Murmeltiertag

Murmeltier

Heute ist Murmeltiertag

Für den heutigen Murmeltiertag (Groundhog-Day) hab ich mal meine alten Fotoalben durchstöbert. Da musste doch irgendwo ein Foto von einem Murmeltier sein – und gefunden: Im Mai 1991 – ist das tatsächlich schon zwei Jahrzehnte her? – entstand das Foto im Bergwildpark in Steinwasen.

Eine Bauernregel sagt:

Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

Heute morgen hat es in Müllheim nochmals kurz geschneit. Wenn die Bauernregel stimmt, gibts einen frühen Frühling. Die Narren wirds freuen, wenn an Fasnet und an der Buurefasnet im März die Sonne scheint.

Rüdiger Herterich schrieb in seinem kleinen Heft „Markgräfler Bräuche, Feste, Lostage“ (Quelle u.a. Wikipedia):

Lichtmess

Am zweiten Februar heißt es „Lichtmess, spinne vergess, am Tag z Nacht ess!“
Die dunkelste Zeit des Jahres geht nun zu Ende. Auf den Bauernhöfen durfte nun die zweite Hälfte der Wintervorräte und des Heustocks angebrochen werden.

Offiziell ist nun aber auch die Weihnachtszeit endgültig zu Ende, der Christbaum wird aus der Wohnstube verbannt.

Früher hielt der Christbaum länger, da sein Standort – die gute Stube – nur sonntags und an den Feiertagen geheizt wurde.

Auch hier spielt wie in der Fasten- und Osterzeit die Zahl 40 eine wichtige Rolle. Lichtmess ist der vierzigste Tag der Weihnachtszeit. Nach jüdischer Vorschrift galt die Frau nach der Geburt eines Knaben 40 Tage und nach der Geburt eines Mädchens 80 Tage als unrein. Als Reinigungsopfer hatte sie dem Priester ein Schaf und eine Taube zu übergeben.

Das kirchliche Fest entstand im 4. Jahrhundert in Jerusalem als Nebenfest von Christi Geburt (Weihnachten) und wurde im 5. Jahrhundert durch den Brauch der Lichterprozession angereichert. Das Festdatum ist hier anfangs der 14. Februar (berechnet vom 6. Januar), ab dem 6. Jahrhundert der 2. Februar (berechnet vom 25. Dezember). Mit der Darstellung des Herrn im Jerusalemer Tempel feierte man zugleich den ersten Besuch Jesu Christi in der Heiligen Stadt.

In Europa ist die Feier von Lichtmess vielleicht auch eine christliche Reaktion auf eine heidnischen Tradition (Amburbale, Lupercalia). Heiden feierten diesen Tag als Imbolgsanfang, und es wird behauptet, die Sonne mache an diesem Tag „einen Sprung“, also die Tage würden von nun an deutlich länger. Die astronomische Richtigkeit dieser Feststellung ist durchaus fragwürdig.

Die katholische Kirche feiert den Tag in Erinnerung altchristlichen Jerusalemer Brauchtums mit Kerzensegnung und Luzernar (vgl. Lk 2,32). Lange wurde der marianische Inhalt des Festes betont („Mariä Lichtmess“). Seit der Liturgiereform ist die offizielle Bezeichnung „Darstellung des Herrn“. Der Tag hat im allgemeinen römischen Kalender den Rang eines Festes. Die liturgischen Texte betonen die Begegnung der Gemeinde mit Christus, vor allem in der Eucharistie.

Von den gesegneten Kerzen erwartete man vielfach eine Unheil abwendende Wirkung. Dieses Motiv des Lichtmesstages verband sich mit dem so genannten  Blasiussegen, der meist im Anschluss an die Liturgie des 2. Februars gespendet wird; sein eigentliches Datum ist der 3. Februar (Tag des hl. Blasius von Sebaste).

Die Ostkirche nennt das Fest Hypapante (Begegnung). Sie betont den Aspekt der Begegnung des Erlösers mit den Frommen seines Volkes, die ihn erwarten.

Auch die lutherische Kirche behielt das Datum in ihrem liturgischen Kalender. Von Johann Eccard stammt einer der bekanntesten Chorsätze zum Fest: „Maria wallt zum Heiligtum“. Johann Sebastian Bach schrieb mehrere Kantaten für Mariä Lichtmeß.

In der anglikanischen Kirche wird das Fest ebenfalls gefeiert.

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Über Alexander Anlicker

Freier Journalist und Pressefotograf unterwegs im südbadischen Raum, überwiegend im Markgräflerland sowie im benachbarten Elsass und der Nordwestschweiz Mein Anspruch ist eine kritische, faire und sachliche Berichterstattung.
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