Fotografie, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung rund um die Burg Rötteln

wanderung_ru00f6tteln_038_dark

Die Markgräflerin wollte mal wieder das Röttler Schloss anschauen. Als Startpunkt für die Wanderung haben wir uns die Wittlinger Höhe (Wanderparkplatz Kleeplatz beziehungsweise Stern) zwischen Wittlingen und Lörrach-Haagen ausgesucht. Vom Parkplatz zum Schloss sind es auf dem Westweg nur knapp zwei Kilometer, für Familien mit Kindern ideal.

Wir wollten uns noch etwas mehr bewegen und sind dann an der Röttler Kirche vorbei weiter bis zur Lucke (Park-and-Ride-Platz Autobahn A 98/Abfahrt Kandern) und durch das Naturschutzgebiet Rümminger Moos gewandert.

wanderung_ru00f6tteln_287

Wir stellen das Auto bei der Wittlinger Höhe ab, hier gibt es gleich zwei Waldparkplätze, den Kleeplatz auf der Nordseite der Passstraße zwischen Wittlingen und Haagen …

wanderung_ru00f6tteln_285

… und den Waldparkplatz Stern auf der Südseite.

wanderung_ru00f6tteln_282

Gleich am Ende des Parkplatzes beginnt auf der „Hohen Strasse“ der „Pfad beziehungsweise die Galerie der Nachhaltigkeit“.

wanderung_ru00f6tteln_281

Zwischen den Waldparklätzen Stern und Fohrenbuck (Lucke) wurden im Jahr 2013 so genannte Waldfenster im Röttlerwald aufgestellt. Anlass war das Jubiläumsjahr „300 Jahre Nachhaltigkeit“.  Die aus Holz gefertigten Rahmen sollen die Aufmerksamkeit des Spaziergängers auf besondere Details nachhaltiger Forstwirtschaft lenken, die ansonsten vermutlich nur Experten auffallen. Hinweistafeln bieten weitere Informationen. Ziel der Aktion ist es, den Waldbesuchern die vielfältige Arbeit der Forstwirte näherzubringen, hieß es damals bei der Eröffnung des Weges.

wanderung_ru00f6tteln_274

wanderung_ru00f6tteln_275

Wir schauen uns die Tafeln aber erst auf dem Rückweg an. Auf dem Weg zur Burgruine Rötteln biegen wir beim Wegweiser „Wittlinger Trimm-Dich-Pfad“ nach links ab und folgen der roten Raute des Westwegs.

wanderung_ru00f6tteln_001

wanderung_ru00f6tteln_003

wanderung_ru00f6tteln_015
Kaisermantel (Argynnis paphia)

wanderung_ru00f6tteln_022

Beim Wegweiser Trimm-Dich-Pfad folgen wir dem Wegweiser Richtung Schlosshalde und Burg Rötteln.

wanderung_ru00f6tteln_023

Beim Wegweiser Schlosshalde folgen wir dem Schlossweg nach links.

wanderung_ru00f6tteln_033

Der Weg erinnert an eine römische oder mittelalterliche Straße mit einer Art Kopfsteinpflaster. Wenig später ist die Burg zwischen den Bäumen zu erkennen.

wanderung_ru00f6tteln_036

Auf der Nordseite der Burg befindet sich ein kleiner Rastplatz mit Grillmöglichkeit, der bei Lörracher Familien sehr beliebt zu sein scheint.

wanderung_ru00f6tteln_038

wanderung_ru00f6tteln_043

Wir gehen um die Burg herum und folgen dem Weg zur Oberburg.

wanderung_ru00f6tteln_049

Burg Rötteln

wanderung_ru00f6tteln_052

Auf dem Weg in die Oberburg müssen wir durch das Gebäude der alten Landschreiberei und Wegezoll entrichten (Erwachsene 2,50 Euro,  Schüler und Studenten mit Ausweis 2  Euro,  Kinder von 6  bis 14 Jahren 1 Euro).

wanderung_ru00f6tteln_194

Die Burg Rötteln ist die Ruine einer Spornburg oberhalb des namensgebenden Weilers Rötteln auf der Gemarkung des Lörracher Ortsteils Haagen im äußersten Südwesten von Baden-Württemberg. Die im Volksmund als Röttler Schloss bekannte Burg mit zwei großen Wehrtürmen war eine der mächtigsten im Südwesten und ist die drittgrößte Burgruine Badens. Sie wird seit dem 19. Jahrhundert gegen weiteren Verfall konserviert. Charakteristisch ist der gegen die Längsachse der Burg gedreht aufgestellte Bergfried.

Die Höhenburg Rötteln (417 m ü. NN) liegt auf einem Bergsporn, der aus einem ins vordere Wiesental steil abfallenden Osthang hervortritt und ist deshalb weithin sichtbar. Sie war zeitweise Residenz der Herren von Rötteln, Markgrafen von Sausenberg und Markgrafen von Baden-Durlach. Im Dreißigjährigen Krieg war sie umkämpft und wurde schwer beschädigt. Ihre Bedeutung verlor sie endgültig nach der Zerstörung 1678 im Holländischen Krieg. […] Die Burganlage untersteht der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Quelle: Wikipedia

wanderung_ru00f6tteln_179

wanderung_ru00f6tteln_188

wanderung_ru00f6tteln_063

wanderung_ru00f6tteln_071

wanderung_ru00f6tteln_082

wanderung_ru00f6tteln_141

wanderung_ru00f6tteln_147

wanderung_ru00f6tteln_166
Palas und Kapelle, dahinter der Giller

wanderung_ru00f6tteln_150

wanderung_ru00f6tteln_156

wanderung_ru00f6tteln_161
Blick auf Lörrach
wanderung_ru00f6tteln_165
Blick ins Wiesental
wanderung_ru00f6tteln_164
Blick auf den Blauen

Wir suchen uns ein stilles Plätzchen im Garten auf der Ostseite der Burg, wo wir unser Vesper und die Thermoskanne mit Tee auspacken.

 

wanderung_ru00f6tteln_123

wanderung_ru00f6tteln_092

wanderung_ru00f6tteln_090

Bei einer Aktion des Naturparks wurde Falter Futter ausgesät und ein Hummel-Tummel-Platz eingerichtet. Am Sommerflieder erfreuen sich Taubenschwänzchen und Schmetterlinge.

wanderung_ru00f6tteln_100a
Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum)
wanderung_ru00f6tteln_109a
Mädesüß-Perlmuttfalter (Brenthis ino)
wanderung_ru00f6tteln_140a
Zwerg-Bläuling (Cupido minimus)

wanderung_ru00f6tteln_196

 

Wir verlassen die Burg und folgen dem Wegweiser in Richtung Kirche Rötteln.

wanderung_ru00f6tteln_204

Zuerst darf die Markgräflerin noch durch das Portal Dreiländereck des Westwegs schreiten.

wanderung_ru00f6tteln_210-1

Wir drehen uns nach dem Parkplatz nochmals um und werfen einen Blick auf die Burgruine.

wanderung_ru00f6tteln_222

Die Röttler Kirche war sehr wahrscheinlich dem heiligen Gallus geweiht. Mit der ersten Erwähnung im Jahr 751 und der Neuerrichtung 1401 ist sie älteste Kirche in Lörrach und Rötteln ältester Kirchenort im vorderen Wiesental. In der Kirche befindet sich eine Grabkapelle des Markgrafen Rudolf III. und seiner Gemahlin Anna.

Quelle: Wikipedia

wanderung_ru00f6tteln_224

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Fohrenbuck. Der Sendeturm ist aus dem Kandertal schon von weitem sichtbar. Der Weg führt parallel zur Autobahn 98 zur Lucke  – Passhöhe zwischen Wiesen- und Kandertal. Aufgrund des Lärmpegels macht das Wandern hier wenig Spaß.

Kurz vor dem Park-and-Ride-Platz halten wir uns rechts und folgen der Straße bis zum Wanderparkplatz Fohrenbuck.

wanderung_ru00f6tteln_236

wanderung_ru00f6tteln_241
Blick von der Lucke auf Lörrach

wanderung_ru00f6tteln_247

Beim Waldparkplatz Fohrenbuck können wir den direkten Weg entlang der Hohe Straße  in Richtung Wittlinger Höhe nehmen oder einen kleinen Abstecher durchs Naturschutzgebiet Rümminger Moos machen.

wanderung_ru00f6tteln_252

Wir entscheiden uns für das Naturschutzgebiet, der Umweg ist zwei Kilometer lang und damit nur einen Kilometer länger als der direkte Weg. Es geht allerdings am Ende wieder 50 Meter hinauf.

wanderung_ru00f6tteln_254

wanderung_ru00f6tteln_260

Der Moosweg führt durch das Naturschutzgebiet Rümminger Moos. Das Rümminger Moos ist ein feuchter Eichen-Hainbuchen-Wald am flach geneigten Westhang des Röttlerwaldes der bereits seit 1939 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.

wanderung_ru00f6tteln_264

wanderung_ru00f6tteln_265

wanderung_ru00f6tteln_267

Ab dem Wegweiser „Rüttematt“ geht es rechts wieder einen Kilometer den Nikolausgraben bergauf, bis man beim gleichnamigen Wegweiwser wieder auf die „Hohe Straße“ trifft. Dort halten wir uns links und folgend dem Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt „Wittlinger Höhe“.

wanderung_ru00f6tteln_270

Wir passieren den zweiten Wegweiser „Nikolausgraben“ allerdings mit einer anderen Höhenangabe. Wer vom Waldparkplatz Fohrenbuck losläuft, kann hier zur Burg Rötteln abbiegen.

wanderung_ru00f6tteln_273

Auf dem Weg zurück zum Waldparkplatz lesen wir die Schautafeln zu den bereits erwähnten Waldfenstern.

wanderung_ru00f6tteln_283


Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Wanderung rund um die Burg Rötteln


Karte


Siehe auch:

Fotografie, Landschaft, Natur

Sonnenblumen 2

Sonnenblumen_Gennenbach_250

Auf dem Rückweg von unserer letzten Wanderung zur Sausenburg haben wir noch an einem Sonnenblumenfeld bei Gennenbach (Müllheim-Feldberg) angehalten und ein paar Fotos gemacht.

Sonnenblumen_Gennenbach_249

Sonnenblumen_Gennenbach_243
Sonnenblume (Helianthus annuus)

Sonnenblumen_Gennenbach_242


Siehe auch:

Ausflugsziel, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung zur Sausenburg

sausenburg_095

Im Jahr 1444 schenkt Graf Johann von Freiburg dem Markgrafen Rudolf IV und seinem Bruder Hugo die Herrschaft Badenweiler, Rötteln und Sausenberg – die eigentliche Markgrafschaft. Das vornehmste Recht der Herren war die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit. 1444 ist auch die Geburtsstunde des Markgräflerlandes.

Die einstige Markgrafschaft Hachberg-Sausenberg umfasste jedoch nicht nur die Sausenburg – der Stammsitz der Herren von Sausenberg – auf Gemarkung Kandern sondern auch Gebiete rund um Emmendingen mit der Hochburg (Hachberg) als Zentrum. (In der Markgrafschaft: Die Hochburg bei Emmendingen)

Unsere jüngste Wanderung sollte uns daher zur mal wieder zur Sausenburg führen – die letzte Wanderung dorthin liegt doch ein paar Jahre zurück.

Am besten stellt man das Auto auf dem Wanderparkplatz St. Johannis-Breite an der L 132 zwischen Obereggenen und Sitzenkirch ab. Entlang des Waldrands dem Wanderweg (gelbe Raute) nach Sitzenkirch folgen. Wer mehr Zeit mitbringt wandert über Schloss Bürgeln zur Sausenburg.

Wir haben uns jedoch die knapp zwei mal zwei Kilometer geschenkt, und haben unser Auto beim Rathaus in Sitzenkirch abgestellt. (Familien mit kleineren Kindern biegen in Sitzenkirch ab, fahren über Käsacker nach Vogelbach und stellen das Auto beim Wanderparkplatz Lindenbückle ab. Von dort sind es nur 15 Minuten zur Sausenburg.)

sausenburg_001

Wir starten beim Rathaus Sitzenkirch am südlichen Ortsrand. Vor dem Rathaus konnten wir die Schlange aus bemalten Kieselsteinen (Coronafresserchen) bestaunen.

sausenburg_002

Wir gehen Richung Ortsmitte entlang der Breite Straße und biegen vor dem Lippisbach bei der Infotafel nach rechts in den Wässerleweg ein.

sausenburg_006

Vorbei am Milchhüsli folgen wird dem Wässerleweg (gelbe Raute).

sausenburg_007

An der Kreuzung mit der Straße Oberer Garten macht der Wässerleweg inen Knick nach rechts. An einem Bauernof vorbei laufen wir auf einen den Wegweiser „Wässerleweg“ des Schwarzwaldvereins zu.

sausenburg_022

Wir schauen uns kurz um, genießen den Blick hinunter aufs Dorf, riechen den Duft des frischen Heus und erfreuen uns an einem Rotmilan der über der frisch gemähte Matte kreist.

sausenburg_016

sausenburg_020

sausenburg_044b

sausenburg_032

WirFolgen dem Wegweiser in Richtung Wässerliwald.

sausenburg_056

Versteckt am Waldrand finden wir einen kleinen Tümpel bzw. Froschteich, oder wie die Markgräflerin meint: „die örtliche Schnakenzuchtstation“

sausenburg_058

Im Wald wird es schattiger und kühler, dafür gehts jetzt ein gutes Stück bergauf.

sausenburg_060

sausenburg_061
Schwarzwaldvereins-Wegweise Wässerliwald

Ab dem Wegweiser „Wässerliwald“ folgen wir nicht mehr der gelben, sondern der roten Raute in Richtung Lange Ebene bzw. Ruine Sausenburg. Wir sind jetzt auf der Westweg-Etappe vom Blauen nach Kandern.

sausenburg_064
Schwarzwaldvereins-Wegweiser „Lange Ebene“

An der Weggabelung Schlossweg/Vogelbacherweg stand bis vor kurzem noch die Lange-Ebene-Hütte.  Die Schutz-/Grillhütte wurde am 26. März 2020 Opfer eines Brandstifters.

sausenburg_065

sausenburg_071

Etwas weiter entdecken wir einen alten Grenzstein aus dem Jahr 1844. Er zeigt auf der Südseite die Buchstaben GK und den  Tonkrug mit Deckel aus dem Kanderner Wappen. Auf der verwitterten Nordseite lassen sich die Buchstaben GS für Gemeinde Sitzenkrich nur noch erahnen.

sausenburg_073

sausenburg_083

Sausenburg

sausenburg_088a

Unten aum Aufstieg zur Burgruine informierte eine Tafel über die Geschichte der Sausenburg.

sausenburg_088

sausenburg_091

Etwa 55 Stufen geht es hinauf zur Burg

sausenburg_094

sausenburg_097

Innerhalb der Burg befinden sich mehrere Sitzbänke für die Vesperpause und auch ein Grill steht zur Verfügung.

sausenburg_105

Zuerst machen wir ein kleines Picknick und genießen das mitgebrachte Vester und eine Tasse Tee.

Dann geht es die 89 Stufen hinauf auf den Turm. Von hier hat man einen tollen Blick auf Schloss Bürgeln, den Blauen und auf Basel. Im Westen glitzert der bei Niffer vom Rhein in Richtung Mulhouse abzweigende Rhein-Rhone-Kanal in der Sonne, dahinter erheben sich die Vogesen.

sausenburg_114
Blick vom Turm hinunter auf die Burgruine
sausenburg_118
Blick auf Vogelbach
sausenburg_119
Der Hochblauen mit dem Steinbruch Obereggenen an seiner Flanke
sausenburg_122
Blick hinüber auf Schloss Bürgeln
sausenburg_142
Blick auf die St. Johannisbreite (vorne links), den Schliengener Ortsteil NIedereggen und im Hintergrund das Elsass mit den Vogesen.
sausenburg_144
Blick auf Sitzenkirch
sausenburg_138a
Der einstge Burgturm ist dauerhaft bewohnt: Mauereidechsen haben sich hier niedergelassen.

Ein paar Infos zur Geschichte

1120: Die Herren von Kaltenbach übergeben ihren Besitz, zu dem der 668 m hohe Sausenberg gehört, dem Kloster St. Blasien.

1232: Markgraf Hermann der Jüngere von Hachberg tauscht mit dem Abt von St. Blasien den Sausenberg gegen ein anderes Gut. Die Markgrafen von Hachberg waren die weltlichen Vertreter (Vögte) über die Besitzungen St. Blasiens im Breisgau.

1232-1246: Bau der Burg nach dem Grundriss der Burg Zähringen in Freiburg.

1311: Die Sausenberger erben die Burg Rötteln und verlegen 1314 ihre Residenz dorthin. Ein Burgvogt verbleibt auf der Sausenburg.
Die Herrschaft Sausenberg wurde begrenzt: durch die Herrschaft Rötteln im Süden, den Rhein im Westen, die Herrschaft Badenweiler im Norden und den „österreichischen Schwarzwald“ im Osten.

1444: Graf Johann von Freiburg schenkt dem Markgrafen Rudolf IV und seinem Bruder Hugo die Herrschaft Badenweiler, Rötteln und Sausenberg – die eigentliche Markgrafschaft. Das vornehmste Recht der Herren war die Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit. 1444 ist auch die Geburtsstunde des Markgräflerlandes.

1503: Prinz Ernst (Begründer der protestantischen Linie Baden-Durlauch) erhält die Markgrafschaft Sausenberg. Seither nennen sich die Herrscher „Landgrafen am Sausenhard oder zu Sausenberg“.

1525: Im Bauernkrieg übernehmen Freischärler die Burg, es fand aber keine Zerstörung statt.

1633: Im 30-jährigen Krieg wird sie zunächst von Kaiserlichen, später von Schweden eingenommen.

1678: Die Franzosen schleifen und zerstören die Sausenburg ebenso wie Badenweiler und Rötteln. Es erfolgt eine notdürftige Renovierung.

Seit 1960 sichern und renovieren das Staatliche Hochbauamt, das Forstamt Kandern, das Landesdenkmalamt und der Schwarzwaldverein die Burg.

Quelle: Informationstafel an der Burg

Wir verlassen die Burgruine und gehen weiter in Richtung Vogelbach bis zum Wanderparkplatz Lindenbückle.

sausenburg_150

sausenburg_165

sausenburg_152

Am Wanderparkplatz Lindenbückle kreuzen sich verschiedene Wanderwege

sausenburg_151

sausenburg_153
Die neue Sängerlinde am Lindenbückle wurde am 20. März 2018 vom Männgesangverein Vogelbach-Malsburg gestiftet, wie dem Gedenkstein zu entnehmen ist.
sausenburg_155
Kunst
sausenburg_156
Schutzhütte mit Infotafeln zum Geschichtsweg Bürgeln – Kaltenbach

sausenburg_163

 

sausenburg_164

sausenburg_157
Blick auf Schloss Bürgeln

Wir folgen Wegweiser zurück nach Sitzenkirch. Der Weg heißt bezeichnenderweise auch Sitzenkircher-Weg.

sausenburg_167

Rechter Hand liegt der Blauen.

sausenburg_170

sausenburg_17

sausenburg_172
Blühende Lupinen

Wir folgen dem Sitzenkircher-Weg bergab, kurz vor Sitzenkirch passieren wir einen Steinbruch (Laubrain), der links vom Weg liegt.

sausenburg_186

sausenburg_177

sausenburg_188a
Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii)

Kurz vor Sitzenkrich entdecken wir eine Libelle am Wegesrand: Die Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltonii) ist eine sehr große, an sauberen, kleinen Fließgewässern vorkommende Libelle aus der Unterordnung der Großlibellen (Anisoptera). Sie ist durch eine schmale Gelbstreifung auf schwarzer Grundfarbe gekennzeichnet. Die Art gilt als gefährdet und ist in Deutschland gesetzlich „besonders geschützt“. (Quelle: Wikipedia)

sausenburg_191

Am Ortrand finden wir den Wegweiser „Sitzenkirch Bei der Mühle“. Wir schauen uns das restaurierte Mühlrad an.

sausenburg_204

Die Sitzenkircher Mühle wird im Jahr 1597 erstmals urkundlich erwähnt. Sie ging 1611 in den Besitz der Familie Kammüller über. Der Bau der Mühle, wie sie heute noch erhalten ist und besichtigt werden kann, fand im Jahr 1755 statt. Die Kundenmühle mit Oberschlächtigem Wasserbad konnte drei Mahlstühlen betreiben und außerdem durch eine Transmission eine Kreissäge. Als Wasserspeicher dient der Mühlenweiher. Rohre leiten das Wasser zum Rad. Der Betrieb der Mühle als Kundenmühle wird im Jahr 1961 eingestellt. (Quelle: www.sitzenkirch.info)

sausenburg_201sw

sausenburg_205

Die evangelische Kirche Sitzenkirch

Die Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das dem heiligen Hilarius gewidmente Gotteshaus fungierte im 13. und 14. Jahrhundert als Grablege der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg.

sausenburg_209

Zurück in der Ortsmitte …

sausenburg_216a

Wer die Wanderung von der St. Johannis-Breite begonnen hat, quert die Breite Straße und folgt dem Enzenbergweg in Richtung Obereggenen.

sausenburg_213


Karte


Mehr Bilder bei Google Fotos im Album „Wanderung von Sitzenkirch zur Sausenburg

Essen & Trinken, Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Wanderung durch die Wolfsschlucht

wolfsschlucht_028a

Wir gehen auf Entdeckungsreise durch die mystische Wolfsschlucht bei Kandern.

„Für Groß und Klein ist eine Wanderung durch die Wolfschlucht mit ihrer eindrucksvolle Felsenlandschaft ein Erlebnis“, heißt es in der Beschreibung der Route. Nicht nur kleine und große Jungs haben Spaß auf die Felsen zu kraxeln. Ein Ausflugsziel, wie gemacht für Familien. Wer seine Ruhe haben möchte, schnürrte seine Wanderschuhe daher besser am Samstag oder unter der Woche.

Am Wochenende bietet sich auch eine Kombination aus einer Fahrt mit dem „Chanderli“ (Kandertalbahn) und einer Wanderung an. Dann mit dem ersten Zug von Haltingen kommend bis Hammerstein fahren und dort aussteigen. Einfach der roten Route des Westwegs durch die Wolfsschlucht bis Kandern folgen und dort am Bahnhof wieder mit dem letzten Zug zurück fahren.

Kandertalhbahn
Bahnhof Kandern

Ausgangspunkt unserer Wanderung durch die Wolfsschlucht ist der Bahnhof in Kandern. Auf der Westseite der Gleise befindet sich ein Parkplatz. Wir gehen dort die Schützenstraße entlang und biegen dann nach links in den Böscherzweg ab und folgen dem Wegweiser des Schwarzwaldvereins (gelbe Raute).

Es geht zunächst durch ein Wohngebiet, vorbei an der bekannte Keramikwerkstatt Beatrix Sturm-Kerstan, weiter entlang von Streuobstwiesen und Schrebergärten. Nach etwa 1,2 Kilometer erreichen wir den Wegweiser Wolfsschlucht (365 m). Ab hier folgen wir der roten Raute des Westwegs durch die Wolfsschlucht in Richtung Wolfsschlucht und Brudersloch.

wolfsschlucht_001

wolfsschlucht_007
Wir folgen im Prinzip dem Rundweg 2 in umgekehrter Richtung.
wolfsschlucht_009
Grenzstein

Wir  passieren einen Grenzstein mit dem Kanderner Wappen, das einen roten Tonkrug mit Deckel vor goldenem Hintergrund zeigt.

wolfsschlucht_010
Bizarre Felsformationen

Plötzlich steht man vor den ersten Felsen der Wolfsschlucht.

wolfsschlucht_013
Die Felsen laden zum Hinaufkraxeln ein.
wolfsschlucht_019
Blick von oben

wolfsschlucht_020

wolfsschlucht_030

wolfsschlucht_032

wolfsschlucht_037

wolfsschlucht_038

wolfsschlucht_042

wolfsschlucht_044
Rastplatz

Der Rastplatz in der Wolfsschlucht.

wolfsschlucht_052

Wir finden ein Plätzchen und packen unser Vesper aus.

wolfsschlucht_053

… und weiter geht’s.

wolfsschlucht_056

wolfsschlucht_061

wolfsschlucht_071

wolfsschlucht_076

wolfsschlucht_077
Vorsicht Sprengarbeiten?

wolfsschlucht_079

Wir folgen der roten Route in Richtung Hammerstein und stoßen nach kurzer Zeit auf den Hinweis zum ehemaligen Eremitage „Brudersloch“.

wolfsschlucht_081

Vom Hauptweg führt ein unscheinbarer Pfad um den Felsvorsprung Teufelskanzel hinauf zur Höhle. Ein paar steile Stufen geht es, gesichert mit einem Handlauf, hinauf zur Höhle. Es braucht allerdings trittsicherheit und feste Schuhwerk. Bei Nässe ist eine extra Portion Vorsicht geboten.

wolfsschlucht_083
Das  Brudersloch

Die sagenumwobene Höhle ist nur rund sechs Meter tief. Ein ehemaliger Klosterbruder aus Venedig soll hier gehaust und aus Kieselsteinen Gold hergestellt haben.

In der Bannbeschreibung von 1688 wird die Höhle als Wohnort eines Einsiedlermönchs beschrieben. Er soll sich von Fisch aus der Kander, welche vor der Höhle vorbeifließt, ernährt haben. Die Kander fließt allerdings weit unterhalb der Höhle vorbei.

wolfsschlucht_086
Der Wegweiser Brudersloch

Wir folgen dem Weg weiter bis zum Wegweier Brudersloch und von dort weiter bis zum Wegweiser Burgholz.

wolfsschlucht_087
Wegweiser Burgholz

Beim Wegweiser Burgholz verlassen wir den Westweg (rote Raute) und folgen dem Wanderweg in Richtung Holzen (gelbe Raute).

wolfsschlucht_089

Als wir aus dem Wald herauskommen. Blicken wir aufs Kandertal und in der Ferne ist der St. Chrischona mit dem Fernsehturm zu erkennen.

wolfsschlucht_091

Der Wanderweg geht am Waldrand entlang, wir gehen stattdessen an Streuobstwiesen vorbei in Richtung Storchendorf Holzen.

wolfsschlucht_094

wolfsschlucht_099

wolfsschlucht_101

Dorfidylle pur mit Fachwerkhäusern und gepflegten Bauerngärten.

wolfsschlucht_103
Kirche „Unserer liebe Frau“ in Holzen

Die Evangelische Kirche Holzen hat ihre Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert. Anfang der 1980er Jahre fand man im Langhaus spätgotische Fresken. An der äußeren Südwand sowie im Innenraum befinden sich zahlreiche Epitaphe. Zum ersten Mal schriftlich beurkundet wurde die Kirche in Holzen („ecclesia Holzhain“) im Jahr 1275. Einer Sage noch soll sich an der Stelle der heutigen Kirche eine Kapelle mit später angebautem Turm befunden haben.

wolfsschlucht_108

Wir gehen an der Kirche mit ihren Storchennestern vorbei und folgen dem Wegweiser zum Storchengehege.

wolfsschlucht_113

View this post on Instagram

#Storchengehege #Holzen

A post shared by Markgraefler (@neues_aus_dem_markgraeflerland) on

Wir gehen zurück durchs Dorf und folgen der Behlenstraße in Richtung Waldrand. Der offizielle Wanderweg mit der gelben Raute führt als Panoramaweg am westlichen Waldrand vorbei in Richtung Lempisberg und Riedlingen.

Wir entscheiden uns für den kürzeren Behlenweg über den Berg (Passhöhe 416 Meter) in Richtung Wegweiser Wolfsschlucht. Unterwegs haben wir noch einen netten Picknickplatz (Holzener Ruhebank) entdeckt. Unser Weg zurück nach Kandern führte uns geradeaus, wir hätten rechts noch einen kleinen Abstecher zu Behlen-Eiche machen können. Bei diesem Naturdenkmal handelt es sich um eine abgestorbene rund 300 Jahre alte Traubeneiche.

wolfsschlucht_120

Der weitere Weg führt recht unspektakulär durch den Wald. Wir stoßen wieder an die Wegkreuzung Wolfsschlucht. Von hier aus geht man entweder den Weg zurück in Richtung Bahnhof (1,2 Kilometer) oder folgt wieder dem Westweg (roter Raute) in Richtung Hebelbrünnli und Kandern Stadtzentrum (1,5 Kilometer).

Am Wegweiser Hebelbrünnli gehen wir links in Richtung Kandern. Wer rechts dem Talweg folgt, trifft nach hundert Metern auf eine Grillhütte.

wolfsschlucht_005
Grillhütte

Wir folgen wie bereits geschrieben dem Weg in Richtung Kandern und kreuzen irgendwann die Kandertalbahn.

wolfsschlucht_127

Wir folgen der roten Raute weiter durch den Papierweg und der Kander entlang vorbei am Hieber-Markt. Am Zusammenfluss von Lipisbach und Kander gibt es eine Freitreppe mit Sitzgelegenheit. Hier machen wir nochmal Rast und holen uns vorher noch ein Eis an der Eisdiele.


Karte


Mehr Bilder bei Google Photos im Album Die Wolfsschlucht bei Kandern

Ausflugsziel, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung Römerberg – Schwärze – Burgruine Neuenfels

niederweiler-neuenfels_085

Reben, Wald, Steine und ein Mord: Abwechslungs- und vor allem lehrreich ist eine Wanderung vom Müllheimer Friedhof bei Niedeweiler über den Römerberg und den Waldparkplatz Schwärze zur Burgruine Neuenfels.

niederweiler-neuenfels_048

Gleich mehrere Themenwege werden auf dem Weg gekreuzt: Ganz neu sind die Infotafeln zum Thema Eichwald, die nicht nur in Müllheimer sondern auch im Britzinger Eichwald aufgestellt wurden. Sieben der insgesamt 25 Tafeln stehen im Brizinger Eichwald. Sie informieren über die Besonderheiten des Eichwaldes als Kulturlandschaft und die Formen der Bewirtschaftung.

niederweiler-neuenfels_073

Auf der Wanderung queren wir auch die unsichtbare Grenze (Verwerfungsspalte) zwischen Schwarzwald und Oberrheingraben. Ein unscheinbares Schild weist darauf hin, dass östlich davon Urgestein und im Westen Kalkgestein vorherrrscht. Aufschluss geben die Tafeln des Geologischen Wanderwegs am Rheingraben-Rand, der an der Schwärzehütte beginnt. Die Metalltafeln des Wegs sind gut erhalten, der Weg selbst in Vergessenheit geraten beziehungsweise wurde touristisch durch den Geologischen und Bergbaugeschichtlichen Wanderweg abgelöst.

Geologischer Wanderweg am Rheingraben-Rand
Allein auf der kurzen Strecke zwischen Badenweiler und Britzingen findet sich eine große Zahl geologischer Aufschlüsse.
Der Bergbau vergangener Zeiten und in jüngerer Zeit der Straßenbauhaben an vielen Stellen in der Umgebung von Müllheim und Badenweiler zu sehr bedeutsamen geologischen Aufschlüssen geführt. So ist es naheliegend, einige der interessantesten Aufschlüsse über einen geologischen Wanderweg zu erschließen.
Eingebunden in die morphologisch lebhaft gegliederte Hügellandschaft der Vorbergzone am West-Fuss des Blauen (1165 m) liegen Badenweiler und Müllheim in einer klimatisch und landschaftlich besonders begünstigten Lage. Nicht nur die harmonische Landschaft sondern auch die besonderen Bodenschätze haben schon in grauer Vorzeit die Römer bewogen, ihre Aufmerksamkeit auf diesen Flecken Erde zu richten.
Die geologisch-tektonische Grenze zwischen Schwarzwald-Massiv und der Vorbergzone, die Hauptverwerfung am Ostrand der Grabenstruktur des Rheintals, liefert den bis heute intensiv genutzten Wasserschatz Badenweilers, der an den Klüften des Verwerfungszonen im sogenannten „Quarzriff“ ausströmt.
Westlich der Rheingraben-Hauptverwerfung und des Quarzriffs sind die abgesunkenen jüngeren Sedimentgesteinpakete in viele, eng begrenzte Festgesteins-Schollen aufgegliedert, so dass in diesem Schollenmosaik auf kurzer Distanz eine große Zahl verschiedenartiger und verschieden alter Gesteine studiert werden kann.

niederweiler-neuenfels_138

Darüber hinaus ist man ein gutes Stück auf dem „Britzinger Waldlehrpfad“ unterwegs. Viele Tafeln geben Aufschluss über Baumsorten, Stechpalmen Farne und Co. Die Tafeln sind ebenfalls in gutem Zustand, aber auch dieser Weg wird touristisch nicht mehr vermarktet.

Nachdem lehrreichen nun der versprochene Krimi: Der Mord ereignete sich um 1540 auf der Burgruine Neuenfels. Der letzte der Herren von Neuenfels, Christoph von Neuenfels wurd dort nebst „Hausfrau“ und Gesinde ( 7 Personen ) neben dem Hund erschlagen aufgefunden, heißt es in der Chronik von Britzingen.

Die Tour

Wir starten mit unserer Tour am Müllheimer Zentralfriedhof in Niederweiler. Wir folgen dem Wegweister in Richtung Schwärze. Beim nächsten Wegweiser („In den Hürsten“ halten wir uns rechts und gehen den Innerberg hinauf. Das steilste Stück auf dem Weg. Wenn wir auf dem Weg hoch zu „Himmelswiese“  zurück nach Westen blicken haben wir eine schöne Aussicht auf Müllheim.

niederweiler-neuenfels_011

niederweiler-neuenfels_019

Oben an der „Himmelswiese“ – dort findet am Funkensonntag auch  das Scheibenfeuer statt – haben wir eine schöne Aussicht auf Badenweiler mit der Burgruine und den Blauen.

niederweiler-neuenfels_025

niederweiler-neuenfels_027

Wir gehen weiter und kommen zum Naturschutzbebiet „Innerberg“.  Das 18,8 Hektar große Areal auf den Gemarkungen Zunzingen, Niederweiler und Badenweiler ist Lebensraum für eine Vielzahl seltener und vom Aussterben bedrohter Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften und Tierarten.

niederweiler-neuenfels_030

niederweiler-neuenfels_031

niederweiler-neuenfels_033

niederweiler-neuenfels_039

Von hier aus folgen wir dem Schützenweg in Richtung Schwärze, beim Wegweiser „Römerberg“ nehmen wir auf dem Hinweg den Weg links in Richtung Philippslinde.

niederweiler-neuenfels_042

niederweiler-neuenfels_045

niederweiler-neuenfels_047

Auf dem Weg zur Philippslinde kommen wir an einer Hiebfläche vorbei, wo junge Eichen gepflanzt wurden.

niederweiler-neuenfels_049

Auf der anderen Seite blickt man auf die Rheinebene und im Vordergrund ist der Müllheimer Segelflugplatz zu erkennen.

niederweiler-neuenfels_050

niederweiler-neuenfels_053
Die Philippslinde

niederweiler-neuenfels_054

niederweiler-neuenfels_055

Wir folgen dem Mittleren Eichwaldweg beziehungsweise dem Otto-Engler-Weg weiter in Richtung Schwärze.

niederweiler-neuenfels_060

niederweiler-neuenfels_066
Tulpenbaum

An einer Weggabelung kommen wir an einen Tulpenbaum vorbei, dereigentlich in Nordamerika zuhause ist.

niederweiler-neuenfels_067niederweiler-neuenfels_069

Wenig später treffen wir auf den Geologischen Wanderweg am Rheingraben-Rand.

niederweiler-neuenfels_070

Der Kalksteinfelsen ist vor 172 Millionen Jahren im Jura-Meer entstanden.

niederweiler-neuenfels_071

Das erste Zwischenziel ist erreicht: Der Wanderparkplatz Schwärze mit der Schwärze-Hütte.

niederweiler-neuenfels_075
Die Schwärze-Hütte

niederweiler-neuenfels_077

niederweiler-neuenfels_080

Wer nur die Runde bis zur Burg Neuenfels wandern möchte oder Kinder im Schlepptau hat, der startet seine Wanderung hier. Vorsicht, auf dem Weg zur Burg müssen wir hier die Pass-Straße von Badenweiler nach Britzingen überqueren.

niederweiler-neuenfels_083

Auf der anderen Straßenseite beginnen der Rundweg zur Burgruine Neuenfels, der Britzinger Waldlehrpfad, der Geologische Wanderweg unde verschiedene Nordic-Walkung-Routen.

niederweiler-neuenfels_086

Der Pfad zur Burgruine ist nicht zu verfehlen, gleich drei Schilder weisen den Weg. Von der Schwärze zur Burgruine Neuenfels sind es rund 1,8 Kilometer, der Rückweg über den Theodor-Braus-Weg ist etwa 2,2 Kilometer lang.

niederweiler-neuenfels_088

niederweiler-neuenfels_089

Vorbei an blühendem Fingerhut geht es rund 160 Meter hinauf zur Burgruine.

niederweiler-neuenfels_090

niederweiler-neuenfels_106

Im Innern der Burgruine suchten wir uns ein schattiges Plätzchen zum Vespern.

niederweiler-neuenfels_113

Zuvor erklimmen wir über die steile Treppe den Turm und genießen die Aussicht.

niederweiler-neuenfels_103_pano
Panoramablick über die Rheinebene
niederweiler-neuenfels_092
Blick auf Britzingen (vorne), Dattingen und Buggingen und Seefelden
niederweiler-neuenfels_094
Muggardt (rechts unten), Laufen (Mitte) und Ballrechten-Dottingen (rechts),
niederweiler-neuenfels_095
Gütigheim (vorne), dahinter liegen St. Ilgen, Betberg und Heitersheim

Am Wegweister Burgruine Neuenfels halten wir uns rechts und folgen dem Pfad zum Theodor-Braus-Weg. Unterwegs stoßen wir wieder auf Wegweiser des Waldlehrpfads und des Geologischen Wanderwegs am Rheingraben-Rand.

niederweiler-neuenfels_136

Ein unscheinbares Schild weist auf die unsichtbare Grenze (Verwerfungsspalte) zwischen dem Schwarzwald im Osten mit seinem Urgestein (z.B. Gneis) und dem Oberrheingraben im Westen mit dem Kalkstein aus dem Jura-Meer hin.

Wir folgen dem Weg (gelbe Raute) zurück zum Waldparkplatz Schwärze. Dort queren wir wieder die Straße und folgen dem Wanderweg südlich von Parkplatz und Hütte. Der Schützenweg führt uns auf einem schmalen Pfad oberhalb von Oberweiler wieder ins Naturschutzgebiet Innerberg. Vom Wegweiser „Römerberg“ an (dort sind wir auf dem Hinweg zur Philippslinde abgebogen), geht  es den bekannten Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Die Strecke ist insgesamt elf Kilometer lang.

Karte

Mehr Bilder sind bei Google-Photos im Album Wanderung Niederweiler-Schwärze-Neuenfels zu finden.

Ausflugsziel, Fotografie, Geschichte, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Zwischen Rhein und Reben – Wanderung rund um den Isteiner Klotz

wanderung_isteiner_klotz_004

Am Pfingstsonntag haben wir uns für eine Wanderung am Isteiner Klotz ausgesucht. Grundlage war die Tour Naturbesonderheiten am Rand des Oberrheintals  des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein. Wir haben den Startpunkt vom Bahnhof Efringen-Kirchen an den Isteiner Klotz gelegt, wo man beim Friedhof auch ganz gut parken kann. Außerdem liegen dann die Isteiner Schwellen kurz vor dem Ziel, wo man die Badehose auspacken und sich im Rhein kurz erfrischen kann. Außerdem haben wir uns  auf dem letzten Teilstück zwischen Schwellen und Klotzen einen Halt noch die blühenden Orchideen im Naturschutzgebiet Totengrien angeschaut.

Der Isteiner Klotz

wanderung_isteiner_klotz_005

wanderung_isteiner_klotz_011

Der Isteiner Klotz ist ein rund 150 Millionen alter Korallenstock mit einer circa 70 Millionen Jahre alten vielschichtigen Tertiärkape. Der Rhein, vor circa 600.000 Jahren 30 Meter höher fließend, strudelte rund 100 Höhlen aus.

Ab 12.000 v. Chr. begründen Steinzeitmenschen in Höhlen und auf der Höchfläche Jaspis

In der Bronze-Zeit, circa 2000 v. Chr. Isteiner Keramik-Kultur

Von ca. 500 v. Chr. bis 500 n. Chri.: Keltisch-Römisch-Alemannische Landnahme

Ab 700 Christianisierung.  Um ca. 1100/1200 Bau der Doppelburg durch Bischöfe von Basel und Bau der St. Vitus-Kapelle. 1409/11 Eroberung und Schleifung der Burgfest durch Basler Heer.

Ca. 1840/70 Tullasche Rhein-Korrektion

1900/14 und 1936/39 Festungsbau. 1919 und 1947/49 gewaltige Sprengungen zerstören Festung und Klotzen

St. Veits-Kapelle

wanderung_isteiner_klotz_008

Um 1100/1200 Bau der Doppelburg auf und am Klotzen durch die Bischöfe von Basel und  Bau der Veits-Kapelle. Um 1105 wurde das Kloster  „Von unseren lieben Frowen zu Istein“ am nördlichen Fuße des Klotzens gegründet. Das Kloster war Cluny zugeordnet.

Die in einer Höhle beziehungsweise Felsnische errichtete Kapelle wurde dem Heiligen Vitus gewidment.  Dieser galt als Heiler der Epilepsie – wegen der zuckenden Glieder auch jahrhundertelang „Veitstanz“ genannt – und der Bettnässer.

Dadurch entstand folgendes alemannisches Sprüchlein:

„Heiliger St. Vit, weck mi in dr Zit, weck mi nit z’frieh und nit z’schbot, als alles grad ins Häfeli goht!“

wanderung_isteiner_klotz_019

wanderung_isteiner_klotz_022

wanderung_isteiner_klotz_031

wanderung_isteiner_klotz_033

Die Wanderung führt vorbei an blühenden Reben und hügschen Schrebergärten  in Richtung Ort mit Stapflehus und Kirche.

wanderung_isteiner_klotz_038

wanderung_isteiner_klotz_043

wanderung_isteiner_klotz_047

wanderung_isteiner_klotz_049

wanderung_isteiner_klotz_051

Direkt am Ortseingang geht es jedoch nach links und unter der Bahn hindur in die Reben.

wanderung_isteiner_klotz_075

wanderung_isteiner_klotz_077

Ab diesem Stein geht es oben auf dem Klotzen – und über dem Eisenbahntunnel – weiter.

wanderung_isteiner_klotz_081

wanderung_isteiner_klotz_088

wanderung_isteiner_klotz_091
Etwas versteckt finden sich alte Festungsmauern,
wanderung_isteiner_klotz_092
Blick nach Westen zum Rhein und dem Kraftwerk in Kembs.
wanderung_isteiner_klotz_097
Die Ortsgruppe Istein der Bergwacht Schwarzwald kümmert sich um die Naturschutzgebiete und hat hier und da für Wanderer Bänke zum Rasten aufgestellt.

wanderung_isteiner_klotz_099

wanderung_isteiner_klotz_108
Blick hinunter auf den Rhein und Rheinseitenkanal sowie das elässische Kembs-Loechle, wo man übrigens gut fritierten Karpfen essen kann.
wanderung_isteiner_klotz_110
Blick auf die Vogesen

wanderung_isteiner_klotz_111

Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Sportplatz Huttingen.

wanderung_isteiner_klotz_116

Aus dem Wald inaus geht es an einer Kirschplantage vorbei in Richtung Wegweiser „Vordere Torackern“.

wanderung_isteiner_klotz_118

Wir laufen quasi enmal um den Sportplatz Huttingen herum und kommen zum Aussichtspunkt „Bildstöckle“

wanderung_isteiner_klotz_123

wanderung_isteiner_klotz_127

wanderung_isteiner_klotz_129

Beim Aussichtspunkt Bildstöckle treffen wir auf das „Markgräfler Wiiwegli“, das wir vom Gutedel-Wandertag des Verein Markgräfler Wein kennen. Wir gehen jweiter in Richtung Huttingen/Efringen-Kirchen.

wanderung_isteiner_klotz_132
Marienstatue

wanderung_isteiner_klotz_135

Wir kommen am anderen Ende des Sportplatzes wieder raus. Die Sportgaststätten in Huttingen und zum Abschluss in Istein bieten sich zur Stärkung an, wenn man auf den Rucksack mit Vesper verzichtet.

wanderung_isteiner_klotz_138

Wir sind jetzt auf der alten Römerstraße in Richtung Efringen-Kirchen unterwegs.

wanderung_isteiner_klotz_139
Am Ende von Huttingen, auf Höhe Friedhof, hat man einen schönen Blick auf den Markgräfler Hausberg, den 1165 Meter hohen Blauen.

wanderung_isteiner_klotz_141

Über Felder hat man einen schönen Blick hinunter in die Rheinebene. Links der Straße kommt eine Kirschplantage und der nächste Wegweiser hört auf den Namen „Kirschenanlage“.

wanderung_isteiner_klotz_142

wanderung_isteiner_klotz_143

wanderung_isteiner_klotz_146

wanderung_isteiner_klotz_148

wanderung_isteiner_klotz_155

wanderung_isteiner_klotz_157

wanderung_isteiner_klotz_158

wanderung_isteiner_klotz_159

wanderung_isteiner_klotz_160

wanderung_isteiner_klotz_162

Der Weg führt jetzt oberhalb des Kalkwerks Istein vorbei. An einer Stelle sieht man das das  vom Steinbruch Kapf zum Kalkwerk durch den Berg laufende Förderband herauskommen.

wanderung_isteiner_klotz_171

Huttinger Kreuz

wanderung_isteiner_klotz_175

Vom Huttinger Kreuz hat man erstmals den Blick auf Basel, bei extrem klarem Himmel kann man sogar bis zum Montblanc sehen.

wanderung_isteiner_klotz_184
Blick nach Fischingen und den Läufelberg
wanderung_isteiner_klotz_187
Der richtige Platz für’s Vesper aus dem Rucksack.
wanderung_isteiner_klotz_183
Blick auf den Rhein, das Stauhwehr bei Märkt und Basel
wanderung_isteiner_klotz_189
Blick auf Efringen-Kirchen
wanderung_isteiner_klotz_192
Blick auf Efringen-Kirchen und Basel im Hintergrund
wanderung_isteiner_klotz_200
Blick zwischen den Reben hindurch auf Basel

Wir folgen dem Weg in Richtung Wegweiseer Tannenrain und von dort weiter in Richtung Weinlehrpfad. Auf diesen Treffen wir beim Schützenhaus auf dem Schafberg.

wanderung_isteiner_klotz_201
Infotafel beim Schützenhaus

wanderung_isteiner_klotz_204

 

wanderung_isteiner_klotz_215
Ein Bio-Winzer hat Stockrosen ans Ende der Rebzeilen gepflantz.

wanderung_isteiner_klotz_219

An dieser Ecke stehen gleich mehrere Infotafeln.

wanderung_isteiner_klotz_220

wanderung_isteiner_klotz_222
Der Wegweiser Weinlehrpfad

Vom Wegweiser Weinlehrpfad gehts hinunter nach Efringen.

wanderung_isteiner_klotz_225

wanderung_isteiner_klotz_230

Vorbei am Bammerhüsli

wanderung_isteiner_klotz_231

wanderung_isteiner_klotz_246
Markgräfler Wii-Wegli und Himmelreich-Jakobus-Weg
wanderung_isteiner_klotz_247
Eselsdistel

Efringen-Kirchen

wanderung_isteiner_klotz_249

 

wanderung_isteiner_klotz_250

wanderung_isteiner_klotz_251

wanderung_isteiner_klotz_255

Nächste Station ist das Alte Rathaus in Efringen.

Das alte Rat. und Schulhaus wurde 1770 erbaut und 1836 von der Gemeinde erworben, bis 1910 war es Rat- und Schulhaus, danach nur Rathaus. Von 1942 bis 1978 von der Gemeindeverwaltung gentutzt. Seither in Privatbesitz.

wanderung_isteiner_klotz_257

wanderung_isteiner_klotz_253

wanderung_isteiner_klotz_254

Es geht weiter in Richtung Bahnhof

wanderung_isteiner_klotz_259

wanderung_isteiner_klotz_261

Der Bahnhof ist Ausgangspunkt der Tour des Schwarzwaldvereins.

wanderung_isteiner_klotz_262

Der Weg geht in Richtung Ortsmitte beziehungsweise Rathaus.

wanderung_isteiner_klotz_263

wanderung_isteiner_klotz_264
Das Rathaus mit Tourist-Info, Mediathek und dem Rathaus-Café

wanderung_isteiner_klotz_266

 

Wir folgen der Hauptstraße, gehen am Gemeindehaus vorbei und kreuzen die Kreisstraße.

wanderung_isteiner_klotz_268

Im Ortsteil Kirchen geht es weiter in Richtung Rhein. Vorbei am Stapflehus.

wanderung_isteiner_klotz_269

wanderung_isteiner_klotz_271
Stapflehus

In vielen Ortschaften des Markgräflerlands stehen Häuser mit Staffelgiebeln, man sagt oft, es seien Vogts- oder Herrenhäuser gewesen.

Dieses Haus un die angrenzenden Liegenschaften waren lange Zeit dem Domstift Arlesheim zinspflichtig.

Der Jahreszhahl in einem Fenstersims zufolge, ist es bereits 1578 errichtet worden.

(Quelle: Föderkreis „Museum in der Alten Schule“)

wanderung_isteiner_klotz_273

Am Wegweier Gutenau halten wir uns rechts in Richtung Isteiner Schwellen.

wanderung_isteiner_klotz_276
Blick auf den Kirchener Kirchturm mit Storchennest
wanderung_isteiner_klotz_277
In der Ferne ist bereits das Kalkwerk Istein zu sehen.

Wir folgen jedoch dem Feuerbach in Richtung Rhein und Isteiner Schwellen.

wanderung_isteiner_klotz_278

An der Brücke über den Feuerbach trifft man auf einen interessanten Lehrpfad der Natur- und Vogelfreunde Efringen-Kirchen. Die Tafeln entlang unseres Wanderwegs zu den Schwellen informieren über Vögel.

wanderung_isteiner_klotz_279

Es gibt aber auch interessante Tafeln über Pflanzen, wie die Berberitze.

wanderung_isteiner_klotz_280
Berberitze

Isteiner Schwellen

wanderung_isteiner_klotz_284

 

Der Parkplatz an den Isteiner Schwellen. Die Lust am Baden ist uns nicht nur wegen „Corona“ vergangen.

wanderung_isteiner_klotz_286

wanderung_isteiner_klotz_287

wanderung_isteiner_klotz_292
Blick von der Aussichtsplattform zu den Isteiner Schwellen

wanderung_isteiner_klotz_293

 

wanderung_isteiner_klotz_294

Zwischen Isteiner Schwellen und Autobahn wurde ein Teil des Rheinufers „tiefergelegt“ und dient so als Überflutungsfläche bei Hochwasser. Mit dem „Integrierten Rheinprogramm“ sollen Unterlieger des Rheins wie Karlsruhe oder Mannheim vor Überflutungen geschützt werden in dem die Hochwasserwelle gebremst wird.

Durch den Bau der Staustufen am Oberrhein zwischen Märkt und Iffezheim sind natürliche Auen und damit Überflutungsflächen verloren gegangen. Dies hat dazu geführt, dass bei großen Hochwasserereignissen am Rhein unterhalb von Iffezheim die akute Gefahr der Überströmung von Dämmen und von Dammbrüchen besteht. Der Schaden für das Hinterland wäre beträchtlich.

Um diese Hochwassergefahr zu reduzieren, sollen Flächen, die vor dem Staustufenbau noch überflutet waren, wieder zurückgewonnen werden. Unser Ziel ist es, diese ehemaligen Überflutungsflächen wieder für den Hochwasserschutz zu aktivieren und die Entwicklung naturnaher Auen zu bewirken.

(Quelle: Regierungspräsidium Freiburg)

wanderung_isteiner_klotz_295

 

Der Wanderweg des Schwarzwaldvereins führt den Rhein entlang weiter in Richtung Isteiner Klotz.

Wir nehmen die nächste Unterführung unter der Autobahn hindurch in Richtung Isteiner Straße. Nach dem Wald halten wir uns links und gehen entlang eines Spargelfelds in Richtung Naturschutzgebiet Totengrien mit seinen Orchideen.

wanderung_isteiner_klotz_296

wanderung_isteiner_klotz_297

Naturschutzgebiet Totengrien

wanderung_isteiner_klotz_299wanderung_isteiner_klotz_301

wanderung_isteiner_klotz_305

wanderung_isteiner_klotz_309

wanderung_isteiner_klotz_315

wanderung_isteiner_klotz_318

wanderung_isteiner_klotz_342

wanderung_isteiner_klotz_321

Bildergalerie

Mehr Bilder bei Google Fotos im Album Zwischen Rhein und Reben – Wanderung rund um den Isteiner Klotz

Karte

Infos

 

Fotografie, Heimatkunde, Natur, Wandern

Bergbaugeschichtlicher Wanderweg Sulzburg

sulzburg_wanderung_bergbau_103

Den Geologischen und Bergbaugeschichtlichen Wanderweg Badenweiler-Sehringen habe ich hier im Blog schon vorgestellt.

Dieses mal waren wir rund um die mittelalterliche Bergbaustadt Sulzburg unterwegs und haben den Bergbaugeschichtlichen Wanderweg unter die Füße genommen. Die Wanderung ist mit fünf Kilometern kurz, dafür kann man einen Halt im Naturschwimmbad einlegen.

Geschichte von Sulzburg

Im Jahr 821 wurde der Ort als „Sulzibergeheim“ erstmals im Kodex des Klosters Lorsch (Hessen) erwähnt. Anlass zur Besiedlung sind die Erzvorkommen.
993 entsteht die Grablege für  Birchtilo, Graf im Breisgau, zu Ehren des Heiligen Cyriacus. Aus der Grablege wird später die Klosterkirche. Im Jahr 1008 verleiht
Kaiser Heinrich II., der letzte Ottonen-Kaiser, verleiht dem Ort das Marktrecht.

Um 1157 werden die Herren von Uesenberg als Schirmvögte des Klosters Sulzburg genannt. 1374 übergibt Hesso IV. von Uesenberg  seine Rechte an Sulzburg dem Grafen Egon IV. von Freiburg. Von diesem kommt die Stadt an die Herren von Staufen.
Um 1392/93 erwirbt Markgraf Hesso I. von Hochberg  einen Teil des Uesenbergischen Besitzes, darunter auch Sulzburg. Eine Urkunde von 1401 nennt Hesso als Herrn von Sulzburg. Otto II., Hessos Sohn, verkauft 1418  seine Lande mit Sulzburg an Bernhard I. von Baden. Um 1430 wird die Stadt an den Landgrafen Wilhelm von Sausenberg-Rötteln.
Seit 1453 gehört die Stadt Sulzburg  ununterbrochen zur badischen Herrschaft.

Um 1540 ist Sulzburg eine „berühmte und florisante“ Bergbaustadt verbunden mit einer  Blütezeit und großem Wohlstand. „500 Bergleute sind in den Silbergruben beschäftigt“, heißt es in der Ortschronik.

Während des Dreißigjährigen Kriegs (1618 – 1648) kommt der Bergbau völlig zum erliegen. „Die Gruben geraten in Vergessenheit. Die ganze Markgrafschaft wird verheert und verwüstet. Die Sulzburger fliehen in die Wälder und nach Basel. Nur ein Zehntel bis ein Viertel der Bevölkerung  überlebt“, ist in der Chronik zu lesen.

Das ist nur ein kurzer Auszug aus der Geschichte der Stadt Sulzburg. Mit der Kirche St. Cyriak, der jüdischen Synagoge und dem jüdischen Friedhof, dem mittelalterlichen Stadttor oder dem Landesbergbaumuseum gibt es hier doch einiges zu sehen.

Die Tour

sulzburg_wanderung_bergbau_012
Frühere evangelische Stadtkirche, konzipiert von Heinrich Hübsch 1835/36 an der Stelle der 1599 errichteten Schlosskapelle. Seit 1980 Landesbergbaumuseum. Für Hübsch stelle diese Gebäudeform den Prototyp der kleinen badischen Landkirche dar.

sulzburg_wanderung_bergbau_006

sulzburg_wanderung_bergbau_010
Das mittelalterliche Stadttor
sulzburg_wanderung_bergbau_013
Die ehemalige jüdische Synagoge

sulzburg_wanderung_bergbau_014

Synagoge_Sulzburg_anl_040
Beim alljährlichen europaweiten Tag der jüdischen Kultur (1. Sonntag im September) haben wir im vergangenen Jahr das Innere der Synagoge besichtigt.

Die Wanderung beginnt und endet beim Landesbergbaumuseum. Wir gehen zunächst in Richtung Mittelalterliches Stadttor, biegen aber vorher rechts ab zur ehemaligen Synagoge. Wir folgen der Gustav-Weil-Straße in Richtung Klosterkirche St. Cyriak (Wikipedia).

sulzburg_wanderung_bergbau_036
Die um das Jahr 990 errichtete frühromanische Kirche St. Cyriak in Sulzburg zählt mit mehr als  1000 Jahren zu den ältesten Kirchen Deutschlands.

sulzburg_wanderung_bergbau_027

sulzburg_wanderung_bergbau_022

sulzburg_wanderung_bergbau_031

sulzburg_wanderung_bergbau_021
St. Cyriak liegt am Himmelreich-Jakobus-Weg und ist eine Pilgerkirche …
sulzburg_wanderung_bergbau_156
im Notizbuch im  Rucksasck war noch Platz für einen Pilgerstempel

Der Wanderweg führt an der Friedhofsmauer entlang zum Kosakenwäldchen. Wir gehen bergauf in Richtung Castellberg, am rechten Wegrand kommt dann die erste Tafel zum Lößlehm.

sulzburg_wanderung_bergbau_043

sulzburg_wanderung_bergbau_045

sulzburg_wanderung_bergbau_047

sulzburg_wanderung_bergbau_048

Wir folgen dem Weg, links findet sich eine weitere Tafel zum Gipsabbau. Unter einer mächtigen Eiche befindet sich auf der linken Seite ein Bank am Rastplatz am Himmelreich. Hier hat man eine schöne Aussicht auf Sulzburg, St. Cyriak und im HIntergrund den Blauen.

sulzburg_wanderung_bergbau_050

sulzburg_wanderung_bergbau_052

sulzburg_wanderung_bergbau_058

sulzburg_wanderung_bergbau_060

Wir folgend dem Weg ein Stückchen, dann geht es nach rechts auf einem schmalen Pfad in Richtung Osten, der Weg hat  seit kurzem kurzem vom Schwarzwaldverein den Namen „Arthur-Feißt-Wegele“ bekommen.

sulzburg_wanderung_bergbau_064

Weiter ansteigend führt der Weg durch den romantischen Klosterwald in den Krebsgrund.

sulzburg_wanderung_bergbau_083

sulzburg_wanderung_bergbau_086

sulzburg_wanderung_bergbau_088

sulzburg_wanderung_bergbau_089

sulzburg_wanderung_bergbau_090

Der Wanderweg führt nun abwärts bis in den Bereich des Riestergrundes. Das erste Anzeichen des Bergbaus auf dem Riestergang ist eine alte Schachtpinge. Im weiteren Verlauf des Weges direkt an der Forststraße gelegen erreicht man einen der zahlreichen Steinbrüche im Sulzburger Wald.

sulzburg_wanderung_bergbau_093

sulzburg_wanderung_bergbau_094

sulzburg_wanderung_bergbau_095

Der Wanderweg verläuft nun im Riestergrund talabwärts bis zur Straße. An der Straße nach Bad Sulzburg befindet sich eine alte Lore und eine Sitzbank, direkt gegenüber der Straße ist ein Sägewerk.

sulzburg_wanderung_bergbau_099

sulzburg_wanderung_bergbau_097

sulzburg_wanderung_bergbau_098

sulzburg_wanderung_bergbau_106a

Der Bergbaugeschichtliche Wanderweg führt  auf der Straße Richtung Bad Sulzburg nach Osten. Laufen sie talaufwärts Richtung Campingplatz „Alte Sägemühle“ kurz davor wendet sich der Wanderweg wieder nach Westen zu, wo sie dann auch den Sulzbach überqueren müssen.

sulzburg_wanderung_bergbau_144
Der Campingplatz „Alte Sägemühle“

sulzburg_wanderung_bergbau_142

 

Hier bietet sich die Gelegenheit, sich den jüdischen Friedhof anzuschauen. Lohnenswert ist bei Sommerwetter  auch ein Abstecher ins Naturschwimmbad.

sulzburg_wanderung_bergbau_111
„Breite über uns die Hütte Deines Friedens“ steht am Eingang zum jüdischen Friedhof.

sulzburg_wanderung_bergbau_110

sulzburg_wanderung_bergbau_114
Den Opfern der Verfolgung von 1935 – 1945 gewidmet und dem Gedenken der Juden von Sulzburg und Staufen die schutzlos preisgegeben den Tod für ihren Glauben erlitten. Errichtet zum dreißigsten Jahrestags der Auslöschung ihrer altehrwürdigen frommen Gemeinde 1970.

sulzburg_wanderung_bergbau_119

sulzburg_wanderung_bergbau_123

Der Wanderweg führt  am Sulzbach entlang, dann weiter auf der Grabenbrust eines ehemaligen Hangkanals (die Kinderstube für Frösche und Schwanzlurche) und wieder hinunter zum Sulzbach bis zur Brücke gegenüber dem Gewann Mühlenmatt.

sulzburg_wanderung_bergbau_108

sulzburg_wanderung_bergbau_107

sulzburg_wanderung_bergbau_148

sulzburg_wanderung_bergbau_153

Der weitere Rückweg am Sulzbach entlang und die Hauptstraße hinunter führt an den Ausgangspunkt am Landesbergbaumuseum zurück.

sulzburg_wanderung_bergbau_001
Am Ende der Wanderung bietet sich ein Halt am Weinbrunnen auf dem Marktplatz an.

Mehr Bilder im Album bei Google Photos: Bergbaugeschichtliche Wanderweg Sulzburg

Karte

Ausflugsziel, Fotografie, Heimatkunde, Landschaft, Natur, Wandern

Wanderung zur Klemmbachquelle am Köhlgarten

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_025

Eine kleine Halbtagswanderung durch den Müllheimer Wald auf einem Teilstück des Westwegs von Waldparkplatz Egerten zur Klemmbachquelle am Köhlgarten. Der Waldparkplatz Egerten liegt oberhalb von Malsburg-Marzell bereits im Kandertal, der Wald und der Parkplatz mit Grillhütte gehört aber der Stadt Müllheim. Der 1224 Meter hohe Köhlgarten ist – obwohl er eigentlich schon im Kleinen Wiesental liegt – die höchste Erhebung der Stadt Müllheim. Auch hier ist die Stadt Müllheim Waldbesitzerin.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_023

Der Klemmbach

Am Hang des Köhlgartens entspringt auf 1114 Metern Höhe der Klemmbach. Über eine Länge von rund 20 Kilometern führt er  über die zu Badenweiler gehörenden Ortsteile Schweighof und Oberweiler nach Niederweiler und Müllheim, kratzt bei der Richtbergsiedlung an der Gemarkung Auggen und fließt bei Neuenburg ins Wuhrloch, ein Überbleibsel des einst bis zur Hangkante führenden Rheins. Das Wuhrloch entstand als Kolk (Bezeichnung für kleine wassergefüllte Vertiefungen) bei einem Rheinhochwasser im Jahr 1876.

In den 1970er Jahren sorgten Klemmbachhochwasser immer für überfluteten Sportplatz neben dem Wuhrloch. Daher wurde Anfang der 1980er Jahre ein unterirdischer Entlastungskanal unter der Autobahn hindurch verlegt und endet im einstigen Rheinhafen.

In der Müllheimer Unterstadt wird der Klemmbach geteilt, zur Entlastung und Ent- und Bewässerung wurde die so genannte Hügelheimer Runs geschaffen (Runs bedeutet ein künstliches Bachbett) das nördlich Zienken im Rheinwald versickert.

In früheren Zeiten trieb das Wasser des Klemmbachs bis zu 35 Mühlen entlang seines Laufs an: Sägen, Öl- und Getreidemühlen sowie Stampfmühlen zur Zerkleinerung von Erz und Gips.

Das Teilstück des Westwegs ist rund sechs Kilometer lang, hin und zurück sind wir zwölf Kilometer gelaufen. Vom Waldparkplatz Egerten geht es entlang der roten Raute (Westweg) zunächst zum Schutzhütte Stühle, weiter in Richtung Spähnplatz. Dort folgt man dem Wegweiser und der roten Raute in Richtung Kreuzweg. Dann heißt es aufpassen, um die Abzweigung in Richtung Klemmbachquelle nicht zu verpassen.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_052
Unsere kleine Wanderung startete am Waldparkplatz Egerten.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_051

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_046
Wir folgen immer der roten Raute bis zum Höhenweg

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_045

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_040
Blick in Richtung Blauen, das Ziel der Westwegwanderer, die vom Belchen her kommen. Leider kann man nur an wenigen Stellen einen Blick auf den Blauen werfen.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_003
Die Schutzhütte Stühle. Wie ein kleines Gästebuchlein zeigt, übernachten hier doch einige Wanderer auf dem Westweg oder suchen bei Gewitter Schutz.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_007
Wir folgen weiter dem Weg in Richtung Spähnplatz.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_013
Zuerst gibt’s jedoch eine Tasse heißen Tee
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_016
Beim Spähnplatz
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_017
Achtung aufgepasst, die Abzweigung zum Höhenweg nicht verpassen.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_018
Fast geschafft: nur noch ein paar Schritte zum Ziel
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_020b
Erst 2015 hat der Schwarzwaldverein Müllheim-Badenweiler einen tonnenschweren Findling an der Klemmbachquelle aufstellen lassen.

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_021

egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_030
Die eigentliche Klemmbachquelle
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_032
Die Klemmbachquelle als Kinderstube für Lurche.
egerten_stu00fchle_klemmbachquelle_035
Als kleines Rinnsal macht sich der Klemmbach auf den Weg in Richtung Westen.

 

 

Auf dem Rückweg hab ich zum ersten Mal einen Badischen Riesenregenwurm (Lumbricus badensis) gesehen. Ein Foto hab ich keins gemacht. Den halben Wurm fotografieren wollte ich nicht, er war schon mit dem Kopf im Boden verschwunden.

Mehr Bilder bei Google Photos im Album Egerten – Stühle – Klemmbachquelle

Karte