzentimeter
16 Zoll Aluminiumräder

Es sind durchweg Motorrad-Oldtimer – überwiegend aus den Jahren von 1920 bis 1960 – die zu sehen sind. Also aus Zeiten, wo es noch keine Helmpflicht gab, und man sich den Fahrtwind um die Haare wehen lassen konnte. (Selbstverständlich sind Helme wichtig und können Leben retten!). Einen kleinen Einblick in diese Zeit bietet ein Motorrad mit Seitenwagen: Aufsteigen, am Gasgriff drehen und schon saust man auf einer Leinwand über französische Landstraßen. Beim gemütlichen Tempo kommt ein satter tiefer Sound aus den Lautsprecherboxen, gibt man Gas wird der Ton höher und auch der Fahrtwind aus dem Gebläse vor dem Motorrad nimmt deutlich zu. Macht richtig Spaß!

Die Markgräflerin hat richtig Spaß und lässt sich den Fahrtwind durch die Haare wehen.
Die Markgräflerin hat richtig Spaß und lässt sich den Fahrtwind durch die Haare wehen.
Motorradsimulator
Easy Rider – Die Markgräflerin auf dem Motorradsimulator

Harley Davidson-Motorräder oder Rennmaschinen japanischer Bauart wird man vergeblich suchen. Im Mittelpunkt stehen französische Motorräder der Marken „Ravat“, „Wonder“ oder „Peugeot“, die heute nur noch selten auf der Straße zu sehen sind. Aber das macht gerade den Reiz der Ausstellung aus, stammen die heißen Öfen doch aus einer Zeit, als man für die Reparatur nur einen Schraubenschlüssel, einen Schraubendreher oder vielleicht mal einen Hammer benötigt hat.

RAVAT 350 CC Type ER 21
RAVAT 350 CC Type ER 21
350 Kubikzentimeter
Baujahr 1929

Die knapp 150 Motorräder stammen aus der Sammlung von Raymond Lemoine. Der 86-jährige hat sein ganzes Leben lang Motorräder – vor allem die der Mark Ravat – gesammelt, und hat seine Sammlung der Gemeinde Bantzenheim vermacht. Die Communauté de Communes Port de France Rhin Sud – der Gemeindeverwaltungsverband der Gemeinden Bantzenheim, Chalampé, Hombourg, Niffer, Ottmarsheim und Petit Landau – hat im Rahmen der Tourismusförderung rund eine Million Euro aus EU-Fördergeldern und Eigenmitteln in den Umbau der Motorradscheune gesteckt.

Don Camillo lässt grüßen: RAVAT 125 CC Type U Eccléstiatique
Don Camillo lässt grüßen: RAVAT 125 CC Type U Eccléstiatique
125 Kubikzentimeter
Baujahr 1923
Spezielles Modell für den Ortspfarrer: Der Motor ist auf beiden Seiten abgedeckt, damit die Soutane nicht vm Riemen erfast werden kann.

Das Anwesen im Dorfzentrum ist über 100 Jahre alt. Nach dem Umbau in ein modernes Museum braucht es den Vergleich mit den bekannteren Technikmuseen in Mulhouse – dem Eisenbahnmuseum und dem Automobilmuseum (Sammlung Schlumpf) – nicht zu scheuen. Es ist ein Schmuckstück geworden und der Besuch lohnt sich sowohl für Motorradfans als auch Technikbegeisterte, aber auch für Nostalgiker, die in Erinnerungen schwelgen wollen.

Drei-Gang-Schaltung
Drei-Gang-Schaltung
Lampe mit Tachometer
Lampe mit Tachometer
Peugeot 55 TCL
Peugeot 55 TCL
Baujahr 1954
125 Kubikzentimeter
Peugeot - Löwe
Peugeot – Löwe

Velo Solex Velo Solex: der französische Klassiker schlechthin!
Werbetafel: Ravat - Wonder
Werbetafel: Ravat – Wonder

Noch mehr Bilder gibt’s in der Picasa Bildergalerie!

Weitere Informationen

Die Motorradscheune in Bantzenheim - der Besuch lohnt sich!
Die Motorradscheune in Bantzenheim – der Besuch lohnt sich!

Öffnungszeiten

Von April bis Oktober:
dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr; sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Montag geschlossen

Eintrittspreise

  • Erwachsene (ab 16 Jahre): 4 Euro
  • Ermäßigter Preis (Jugendliche unter 16 Jahren, Gruppen ab 10 Personen, Familienpass für kinderreiche Familien, Arbeissuchende, Studenten, Rentner, …): 3 Euro
  • Gruppenpreis ab 10 Personen: auf Anfrage
  • Für Kinder unter 9 Jahren ist der Eintritt frei

Adresse

La Grange à Bécanes
8 rue du Général-de-Gaulle
F – 68490 Bantzenheim

Oh Baby, Baby – Halbstark (sangen die „Yankees“ 1965)