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50 Jahre Mondlandung – (k)ein Grund zu feiern

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Eine 111 Meter hohe und knapp 3000 Tonnen schwere Saturn-V-Rakete vor dem Lyndon B. Johnson Space Center in Houston/Tx. Bis heute das schnellste bemannte Fahrzeug.

Genau vor 50 Jahren, am 21. Juni 1969 (um 3.56 Uhr MEZ,) betraten die ersten Menschen den Mond. Ich selbst kam erst wenige Monate später zur Welt. Später als Kind war ich fasziniert, als die unbemannten Viking-Sonden auf dem Mars landeten, als Jugendlicher habe ich dann den ersten Start eines Space Shuttle vor dem Fernseher verfolgt.

 

Eigentlich habe ich gedacht, es müsste immer so weiter gehen, getreu dem Vorspann vom Raumschiff Enterprise:

Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds. To seek out new life and new civilizations. To boldly go where no man has gone before!

Das Jubiläum der Mondlandung ist ein Grund zu feiern – oder aber auch nicht. Seit Apollo 17 im Jahr 1972 war kein Mensch weiter von der Erde entfernt als rund 380 Kilometer. In dieser Höhe kreist die Internationale Raumstation (ISS) um die Erde. Das ist Luftlinie ungefähr die Entfernung von Freiburg im Breisgau bis Mülheim an der Ruhr. Der Mond ist 1000 Mal so weit entfernt!

Warum hat die Menschheit aufgehört fremde Welten zu erforschen. Mit dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges in den Jahren 1989/90 hatten wir die besten Voraussetzungen um gemeinsam dahin zu gehen, wo niemand zuvor war. Kennedy hatte die Vorgabe gemacht, innerhalb einer Dekade einen Menschen zum Mond und wieder gesund zurück zu bringen.  Seit mindestens zwei Jahrzehnten könnte es eine dauerhaft besiedelte Mondstation geben. Es  wäre eigentlich richtig cool, wenn heute Nacht der erste Mensche seine Fußabdrücke auf dem Mars hinterlassen würde. Leider verpasst!

Zugegeben, der Mond ist – so ganz ohne Atmosphäre – um einiges lebensfeindlicher als ein Station in der Antarktis. Eine dauerhafte Station dort oben – mit Blick auf die blaue Murmel – würde aber das Bewusstsein dafür schärfen, wie wir mit unserem Planeten und seiner Atmosphäre umgehen.

Leider ist Wissenschaft ziemlich uncool geworden. Es ist  heute schick zu sagen, man sei in Mathe, Physik und Chemie nie gut gewsen. Ganz ehrlich, wer die grundlegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten von Geschwindigket, negativer Beschleunigung und zurückgelegtem Weg nicht versteht, sollte kein Fahrzeug bedienen dürfen, dass schneller ist als ein Mofa (bedauerlicherweise fahren ja gerade solche Handlampen PS-starke Boliden).

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Beim Schüleraustausch im April 1987 in Houston/Tx.

 

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