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Spaziergang von Laufen nach St. Ilgen

laufen_st-ilgen_051Nur eine Miniwanderung oder vielmehr einen kleinen Spaziergang haben wir am Samstag unternommen. Wir sind von Laufen nach St. Ilgen gelaufen, haben uns dort die St. Ägidiuskirche sowie einen „Zaubergarten“ angesehen.

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Parkmöglichkeiten gibt es beim Winzerkeller Laufener Altenberg, bei der Altenberghalle oder beim Friedhof. Wir parken und starten beim Winzerkeller. Zunächst geht es ein paar Schritte entlang der Straße nach St. Ilgen. Da wir jedoch nicht auf der Straße laufen wollen, auch wenn der Verkehr nach St. Ilgen sehr überschaubar ist, halten wir uns am Ortsrand von Laufen links und folgen dem Radweg in Richtung Gütigheim. Wir passieren den Wegweiser „Am Biesenberg“ des Schwarzwaldvereins, und an der nächsten Wegkreuzung, beim Wegweiser Brunnmatt, halten wir uns rechts. Der Weg verläuft parallel zum Brunmattbach. Zwischen Reben und Obstplantagen finden wir hier eine bunte Blumenwiese.laufen_st-ilgen_003

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Wir erreichen St. Ilgen am südlichen Ortseingang beim Wegweiser „St. Ilgen/Zum Fülli“ und gehen nach rechts in Richtung Kirche.

Die Kirche St. Ägidius wird im Jahr 1089 erstmals urkundlich erwähnt. Die Annalen des Klosters St. Peter nennen die „Ecclesia ad Tiliam“ als „ad Sanctum Aegidium vulgo St. Ilg“. 1323 heißt es „sant Gylien“, 1360 „sant Gylgen“, 1370 „capella s. Egidii“, um 1500 „S. Gilgenkapelle zu S. Gilgen“.

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Der Bau stammt vom Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts. Das Langschiff ist durch einen spitzen Chorbogen vom Chor abgetrennt. Das Untergeschoss des Turmes mit dem Kreuzrippengewölbe  ist noch in die späte Romanik einzuordnen, die restlichen Bauteile in die frühe Gotik. In den Jahren 1902 bis 1904 wurde die KIrche renoviert.

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Die Eingangsfassade hat gegen den Turm ansteigend einen originellen halben Treppengiebel, der mit kleinen Satteldächern und Kreuzlilien geschmückt ist.

Die besondere Kostbarkeit der Kirche ist die unter Denkmalschutz stehende Orgel. Ihr Gehäuse ist einmalig, ihr Werk überwiegend im Zustand von 1800 erhalten.

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Die Kirche ist dem heiligen St. Ägidius (frz. Saint-Gilles), einem der 14. Nothelfer und einem der populärsten Heiligen des Mittelalters, gewidmet. Seit der Reformation im Markgräflerland ist sie eine evangelische Pfarrkirche.

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Als ein Klosterbruder an der Jungfräulichkeit der Maria zweifelte und drei Fragen in den Sand schrieb, erblühten als Antwort des Ägidius drei weiße Lilien aus dem dürren Boden.

Die drei Lilien sind übrigens in den eisernen Beschlägen der Eingangstüren zur Kirche wiederzufinden. Diese zieren übrigens auch das Wappen der Gemeinde Laufen, die mit St. Ilgen seit 1974 zur Stadt Sulzburg gehört. Früher gab es in Laufen einen Gasthof „Drei Lilien“, seit kurzem gibt es wieder ein gleichnamiges Restaurant – allerdings mit der französischen Schreibweise „Trois Lis“.

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Der Dorfplatz lädt anschließend zum Picknick an der hölzernen Bank mit Tisch ein.

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Wir folgen dann der Straße weiter in Richtung Buggingen, direkt nach dem letzten Haus gehen wir nach rechts in einen Feldweg. Wir haben den „Zaubergarten“ erreicht, der sich vom Weg aus hinter dichten Hecken, Sträuchern und Bäumen versteckt.

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Auf den „Zaubergarten“ wurden wir durch einen Beitrag von Bianca Flier in der Augustausgabe des interkommunalen Veranstaltungsmagazins „Wohin im Markgräflerland“ aufmerksam. Am nordwestlichen Ortsrand von St. Ilgen hat der Gärtnermeister Isbert Preußler in fast 50 Jahren ein naturnahes kleines Paradies geschaffen. Ein schmaler Pfad schlängelt sich durch das Areal, hin und wieder muss sich der Besucher bücken, wenn Rosenzweige über den Weg ragen. Jetzt im August überwiegt ein pralles Grün, nur Rosen und Sonnenhut blühen noch in dieser hitzigen Jahreszeit. Der Garten lässt jedoch die üppige Blütenpracht erahnen, die hier im April, Mai und Juni herrschen muss, wenn beispielsweise die Pfingstrosen blühen. Fazit: Unbedingt im Frühling und ganz zu Sommerbeginn nochmal herkommen.

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Nach dem verlassen des Gartens folgen wir dem Feldweg, bis dieser auf einen asphaltierten Weg trifft. Wir halten uns links und gehen bei der nächsten Gelegenheit wieder nach rechts. Auch am Ende dieses Weges geht es wieder nach links und dann gleich wieder nach rechts.

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Wir orientieren uns am Turm der Laufener Kirche St. Johannis. Bei der Altenberghalle erreichen wir wieder Laufen.

Von hier aus geht es zur Kirche St. Johannis.

Die Kirche wurde nach den Plänen des badischen Baudirektors Heinrich Hübsch erbaut und im Jahr 1856 eingeweiht.

Vor der Kirche ist ein Weltkriegsdenkmal des Laufener Künstlers Adolf Riedlin (1892 – 1969) zu sehen. Auch die Wandmalerei an der Fassade der Winzergenossenschaft stammt von ihm. Seine Werke sind unter anderem im Augustinermuseum in Freiburg, im Dreiländermuseum in Lörrach sowie im Markgräfler Museum in Müllheim zu sehen.

Im Frühjahr bietet sich zur Iris-Blüte ein Besuch in der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin an, außerdem lädt das Lilien-Café zu Kuchen und Kaffee oder kühlen Getränken ein.

Wir überqueren die Weinstraße (Landesstraße) und gehen die Schlossgasse entlang. Links an der Ecke befindet sich der ehemalige Pfarrhof (Schlossgasse 1). Das Landesamt für Denkmalpflege schreibt dazu:

Pfarrhof

Am nordöstlichen Ortseingang in Ecklage stehender Pfarrhof bestehend aus zwei-geschossigem, massiv gemauertem Pfarrhaus über hohem Kellergeschoss mitzwei kreuzgratgewölbten Kellerräumen und mit abschließendem Satteldach. ImInneren barocke Treppe mit aufwändigem Balustergeländer sowie Türen derErbauungszeit mit qualitätvollen Beschlägen. Nebenstehendes Backhaus, lang-gestreckter Schopf mit Schweinestall entlang der Weinstraße, kleines Waschhausund massiv gemauerte Scheune mit Rundbogentor und fachwerksichtigem Giebeldreick unter einem Satteldach. 18. Jahrhundert

An den Pfarrhof schließt sich das Schloss Zeppelin (Schlossgasse 3) an. Es ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden, wie auf einem Schild neben dem Tor zum schmucken Innenhof zu lesen ist.

Schloss Zeppelin

Am östlichen Ortsrand auf eine ehemalige Ortsburg und Meierhof zurückgehende Schlossanlage. Nach 1803 erwarben die ehemaligen Lehenspächter das Gut. Durch einen bislang nicht näher bekannten französischen Architekten in die noch heute bestehende Form gebracht. Der Schlosshof, unter dem sich die Fundamente der Vorgängeranlage befinden, wurde mit Bauschutt der 1854 abgebrochenen Kirche höher gelegt. Dreiflügelige, um einen Innenhof gruppierte Anlage mit zweigeschossigem Wohnhaus und Verwalterbau mit arkadendurchbrochener Hofseite. Rückwärtig solitär stehendes Ökonomiegebäude mit Tor-durchfahrt. Unter dem Wohnhaus kreuzgrat- und tonnengewölbter Keller.Wandfeste Ausstattung und Treppe vom Anfang des 19. Jahrhunderts. In deranschließenden ehemaligen Scheune, heute Bibliothek eingerichtet. Im Dachgeschoss des Verwalterhauses Kornspeicher. Um 1860 wurden dem gräflichen Garten Teile des alten Kirchen- und Friedhofgeländes zugeschlagen, danach Erweiterung des Hauptbaus um einen Anbau mit polygonalem Türmchen nach Nordwesten. Im Hof sandsteinerner Laufbrunnen mit der Inschrift „J-K 1825”. Das anschaulich überlieferte Schloss stellt ein herausragendes Zeugnis für die Herrschafts- und Wirtschaftsgeschichte Laufens dar. An seiner Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen, künstlerischen und heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse.

Im schräg gegenüberliegenden Winkelgehöft (Schlossgasse 6) wurde der Maler Adolf Riedlin geboren.

Eine Hofanlage in Form eines Dreiseitgehöfts (wobei der nördliche Flügel eine jüngere Zutat ist und nicht Bestandteil des Kulturdenkmals) mit eingeschossigem, verputztem Wohnhaus mit außenliegendem, durch ein Zwerchhaus überbauten Treppenaufgang und zwei Dachgeschossebenen unter abschließendem Satteldach. Inschrift im Türsturz: „J. R. Erbaut 1764 Umgeb. 1907 M. R. Renov. 1972G. R.” Im Wohnhaus bauzeitliche Türen mit Beschlägen und Wandschrank.Umbau 1907 im Dachbereich. In einem Raum kleine Sammlung von Gemälden des Malers Adolf Riedlin (1892 – 1969), der hier einige Zeit gelebt hat (sein Elternhaus). Sie zeigen einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens.Westlich an das Wohnhaus anschließende Ökonomiegebäude mit traufseitigen Toreinfahrten und Satteldach.Südlich der Gebäude historische Gartenanlage mit Einfriedungsmauer.Die Hofanlage ist seit dem 18. Jahrhundert im Besitz der Familie Riedlin. Das gut überlieferte Gehöft mit Wohnhaus und Scheune ist ein Zeugnis für die dörfliche Lebens- und Wirtschaftsweise in Laufen. An seiner Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Gründen

Am Ende der Schlossgasse biegen wir nach rechts in die Obere Holzgasse ein. Hier finden wir die Weingüter Rainer Schlumberger und Schlumberger-Bernhart. Wieder an der Weinstraße angelangt überqueren wir die Straße und gehen zurück zu unserm Ausgangspunkt dem Winzerkeller. Auf dem Weg dahin passieren wir das Restaurant „Trois Lis“, das frühere Gasthaus „Drei Lilien“. Das Gebäude gehört dem Laufener Weinvertrieb, an dem der Winzerkeller sowie mehrere örtliche Weingüter beteiligt sind.

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Laufen-St. Ilgen


Karte


P.S. Ohne die verflixte Corona-Pandemie hätte dieses Wochenende (15./16. August 2020) übrigens die Veranstaltung „Wein – Essen – Laufen“ stattgefunden.

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Froschkönig und Gallische Feldwespe

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Normalerweise fangen Frösche mit ihrer langen Zunge Insekten. Dieser Frosch im Garten der Markgräflerin beherbergt ins seinem Maul die Kinderstube für die Gallische Feldwespe (Polistes dominula).

Eine Wespenkönigin hat sich mit ihrem Hofstaat im Innern des eisernen Froschkönigs einquartiert. Gartendekoration kann also doch zu etwas nütze sein. Die fleißigen Arbeiterinnen schweben im Garten umher und fallen insbesondere mit ihren langen Beinen auf. Sie sind wenig aggressiv und vertilgen Schadinsekten wie Zikaden und Traubenwickler.

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A Quiet Place – Corona-Impressionen (2)

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Die letzten Tag war es etwas ruhig hier im Blog, nach der Arbeit in der Redaktion, die ich glücklicherweise – anders als die vielen freien Kollegen – noch habe, fehlte mir etwas die Muse zum bloggen.  Auch das Fotografieren ist in Corona-Zeiten etwas anders: Viel ruhiger und selbst die Luft kommt einem viel klarer vor.

Autobahnraststätte Bad Bellingen

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Wie sieht es nach der Corona bedingten Schließung der Restaurants aus? Um die Frage für die Zeitungsleser zu beantworten hab ich auf dem Weg zur Arbeit auch einen kleinen Abstecher zur Autobahnraststätte  gemacht.

Ruhe auf dem Parkplatz, der Eingang zur Autobahnraststätte ist mit Kette und Vorhängeschlössern verrammelt. Normalerweise herrscht hier zu Ferienbeginn reges Treiben.

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Weil am Rhein

Für eine Bilderseite durfte ich letztens einen kleinen Spaziergang durch Weil am Rhein, zu Dreiländerbrücke, Dreiländergarten und Vitra-Museum machen.

Dreiländerbrücke

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Die Dreiländerbrücke ist menschenleer, davor stand ein Polizei-Bulli mit zwei Polizisten der Bereitschaftspolizei.

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Dreiländergarten

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Anders als die Bilder vermuten lassen, waren doch etliche Spaziergänger im Dreiländergarten unterwegs, die jedoch genügen Abstand hielten und sich  gut im Park verteilten.

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Vitra-Haus und Vitra-Museum

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Normalerweise hat man nur selten Gelegenheit das Vitra-Haus ohne Menschen davor zu fotografieren.

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Ein Molch im Garten

Kammmolch_011Heute hat sich wieder Lurchi in unseren Kellerabgang verirrt. Unser Nachbar hat den Molch dann bei uns in den Garten gesetzt. Er ist entweder in einem Gartenteich zwei Häuser weiter oder in einem der Weiher durch die der Neumattbach fließt zuhause.

Von Vergleichsfotos im Internet tippen wir auf einen Kammmolch, es könnte aber auch ein Bergmolch sein.

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Mehr Informationen zu Amphibien im Beitrag Lurchi zu Besuch.

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Heimatkunde: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

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Der Vogtsbauernhof – die Keimzelle des Museums

Der letzte Besuch im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof liegt gut 30 Jahre zurück. Diesen Sommer haben wir uns wieder einen kleinen Heimaturlaub mit etwas Heimatkunde vorgenommen, und die Markgräflerin hat einen Ausflug nach Gutach in die Heimat des Bollenhuts vorgeschlagen (Achtung: Im Navi Gutach (Schwarzwaldbahn) eingeben, sonst landet ihr in Gutach im Breisgau – da kommt ihr übrigens auch fast dran vorbei).

Es ist das älteste Freilichtmusuem in Baden-Württemberg und war Vorbild für das Écomusée d’Alsace im elässischen Ungersheim. Auf einer Fläche von rund 7 Hektar wird das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Schwarzwald in den vergangenen Jahrhunderten dargestellt.

Das Freilichtmuseum hat seinen Namen vom Vogtsbauernhof, der seit 1612 an dieser Stelle steht und dessen Eigentümer um 1650 Talvogt in Gutach war. Mit diesem Schwarzwaldhaus gründete Hermann Schilli das Museum.Die Sanierung begann im Jahr 1963, das Museum wurde im Folgejahr eröffnet.  Im Lauf der Jahre kamen weitere Bauernhöfe hinzu, die an ihrem ursprünglichen Standort abgebaut und im Museum Vogtsbauernhof wieder aufgebaut wurden.

  • Hippenseppenhof aus Furtwangen, Baujahr 1599, Eröffnung: 1966
  • Lorenzenhof aus Oberwolfach, Baujahr 1608, Eröffnung 1972
  • Schauinslandhaus, Schauinsland, Baujahr 1730, Eröffnung 1982
  • Falkenhof aus Buchenbach-Wagensteig, Baujahr 1737, Eröffnung 1999
  • Hotzenwaldhaus, Hotzenwald, Baujahr 1979/80 (Nachbau des 1756 errichten Klausenhofs in Herrischried), Eröffnung 1980
  • Herrmann-Schilli-Haus, Gutach, Baujahr 1980, der Neubau wurde am Standort des alten Zimmerbauernhofs errichtet, Eröffnung 2017
  • Tagelöhnerhaus, Oberprechtal, Baujahr 1819, Eröffnung 1999
  • Schlössle von Effringen, Effringen/Wildberg, Baujahr 1407, Eröffnung 2018

Anders als im Écomusée d’Alsace das sich bei der Einrichtung der Häuser an der Zeit um das Jahr 1900 orientiert, ist es die Einrichtung nahezu so, wie sie von den letzten Bewohnern hinterlassen wurde. Das Schlössle von Effringen beispielsweise lädt ein zu einer Zeitreise in die 1960er und 1970er Jahre.

Das Hermann-Schilli-Haus ist ganz im Stil der 1980er Jahre eingerichtet. Angefangen von der hölzernen Decke mit Nut-und-Feder-Brettern, über den Wohnzimmerschrank aus rustikaler Eiche bis hin zu den typischen Fliesen in Küche und Bad.  Im Kinder-/Jugendzimmer findet sich noch ein alter Homecomputer.

Sehenswert war auch ein Besuch im Brenn- und Backhaus wo das Schnapsbrennen erklärt sowie  Fladenbrot (ähnlich Flammkuchen) und Buernbrot gebacken wurde.

Hier ein paar fotografische Impressionen

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Der Hippenseppenhof
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In der Stube
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Hofkapelle
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Der Vogtsbauernhof
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Blick ins Taglöhnerhaus
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Im Schauinslandhaus wird unter anderem das Schneffler-Handwerk gezeigt.
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Nebenan im Falknerhof dreht sich alles um Viehwirtschaft
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Die Firma macht also nicht nur Kühlschränke, Spül- und Waschmaschinen …
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Hotzenwaldhaus
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Hotzenwaldhaus mit Garten – das Bild hab ich mir von der Markgräflerin geborgt.

 

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Gutacher Speicher
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Vogtsbauernhof
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Der Glaube spielte im Schwarzwald eine große Rolle . ..
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Das Hermann-Schilli-Haus
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Brenn- und Backhaus
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Die Fladenbrote mit Speck und Bärlauch sind im Ofen
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Lorenzhof
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Kinzigtäler Speicher
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Bildstock
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Effringer Schlössle
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Effringer Schlössle

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Mehr Bilder im Album bei Google Photos: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Karte mit virtuellem Rundgang

Nützliche Informationen

Kontakt:
Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
77793 Gutach (Schwarzwaldbahn)
Tel. + 49 (0) 7831 – 93 56 0
E-Mail: info@vogtsbauernhof.de

Öffnungszeiten:
täglich von 9 bis 19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr

Eintrittspreise:

  • Erwachsene: 10 Euro
  • Ermäßigt (Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte): 9 Euro
  • Kinder und Jugendliche: (6 bis 17 Jahre)   5,50 Euro
  • Kinder bis 5 Jahre:  frei
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Lupinen im Garten

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Die Lupinen (Lupinus; von althochdeutsch luvina, zu lateinisch lupus ‚Wolf‘), selten auch Wolfsbohne oder Feigbohne genannt, sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae).  (Quelle Wikipedia)

Im Schwarzwald findet man Lupinen oftmals an Waldrändern. Weitverbreitet sind sie in Schweden. Von dort hat die Markgräflerin auch die Samen für den heimischen Garten mitgebracht.

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Digitalis

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Im Schwarzwald ist er überall an den Wegrändern anzutreffen: Der Fingerhut. Er gedeiht auch im Garten der Markgräflerin prächtig

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea), auch Fingerhut, Fingerkraut, Fuchskraut, Schwulstkraut, Unserer-lieben-Frauen-Handschuh, Waldglöckchen, Waldschelle genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fingerhüte (Digitalis) in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Der Gattungsname Digitalis leitet sich vom lateinischen Wort digitus für Finger ab und bezieht sich auf die charakteristische Blütenform. (Quelle: Wikipedia)

Alle Pflanzenteile sind hochgiftig. In der Medizin wird der Fingerhut als  Mittel gegen Herzinsuffizienz (Herzschwäche) eingesetzt.