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Heimatkunde: Die Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Sie stand schon lange auf der Liste unserer Ausflugsziele in der Region, die Badische Staatsbrauerei Rothaus. Also nutzten wir unseren „Heimatkunde“-Urlaub auch für einen Abstecher in den Hochschwarzwald. Rothaus ist ein Ortsteil der Gemeinde Grafenhausen, die noch andere Sehenswürdigkeiten, wie den idyllisch gelegenen Schlüchtsee, zu bieten hat.

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Der Rothaus-Eisenbahn-Waggon steht im Bahnhof Seebrugg.

Geschichte

Im Jahre 1791 wurde die Brauerei Rothaus durch das Benediktinerkloster St. Blasien bei der Gaststätte „Zum Rothen Haus“, die seit 1681 aktenkundig ist, gegründet. Fürstabt Martin Gerbert II. hatte den  Standort günstig gewählt, er bot ausreichende Wasservorkommen und durch seine Lage inmitten großer Wälder genug Holz zum Heizen in der direkten Umgebung. Die wichtige Handelsstraße von Freiburg über Grafenhausen nach Waldshut machte den abgeschiedenen Winkel zu einer geschäftigen Zwischenstation. Als höchstgelegener Punkt der Route lud Rothaus geradezu zum Verschnaufen ein. Es lag außerdem auf halbem Wege zwischen dem mächtigen Kloster St. Blasien und dessen neu erworbener Herrschaft Bonndorf.

Im Zuge der Säkularisierung 1806 fiel die Brauerei Rothaus an das Großherzogtum Baden und hieß ab diesem Zeitpunkt „Großherzogliche Badische Staatsbrauerei Rothaus“. Schon 20 Jahre nach der Gründung beschloss man aufgrund der wachsenden Nachfrage die erste Erweiterung der Produktionsstätten.

1875 investierte die Brauerei Rothaus in neue Technik: Ein Eisenbahn-spezialwaggon für den Biertransport, eine neue stärkere Dampfmaschine, eine neue Darre zur Malzproduktion, ein neuer Eiskeller, eine neue Hefereinigungs- und Sortiermaschine und weitere technische Geräte. Nur wenige Jahre später führte die Brauerei Rothaus das erste Rothaus Flaschenbier in den Handel ein. Weihnachten 1892 wurde das erste Rothaus Flaschenbier in St. Blasien verkauft. Fünf Jahre danach kaufte Rothaus ein „motorisiertes Transportfahrzeug“, der erste Rothaus LKW.

Das 20. Jahrhundert begann für die Brauerei Rothaus mit einem schweren Schlag. 1904 vernichtete ein Großbrand weite Teile der Brauerei, der Wiederaufbau sollte bis 1905 dauern.

Um im härter werdenden Wettbewerb zu bestehen und die Brauerei Rothaus nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen zu führen, wurde die Brauerei Rothaus 1922 in eine AG umgegründet. Diese ist heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg.

Edwin Nägele führte 1956 als damaliger Brauereidirektor das Tannenzäpfle in der 0,33 l Flasche ein.

Die anhaltend große Nachfrage nach Rothaus-Bieren hat in der Vergangenheit ständige hohe Investitionen notwendig gemacht, die die Brauerei Rothaus zu einem der modernsten Betriebe in Deutschland wachsen ließen.

So wurde beispielsweise im Jahr 2006 das neue Sudhaus eingeweiht. Die sämtlich in Edelstahl ausgeführten Sudgefäße, Gär- und Lagertanks und Verrohrungen ermöglichen die Herstellung von Bierspezialitäten nach herkömmlichen Methoden (kalte Gärung, lange kalte Lagerung) unter bestmöglichen hygienischen Bedingungen.

Quelle: http://www.rothaus.de

Impressionen

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Führung durch die Produktion

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Das Sudhaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Die Gärtanks, …

Badische Staatsbrauerei Rothaus

… jeder einzelne fast 180.000 Liter (umgerechnet mehr als 545.000 Zäpfle)

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Die Flaschenfüllanlage …

Badische Staatsbrauerei Rothaus

… füllt zwischen 40.000 und 60.000 Flaschen pro Stunde.

Badische Staatsbrauerei Rothaus

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Im Shop

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Die „Beer Wall“ mit der  Zäpfle-Familie

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Praktische Tipps

Badische Staatsbrauerei Rothaus AG 
Rothaus 1
79865 Grafenhausen-Rothaus

Führungen sind Montag bis Freitag um 12 und 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 12 und um 14 Uhr. Führungen kann man direkt unter dem folgenden Link buch: Brauereibesichtigung

Brauereigasthof: Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 12  bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 11.30  bis 22 Uhr. Durchgehend warme Küche bis 20.30 Uhr.

Badische Staatsbrauerei Rothaus

Sehr zu empfehlen ist eine Einkehr im Brauereigasthof. Über die kulinarische Seite unseres „Heimatkunde“-Urlaubs berichtet die Markgräflerin in ihrem Blog „Lebensart im Markgräflerland„.

Mehr Fotos in der Flickr-Bildergalerie: Badische Staatsbrauerei Rothaus

Lohenswert ist übrigens auch ein Besuch der Feldschlösschen-Brauerei im schweizerischen Rheinfelden, die wir im Sommer 2011 besichtigt haben.

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