Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Bergbaugeschichtlicher Wanderweg Sulzburg

sulzburg_wanderung_bergbau_103

Den Geologischen und Bergbaugeschichtlichen Wanderweg Badenweiler-Sehringen habe ich hier im Blog schon vorgestellt.

Dieses mal waren wir rund um die mittelalterliche Bergbaustadt Sulzburg unterwegs und haben den Bergbaugeschichtlichen Wanderweg unter die Füße genommen. Die Wanderung ist mit fünf Kilometern kurz, dafür kann man einen Halt im Naturschwimmbad einlegen.

Geschichte von Sulzburg

Im Jahr 821 wurde der Ort als „Sulzibergeheim“ erstmals im Kodex des Klosters Lorsch (Hessen) erwähnt. Anlass zur Besiedlung sind die Erzvorkommen.
993 entsteht die Grablege für  Birchtilo, Graf im Breisgau, zu Ehren des Heiligen Cyriacus. Aus der Grablege wird später die Klosterkirche. Im Jahr 1008 verleiht
Kaiser Heinrich II., der letzte Ottonen-Kaiser, verleiht dem Ort das Marktrecht.

Um 1157 werden die Herren von Uesenberg als Schirmvögte des Klosters Sulzburg genannt. 1374 übergibt Hesso IV. von Uesenberg  seine Rechte an Sulzburg dem Grafen Egon IV. von Freiburg. Von diesem kommt die Stadt an die Herren von Staufen.
Um 1392/93 erwirbt Markgraf Hesso I. von Hochberg  einen Teil des Uesenbergischen Besitzes, darunter auch Sulzburg. Eine Urkunde von 1401 nennt Hesso als Herrn von Sulzburg. Otto II., Hessos Sohn, verkauft 1418  seine Lande mit Sulzburg an Bernhard I. von Baden. Um 1430 wird die Stadt an den Landgrafen Wilhelm von Sausenberg-Rötteln.
Seit 1453 gehört die Stadt Sulzburg  ununterbrochen zur badischen Herrschaft.

Um 1540 ist Sulzburg eine „berühmte und florisante“ Bergbaustadt verbunden mit einer  Blütezeit und großem Wohlstand. „500 Bergleute sind in den Silbergruben beschäftigt“, heißt es in der Ortschronik.

Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618 – 1648) kommt der Bergbau völlig zum erliegen. „Die Gruben geraten in Vergessenheit. Die ganze Markgrafschaft wird verheert und verwüstet. Die Sulzburger fliehen in die Wälder und nach Basel. Nur ein Zehntel bis ein Viertel der Bevölkerung  überlebt“, ist in der Chronik zu lesen.

Das ist nur ein kurzer Auszug aus der Geschichte der Stadt Sulzburg. Mit der Kirche St. Cyriak, der jüdischen Synagoge und dem jüdischen Friedhof, dem mittelalterlichen Stadttor oder dem Landesbergbaumuseum gibt es hier doch einiges zu sehen.

Die Tour

sulzburg_wanderung_bergbau_012
Frühere evangelische Stadtkirche, konzipiert von Heinrich Hübsch 1835/36 an der Stelle der 1599 errichteten Schlosskapelle. Seit 1980 Landesbergbaumuseum. Für Hübsch stelle diese Gebäudeform den Prototyp der kleinen badischen Landkirche dar.

sulzburg_wanderung_bergbau_006

sulzburg_wanderung_bergbau_010
Das mittelalterliche Stadttor
sulzburg_wanderung_bergbau_013
Die ehemalige jüdische Synagoge

sulzburg_wanderung_bergbau_014

Synagoge_Sulzburg_anl_040
Beim alljährlichen europaweiten Tag der jüdischen Kultur (1. Sonntag im September) haben wir im vergangenen Jahr das Innere der Synagoge besichtigt.

Die Wanderung beginnt und endet beim Landesbergbaumuseum. Wir gehen zunächst in Richtung Mittelalterliches Stadttor, biegen aber vorher rechts ab zur ehemaligen Synagoge. Wir folgen der Gustav-Weil-Straße in Richtung Klosterkirche St. Cyriak (Wikipedia).

sulzburg_wanderung_bergbau_036
Die um das Jahr 990 errichtete frühromanische Kirche St. Cyriak in Sulzburg zählt mit mehr als  1000 Jahren zu den ältesten Kirchen Deutschlands.

sulzburg_wanderung_bergbau_027

sulzburg_wanderung_bergbau_022

sulzburg_wanderung_bergbau_031

sulzburg_wanderung_bergbau_021
St. Cyriak liegt am Himmelreich-Jakobus-Weg und ist eine Pilgerkirche …
sulzburg_wanderung_bergbau_156
im Notizbuch im  Rucksasck war noch Platz für einen Pilgerstempel

Der Wanderweg führt an der Friedhofsmauer entlang zum Kosakenwäldchen. Wir gehen bergauf in Richtung Castellberg, am rechten Wegrand kommt dann die erste Tafel zum Lößlehm.

sulzburg_wanderung_bergbau_043

sulzburg_wanderung_bergbau_045

sulzburg_wanderung_bergbau_047

sulzburg_wanderung_bergbau_048

Wir folgen dem Weg, links findet sich eine weitere Tafel zum Gipsabbau. Unter einer mächtigen Eiche befindet sich auf der linken Seite ein Bank am Rastplatz am Himmelreich. Hier hat man eine schöne Aussicht auf Sulzburg, St. Cyriak und im HIntergrund den Blauen.

sulzburg_wanderung_bergbau_050

sulzburg_wanderung_bergbau_052

sulzburg_wanderung_bergbau_058

sulzburg_wanderung_bergbau_060

Wir folgend dem Weg ein Stückchen, dann geht es nach rechts auf einem schmalen Pfad in Richtung Osten, der Weg hat  seit kurzem kurzem vom Schwarzwaldverein den Namen „Arthur-Feißt-Wegele“ bekommen.

sulzburg_wanderung_bergbau_064

Weiter ansteigend führt der Weg durch den romantischen Klosterwald in den Krebsgrund.

sulzburg_wanderung_bergbau_083

sulzburg_wanderung_bergbau_086

sulzburg_wanderung_bergbau_088

sulzburg_wanderung_bergbau_089

sulzburg_wanderung_bergbau_090

Der Wanderweg führt nun abwärts bis in den Bereich des Riestergrundes. Das erste Anzeichen des Bergbaus auf dem Riestergang ist eine alte Schachtpinge. Im weiteren Verlauf des Weges direkt an der Forststraße gelegen erreicht man einen der zahlreichen Steinbrüche im Sulzburger Wald.

sulzburg_wanderung_bergbau_093

sulzburg_wanderung_bergbau_094

sulzburg_wanderung_bergbau_095

Der Wanderweg verläuft nun im Riestergrund talabwärts bis zur Straße. An der Straße nach Bad Sulzburg befindet sich eine alte Lore und eine Sitzbank, direkt gegenüber der Straße ist ein Sägewerk.

sulzburg_wanderung_bergbau_099

sulzburg_wanderung_bergbau_097

sulzburg_wanderung_bergbau_098

sulzburg_wanderung_bergbau_106a

Der Bergbaugeschichtliche Wanderweg führt  auf der Straße Richtung Bad Sulzburg nach Osten. Laufen sie talaufwärts Richtung Campingplatz „Alte Sägemühle“ kurz davor wendet sich der Wanderweg wieder nach Westen zu, wo sie dann auch den Sulzbach überqueren müssen.

sulzburg_wanderung_bergbau_144
Der Campingplatz „Alte Sägemühle“

sulzburg_wanderung_bergbau_142

 

Hier bietet sich die Gelegenheit, sich den jüdischen Friedhof anzuschauen. Lohnenswert ist bei Sommerwetter  auch ein Abstecher ins Naturschwimmbad.

sulzburg_wanderung_bergbau_111
„Breite über uns die Hütte Deines Friedens“ steht am Eingang zum jüdischen Friedhof.

sulzburg_wanderung_bergbau_110

sulzburg_wanderung_bergbau_114
Den Opfern der Verfolgung von 1935 – 1945 gewidmet und dem Gedenken der Juden von Sulzburg und Staufen die schutzlos preisgegeben den Tod für ihren Glauben erlitten. Errichtet zum dreißigsten Jahrestags der Auslöschung ihrer altehrwürdigen frommen Gemeinde 1970.

sulzburg_wanderung_bergbau_119

sulzburg_wanderung_bergbau_123

Der Wanderweg führt  am Sulzbach entlang, dann weiter auf der Grabenbrust eines ehemaligen Hangkanals (die Kinderstube für Frösche und Schwanzlurche) und wieder hinunter zum Sulzbach bis zur Brücke gegenüber dem Gewann Mühlenmatt.

sulzburg_wanderung_bergbau_108

sulzburg_wanderung_bergbau_107

sulzburg_wanderung_bergbau_148

sulzburg_wanderung_bergbau_153

Der weitere Rückweg am Sulzbach entlang und die Hauptstraße hinunter führt an den Ausgangspunkt am Landesbergbaumuseum zurück.

sulzburg_wanderung_bergbau_001
Am Ende der Wanderung bietet sich ein Halt am Weinbrunnen auf dem Marktplatz an.

Mehr Bilder im Album bei Google Photos: Bergbaugeschichtliche Wanderweg Sulzburg

Karte

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung zur Klemmbachquelle am Köhlgarten

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_025

Eine kleine Halbtagswanderung durch den Müllheimer Wald auf einem Teilstück des Westwegs von Waldparkplatz Egerten zur Klemmbachquelle am Köhlgarten. Der Waldparkplatz Egerten liegt oberhalb von Malsburg-Marzell bereits im Kandertal, der Wald und der Parkplatz mit Grillhütte gehört aber der Stadt Müllheim. Der 1224 Meter hohe Köhlgarten ist – obwohl er eigentlich schon im Kleinen Wiesental liegt – die höchste Erhebung der Stadt Müllheim. Auch hier ist die Stadt Müllheim Waldbesitzerin.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_023

Der Klemmbach

Am Hang des Köhlgartens entspringt auf 1114 Metern Höhe der Klemmbach. Über eine Länge von rund 20 Kilometern führt er  über die zu Badenweiler gehörenden Ortsteile Schweighof und Oberweiler nach Niederweiler und Müllheim, kratzt bei der Richtbergsiedlung an der Gemarkung Auggen und fließt bei Neuenburg ins Wuhrloch, ein Überbleibsel des einst bis zur Hangkante führenden Rheins. Das Wuhrloch entstand als Kolk (Bezeichnung für kleine wassergefüllte Vertiefungen) bei einem Rheinhochwasser im Jahr 1876.

In den 1970er Jahren sorgten Klemmbachhochwasser immer für überfluteten Sportplatz neben dem Wuhrloch. Daher wurde Anfang der 1980er Jahre ein unterirdischer Entlastungskanal unter der Autobahn hindurch verlegt und endet im einstigen Rheinhafen.

In der Müllheimer Unterstadt wird der Klemmbach geteilt, zur Entlastung und Ent- und Bewässerung wurde die so genannte Hügelheimer Runs geschaffen (Runs bedeutet ein künstliches Bachbett) das nördlich Zienken im Rheinwald versickert.

In früheren Zeiten trieb das Wasser des Klemmbachs bis zu 35 Mühlen entlang seines Laufs an: Sägen, Öl- und Getreidemühlen sowie Stampfmühlen zur Zerkleinerung von Erz und Gips.

Das Teilstück des Westwegs ist rund sechs Kilometer lang, hin und zurück sind wir zwölf Kilometer gelaufen. Vom Waldparkplatz Egerten geht es entlang der roten Raute (Westweg) zunächst zum Schutzhütte Stühle, weiter in Richtung Spähnplatz. Dort folgt man dem Wegweiser und der roten Raute in Richtung Kreuzweg. Dann heißt es aufpassen, um die Abzweigung in Richtung Klemmbachquelle nicht zu verpassen.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_052
Unsere kleine Wanderung startete am Waldparkplatz Egerten.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_051

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_046
Wir folgen immer der roten Raute bis zum Höhenweg

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_045

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_040
Blick in Richtung Blauen, das Ziel der Westwegwanderer, die vom Belchen her kommen. Leider kann man nur an wenigen Stellen einen Blick auf den Blauen werfen.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_003
Die Schutzhütte Stühle. Wie ein kleines Gästebuchlein zeigt, übernachten hier doch einige Wanderer auf dem Westweg oder suchen bei Gewitter Schutz.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_007
Wir folgen weiter dem Weg in Richtung Spähnplatz.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_013
Zuerst gibt’s jedoch eine Tasse heißen Tee
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_016
Beim Spähnplatz
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_017
Achtung aufgepasst, die Abzweigung zum Höhenweg nicht verpassen.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_018
Fast geschafft: nur noch ein paar Schritte zum Ziel
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_020b
Erst 2015 hat der Schwarzwaldverein Müllheim-Badenweiler einen tonnenschweren Findling an der Klemmbachquelle aufstellen lassen.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_021

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_030
Die eigentliche Klemmbachquelle
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_032
Die Klemmbachquelle als Kinderstube für Lurche.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_035
Als kleines Rinnsal macht sich der Klemmbach auf den Weg in Richtung Westen.

 

 

Auf dem Rückweg hab ich zum ersten Mal einen Badischen Riesenregenwurm (Lumbricus badensis) gesehen. Ein Foto hab ich keins gemacht. Den halben Wurm fotografieren wollte ich nicht, er war schon mit dem Kopf im Boden verschwunden.

Mehr Bilder bei Google Photos im Album Egerten – Stühle – Klemmbachquelle

Karte

Essen & Trinken, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern, Wein

Auggener Weinlehrpfad

weinlehrpfad_auggen_073

Mit einer kleinen Flasche Wein und einem Vesper im Rucksack waren wir auf dem Auggener Weinlehrpfad unterwegs. Der Rundweg beginnt beim Winzerkeller Auggener Schäf, einsteigen kann man aber auch an anderen Punkten, bei der Kreuzkirche im Ort, beim Waldparkplatz Steinacker oder beim Aussichtspunkt Rebflurbereinigung Hacher Acker. Von Müllheim kommend steigt man an der Kreuzung Müllheim-Vögisheim-Auggen-Hach in den Rundweg ein.

Der Rundweg ist rund 8 Kilometer lang, von Müllheim kommt hin- und zurück jeweils noch ein Kilometer dazu.

Hier ein paar fotografische Eindrücke. Im Fotoalbum und in der Karte sind auch die Bilder der rund 50 lehrreichen Tafeln zum Weinbau zu finden.

weinlehrpfad_auggen_005
Von Müllheim kommende bietet sich oberhalb des Löshohlwegs dieser Blick auf den Blauen.
weinlehrpfad_auggen_006
Unser Einstiegspunkt in den Rundweg
weinlehrpfad_auggen_007
Die Gemeindeverbindungsstraße nach Vögisheim
weinlehrpfad_auggen_013
Auf dem Weg zur ersten Station dem Rastplatz/Aussichtspunkt Rebflurbereinigung Hacher Acker
weinlehrpfad_auggen_027
Rastplatz/Aussichtspunkt Rebflurbereinigung Hacher Acker

weinlehrpfad_auggen_028

weinlehrpfad_auggen_034
Weiter gehts Richtung Zizinger Gasse und Steinacker

weinlehrpfad_auggen_037

weinlehrpfad_auggen_047
Zielberg – Naturdenkmal Kirschbaum
weinlehrpfad_auggen_048
Blick auf den Blauen
weinlehrpfad_auggen_051
Blick über die Reben Richtung Vögisheim und Müllheim
weinlehrpfad_auggen_054
Zizinger Gasse
weinlehrpfad_auggen_060
weinlehrpfad_auggen_078
Blick auf Auggen
weinlehrpfad_auggen_083
weinlehrpfad_auggen_086
Hochbehälter Gaisbuck
weinlehrpfad_auggen_092
weinlehrpfad_auggen_098
Weide mit jungen Ziegen
weinlehrpfad_auggen_111
Blick auf die Kreuzkirche
weinlehrpfad_auggen_121
Über den Erzbuck zum Brunnenbuck
weinlehrpfad_auggen_122
Der Dorfbrunnen
weinlehrpfad_auggen_130
Die evangelische Kreuzkirche
weinlehrpfad_auggen_134
Eidechse
weinlehrpfad_auggen_149
Auggener Schäf
weinlehrpfad_auggen_152
Schild beim Amphibien-Laich-Biotop
weinlehrpfad_auggen_158
Klatschmohn
weinlehrpfad_auggen_159
weinlehrpfad_auggen_165
Das Sonnberghüsli, von Grundschülern und Schlawinergilde gehegt und gepflegt, beherbergt ein Bücherregal
weinlehrpfad_auggen_167
IGNP
weinlehrpfad_auggen_168
Blick auf den Winzerkeller Auggener Schäf
weinlehrpfad_auggen_173
Bei Hach
weinlehrpfad_auggen_178
Beim Winzerkeller
weinlehrpfad_auggen_181
Der Hacher Felsen
weinlehrpfad_auggen_189
weinlehrpfad_auggen_191
Eidechse
weinlehrpfad_auggen_199
„Noah sah Land, s’war z’Hach am Rank“
weinlehrpfad_auggen_201
weinlehrpfad_auggen_207
Iris
weinlehrpfad_auggen_215
Mohn
weinlehrpfad_auggen_219
Dr Wi vu Augge un vu Hach, verschüche Sorge, Weh und Ach
weinlehrpfad_auggen_224

Karte

Bildergalerie

Mehr Fotos im  Google Photos Album WeinLehrPfad Auggen

Nützliches

Die Gemeinde Auggen hat auf ihrer Internetseite eine Beschreibung des Weinlehrpfade und eine Karte als PDF zum Download.

Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Sport, Wandern

Müllheimer Eichwald – Blauenblick und Josberg

blauenblick_022
Herrliche Aussicht beim Blauenblick

Die Markgräflerin und ich haben am Wochenende eine kleine Wanderung durch den Müllheimer Eichwald unternommen.

Unser Weg führte uns über den Rötebuck – wo wir über den Wiesen am Waldrand einen Turmfalken beobachten konnten – zunächst zum Ziegleweg. Vom Waldparkplatz aus – wo zu Jahresbeginn die Wertholzsubmission stattfindet – ging es Richtung Nikolauseiche.

Bei der Wertholzsubmission werden stattliche Eichenstämme versteigert, aus denen entweder schöne Möbel werden oder die in Frankreich zu Barriquefässern verarbeitet werden. Hinter manch edlen Rotweinen mit dem herben Barrique-Aroma stecken Eichen aus dem Müllheimer Eichwald. Nach dem Wein machen die Fässer übrigens oft eine zweite Karriere in Schottland oder Irland, wo feine Whiskys darin reifen.

kohlacker_017
Beim Kohlacker

kohlacker_009

kohlacker_011

kohlacker_014

Wir folgen der gelben Raute in Richtung Hermersboden, von dort ist es nur ein kurzer Weg zum Aussichtspunkt Blauenblick, wir machen aber zuerst noch einen Mini-Abstecher (100 Meter) zum Kohlacker (385 Meter). Von beiden Orten hat mein eine herrliche Aussicht auf den Blauen und das Örtchen Lipburg.

blauenblick_025
Beim Blauenblick

Beim Blauenblick gibt es mehrere schattige Bänke am Waldrand. Hier kann man bei einem kleinen Vesper die schöne Aussicht genießen.

josberg_032
Blick vom Josberg auf Müllheim

josberg_028

Wir gehen über den Hoyerstännleweg zurück nach Müllheim und genießen die Aussicht vom Josberg über Müllheim – für mich bislang der schönste Aussichtspunkt auf Müllheim. Leider war es von der Tageszeit her schon etwas zu fortgeschritten und das Wetter zu sommerlich, so verschwanden die Vogesen im Dunst. Über Siebeneichen geht es dann wieder in Richtung Stadt.

Mehr Bilder im bei Google Photos im Album Müllheimer Eichwald – Blauenblick und Josberg

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Reisen, Wandern

Osterspaziergang: Feldberg – Schallsingen – Obereggenen

osterspaziergang_072

Ein kleiner Osterspaziergang vom Stalten bei Feldberg über das Dichterwegli durchs Paradies, an Hahnebecks-Hof vorbei in Richtung Schallsingen und Obereggenen und über den Pfirt zurück.

osterspaziergang_009

osterspaziergang_011

osterspaziergang_016

osterspaziergang_021

osterspaziergang_023

osterspaziergang_025

osterspaziergang_027

osterspaziergang_029

osterspaziergang_032

osterspaziergang_033

osterspaziergang_037

osterspaziergang_039

osterspaziergang_040

osterspaziergang_042

osterspaziergang_050a

osterspaziergang_060

osterspaziergang_066

osterspaziergang_068

osterspaziergang_075

osterspaziergang_092

osterspaziergang_094

osterspaziergang_097

osterspaziergang_098

osterspaziergang_100

osterspaziergang_126

osterspaziergang_129

osterspaziergang_132

osterspaziergang_133

osterspaziergang_134

osterspaziergang_135
Mäusebussard

osterspaziergang_136

osterspaziergang_138

osterspaziergang_141

osterspaziergang_143

osterspaziergang_146

osterspaziergang_151

osterspaziergang_166

osterspaziergang_167

osterspaziergang_187

osterspaziergang_188

osterspaziergang_199
Rotmilan im Flug


Mehr Bilder bei Google Photos im Album: Osterspaziergang: Feldberg – Schallsingen – Obereggenen

Fotografie, Landschaft, Natur, Wandern

Der Junge muss an die frische Luft

20200315_018_anl

Keine Termine am Freitag- und Samstagabend, keine Artikel am Sonntagmorgen aktuell schreiben müssen. Stattdessen nutzten wir den Sonntag für einen Spaziergang an der frischen Luft im Eggenertal. Die Knospen an den Kirschbäumen sind schon ganz dick, so dass es bald mit der Blüte losgeht.

Frische Luft stärkt die Abwehrkräfte.  Geht mit Eurem Schatz im Wald oder in den Reben spazieren, statt dicht gedrängt wie Sardinen im Eiscafé zu sitzen. Manche haben leider den Schuss nicht gehört und halten Corona immer noch für eine mexikanische Biersorte.

Bleibt gesund!

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Zwischen den Jahren: Ausflug zum Belchen

Belchen_040_Blauen_2

Die Zeit zwischen den Jahren haben wir für ein paar kleine Ausflüge genutzt. An einem Tag ging’s hinauf auf den Belchen. Oben war strahlend blauer Himmel, während über der Rheinebene der Nebel hing. Früher stellte sich die Frage, lohnt sich die Fahrt auf den Blauen oder Belchen? Heute schaut man mal kurz auf die Webcam (BelchenBlauen), und los gehts.

Belchen_001
Hochbetrieb an der Talstation der Belchenbahn

Belchen_005

Belchen_021

Belchen_036_Pano
Bei der Bergstation emping uns ein tolles Alpenpanorama.

Belchen_037

Von Aitern ging’s mit der Seilbahn hinauf auf den Belchen – die erste Station von der Erde zum Himmel. Bei der Bergstation empfing uns ein grandioses Alpenpanorama.

Belchen_043
Blick hinunter ins kleine Wiesental

Den Weg zum Gipfel haben wir uns gespart, der Schnee war zu einer rutschigen Eisschicht festgetrampelt, statt Wanderschuhen wären wir mit Laufschuhen mit Spikes besser bedient gewesen. Zudem war die Destination etwas überlaufen, noch viele andere hatten wohl die gleiche Idee.

Der Wanderweg zum Haldenhof – den wir im Sommer gegangen waren – war übrigens gesperrt, ein Schild wies auf Lawinengefahr hin. Trotzdem sind genügend Leute dorthin aufgebrochen.

Belchen_040_Blauen_1
Blick hinüber zum Blauen

Belchen_040_Blauen_3

Der Wanderweg hinunter zur Talstation war gut begehbar und so ging’s – nachdem wir etwas die Sonne genossen hatten – gemütlich den nur knapp 2 Kilometer langen Spaziergang zur Talstation hinunter.

Belchen_047

Belchen_049

Auf dem Heimweg sind wir noch im Blumencafé Rosenstübchen in Neuenweg eingekehrt.

 

 

 

 

 

Ausflugsziel, Essen & Trinken, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Reisen, Wandern

Heimatkunde: Rentiere in den Vogesen

la_ferme_aux_rennes_015

Auf dem Weihnachtsmarkt in Ottmarsheim haben wir die Rentiere schon vor Jahren bestaunen können. Zuhause sind sie nicht in Finnland sondern in den Vogesen, auf einer kleinen Ferme am Südosthang des 1292 Meter hohen Le Tanet (dt. Tanneck) zwischen Col de la Schlucht und Col du Wettstein: La Ferme aux Rennes.

Zwischen den Jahren haben wir die Gelegenheit für einen Ausflug mit unseren Patenkindern genutzt. Über den Kamm des Le Tanet verläuft die Grenze zwischen den Départements Vosges und Haut-Rhin, dem Elsass und Lothringen.

Das Ren oder Rentier (Rangifer tarandus) – vor der Rechtschreibreform auch Renntier –  ist eine Säugetierart aus der Familie der Hirsche (Cervidae). Es lebt in den arktischen Gebieten Nordeuropas, Asiens und Nordamerikas sowie auf Grönland und anderen arktischen Inseln. Die nordamerikanischen Vertreter der Rentiere werden Karibu (caribou) genannt, ein Wort aus der Sprache der Mi’kmaq-Indianer. Sie zählen zu den am weitesten nördlich lebenden Großsäugern.

Der kleine Bruder des Elchs ist die einzige Hirschart, die domestiziert wurde. Als einzige Hirschart trägt beim Ren auch das Weibchen ein Geweih. Die Hufe der Rentiere sind breit und durch eine Spannhaut weit spreizbar – diese verhindern wie Schneeschuhe das Einsinken im Schnee.

Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in der norwegischen Hardangervidda eine kleine Population des Wildrens. Bei den großen Rentierherden Lapplands und Nordostrusslands handelt es sich ausschließlich um (geringfügig) domestizierte, „halbwilde“ Rentiere, die unter der Obhut der Samen stehen.

la_ferme_aux_rennes_148
In einer kleinen Hütte gibt es noch eine Ausstellung über die Kultur der Samen zu sehen.

In der letzten Kaltzeit (vor knapp 12.000 Jahren) waren Rentiere und Elche wohl auch im Schwarzwald und in den Vogesen heimisch. Im Jahr 2005 kehrten die ersten drei Rentiere – Vixen, Blixen und Comete – in die Vogesen zurück.

Der 800 Meter lange Rundweg führt mitten durch das Rentiergehege. Mittlwerweile leben hier etwa 30 bis 40 Tiere auf einer Fläche von sechs Hektar.

la_ferme_aux_rennes_153

la_ferme_aux_rennes_009

la_ferme_aux_rennes_016

la_ferme_aux_rennes_039

la_ferme_aux_rennes_074

la_ferme_aux_rennes_087

la_ferme_aux_rennes_098

la_ferme_aux_rennes_121

la_ferme_aux_rennes_131

la_ferme_aux_rennes_064

la_ferme_aux_rennes_114

la_ferme_aux_rennes_135

la_ferme_aux_rennes_132

la_ferme_aux_rennes_145

la_ferme_aux_rennes_150

la_ferme_aux_rennes_151
4588,52 Kilometer bis zum Nordpol
la_ferme_aux_rennes_138
Um die Weihnachtszeit zieht auch Père Noël in einer kleinen Hütte ein.

la_ferme_aux_rennes_001

Mehr Bilder in der Galerie bei Google-Photos: La Ferme aux Rennes

Übrigens lohnt sich auch ein Besuch in der dazugehörigen Auberge du Schantzwasen. Hier kann man super gut essen, allerdings sollte man vorher reservieren. Die Karte bietet Spezialitäten aus dem Elsass und aus den Vogesen, darunter natürlich auch mit Munster-Käse. Den kulinarischen Aspekt wird die Markgräflerin demnächst in ihrem Blog Lebensart im Markgräflerland beleuchten.

Im Sommer lässt sich der Besuch der Rentierfarm auch mit einem Besuch des Alpengartens (Jardin d’Altitude du Haut-Chitelet) verbinden. Dieser liegt nur knapp 16 Kilometer entfernt an der Route des Crêtes (Gipfelstraße/Vogesenkammstraße).

Alpengarten_Vogesen_004.jpg

Nützliche Informationen

La Ferme aux Rennes

La Ferme aux Rennes
Ldt Schantzwasen – Massif du Tanet
F 68140 Stosswihr
Tel. +33 389 77 99 10

Öffnungszeiten: Die Ferme der Rentiere ist von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten können sich nach Wetterlage und Saison ändern. Bei Zweifeln einfach vorher anrufen. Achtung: Ab Ende November bis zum 4. Advent ist die Ferme geschlossen, einigte Rentiere sind in dieser Zeit auf verschiedenen elsässischen Weihnachtsmärkten zu bestaunen.

Eintritt: 4 Euro für Kinder von 2 bis 10 Jahren, 6 Euro für Erwachsene.

Restaurant

Auberge du Schantzwasen
Le Tanet
F 68140 Stosswihr
Tel. +33 389 77 30 11

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch Ruhetag, außer während der Weihnachtsferien und den Schulferien im Februar.

Anfahrt: Aus Richtung Colmar durch Munster über die D417 Richtung Stosswihr und anschließend Soultzeren fahren. Durch Soultzeren weiter Richtung Col de la Schlucht und dann rechts abbiegen Richtung „ Station du Ski du Tanet“ und den Schildern „Schantzwasen oder „Ferme aux Rennes“ folgen.

Ferme und Auberge liegen auf 1096 Metern Höhe, im Winter also an Schneeketten denken.


Hier übrigens noch zwei Fotos von den großen Geschwistern der Rentiere. Die Elche konnten wir in unserem Schwedenurlaub  in freier Wildbahn …

Schweden_27095

… und im Värmlands Moose Park in Ekshärad bestaunen.

Schweden_30033


Noch mehr Ausflugstipps findet ihr auf der interaktiven Karte unter Heimatkunde.