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Ein gutes neues Jahr …

Silvestergruss_2018_Alex

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, meinen Freunden, Arbeitskollegen und DLRG-Kameraden alles Gute, Glück und Gesundheit im neuen Jahr!

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Essen & Trinken, Film, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Reisen, Sport, Veranstaltungen, Video, Wein

1. Müllheimer Ballonfestival

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Ballonfahrt

„Ein glückliches Land, wo der Wein vor der Kulisse des Schwarzwaldes reift”, beschrieb bereits der Dichter Johann Wolfgang von Goethe unsere Region. Die herrliche Landschaft kann man am besten aus der Luft – mit dem Heißluftballon – erfahren, fanden die Leiterin des Fachbereichs Tourismus der Stadt Müllheim, Sabine Lang, und der Ballonpilot Bernd Klank. Gemeinsam riefen sie das erste Müllheimer Ballonfestival ins Leben, das am vergangenen Wochenende  im Rahmen des Flugplatzfests des Markgräfler Luftsportvereins stattfand.

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Ob Goethe, geboren 1749 in Frankfurt am Main und gestorben 1832 im sächsischen Weimar, jemals eine Ballonfahrt gemacht hat, ist nicht überliefert. Man weiß nur, dass Goethe seine Höhenangst dadurch überwunden haben soll, dass er mehrfach das Straßburger Münster bestiegen hat. Montgolfièren, wie Heißluftballone nach ihren französischen Erfindern Joseph Michel und Jacques Etienne Montgolfier auch genannt werden, hat Goethe gekannt, erhoben diese sich doch 1783 zu dessen Lebzeiten in den Himmel.

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Frühmorgens auf dem Segelfluggelände. Diese Fotos sind allerdings vom Sonntagmorgen.

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Wie viele Outdoor-Aktivitäten ist auch das Ballonfahren wetterabhängig. So kam es, das von den vier geplanten Fahrten  nur zwei stattfanden konnten, darunter die Fahrt für Medienvertreter am Samstagmorgen. Am Samstagabend machte ein Regenschauer Piloten und Passagieren einen Strich durch die Rechnung und am Sonntagmorgen herrschte  zwar strahlender Sonnenschein auf dem Müllheimer Segelflugplatz, aber dichte Nebelschwaden in der Rheinebene machten eine Fahrt zu gefährlich – man will ja auch nicht an einer Stromleitung stranden.

Für 2020 ist jedenfalls eine Neuauflage mit dem 2. Müllheimer Ballonfestival geplant. Die Passagiere, deren Fahrten stattgefunden haben, waren ebenso begeistert wie die Zuschauer, welche die Startvorbereitungen und die Starts auf dem Segelfluggelände verfolgt haben. Vielleicht spielt dann auch das Wetter für das abendliche Ballonglühen nach Sonnenuntergang mit.

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Fünf Piloten nahmen Piloten mit ihren Heißluftballonen am ersten Müllheimer Ballonfestival teil. Sie boten pro Fahrt Platz für rund 15 Passagiere.

Für den Rebland-Kurier durfte ich am Samstagmorgen mit dabei sein, ebenso die Markgräflerin, welche in ihrem Blog Lebensart im Markgräflerland über das Ballonfestival berichtet.

Kurz vor 6 Uhr kamen wir auf dem Müllheimer Segelfluggelände an. Organiator Bernd Klank ließ einen mit Helium gefüllten Luftballon steigen um die Windverhältnisse zu prüfen. Diese waren nicht so einfach, der Wind kam in bodennähe zwar aus südlicher Richtung, drehte weiter oben jedoch auf Westen. Daher stiegen wir nicht höher als 200 bis 300 Meter, weiter oben hätte uns der Westwind über den Schwarzwald getrieben, wo es über dem dichten Wald keine Landemöglichkeiten gibt.

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Anschließend wurden die Passagiere auf die fünf Ballone verteilt. Die Markgräflerin und ich durften mit dem bunten Clown OLEG von Sven Grenzner aus Schwäbisch Hall fahren. Der lustige Ballon ist im Markgräfler bekannt, wurde er doch von Bernd Klanks Vater Fritz – gemeinsam mit der Designerin Sabine Bieg – entworfen. Der Ballon fuhr regelmäßig über das Markgräflerland bevor Fritz Klank den Ballon aus altersgründen abgegeben hatte.

Von Sven Grenzner bekamen wir eine kurze Einweisung. Er beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahre mit Ballonen und hat unter anderem als „Rückholer“, wie die Fahrer der Begleitfahrzeuge gannt werden, angefangen. Darüber hinaus hat er Modellballone gebaut und fahren lassen, unter anderem auch ein Modell von OLEG. Vor 16 Jahren hat er die Pilotenlizenz erworben und im Jahr 2013 das Hobby zum Beruf gemacht. Darüber hinaus ist er weltweit als Schiedsrichter bei Ballonwettbewerben im Einsatz.

Neben Theorie mit Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Aerostatik, Allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und Unfällen und Funk umfasst die Ausbildung zum Ballonpiloten mindestens 15 praktische Fahrstunden mit 50 Starts und Landungen, berichtet Grenzner.

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Sven Grenzner und Bernd Klank

 
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Unser Pilot hatte den Korb bereits mit Gasflaschen und Ausrüstung bestückt und den Gasbrenner getestet. Anschließend wurde die Ballonhülle auf dem Boden ausgerollt, mit Drahtseilen am Korb befestigt.

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Dabei mussten zunächst die 18 Haare von OLEG aufgeknüpft werden.  Jetzt wurde OLEG zunächst mit einem großen Ventilator mit Luft gefüllt, bevor der Brenner zum Einsatz kam, und sich die insgesamt rund 3000 Kubikmeter (3 Millionen Liter)  Luft fassende Ballonhülle langsam aufrichtete.

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Ein Kubikmeter Luft wiegt übrigens unter Normbedingungen (1013 hPa Druck und 0 °C etwa 1,29 Kilogramm). Wir hatten etwa 18 °C Lufttemperatur (~ 1,2 Kilogramm pro Kubikmeter). Der Brenner heizt die Temperatur im Ballon auf rund 100 °C auf (~ 0,95 Kilogramm pro Kubikmeter).  Nach dem archimedischen Prinzip ergibt es einen entsprechenden Auftrieb um rund 750 Kilogramm (Ballonhülle, Korb plus Pilot und Passagiere) anzuheben.

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Kurz nach 7 Uhr hieß es einsteigen und gegen 7.20 Uhr schwebten wird dem Himmel entgegen.

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Die Fahrt ging über Dattingen, vorbei an Buggingen, über Heitersheim, Eschbach, Tunsel, Schlatt und den westlichen Rand des Bad Krozinger Kurparks nach Biengen.

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Hier setzten wir auf einem abgeernteten Feld auf. Nicht ohne zuvor mithilfe eines Maisfelds abgebremst zu haben.

Video von Sabine Lang

Die Route

Die Taufe

Nach der Landung wurde OLEG fachgerecht zusammengelegt, Korb, Ballonhülle und Gasflaschen im Anhänger verstaut und es ging zurück auf das Müllheimer Segelfluggelände, wo ein kleines Sekt-Frühstück mit Sekt, Butterbrezeln und süßen Teilchen auf uns wartete.

Nach der ersten Ballonfahrt werden die Passagiere getauft und vom Ballonpiloten in den Adelsstand erhoben. Dies geht auf den französischen König Ludwig XVI zurück, von der Erfindung des Heißluftballons durch die Brüder Montgolfier begeistert war. Auf Drängen des Adels erlies er ein Gesetz, dass Ballonfahren nur den Blaublütigen erlaubt. Doch auch unter Blaublütigen gab es Höhenangst, so dass dann auch Lumpen, Räuber und Gesindel Ballonfahren durften, die anschließend in den Adelsstand erhoben und gegebenenfalls auch begnadigt oder entschuldet wurden, wie Bernd Klank erklärte.

Somit erhält der neue Adel Rechte und Pflichte. Er bekommt die überfahrenen Ländereien geschenkt (natürlich nur eine Handbreite über dem Boden) und darf dort Steuern und Zölle eintreiben.

Vor der Taufe stand jedoch ein feierliches Ballonfahrer-Gebet:

Ehre dem, der alles hat geschaffen.
Er schuf, als schönsten Teil der Welt,
für uns das weite Himmelszelt.

Er hat das Feuer uns gegeben,
mit dessen Kraft wir uns erheben
und über Berg und Täler schweben.

Er tut uns seinen Willen kund,
damit nicht jeder Lumpenhund,
von denen die Erde so reichlich gesegnet,
uns edlen Ballönern da oben begegnet

 
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Das Ballonfahrergebet

Man wird getauft mit dem „was uns in die Luft bringt“ und „dem edle Tröpfchen, was Ballonfahrer so gerne trinken“: Eine Locke wird mit Feuer angezündet und mit Sekt gelöscht.

Der Erstgefahrene erhält einen neuen Namen, den er nie wieder vergessen darf und bei der Begegnung mit anderen Ballonfahrern nach Aufforderung stets fehlerfrei aufsagen können muss.

Zu den Pflichten gehört, dass er seinen Namen nie wieder vergisst. Ebenso darf er nie wieder von Ballonfliegen oder vom Ballonflug erzählen. Ansonsten muss er dem anwesendem (Ballon-)Adel eine Runde Taufwasser, sprich Sekt, spendieren. Und natürlich sollte man Ballonfahrern nach der Landung Hilfe anbieten.

Fahren oder fliegen?

Ballonfahrer und Luftschiffer sprechen vom Fahren. Gefährte, die leichter als Luft sind, wie Ballone, fahren in diesem Sprachgebrauch, während Flugzeuge, die schwerer als Luft sind, fliegen. Dies könnte historischen Ursprung haben. Bereits die ersten Ballonfahrer sprachen vom „Ballonfahren“, da sie das Vokabular der Seefahrt übernahmen.

Die Taufurkunde

Wir, vom Clownballonteam
und sein Pilot geben hiermit kund, dass wir
Alexander Anlicker
nach alter Zunft und Ordnung der Balloner auf den Namen
„Alexander den ortskundigen Luftritter im bunten Clown von Müllheim zu Biengen”
mit Feuer und Wasser getauft und in den Adelsstand der Ballonfahrer erhoben haben.

Wir bestätigen, dass der Täufling an der Reise durch das Luftmeer mit gehörigem Benehmen und mit großem Mut teilgenommen hat.

Er erhält mit diesem Dokument sämtliche Rechte auf Besitz und Lehen der überfahrenen Ländereien.

Startort:   Müllheim
Landeort:   Biengen
Anno Domini:   25. August 2018
Der Pilot:   Sven Grenzner

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Die Markgräflerin wird getauft.

Bilder

Mehr Fotos im Flickr-Album 1. Müllheimer Ballonfestival
und im Blog der Markgräflerin „Lebensart im Markgräflerland

Links

Fotografie, Heimatkunde, Kultur, Reisen

Konstanz am Bodensee

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Ein kleiner Ausflug nach Konstanz an den Bodensee mit etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt und zum Seeufer. Hier ein paar fotografische Eindrücke.

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Der Laubebrunnen in Konstanz. Ich war schon immer begeistert von den humorvollen Werken des Bildhauers Peter Lenk, der übrigens auch die monumentale Skulptur auf dem Schopfheimer Marktplatz zum Thema  „Badische Revolution und ihrer Niederschlagung durch preußische Truppen“ geschaffen hat.

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Die verführerische „Konstanze“

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Das Konstanzer Münster geht auf die Anfangszeit des Bischofssitzes um das Jahr 600 n. Chr. zurück und wurde im Jahr 780 erstmals urkundlich erwähnt. Das Münster war für gut zwölf Jahrhunderte die Kathedrale der Bischöfe von Konstanz. Es  diente als Sitzungssaal des Konzils von Konstanz (1414 bis 1418).

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Street Art in einer Unterführung

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Alpensicht: Allgäuer Alpen und Bregenzwerwaldgebirge

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Imperia: Die Statue der römischen Lebedame und Muse ist ebenfalls ein Werk von Peter Lenk. Das 1993 erbaute Kunstwerk am Konstanzer Hafen ist neun Meter hoch und 18 Tonnen schwer. Die Skulptur beruht auf einer Geschichte von Honoré de Balzac über das Konstanzer Konzil.

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Möwe mit Handicap …

Mehr Bilder im Flickr-Fotoalbum Konstanz – Bodensee

Fotografie, Garten, Heimatkunde, Natur, Reisen, Veranstaltungen

Chrysanthema in Lahr

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Ein Besuch auf der Chrysanthema in Lahr stand schon lange auf der Wunschliste der Markgräflerin.

Die Chrysanthema lädt seit 20 Jahren im Spätherbst zu einem Blumen- und Kulturfestival ein. Rund 10.000 Chrysanthemen (Chrysanthemum) lassen die Stadt im Schwarzwald in üppiger Farbenpracht leuchten. Umrahmt wird das Festival von einem bunten Veranstaltungsprogramm und auch regionalen Produkten mit und aus Chrysanthemen.

Hier ein paar fotografische Impressionen von der bunten Blütenpracht.

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Der Storchenturm

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Ein Riesenrad auf dem Rathausplatz bot Gelegenheit sich das Städtchen am Fuß des Schwarzwalds von oben anzuschauen.

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Das Stadtschloss

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Märchenhaft: Die Bremer Stadtmusikanten im Innenhof des Rathauses

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Das Chrysanthemen-Tor

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Die Chrysanthemen-Königin Lea I.

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Auf dem Marktplatz steht eine Bühne für das vielseitige Veranstaltungsprogramm. Bei unserem Besuch spielete ein Elvis-Coverband.

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20 Jahre Chrysanthema: die Geburtstagstorte

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Mehr Bilder im Flickr-Fotoalbum: Chrysanthema Lahr


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Auf der Autobahn war Stau, daher sind wir gemütlich entlang der „Kanalstraße“ durchs Elsass gefahren und haben bei Rhinau die Fähre über den Rhein nach Kappel-Grafenhausen genommen.

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Fotografie, Reisen

Beaune – in virtuellen Skizzen

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Beaune, Hotel de Ville

In unserem Urlaub haben wir einen Ausflug ins Burgund unternommen, genauer gesagt nach Beaune. Die Markgräflerin berichtet in ihrem Blog Lebensart im Markgräflerland ausführlich über die Tagestour mit Avanti-Reisen. Daher beschränke ich mich auf ein paar Fotos beziehungsweise Bilder im Look von colorierten Bleistiftzeichnungen.

Die historische Altstadt von Beaune hat einen ganz besonderen Reiz, den man mit Skizzen und Zeichnungen fast besser als mit Fotos einfangen kann.

Ich bewundere Urban Sketcher, die sich an einen Ort setzen und Bilder und Atmosphäre mit einem Skizzenblock einfangen. Leider bin ich – was malen und zeichnen angeht – etwas Talentbefreit, mal abgesehen vom „Technischen Zeichnen“, das hatte ich während meiner Zeit im Technischen Gymnasium ganz gut drauf.  Im Kunstunterricht an der Schule haben wir alles mögliche gemacht, nur nie richtig Zeichnen gelernt.

Also muss eben Photoshop dafür herhalten.

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Fotografie, Heimatkunde, Natur, Reisen, Wandern

Heimatkunde: Wanderung am Doubs im Schweizer Jura

 

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Nur knapp 40 Kilometer Luftlinie südwestlich von Basel liegt das Örtchen Saint-Ursanne im Schweizer Jura. Einer unserer Ausflüge im Dreiländereck sollte uns auch in die Schweiz führen. Bei Avanti-Reisen haben wir eine Heimatkunde-Fahrt mit geführter Wanderung gebucht.

Mit Karin Breyer ging es vom kleinen Ort Soubey entlang des Flüsschens Doubs nach Saint-Ursanne. Die freie Autorin, Journalistin und Achtsamkeitstrainerin aus Freiburg,  schreibt Wanderführer für den Schweizer Reinhardt Verlag.

Die Wanderstrecke

Rund 15 Kilometer, Wanderzeit etwa vier Stunden

Soubey (476 m ü.M.) – Le Champois (478 m ü.M.) – Passerelle de La Charbonnière (455 m ü.M) – La Lomenne (439 m ü.M.) – St-Ursanne (438 M ü.M.)

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Start unserer Wanderung war im kleinen Örtchen Soubey, wo wir einen kurzen Blick in die Mühle werfen konnten.

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Mühle Soubey

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Typisches Jura-Haus

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Bei der Passerelle de La Charbonnière wechselten wir vom rechten aufs linke Doubs-Ufer.

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Mittagspause gegenüber dem Campingplatz Tariche

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Weiter ging es über Kuhweiden, die Markgräflerin hat mit dem Handy ein  „Sound & Shot“ gemacht.

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#Doubs #Schweiz #Jura #AvantiReisen

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Fast am Ziel …

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Das Eisenbahn-Viadukt bei Saint-Ursanne, der Bahnhof liegt oberhalb des Ortes am Felsen

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Das Flüsschen Doubs lädt zum Abkühlen ein …

Saint Ursanne

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Die vierbogige Steinbrücke über den Doubs wurde 1728 erbaut. (1729).

Saint-Ursanne ist ein Stift, eine historische Kleinstadt und ehemalige politische Gemeinde im Distrikt Porrentruy des Schweizer Kantons Jura.

Saint-Ursanne liegt auf 440 m ü. M., 8 km südöstlich des Bezirkshauptorts Porrentruy (Luftlinie). Das historische Städtchen erstreckt sich im engen Tal des Doubs, am rechten Flussufer, zwischen den Juraketten des Lomont oder Mont Terri im Norden und des Clos du Doubs im Süden.

Saint-Ursanne liegt an der Stelle, an der vermutlich in der Zeit von 612 bis 619 der Eremit Ursicinus, ein Gefährte des heiligen Kolumban, gewirkt hatte. Der heilige Wandregisel und weitere Mönche gründeten über dem Grab des Ursicinus ein Kloster, das 849 erstmals in einer Urkunde als Cella … in honorem Sancti Ursicini confessoris erwähnt ist und zur Diözese Besançon gehörte. Im 11. Jahrhundert wurde eine neue Abtei errichtet, während die alte Klosterkirche zur Pfarrkirche umgewandelt wurde. 1139 wird der Ort als Sancti Ursicini erwähnt. Im 12. Jahrhundert erfolgte die Umwandlung der Abtei in ein Chorherrenstift, das ab 1210 dem Fürstbistum Basel unterstand und das gesamte Gebiet des Clos du Doubs umfasste. Das um das Kloster entstandene mittelalterliche Städtchen erhielt 1338 Marktrechte.

Von 1793 bis 1815 gehörte Saint-Ursanne zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Das Kloster wurde 1803 säkularisiert und die ehemalige Klosterkirche ist seither Pfarrkirche. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam das Städtchen 1815 an den Kanton Bern, wobei der nördliche Teil des Clos du Doubs dem Bezirk Porrentruy, der südliche dem Bezirk Franches-Montagnes zugeschlagen wurde.

Die Stiftskirche, eine romanische Pfeilerbasilika mit einer Krypta unter dem Chor, stammt aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Von der Abtei des 11. Jahrhunderts wurden Kapitelle und Teile des Nordportals in den Bau einbezogen. Das Südportal (um 1200) im Stil der burgundischen Romanik gehört zu den bedeutendsten Portalen dieser Stilrichtung in der Schweiz. Das etwas später entstandene Kirchenschiff zeigt bereits Merkmale der Gotik, und die Innenausstattung stammt im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert. Das Erdbeben von 1356 beschädigte den Kirchturm des Klosters so stark, dass er später einstürzte. Erst 1462 bis 1464 wurden die Schäden wieder beseitigt.[5]

Zur Zeit der Reformationswirren blieb Saint-Ursanne, im Gegensatz zum grössten Teil des Juras, dem Bischof von Basel treu. 1792 besetzten Franzosen die Stadt. Am 13. September 1793 wurden auf Befehl des französischen Kommissars alle Glocken der Stadt als Beute nach Porrentruy gebracht. Kirchenschmuck und geweihte Gefässe wurde später ebenfalls entfernt. Die Büste des Heiligen verblieb in der Stadt. Das Benediktinerkloster wurde aufgelöst.

Quelle: Wikipedia

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Auf der Brücke steht die aus Buntsandstein gefertigte Statue des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk

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Die Stiftskirche

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Die Stadttore

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Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Wanderung am Doubs im Schweizer Jura

Was die Markgräflerin über die Wanderung und St. Ursanne schreibt, ist in ihrem Blog Lebensart im Markgräflerland zu finden.

Die Wanderroute im Vogelflug mit Google Earth

Anfahrt

 

Fotografie, Reisen

In der Markgrafschaft: Die Hochburg bei Emmendingen

Hochburg
Die Ruine Hochburg bei Emmendingen

Das Jahr 1444, als durch Erbfolge und Schenkung die drei mittelalterlichen Herrschaften Badenweiler, Rötteln und Hachberg-Sausenberg zusammen kamen, gilt als Geburtsjahr des Markgräflerlandes beziehungsweise der „oberen Markgrafschaft“. Das heutige Markgräflerland bezeichnet im Wesentlichen den südlichen Teil der „oberen Markgrafschaft“, das Weinbaugebiet zwischen Freiburg und Weil am Rhein beziehungsweise Grenzach-Wyhlen (mit dem Hornfelsen als südlichste Weinlage des Landes).

Die Sausenburg oberhalb von Sitzenkirch
Die Sausenburg oberhalb von Sitzenkirch in der oberen Markgrafschaft, dem südlichen Teil der einstigen Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg.

Die einstige Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg umfasste jedoch nicht nur die Sausenburg – der Stammsitz der Herren von Sausenberg – auf Gemarkung Kandern sondern auch Gebiete rund um Emmendingen mit der Hochburg als Zentrum.

Unseren kleinen Ausflug ins Liliental bei Ihringen am Kaisertuhl ergänzten wir noch durch einen Abstecher zur Hochburg bei Emmendingen.

Hier kehrten wir auch bei der kleinen Vesperhütte des Weinguts Dreher im Burghof ein und gönnten uns einen Kaffee und ein Gläschen Grauburgunder.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke vom Besuch der Hochburg.

Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Durch den Bau von sieben Bastionen rund um die Burg, ließ Markgraf Georg Friedrich Anfang des 17. Jahrhunderts die Burg zur Landesfestung ausbauen.
Ruine Hochburg
Das Innentor zur Burg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Im Burghof
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Die mittelalterliche Oberburg mit der Ruine des Bergfrieds.
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Burgrfräulein
Blick nach Sexau
Blick nach Sexau
Ruine Hochburg
Ruine Hochburg
Blick in Richtung Emmendingen und Kaiserstuhl
Kaffeepause
Kaffeepause
Denkmal am Fuß der Burg
Denkmal am Fuß der Burg

Mehr Fotos in der Picasa Bildergalerie!

Wissenswertes

Öffnungszeiten: Die Burgruine und die Innerburg sind täglich von 7 bis 21 Uhr frei zugänglich. Das Museum – betrieben zum Verein zur Erhaltung der Hochburg – ist von 1. April bis 31. Oktober immer sonn- und feiertags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Blick in Richtung der Schweizer Alpen während im Westen die Sonne langsam untergeht
Fotografie, Natur, Reisen

Abendstimmung auf dem Hochblauen

Nach dem Schmuddelwetter am gestrigen Samstag sind wir heute auf den Hochblauen gefahren um den Sonnenuntergang zu genießen. Leider war der Himmel nicht ganz so farbenprächtig wie in der vergangenen Woche.

Blick in Richtung der Schweizer Alpen während im Westen die Sonne langsam untergeht
Blick in Richtung der Schweizer Alpen während im Westen die Sonne langsam untergeht

Trotz Dunst waren die Alpen gut zu erkennen und die Fixpunkte Eiger, Mönch und Jungfrau rasch ausgemacht. Während man um diese Jahreszeit morgens beim Sonnenuntergang viel Gegenlicht hat und man nur die Silhouetten der Alpengipfel erkennt, fällt abends auch etwas Licht auf die Alpennordseite, so dass man die schneebedeckten Gipfel sieht.

Bei genauem hinschauen sind Eiger, Mönch und Jungfrau zu erkennen.
Bei genauem hinschauen sind Eiger, Mönch und Jungfrau zu erkennen.
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang
Blick vom Blauen in Richtung Käsacker und Kleines Wiesental
Blick vom Blauen in Richtung Käsacker und Kleines Wiesental
Blick hinüber zum Grand Ballon
Blick hinüber zum Grand Ballon

Seltsamerweise hatten noch viele andere die Idee und sind die rutschige Straße hinaufgefahren. Schade, dass es derzeit keine Möglichkeit zur Einkehr auf dem Blauen gibt, aber wir hatten vorgesorgt und eine Thermoskanne Tee dabei. Zum Glück, denn die Finger waren nach dem Fotografieren – trotz Handschuhe – doch recht kalt.

Film, Fotografie, Reisen

Abifahrt reloaded: Brügge – Venedig des Nordens

Belfried Brügge
Der Belfried

25 Jahre ist es her, da ging’s mit Dr. Lauterbach auf Abifahrt ins belgische Brügge, auch bekannt als „Venedig des Nordens“.

Grachten
Die Grachten gaben Brügge den Namen Venedig des Nordens

Irgendwie wollte ich schon lange mal wieder in das schöne Städtchen reisen, dessen mittelalterliches Stadtzentrum mittlerweile von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. In diesem Urlaub hat es endlich geklappt!

Marktplatz Brügge

Marktplatz Der Marktplatz

Erste Anlaufstation waren natürlich die Pommes-Buden (Frietkot) direkt am Marktplatz: Belgische Frieten mit Saus Américaine – wie vor 25 Jahren!

Belgische Fritten sind die Besten!
Belgische Fritten sind die Besten!

Das Jugendgästehaus direkt am Marktplatz gibt es wohl nicht mehr, dafür gab es die Pubs am Eiermarkt noch. Naja, mittlerweile wollen wir es etwas gediegener und sind dann doch nebenan bei der Brasserie „het Hof van Rembrandt“ eingekehrt. Empfehlenswert sind die große Bierauswahl und die Käse- und Garnelenkroketten. Urgemütlich ist es auch im Café „‚t Brugs Beertje“ – wobei man sich von der Bezeichnung „Café“ nicht täuschen lassen sollte.

Brugs Beertje

Brugs Beertje Brugs Beertje

Auch eine Brauereibesichtigung gehört zu einem Brügge-Trip dazu: Die Brouwerij De Halve Maan (Bruggse Zot & Straffe Hendrik) lohnt einen Besuch. Vom Dach aus hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Auch kann man hier gut und preiswert Mittagessen – allerdings nur bis 15 Uhr.

Brouwerij De Halve Maan
Brouwerij De Halve Maan

Natürlich darf die Kultur nicht fehlen. Die dreitägige Brügge-City-Card mit Eintritt in (fast) alle Museen haben wir reichlich ausgenutzt. Lohnenswert ist neben dem Groneingemuseum mit den flämischen Meistern vor allem die noch neue interaktive Ausstellung „Historium“ direkt am Marktplatz, diese gibt einen Einblick in das mittelalterliche Brügge.

Groeningemuseum
Groeningemuseum
Windmühle
Windmühle
Beginenhof
Beginenhof

Wer sich für die kulinarischen Aspekte Brügges interessiert wird im Blog „Lebensart im Markgräflerland“ der Markgräflerin fündig.

Zum Schluss noch ein kleiner Filmtipp: „Brügge sehen und sterben“ mit Colin Farrell und Ralph Fiennes

Fotografie, Natur, Reisen

Schneller als das Licht – der Planetenweg Egerten

Karin mit dem Saturn-Ring
Karin mit dem Saturn-Ring

Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. Um sie kreist in einer Entfernung von ungefähr achtundneunzig Millionen Meilen ein absolut unbedeutender, kleiner blaugrüner Planet, dessen vom Affen stammende Bioformen so erstaunlich primitiv sind, dass sie Digitaluhren immer noch für eine unwahrscheinlich tolle Erfindung halten.

(Douglas Adams, „Per Anhalter durch die Galaxis“)

Die Sonne im Maßstab 1:1.000.000.000
Die Sonne im Maßstab 1:1.000.000.000

Am Pfingstsamstag machten wir uns auf den Weg die „kleine gelbe Sonne“ mit ihren neun Planeten zu Fuß zu erkunden. Der sechs Kilometer lange Planetenweg führt von Egerten nach Kandern und bietet die Möglichkeit ein maßstabgetreues Modell des Sonnensystems zu durchwandern. Und dies sogar – in den Maßstab umgerechnet – schneller als das Licht. Das Sonnenlicht braucht beispielsweise von der Sonne bis zum Jupiter normalerweise rund sechs Stunden, auf dem Planetenweg schafft es ein Wanderer auch in gut zwei bis drei Stunden (letzteres wenn er hier und da mal anhält und die Kamera zückt).

Start ist im Kanderner Ortsteil Egerten beim Max-Böhlen-Museum.

Das Max-Max-Böhlen-Museum in Egerten
Das Max-Max-Böhlen-Museum in Egerten

Der Weg führt durch das beschauliche Wollbachtal und überschneidet sich zum großen Teil mit dem rund 4,5 Kilometer langen „Kalkofen-Erlebnispfad“, der Wissenswertes zu den Themen Geologie und Fledermäuse vermittelt.

Der Kalkofen von Egerten
Der Kalkofen von Egerten ist einmalig in Südbaden. Gebaut wurde er im Jahr 1929. Der seit langem still gelegte Ofen wurde vom Schwarzwaldverein und der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Markgräflerland erworben. Diese restaurierten den rund zwölf Meter hohen Kalkofen und richteten im Innern ein Fledermausquartier ein.
Der Kalkofen-Erlebnispfad im Wollbachtal
Der Kalkofen-Erlebnispfad im Wollbachtal
Planetenweg Egerten
 
Planetenweg Egerten
 
Planetenweg Egerten
 
Kohlweißling

Kohlweißling
Kohlweißling Kohlweißling
Kleines Naturschutzgebiet mit Orchideenwiese
Kleines Naturschutzgebiet mit Orchideenwiese
Orchideenwiese mit Knabenkräutern

Orchideenwiese mit Knabenkräutern Orchideenwiese mit Knabenkräutern
Trollblume
Trollblume

Wir waren allerdings nur bis zur Hütte am Roten Rain unterwegs – das letzt Stück bis „Pluto“ beim Kanderner Forstamt hätte parallel zur Landesstraße nach Steinen geführt und das Summen der Motorräder, die im Minutentakt her entlangbrausten, war dann doch etwas nervig.

Die Grillhütte am Roten Rain
Rast bei der Grillhütte am Roten Rain

Als Rückweg bietet sich der Zeitweg an. Dieser fünf Kilometer lange Weg führt vom Kanderner Rathaus nach Egerten. Dabei wandert man durch fünf Milliarden Jahre Erdgeschichte.

Zur gemütlichen Einkehr bietet sich der Kreiterhof in Egerten mit einer verlockenden Speisekarte an.

Und nicht vergessen: ab 21. Juni werden die Tage wieder kürzer!
Und nicht vergessen: ab 21. Juni werden die Tage wieder kürzer!

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