Computer, Fotografie, Journalismus, Nachrichten, Video

Die Grenzen sind geschlossen, aber die Herzen sind offen

Neben Fotos für die Printausgabe noch ein paar Videoschnipsel für Online gedreht.

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Ein schönes Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft. Für Pendler soll der Grenzübergang zwischen Chalampé und Neuenburg ja voraussichtlich Montag geöffnet werden. Für alles andere sollten wir einfach Geduld haben. Wenn sich das Coronavirus wieder exponentiell ausbreitet, weil zu schnell und zu viel gelockert wird, ist niemanden geholfen.

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Fotografie, Journalismus

A Quiet Place – Corona-Impressionen (1)

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Am Montag wurde die Grenze zum Elsass geschlossen, ab Dienstag waren die Schulen zu, am Mittwoch mussten die ersten Non-Food-Geschäfte schließen und seit heute gilt ein Betretungsverbot für öffentliche Straßen und Plätze.

Der Radiowecker springt frühmorgens zur vollen Sunde an. Statt „I got you Babe“ wie in „Täglich grüßt das Murmeltier“ schallt das Wörtchen „Corona“ aus dem Lautsprecher. Seit Donnerstag frühstücke ich ohne Radionachrichten. Spätestens in  der Redaktion muss ich mich ohnehin mit den neusten Entwicklungen befassen – um dann kurz vor Redaktionsschluss doch noch mal alles umzuschmeißen.

Anbei ein paar fotografische Impressionen aus Müllheim, Neuenburg und Bad Bellingen.

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Die Spielplätze sind geschlossen.
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Blühende Magnolien im Bürgerhauspark
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Verwaist: Der Spielplatz im Bürgerhauspark
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In Müllheim dürfen standesamtliche Trauungen nur noch im Trauzimmer im Markgräfler Museum stattfinden. Mit Minimalbesetzung: Brautpaar, Standesbeamter, Fotograf und bei Bedarf noch ein Dolmetscher. Keine Familie, keine Trauzeugen und kein anschließender Sektempfang.
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Gespenstische Ruhe auf dem Markgräfler Platz in Müllheim. Der Narrenbaum wirkt irgendwie vergessen …
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Wie leergefegt: Auf dem Neuenburger Rathausplatz sind in normalen Zeiten die Eisdielen rappelvoll.
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Der Spielplatz im Bad Bellinger Kurpark
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Das Blumengeschäft in der Bad Bellinger Rheinstraße musste schließen und hat auf Selbstbedienung umgestellt. Etwas Blumenschmuck in der Wohnung ist jetzt wichtiger denn je.
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Gaststätten leiden besonders unter der Corona-Krise und haben auf Abhol- und Lieferservice umgestellt. Der Verzehr vor Ort ist seit heute untersagt.

 

Fotografie, Journalismus, Kultur, Veranstaltungen

Der Freischütz

Der Freischütz
Der Brautkranz wird überreicht

Impressionen von der Aufführung von Carl Maria von Weber OperDer Freischütz“ in auf dem Markgräfler Platz in Müllheim mit dem Markgräfler Symphonieorchester.

Der Freischütz
Der Jägerbursche Max (Ingo Anders, Tenor und Regisseur) mit seiner Verlobten Agathe (Franziska Gündert, Sopran)
Der Freischütz
Ännchen (Andrea Suter, Sopran) mit Max und Agathe.
Der Freischütz
In der Wolfsschlucht: Samiel (Detlev H. F. Pawlik) und Jägerbursche Kaspar (Andy Murphy)
Der Freischütz
Max (Ingo Anders)
Der Freischütz
Agathe und Ännchen

Mehr Bilder in der Picasa Bildergalerie!

Journalismus, Nachrichten, Sport

Meine WM-Erinnerungen – WM 1990 in Italien

WM_Erinnerungen_anlHeute liegt das WM-Finale zwischen Deutschland-Argentinien in Rom und der Weltmeister-Titel für Deutschland  genau 24 Jahre zurück.  Den 8. Juli 1990 durfte ich per Zufall im sächsischen Auerbach erleben, wo die Neuenburger „Ten Sing“-Gruppe auf ihrer Tournee Station machte.  Die Mauer war wenige Monate zuvor gefallen, die D-Mark als offizielles Zahlungsmittel am 1. Juli in der – noch existierenden – Deutschen Demokratischen Republik eingeführt worden. Die Wiedervereinigung noch nicht vollzogen – dies folgte erst am 3. Oktober. Neben Mauerfall (9. November 1989)  und Wiedervereinigung (3. Oktober 1990) war der 8. Juli 1990 wohl der geschichtsträchtigste Moment in der jüngeren deutschen Geschichte.

Für die Oberbadische habe ich meine WM-Erinnerungen an die WM 1990 in Italien zu Papier gebracht: Trabis rasten hupend übers Straßenpflaster

Journalismus, Veranstaltungen

Maßnahmen ergreifen

Es hat durchaus etwas faszinierendes, wie man mit nur den beiden Hauptwörtern Maßnahme(n) und Konzept fast einen ganzen Abend mit Vorträgen gestalten kann.

Als besonders nützlich erwies sich das Wort „Maßnahme“, das sich nicht nur im Singular und Plural benutzen, sondern sich auch besonders vielseitig kombinieren lässt, wie beispielsweise Maßnahmenkataloge, Maßnahmenpaket, Maßnahmenübersicht, Maßnahmensammlung, Maßnahmenzusammenstellung, Maßnahmenumsetzung oder Maßnahmenfortschritt. Darüber hinaus lassen sich Maßnahmen auch gut priorisieren. Auch etwas konkreter als Klimaschutzmaßnahme lässt sich das Wörtchen gut verwenden.

Auch Konzepte wurden bei der Veranstaltung gerne und eifrig von den Vortragenden bemüht, sei es als Stadtentwicklungskonzept, Innenentwicklungskonzept, Verkehrskonzept oder auch als Klimaschutzkonzept.

Von der – eigentlich konsequenten – Zusammenfasszung zu „Maßnahmenkonzepte“ oder „konzeptionellen Maßnahmen“ blieben die Zuhörer glücklicherweise verschont.

Hätte es für jeden Gebrauch des Wörtchens „Maßnahme“ einen Cent gegeben, für mindestens ein Feierabendbierchen hätte es bestimmt gereicht.

Und um was ging es eigentlich? Da war ich – wie wahrscheinlich etliche andere Zuhörer auch – nach zwei Stunden komplett erschlagen und verwirrt. Auf alle Fälle geht es um „Maßnahmen und Konzepte“ und zwar ganz viele davon, wenn man das exzessive Vorkommen dieser Wörter auch in den vielseitigen – im Sinne von viele Seiten zählenden – Powerpoint-Folien betrachtet. Eine Folie mit den Stichwörtern „Maßnahmen und Konzepte“ hätte vielleicht auch gereicht.

So, jetzt werde ich auch „Maßnahmen ergreifen“, deshalb endet diese kleine Glosse hier.

Fotografie, Journalismus, Nachrichten, Veranstaltungen

Gutedelpreisverleihung 2011

Von Gutedelpreis 2011

Der Markgräfler Gutedelpreis für „kreativen Eigensinn“ geht in diesem Jahr an den Gastrokritiker, Journalisten und Schriftsteller Wolfgang Abel aus Badenweiler. Den Preis, ein 225-Liter-Eichenfass Gutedel, überreicht der Vorsitzende der Markgräfler Gutedelgesellschaft und Winzer, Hermann Dörflinger. Über einen Schriftsteller könne man nicht reden, für ihn müssten seine Werke sprechen, meint Christoph Wirtz und las aus Abels Kolumnen. Diese sind nicht nur Gastronomiekritiken sondern gewürtz mit feinsinniger Gesellschaftskritik. Abel sei ein „Verfechter des Guten“, sagt Wirtz.


Gelungen war die Mischung aus Lesung und einfühlsamen klassischen Melodien der jungen Kammerphilharmonie Freiburg sowie Professor Helmut Lörscher am Klavier. Das Publikum war vom Orchster unter der Leitung von Andreas Winnen sehr angetan.