Badeverbot für Miss Piggy

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Für Miss Piggy und die fünf süßen Fröschlein gab es ein Badeverbot von der Wasserschutzpolizei

Eigentlich hatte ich mich – wie viele andere Zuschauer am Rheinufer – auf die originellen Wassergefährte bei der Rheinregatta des Vereins Grißheim aktiv von Neuenburg nach Grißheim gefreut, sind es doch immer tolle Fotomotive.

Am Start verbot jedoch die Wasserschutzpolizei aus Breisach die großen Flöße zu Wasser zu lassen – diese seien in der Veranstaltungsgenehmigung durch die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ausgeschlossen. So durften nur die erlaubten Kleinfahrzeuge die Reise antreten.

Schade für die Bootsbauer, die viel Zeit und auch einige Euro in ihre Wasserfahrzeuge gesteckt haben.

Mir hat der Polizist leid getan, der – von wem auch immer – eigens am Sonntagvormittag nach Neuenburg beordert worden war, und der sich als „Spaßbremse“ betätigen musste. Ich kann ihn durchaus verstehen, in Zeiten, in denen jeder nach 100-und-mehr-prozentiger Sicherheit verlangt, wird auch immer schnell nach einem Verantwortlichen beziehungsweise Schuldigen gesucht, wenn etwas passiert. Das der gute Mann da seinen Kopf nicht hinhalten will, ist durchaus verständlich.

In Deutschland muss alles geregelt sein, denn so etwas wie „dumm gelaufen“ oder „Shit happens“ sieht das Rechtssystem nicht vor – ausgenommen vielleicht bei Atomkraftwerken.

Vor allem das Ehrenamt leidet unter überbordenden Vorschriften, wie beispielsweise Fasnachtsvereine, die wegen neuer Branschutzvorschriften auf einmal 100 Besucher weniger in die Halle lassen dürfen.

Das Problem war anscheinend die Frage, „was ist ein Floß“? Ist damit ein Floß aus zusammengebundenen Baumstämmen gemeint oder ist es alles was schwimmt und kein Boot ist? Eigentlich habe ich es immer als Stärke empfunden, dass Gesetze und Verordnungen recht allgemein gehalten sind – aber wenn niemand mehr für etwas die Verantwortung übernehmen will oder kann, ist das schlichtweg zum Scheitern verurteilt.

Bis zur nächsten Veranstaltung lässt sich diese Frage hoffentlich klären.

Trotzdem noch ein paar fotografische Eindrücke von der Rheinregatta:

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Enttäuschung auch bei den Zuschauern am neugestalteten Rheinufer in Neuenburg.

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Unter dem „Yellow Submarine“ steckte ein „erlaubtes“ Faltboot.

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Am Ziel in Grißheim werden die Boote erwartet.

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Ankunft der Waidlinge

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DLRG-Strömungsretter sichern die Veranstaltung ab.

Die Veranstaltungssicherung übernahmen Rettungsschwimmer der DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg. Mehr über deren Einsatz ist hier zu finden.

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Über Alexander Anlicker

Freier Journalist und Pressefotograf unterwegs im südbadischen Raum, überwiegend im Markgräflerland sowie im benachbarten Elsass und der Nordwestschweiz Mein Anspruch ist eine kritische, faire und sachliche Berichterstattung.
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Eine Antwort zu Badeverbot für Miss Piggy

  1. Das war wirklich schade doch die Sicherheit geht vor!
    Liebe Gruesse Monika

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