Weinmarkt

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Er war für das nächste halbe Jahr die letzte Veranstaltung im Bürgerhaus: der 134. Müllheimer Weinmarkt. Jetzt steht hier die Brandschutzsanierung an – kostet viel Geld, aber viel Veränderungen gibt es hinterher nicht zu sehen.

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Stoßen auf einen erfolgreichen Weinmarkt an (v.l.): Müllheims Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich, die Markgräfler Weinprinzessin Marina Bläsi, die Badische Weinkönigin Isabella Vetter, Markus Büchin (Vorsitzender des Vereins Markgräfler Wein), die badischen Weinprinzesinnen Annette Herbstritt und Melanie Fünfgeld sowie Landrätin Dorothea Störr-Ritter.

Rund 300 Weine und knapp 30 Winzersekte von 50 Weingütern und Winzergenossenschaften aus dem Markgräflerland waren zur Verkostung angestellt.
Der Jahrgang 2015 versprach – nach einem tollen Sommer – viel. Entsprechend groß der Besucherandrang und die Erwartungen. Letztere wurden nicht enttäuscht.

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Karin Vossmer ist eine der vielen ehrenamtlichen Helferinnen des Müllheimer Weinmarkts. Seit 30 Jahren füllt sie die Probiergläser der Gäste.

“2015 war ein fabelhafter Jahrgang, da konnte eigentlich jeder Gutedel machen”, hatte Andrea Engler-Waibel vom Müllheimer Weingut Engler (Gutedelcup-Sieger in der Kategorie “QbA trocken” mit einem 2015er Müllheimer Gutdel) am Mittwoch bei der Gutedelcup-Verleihung in Badenweiler betont. Damit lag sie gar nicht verkehrt, wie man bei der Verkostung der Gutedelweine feststellen konnte.

Aber nicht nur Gutedel können die Markgräfler Winzer, sondern auch Riesling. Die 2015er Isteiner Kirchberg Riesling Spätlese vom Schlossgut Istein oder der 2015er Muggardter Berg Riesling Qualititäswein vom Weingut Schlumberger aus Laufen brauchen sich vor den Riesling-Weinen aus der Ortenau nicht zu verstecken.

Zwar noch im Versuchsanbau – aber durchaus empfehlenswert: Der Cabernet Blanc 2015er Pfaffenstück vom Weingut Engler aus Müllheim.

Interessant auch der direkte Vergleich von zwei Grauburgundern vom Weingut Schneider-Pfefferle aus Heitersheim – der 2015er Heitersheimer Maltesergarten (QbA) einmal normal und einmal im „Betonei“ ausgebaut.

Ein Tipp für den lauen Sommerabend auf der Terrasse (für die Zeit nach dem Essen): Muskateller. Sowohl die probierte trockene Variante vom 2015er Schliengener Sonnestück Qualitätswein von der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim, als auch der 2015er Badenweiler Römerberg Kabinett von der Winzergenossenschaft Britzingen und die 2015er Spätlese vom Winzerhof Ebringen haben überzeugt.

Mein Geheimtipp – jetzt ist er nicht mehr so geheim – für Rotwein-Fans: Ein Cabernet Carol vom Hofgut Sonnenschein in Fischingen. Das Bouquet erinnert etwas an Traubensaft. Der Wein schmeckt fruchtig und ist unheimlich süffig. Allerdings auch ist er auch gefährlich, hat der doch 16 Volumenprozente Alkokohl. Hinzu kommt mit 44 Euro für eine 0,75 Liter Flasche ein stolzer – im Vergleich zu italienishcen und französischen Weinen aber angemessener – Preis.

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Die Badische Weinkönigin Iseballa Vetter war Schirmherrin des diesjährigern Weinmarktes und trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Müllheim ein.

Anbei ein paar fotografische Eindrücke vom Müllheimer Weinmarkt:

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Über Alexander Anlicker

Freier Journalist und Pressefotograf unterwegs im südbadischen Raum, überwiegend im Markgräflerland sowie im benachbarten Elsass und der Nordwestschweiz Mein Anspruch ist eine kritische, faire und sachliche Berichterstattung.
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