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Keine Ruhe in der Rente

lachbu00fchne_120Vergangene Woche erfreuten wir uns an der Premiere der „Markgräfler Lachbühne“ im Neuenburger Stadthaus. Da mit diesem Wochenende auch die Aufführungen in Blansingen und Hügelheim Geschichte sind, hier ein paar Fotos.

Keine Ruhe in der Rente

„Lachbühne“ – der Name ist Programm: Bei der Premiere des jüngsten Stücks „Ruhestand – … und plötzlich war die Ruhe weg!“ im Neuenburger Stadthaus wurde viel und kräftig gelacht.

Bei den Stücken der „Markgräfler Lachbühne“ um Regisseur Peter Steinbeck sind Spaß und gute Laune garantiert. Und so waren nicht nur die beiden Aufführungen  im Neuenburger Stadthaus restlos ausverkauft, auch für die Gastspiele in der Wolferhalle in Blansingen sowie in der Hügelheimer Festhalle waren keine Karten mehr zu bekommen.

„Die lustigste Art, Gutes zu tun“

Sehr zur Freude von Regisseur Steinbeck und dem Vorsitzenden der Markgräfler Lachbühne, Bernd Merle, sind fast 1500 Karten verkauft worden. Der Theaterbesuch sei „die lustigste Art Gutes zu tun“, sagte Steinbeck. Er erinnerte daran, dass der Erlös der Aufführungen für wohltätige Zwecke gespendet wird – im vergangenen Jahr wurden unter anderem das Haus Engels in Bad Bellingen, das Frauenhaus in Lörrach sowie die Initiativen Tigerherz und Spatz an der Freiburger Uniklinik unterstützt.
Zum Theaterstück

Zum Theaterstück

Nach 43 Jahren und fünf Monaten geht Julius Klein in den Ruhestand. Alfons Klingele spielt den handwerklich talentfreien ehemaligen Verkaufsleiter, der den von Gattin Therese (Beate Berger) geleiteten Haushalt und die kleine Zimmervermietung gehörig durcheinander wirbelt. Wie chaotisch das zugeht, zeigte das Brainstorming zum Mittagessen, das zur Kombination Grießbrei, Fischstäbchen und Sauerkraut führt …

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Mehr Bilder im Google-Photos Album Markgräfler Lachbühne – Keine Ruhe in der Rente

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Home of the Bollenhut

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Es gibt wohl keinen passenderen Ort für ein Schwarzwälder Freilichtmusuem  als die Gemeinde Gutach. Hier – und nur hier – gehört der zum Synonym für den Schwarzwald gewordene Bollenhut zur typischen Tracht.

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Selbst in den Freiburger Bächle schwimmen mittlerweile gelbe Quietschentchen mit Bollenhut.

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Auf dem Weg vom Parkplatz zum Freilichtmuseum haben wir eine besondere Galerie entdeckt. Diese ist – finde ich – einen eigenen Blogbeitrag wert. Die Unterführung unter den Bahngleisen zieren Werke des Offenburger Graffiti-Künstlers Stefan Strumbel.

Bollenhut, Kirschtorte, Kuckucksuhr und Schäferhund

… Traditionelle Schwarzwaldsymbole wurden von ihm gebrochen und mit Zitaten aus der Pop Art neu interpretiert. In zahlreichen Variationenen stellt er über verschiedene künsterlische Medien sich un der interessierten Öffentlichkeit die eine große Frage: What the fuck is heimat? …

heißt es auf einer Infotafel in der Bahnunterführung.

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Heimatkunde: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

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Der Vogtsbauernhof – die Keimzelle des Museums

Der letzte Besuch im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof liegt gut 30 Jahre zurück. Diesen Sommer haben wir uns wieder einen kleinen Heimaturlaub mit etwas Heimatkunde vorgenommen, und die Markgräflerin hat einen Ausflug nach Gutach in die Heimat des Bollenhuts vorgeschlagen (Achtung: Im Navi Gutach (Schwarzwaldbahn) eingeben, sonst landet ihr in Gutach im Breisgau – da kommt ihr übrigens auch fast dran vorbei).

Es ist das älteste Freilichtmusuem in Baden-Württemberg und war Vorbild für das Écomusée d’Alsace im elässischen Ungersheim. Auf einer Fläche von rund 7 Hektar wird das Leben, Wohnen und Arbeiten der Menschen im Schwarzwald in den vergangenen Jahrhunderten dargestellt.

Das Freilichtmuseum hat seinen Namen vom Vogtsbauernhof, der seit 1612 an dieser Stelle steht und dessen Eigentümer um 1650 Talvogt in Gutach war. Mit diesem Schwarzwaldhaus gründete Hermann Schilli das Museum.Die Sanierung begann im Jahr 1963, das Museum wurde im Folgejahr eröffnet.  Im Lauf der Jahre kamen weitere Bauernhöfe hinzu, die an ihrem ursprünglichen Standort abgebaut und im Museum Vogtsbauernhof wieder aufgebaut wurden.

  • Hippenseppenhof aus Furtwangen, Baujahr 1599, Eröffnung: 1966
  • Lorenzenhof aus Oberwolfach, Baujahr 1608, Eröffnung 1972
  • Schauinslandhaus, Schauinsland, Baujahr 1730, Eröffnung 1982
  • Falkenhof aus Buchenbach-Wagensteig, Baujahr 1737, Eröffnung 1999
  • Hotzenwaldhaus, Hotzenwald, Baujahr 1979/80 (Nachbau des 1756 errichten Klausenhofs in Herrischried), Eröffnung 1980
  • Herrmann-Schilli-Haus, Gutach, Baujahr 1980, der Neubau wurde am Standort des alten Zimmerbauernhofs errichtet, Eröffnung 2017
  • Tagelöhnerhaus, Oberprechtal, Baujahr 1819, Eröffnung 1999
  • Schlössle von Effringen, Effringen/Wildberg, Baujahr 1407, Eröffnung 2018

Anders als im Écomusée d’Alsace das sich bei der Einrichtung der Häuser an der Zeit um das Jahr 1900 orientiert, ist es die Einrichtung nahezu so, wie sie von den letzten Bewohnern hinterlassen wurde. Das Schlössle von Effringen beispielsweise lädt ein zu einer Zeitreise in die 1960er und 1970er Jahre.

Das Hermann-Schilli-Haus ist ganz im Stil der 1980er Jahre eingerichtet. Angefangen von der hölzernen Decke mit Nut-und-Feder-Brettern, über den Wohnzimmerschrank aus rustikaler Eiche bis hin zu den typischen Fliesen in Küche und Bad.  Im Kinder-/Jugendzimmer findet sich noch ein alter Homecomputer.

Sehenswert war auch ein Besuch im Brenn- und Backhaus wo das Schnapsbrennen erklärt sowie  Fladenbrot (ähnlich Flammkuchen) und Buernbrot gebacken wurde.

Hier ein paar fotografische Impressionen

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Der Hippenseppenhof
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In der Stube
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Hofkapelle
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Der Vogtsbauernhof
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Blick ins Taglöhnerhaus
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Im Schauinslandhaus wird unter anderem das Schneffler-Handwerk gezeigt.
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Nebenan im Falknerhof dreht sich alles um Viehwirtschaft
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Die Firma macht also nicht nur Kühlschränke, Spül- und Waschmaschinen …
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Hotzenwaldhaus
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Hotzenwaldhaus mit Garten – das Bild hab ich mir von der Markgräflerin geborgt.

 

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Gutacher Speicher
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Vogtsbauernhof
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Der Glaube spielte im Schwarzwald eine große Rolle . ..
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Das Hermann-Schilli-Haus
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Brenn- und Backhaus
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Die Fladenbrote mit Speck und Bärlauch sind im Ofen
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Lorenzhof
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Kinzigtäler Speicher
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Bildstock
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Effringer Schlössle
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Effringer Schlössle

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Mehr Bilder im Album bei Google Photos: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Karte mit virtuellem Rundgang

Nützliche Informationen

Kontakt:
Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
77793 Gutach (Schwarzwaldbahn)
Tel. + 49 (0) 7831 – 93 56 0
E-Mail: info@vogtsbauernhof.de

Öffnungszeiten:
täglich von 9 bis 19 Uhr, letzter Einlass 18 Uhr

Eintrittspreise:

  • Erwachsene: 10 Euro
  • Ermäßigt (Studenten, Auszubildende, Schwerbehinderte): 9 Euro
  • Kinder und Jugendliche: (6 bis 17 Jahre)   5,50 Euro
  • Kinder bis 5 Jahre:  frei
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„Wie Barthel sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.“

Mit Schwung landet die Sichel im hölzernen Scheunentor.

„Wie Barthel sich verhält, ist der ganze Herbst bestellt.“

Hat die Bauernregel recht, dürfen wir uns auf einen schönen Spätsommer und Herbst freuen. Bei bestem Wetter fand am Wochenende im Neuenburger Ortsteil Steinenstadt die „Sichlehenki“ oder Sichelhenke statt. Der Bartholomäus-Tag (24. August) markierte früher in der Oberrheinebene das Ende der Getreideernte .

Das wurde natürlich mit einem Erntedankfest – der Sichelhenke – gefeiert. Der Name ist schnell erklärt, die Sichel hängt nun bis zur nächsten Ernte am Scheunentor.

Seit zwölf Jahren lädt der Heimat- und Dorfpflegeverein zur Sichelheinke ein und demonstriert altes Brauchtum. Anbei ein paar fotografische Eindrücke.

Der Heimat- und Dorfpflegeverein zeigt, wie es früher Wasche gewaschen wurde.
Wäsche wasschen wie anno dazumals …
Es gab selbst gemacht Butter aus dem Butterfass-
Es gab Gschwelldi, Ziger und selbst gemachte Anke (Pellkartoffeln mit Quark und Butter)

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Die Ideenschmiede – eine Gruppe junger und kreativer Mamas im Heimat- und Dorfpflegeverein – bot Kinderschminken an.
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Immer ein Blickfang: die Oldtimer-Traktoren
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Sorgte für den guten Ton: die Trachtenkapelle Steinenstadt

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„Grißheim aktiv“ das Pendant zum Steinenstadter Heimat- und Dorfpflegeverein im nördlichen Neuenburger Stadtteil Grißheim war mit der Obstpresse und dem Apfel-Express dabei.

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Mehr Bilder im Fotoalbum Sichelheinke Steinenstadt 2019 bei Google Fotos

 

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Heimatkunde: Der Belchen – die erste Station von der Erde zum Himmel

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Der Belchengipfel

Morgends bewölkt und mittags Sonnschein hieß es im Wetterbericht. Das Thermometer zeigte 19 Grad Celsius. Ideale Bedingungen für eine Wanderung auf den Belchen, der im Sommer auf den letzten Metern nur wenig Schatten spendet. Los geht’s beim Haldenhof (929 Meter). Ziel war der Belchengipfel mit 1414 Metern Höhe (laut amtlicher Wanderkarte – auf der Tafel des Schwarzwaldvereins beim Belchenhaus steht übrigens 1415 Meter).

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Der Belchengipfel ist noch hinter Wolken verborgen.

Als wir den Pass beim Kreuzweg überquerten, war die Spitze des Belchen noch in morgendliche Nebelwolken gehüllt.

Die Wanderung führt zunächst am Heubronner Eck an einer Kapelle vorbei.

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Dekan-Strohmeyer-Kapelle

Willibald Strohmeyer wurde am 6. Juli 1877 in Mundelfingen, Kreis Donaueschingen, geboren. Am 2. Juli 1902 wurde Strohmeyer im Kloster St. Peter zum Priester geweiht. Als Neupriester kam er zunächst nach in Säckingen, und Oktober 1903 als Vikar nach St.Johann, Freiburg.

Am 28. April 1910 wurde er von Großherzog Friedrich von Baden zum Pfarrer von St. Trudpert ernannt und am 13. Juli 1910 von Erzbischof Thomas Nörber bestätigt und investiert. Von 1924 bis 1931 war Strohmeyer auch erster Generalsuperior der sich im Jahre 1920 im Münstertal auf sein Betreiben hin angesiedelt habenden Josefsschwestern sowie ab 1939 auch Dekan des Dekanats Neuenburg.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er am 22. April 1945 ohne ersichtlichen Grund von einem SS-Kommando zunächst Richtung Münsterhalden verschleppt und anschließend durch Genickschüsse umgebracht, seine Leiche konnte erst nach zwei Wochen gefunden werden. Sie wurde am 9. Mai 1945 auf dem Münstertäler Friedhof am Kloster St. Trudpert beigesetzt. Er wird heute als katholischer Märtyrer verehrt.

An der Fundstelle beim Heubronner Eck hat die Pfarrgemeinde St. Trudpert Münstertal eine Gedächtniskapelle errichtet. Diese wurde am 31. August 1947 durch den damaligen Erzbischof von Freiburg, Dr. Conrad Gröber, zur Erinnerung an den Märtyrer-Priester geweiht.

Quellen: Katholische Seelsorgeeinheit Staufen-Münstertal, Wikipedia: Willibald Strohmeyer

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Dekan-Strohmeyer-Kapelle

Der Wanderweg (Westweg) führt über Spänplatz und Metzg bis zum Richtplatz mit Schützhütte. Hier hat man eine schöne Aussicht ins Richtung Münstertal.

Alte Grenzmauer

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Der Weg führt größtenteils entlang der Gemarkungsgrenzen von Münstertal und Kleines Wiesental. Es ist die historische Landesgrenze zwischen dem katholischen zu Vorderösterreich gehörendem Breisgau und der evangelischen Markgrafschaft Baden-Durlach. Heute ist es die gemeinsame Grenze der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach.

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Das vorderösterrichische Wappen (oben) und das Wappen des Münstertals beziehungsweise des Klosters St. Trudpert
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Die steinerne Mauer diente weniger als Grenzmauer sondern mehr dazu, das Vieh auf den jeweiligen Weiden zu halten.

Der Weg über die Gemarkung Münstertal

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Abzweigung

Der Weg teilt sich zwischen der Alten Grenzmauer und Hohe Kelch. Der Weg über die Gemarkung Münstertal ist abwechslungsreicher, verlangt aber trittsicherheit.

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Aussichtspunkt Lünzmann Platz

Vom Lünzmann Platz hat man eine tolle Aussicht auf den 1165 Meter hohen Blauen bzw. Hochblauen sowie zur Kälbelescheuer.

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Blick auf den Blauen und die Kälbeleschauer

Hohkelch-Sattel

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Hohkelch 1264 Meter (noch 150 Höhenmeter zum Belchengipfel)
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Blick vom Hohkelch ins (kleine) Wiesental

Auch hier sind die Grenzsteine aus dem Jahr 1790 allgegenwärtig – und sogar in Farbe.

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Wappen von Baden-Durlach
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Vorderösterreichisches Wappen

Rapsfelsen

Beim Rapsfelsen (1328 Meter) hat man einen schönen Blick hinunter ins (Kleine) Wiesental. Hier muss man sich entscheiden, ob man sich direkt zum Gipfel links hält oder ob man den Weg nach rechts in Richtung Belchenhaus einschlägt.

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Rapsfelsen

Der Belchen

Der Belchen ist mit 1414 m.ü.M. zwar nur der dritthöchste Schwarzwaldbeg nach Feldberg und Herzogenhorn. Johann Peter Hebel war er „Die erste Station von der Erde zum Himmel“

Ist es wahr, dass die erste Station von der Erde zum Himmel auf dem Belchen ist und die zweite im Mond und die dritte auf dem Morgenstern, und dass dort alle acht Tage ein Komet als Postwagen ankommt und die angelangten Fremdlinge von aller Welt Ende ins himmlische Jerusalem zur ewigen Heimat fährt?

Zitat aus einem Brief Johann Peter Hebels an Gustave Fecht zu Weinachten 1795

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Die Markgräflerin auf dem Belchengipfel

Auffälliges Markenzeichen ist die kahle baumlose Bergkuppe und das von der Oberrheinebene nahezu symmetrische Profil. Der Name Belchen soll keltischen Ursprungs sein und entweder „kahle Kuppe“ oder „der Strahlende“ bedeuten. Für letzteres spricht das so gennante Belchen-System oder Belchen-Dreieck. Dieses wird vom Schwarzwälder Belchen, dem Elässer Belchen in den Vogesen sowie den Schweizer Belchen gebildet. Die Namensgleichheit mit Bezug auf den keltischen Gott des Lichtes, Belenus, wird mit der Tatsache erklärt, dass zur Tag- und Nachtgleiche (Frühjahrs- und Herbstanfang) vom Elsässer Belchen aus gesehen, die Sonne über dem Schwarzwälder Belchen aufgeht und umgekehrt vom Schwarzwälder Belchen hinter dem Elässer Belchen untergeht. Zur Wintersonnenwende geht die Sonne vom Elsässer Belchen aus gesehen hinter dem Schweizer Belchen auf.

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Auf dem Belchengipfel

Vom Gipfel aus sind große Teile des Schwarzwaldes bis zur Hornisgrinde zu sehen, die Vogesen, den Jura und bei entsprechendem Wetter die Alpen von der Zugspitze bis zum Mont Blanc.

Wir hatten leider nicht so tolle Fernsicht, aber wenigstens einige Landmarken im Schwarzwald und in der Rheinebene waren gut zu finden.

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Blick hinunter ins Münstertal und nach Staufen. In der Rheinebene sind Bad Krozingen und Breisach zu erkennen
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Blink in Richtung Freiburg. Am linken Bildrand ist der Kaiserstuhl und der Totenkopf (knapp 557 Meter) zu erkennen. Bei genauem hinschauen entdeckt man auf dem Original in höherer Auflösung auch die Baustelle für das neue SC Stadtion.
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Blick hinüber zum Feldberg, mit 1493 Meter der höchste Gipfel im Schwarzwald und höchster Berg Deutschlands außerhalb der Alpen.

Belchenhaus

Oben angekommen kehrten wir im Belchenhaus zum Vespern ein.

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Belchenhaus
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Die Tafel des Schwarzwaldvereins vor dem Belchenhaus gibt die Höhe des Belchens mit 1415 Meter an, in der amtlichen Landkarte sind es nur 1414 Meter.
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Belchenhaus
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Von der Ostseite (Schönenberg) kommt man auch mit der Seilbahn auf den Gipfel.

Mehr Bilder im Album Wanderung vom Haldenhof auf den Belchen bei Google Photos.

Karte

Tipp: Wanderbus ab Müllheim

Vom 1. Mai bis 31. Oktober fahren übrigens drei Busse der Linie 111 (Stand 2019) vom Müllheimer Bahnhof über Müllheim, Badenweiler und Schweighof hinauf zu Sirnitz, Kreuzweg und Haldenhof. Abfahrt am Bahnhof Müllheim um 8.40 Uhr (sonntags um 8.39 Uhr), 13.05 Uhr und 16.07 Uhr (werktags; Samstag und Sonntag um 15.39 Uhr). Zurück gehts ab Haldenhof um 9.45 Uhr, 14.11 Uhr und 17.20 Uhr (werktags; Samstag und Sonntag um 16.39 Uhr).

SWEG – Fahrpläne Müllheim-Neuenburg zum Download

Siehe auch:

Fotografie, Kultur, Musik, Veranstaltungen

Drachen, Sirtaki, Dudelsack und Schottenkaro

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Massed Pipes & Drums

Das Kasernen-Areal am Basler Rheinufer steht noch bis 20. Juli ganz im Zeichen des Basel Tatto 2019. Eine tolle Show mit schottischen Dudelsack-Klängen, Highland-Dance, „griechischem Wein“ sowie fernöstliche Folklore mit Drachen, Akrobatik und Tanz.

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Ich durfte für die Oberbadische wieder bei der Generalprobe fotografieren.

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The Hellenic Navy Band aus Griechenland

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„Griechischer Wein“

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The Red Hot Chilli Pipers

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Das Orchester der Königlich-Niederländischen Marechaussee
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Tulpen aus Amsterdam
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Die Motorradstaffel der Hamburger Polizei

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Die International Highland Dancers mit Tänzerinnen aus Australien Großbritannien, Kanada Neuseeland und Südafrika

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Deirdre Brennan

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The Wind Band and Dancers of the Water Supply and Drainage Compagnie of Shijzhuang, China

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Einer der besten Akrobaten aus China: Zhang Ziyi hält den Weltrekord in Sachen Rückwärtssaltos: 36 Saltos aus dem Stand in nur einer Minute.

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Mehr Fotos in der Bildergalerie der Oberbadischen: Fotogalerie Basel Tattoo 2019

Siehe auch

Fotografie, Kultur, Nachrichten, Veranstaltungen

Fronleichnamsprozession im Bad Bellinger Kurpark

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Abgedeckt mit Planen haben die Altäre und Blumenbilder den nächtlichen Gewitterregen unbeschadet überstanden: Am Morgen bot der  Bad Bellinger Kurpark  eine schöne Kulisse für die Fronleichnamsprozession der katholischen Seelsorgeeinheit Schliengen. Die einzelnen Pfarrgemeinden Schliengen, Liel, Bad Bellingen und Bamlach/Rheinweiler haben jeweils einen Altar mit Blumen geschmückt. Hier ein paar fotografische Eindrücke.

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Mehr Bilder im Album bei Google Fotos: Fronleichnamsprozession 2019 im Bad Bellinger Kurpark

 

 

Fotografie, Geschichte, Kultur, Veranstaltungen, Video

Das Glöckchen läutet wieder

Neuenburger Rathausglocke bekommte neues Zuhause auf dem Franizskanerplatz
Bei der Einweihung der Skulptur mit Glocke auf dem Franziskanerplatz

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Das GLÖCKCHEN läutet wieder

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Neuenburger Rathausglocke bekommte neues Zuhause auf dem Franizskanerplatz

Bürgermeister-Stellvertreter Christoph Ziel und Architekt Mario Eggen enthüllen die die Skulptur mit Glocke.

Neuenburger Rathausglocke bekommte neues Zuhause auf dem Franizskanerplatz
Betreten beziehungsweise hindurchgehen ist ausdrücklich erwünscht …

Geschichte

Am südlichen Ortseingang von Neuenburg liegt die Heilig-Kreuz-Kapelle. Ihren Namen hat sie von einem steinernen Kreuz dessen Herkunft unbekannt ist. Der Legende nach soll es im 13. Jahrhundert vom Rhein angeschwemmt worden sein.

Für diese Kapelle gaben die Neuenburger im Jahr 1663 eine Glocke beim Basler Glockengießer Hans Ulrich Roth in Auftrag. Mit zwei zusammengebundenen Weidlingen wurde die Glocke damals von Basel nach Neuenburg transportiert.

Im Zuge des spanischen Erbfolgekriegs vertrieben französische Truppen unter Marschall Tallard am 1. Mai 1704 die Einwohner   Neuenburgs, um die Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Dies sollte verhindern, dass sich die vorderösterreichischen Truppen mit einem Brückenkopf am Rhein festsetzen. Während des Exodus der Neuenburger läutete die Glocke der Kapelle. Anschließend versteckten die Bürger das Glöcklein, bis sie 1714, nach dem Frieden von Rastatt, zurückkehren und die Stadt wieder aufbauen konnten.

Kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges wurden in Deutschland rund 65000 Glocken eingeschmolzen. Das Glocke der Heilig-Kreuz-Kapelle entging diesem Schicksal, sie war bei der Bestandsaufnahme vergessen worden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle zerstört und die Glocke beschädigt. Im Jahr 1958 übergab die katholische Pfarrgemeinde die Glocke an die Stadt Neuenburg. In einem Dachreiter auf dem Dach des Rathauses versah sie von nun an ihren Dienst und läutete täglich um 16 Uhr, um an die Vertreibung der Neuenburger im Jahr 1704 zu erinnern. Im Volksmund wurde sie daher schnell das „Feierabend-Glöckchen“ für die Rathaus-Mitarbeiter.

Im Jahr 2016 musste das Glöcklein wegen morschen Dachbalken seinen Platz auf dem Ratshausdach räumen. Jetzt hat es einen neuen Platz in einer eigens dafür gestalteten Skultpur des Müllheimer Architekten Mario Eggen vor dem Museum für Stadtgeschichte, Franziskanerplatz 4, gefunden und wieder täglich um 16.01 Uhr – nach den Glocken der katholischen Kirche – für jeweils zwei Minuten läuten.

 

 

 

 

 

 

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Elternfreuden bei Ox und Esel

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Ox (Eckard Lais, l.) und Esel (Oliver Berger)

Die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht von Ochse und Esel erzählt die Theatergruppe R(h)einkultur aus Neuenburg. Nach Aufführungen im „Schwarzen Ärmel“ (Katholisches Gemeindehaus St. Bernhard) in Neuenburg und im Gasthaus Warteck in Niederweiler steht am Samstag, 5. Januar, noch einmal ein Auftritt im Dorfgemeinschaftshaus in Britzingen auf dem Programm.

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Ox (Eckhard Lais) kommt in einer eiskalten Winternacht in seinen Stall und ist hungrig. Doch in seinem Heu liegt ein kleines Häuflein Mensch. Das ist ja wohl die Höhe. Esel (Oliver Berger) soll den „kleinen sabbernden Schreihals“ aus der Futterkrippe entfernen. Aber wohin mit dem kleinen „Matthias“ (Messias), der von Herodes’ Soldaten und einer dreiköpfigen ausländischen Delegation gesucht wird. Und wo sind die wahren Eltern, Josef und Mechthild – oder so – die vermutlich beim Shoppen oder beim Skifahren auf den Golanhöhen sind.

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Die Theatergruppe „R(h)einkultur“ um Eckhard Lais hat mit „Ox und Esel“ aus der Feder von Norbert Ebel ein etwas anderes Krippenspiel auf die Bühne gebracht und begeisterte das Publikum im ausverkauften Saal des Gasthauses „Warteck“ in Niederweiler ebenso wie bei der Premiere kürzlich im Gemeindehaus St. Bernhard in Neuenburg.

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„Ox und Esel“ erzählt nicht nur die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht von Ochse und Esel, es geht auch um Zwiespältigkeit, Widerwilligkeit, Unschlüssigkeit und Entnervtheit, die unvorhergesehene Elternfreuden mit sich bringen. Und es geht um das stets aktuelle Thema „Angst vor Fremden“, etwa wenn Ox den Findling möglichst rasch wieder loswerden möchte. „Was ist mit den Menschen los? Sie gehen den ganzen Tag arbeiten, einkaufen oder ins Fitnessstudio, und lassen die Kinder alleine“, fragen sich die beiden am Ende.

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Musikalische Verstärkung erfuhren Ox und Esel durch Mathilda Berger mit weihnachtlichen Melodien auf der Blockflöte. Insgesamt ein humorvoller, unterhaltsamer aber auch besinnlicher Abend für Groß und Klein. „Ich wollte ein Stück für Kinder aber auch Erwachsene auf die Bühne bringen“, erklärt Eckhard Lais seine Wahl. Noch nicht verraten wollte Lais das nächste Stück, er habe aber schon eines ins Auge gefasst. Es wird wohl wieder etwas Tiefgründiges für zwei Schauspieler.

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Das Stück „Ox und Esel“ ist am Samstag, 5. Januar 2019, 17 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Britzingen noch einmal zu sehen. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

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Fotografie, Kultur, Veranstaltungen

Dudelsack und Schottenkaro

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Das Finale

Weniger Chichi und Pathos, dafür mehr „Massed Pipes and Drums“ und Schottenkaros. Das Basel Tattoo besinnt sich auf seine Wurzeln und sein schottisches Vorbild.

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Massed Pipes and Drums

Ich durfte für die Oberbadische wieder bei der Generalprobe fotografieren.

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Für einen farbenfrohen und feurigen Auftakt sorgten die aztekischen Tänzer der „Compania De Danza Tenochtitlan“ aus Mexiko.

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Massed Pipes and Drums
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Y-Tours: Das Heeres Musik Korps aus Ulm
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Cheerleader (oder „Gardemaidli“ auf alemannisch) The Kilgore College Rangerettes aus Texas

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Rock’n’Roll meets Dudelsack: „The Red Hot Chilli-Pipers“ aus Glasgow
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Banda Monumental de Mexico

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Scottish Act
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The Military Brass Band 194 Pontoon Bridge Regiment aus der Ukraine
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Gonna Fly Now

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The United States Army Europe Band and Chorus
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The United States Army Europe Band and Chorus
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The United States Army Europe Band and Chorus

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Die „Canadiana Celtic Highland Dancers“ aus Kanada
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„Canadiana Celtic Highland Dancers“
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„Canadiana Celtic Highland Dancers
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„Canadiana Celtic Highland Dancers
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„Canadiana Celtic Highland Dancers
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The Swiss Army Central Band …
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… mit Solistin Lisa Stoll am Alphorn
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Das „Top Secret Drum Corps“ aus Basel
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„Top Secret Drum Corps“
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„Top Secret Drum Corps“
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Das Finale

Mehr Bilder gibt’s auf der Homepage der Oberbadischen: Basel Fotogalerie: Dudelsack und Schottenkaro – Basel Tattoo 2018

Und hier geht’s zum offiziellen Trailer:

 

Hier gehts zu den Fotos vom Basel Tattoo 2017 und 2016.